Baby und Job

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Geschrieben von Jasmira am 15.09.2004, 11:41 Uhr

Baby + Diplomarbeit

Hallo!
Ich habe eine 11 Wochen alte Tochter und bin alleinerziehend.
Um mein Studium komplett zu machen, muß ich nun noch meine Diplomarbeit schreiben. Dies will ich auch so schnell wie möglich tun, ich möchte in ca. 1.5 Jahre anfangen zu arbeiten.
Bisher habe ich es überhaupt nicht auf die Reihe bekommen, etwas für die Diplomarbeit zu tun. Wenn Samira dann abends schläft und die Zeit da wäre, bin ich selbst zu müde um mich zu konzentrieren.
Wer war schon einmal in der gleichen Situation und wie hast Du es geschafft?
Vielen Dank für Eure Tips!
Jasmira

 
9 Antworten:

Ich hätte es sicher nicht gekonnt.

Antwort von Trini am 15.09.2004, 11:53 Uhr

Such Dir unbedingt Hilfe. Jemanden, der Dir das Kind zu festen Zeiten abnimmt (Studentenkita?) - und reiß Dich in dieser Zeit zusammen, daß Du wirklich arbeitest.

Viel Erfolg!
Trini

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Re: Baby + Diplomarbeit

Antwort von RenateK am 15.09.2004, 12:06 Uhr

Ich denke, um das zu schaffen, brauchst Du auf jeden Fall eine Kinderbetreuung tagsüber (muss ja nicht ganztags sein, aber einige Stunden schon). Oft gibt es ja Kitas an Unis.
Gruß, Renate

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Ja! ICH!

Antwort von mogli77 am 15.09.2004, 12:28 Uhr

hallo,

ich habe es mit einem 2 jährigen und baby im bauch geschafft, allerdings wurde nr.1 betreut. mußte auch sein, weil ich neben den ganzen noch teilzeit gearbeitet habe.

Tom war zweimla krank und mal eine woche zu hause, da habe ich NICHTS geschafft. du mußt dir unbedingt ein KITA-platz oder wenigstens eine tagesmutetr für 2 ganze tage nehmen, sonst wird es nichts.hast du die möglichkeit? dann mache es schnell, denn je länger du wartest, desto schwieriger wird es. ich hatte eine sehr aufwenige, empirische diplomarbeit mit interviews, die hat ganze 10 monate gedauert! ich habe es geschafft, sie noch vor der geburt von nr2 abzugeben *uff*!

alles gute

mogli mit kids (02/02) und 03/04)

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Baby+Diss (bzw. Habil)

Antwort von ChristianE am 15.09.2004, 18:17 Uhr

Hallo,
ja grundsätzlich geht das. Ich habe das erste Kind am Ende der Promotionszeit bekommen (als ich in der richtig heißen Phase des Schreibens war). Jetzt ist Nr. 2 da und ich beginne mit der Habilitation. Ich habe festgestellt, dass ich durch die Kinder viel effektiver geworden bin und in kurzer Zeit viel mehr schaffe als früher. Wenn Du also zwei oder drei Stunden hast, weil das Baby beim Babysitter oder bei einer Freundin ist, dann musst Du das gut nutzen und auf keinen Fall das Bad sauber machen. Finde heraus, zu welchen Zeiten Du besonders produktiv bist und organisiere für die Zeit den Babysitter oder die Tagesmutter. Erkundige Dich bei der Uni, ob es einen Unikindergarten gibt. Evtl. kannst Du sonst auch Unterstützung für die Bezahlung einer Tagesmutter bekommen. ERkundige Dich evtl. mal bei der Frauenbeauftragten, ob es Möglichkeiten der Hilfe gibt. Sicher bist Du nicht die einzige mit Kind, vielleicht kannst Du ein Netzwerk aufbauen und Ihr könnt Euch gegenseitig helfen. Dann solltest Du einen klaren Zeitplan aufstellen und sehr pragmatisch vorher (und nicht zu perfektionistisch, das werden oft die besten Arbeiten). Das ist oft leicht gesagt, ich weiß, einfach ist es nicht, aber Du wirst das schaffen, alles Gute, Christiane

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An alle

Antwort von Jasmira am 15.09.2004, 21:58 Uhr

Hallo,
lieben Dank für Eure Tips...
Ich werde es wohl so machen daß ich meine Kleine stundenweise von von einem Babysitter betreuen lasse. Ich habe in England studiert und deshalb keine Möglichkeit hier eine Uni-KiTa in Anspruch zu nehmen. Außerdem wohne ich in einem kleinen Ort und hier gibt es für unter 3jährige gar keine Betreuungsmöglichkeit...
Es wird schon irgendwie klappen!
Grüßle,
Jasmira

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wegen gefüllter kartoffeln

Antwort von paulita am 16.09.2004, 9:39 Uhr

liebe christiane

spannend! noch eine mami, die habilitiert. in welchem fach und wo - wenn ich fragen darf? ich habilitiere auch bzw. sollte mich schleunigst dran machen, da ich noch 3 jahre eine c1 habe (soziologie/uni hannover). unser sohn ist jetzt 3,6. und ich wünsche mir sehr ein zweites kind. habe aber ziemliche sorgen vor der zukunft in unserer branche. ich bin durch das kind nicht wirklich viel effektiver geworden. leider. freut mich sehr von einer erfolgsgeschichte wie deiner zu hören!
lg
paula

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Re: @christianE - habil

Antwort von marit am 16.09.2004, 11:36 Uhr

Hallo christiane, das ist wirklich erfreulich zu lesen. Ich habilitiere auch gerade und muß mich ziemlich sputen. Eigentlich habe ich wieder angefangen beim Sex den Eisprung großräumig zu umschiffen, weil meine Stelle (c1) nun doch nur noch 2 Jahre lang läuft statt drei Jahre (wie ursprünglich versprochen)- und ich habe große Angst, die Habil in der verbleibenden Zeit nicht zu schaffen (daneben gehört bei uns auch die Organisation einer DFG-Tagung, jede Menge Konferenzteilnahmen und Einzelpublikationen zum "qualifizierungsstandard"). Nachdem es mit meiner diss nicht so glatt gelaufen ist, wie ich gehöfft hatte (Querelen am Institut), habe ich es bisher nicht so richtig gewagt regelrecht auf ein Baby hinzuarbeiten. Als unsere Pflegetochter zu uns kam, hat mich das damals schon ein halbes Jahr zurückgeworfen und ich mußte mich ganz neu organisieren (war früher eher eine Nachtarbeiterin und bin daher fast nie vor 10 aufgestanden). Aber inzwischen fällt auch mir das Arbeiten mit Kind eigentlich leichter, denn das Arbeiten an sich fällt mir nicht schwer, sondern bloß das "mit dem Arbeiten anfangen" - wenn die verfügbaren Zeitzonen klar definiert sind, gibt es nämlich keinen Raum für Verschiebungen und Ausflüchte mehr. Sicher wäre vieles leichter, wenn der Partner ein ausreichendes Festes Einkommen hätte. Mit so einer Rückendeckung wäre es ja nicht schlimm, wenn man mal ein halbes Jahr keine Stelle oder Stipendium hat. Leider ist das bei uns (bisher) nicht so und wir haben auch jede Menge Schulden(zuletzt 5000 Euro um Druckkosteneigenzuschuß, davor 2 Uniwechsel für Projektstellen und damit verbunden natürlich Umzugskosten).

Andererseits kann warten bis man mit Anfang 40 irgendwo halbwegs sicher untergekommen ist (und sei es außerhalb der Uni), ja auch nicht die Lösung sein.

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Re: @christianE - habil

Antwort von ChristianE am 16.09.2004, 13:13 Uhr

Hallo Marit und Paula,
ach, das ist ja interessant! Ich fange aber gerade erst damit an, ob das eine Erfolgsgeschichte wird, muss sich erst zeigen. Manchmal bin ich sehr skeptisch wegen der ganzen Vereinbarkeiten, manchmal bin ich auch euphorisch und denke: ich pack das schon. War gerade am Wochenende bei einer Nachwuchstagung, die mich wieder sehr ermutigt hat, aber es ist halt kompliziert. Bei mir ist die Situation ein bißchen anders als bei Euch, denn ich habe eine feste Stelle (Lebenszeitverbeamtung) - aber im Schuldienst. Ich arbeite in einer bestimmten fachdidaktischen Disziplin und habe nach dem Studium gleich das Referendariat gemacht, war danach wiss. Mitarbeiterin, habe promoviert und meinen Sohn bekommen, habe mir danach eine Planstelle am Gymnasium "gegriffen" und zwei Jahre im Schuldienst gearbeitet, bin jetzt mit 4Monate alter Tochter in Elternzeit, wahrscheinlich nur ein Jahr und fange jetzt mit der Habil an. Mein Mann habilitiert sich auch auf einer ganzen Stelle (aber 600 km entfernt - toll). Mein Vorteil, den ich auch sehr schätze, egal, was passiert, meine Studienrätinstelle nimmt mir keiner weg, wenn´s alles nicht klappt, falle ich nicht ins Nichts. Außerdem brauchte ich weitere Schulpraxis, ohne die sonst eh keine Berufung möglich wäre. Somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. ABER: Schule, Kinder und Habil (zeitgleich) zu verbinden wird kaum möglich sein, ich werde mich also noch mal in der Zukunft für ein paar Jahre beurlauben müssen, was aber auch finanziell geregelt sein muss. Entweder weil mein Mann bis dahin den Sprung geschafft hat oder über ein Stipendium, evtl. Fraunenförderprpgramm oder eigene Rücklagen, mal sehen. Jetzt für die Elternzeit habe ich einen klaren Arbeitsplan, den ich momentan gut einhalte und mache zusätzlich noch zwei Lehraufträge. Aber das ist kompliziert und viele Menschen versuchen, einen zu verunsichern. Da man selber auch nicht jeden Tag so total überzeugt ist, ist das alles sehr schwierig. Ich muss es also auf mich zukommen lassen, auch etwas mehr Zeit einkalkulieren, als jemand, der auf ner C1 ohne Kinder habilitiert, aber dafür hab ich eben auch ne Sicherheit im Hintergrund, um die einen viele beneiden. Den idealen Weg gibt es nicht. Und wenn jemand sagt: das geht doch nicht und mich empört anschaut, fühle ich mich gerade herausgefordert. Ansonsten hilft nur: sich nicht verunsichern lassen, seinen Weg gehen und irgendwie daruaf vertrauen, dass man´s packt. Wie macht Ihr das mit der Motvation in schwierigen Phasen, wenn man denkt: warum tue ich mir das an? Wäre schön, mal zu hören, wie andere das empfinden. Und die Frauenquote bei den Profs ist nach wie vor erschreckend, die der Professorinnen mit Kindern fast verschwindend gering, was eigentlich eine unmögliche Situation ist. Leider ist unser viertes Lebensjahrzehnt aber total vollgequetscht mit Kinderkriegen bei gleichzeitiger Qualifikation, und das lässt sich auch nicht wirklich ändern. Mir geht nur die typisch deutsche Haltung: Du musst dich entscheiden, was du willst. Kind oder Karriere - so auf den Geist. *seufz* liebe Grüße, Christiane

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Re: @christianE - habil

Antwort von marit am 17.09.2004, 11:23 Uhr

Hallo Christiane,

also ehrlich gesagt verbiete ich mir einfach solche "warum tue ich mir das an?-Fragen". Ich habe mir vorher sehr genau überlegt, ob ich das möchte und mich dafür entschieden. Nun denke ich nicht mehr über "Motivation" nach (ich breche solche Gedankengänge einfach ab". Damit bin ich bisher ganz gut klargekommen - und es ginge auch nicht anders. In unserem Fach gibt es derzeit ein Verhältnis von 1:300, was offene Stellen angeht. Irrsinnig genug, sich überhaupt auf das Spiel einzulassen - noch irrsinniger allerdings, sich die Chancen selbst durch destruktive Gedanken zu vermasseln. Einen Notausgang habe ich mir allerdings schon offengehalten und mir für meine Magisterprüfung und Promotion in Germanistik und Philosophie (es war eine interdisziplinäre Arbeit) eine Staatsexamensanerkennung besorgt. Das geht derzeit wegen des Lehrermangels in NRW. Auch meine Lehrtätigkeit an der Uni wird mir als Referendariat angerechnet- ich muß nur noch nebenher ein paar didaktische Schulungen besuchen. Mein jetziger Vertrag läuft im Januar 2007 aus und ich habe mir eben ein Ultimatum gesetzt: wenn ich bis Mitte 2006 nicht entweder eine neue Stelle, ein Forschungsstipendium oder eine Vertragsverlängerung sicher habe, dann wechsle ich nach den Sommerferien 2007 doch noch in den Schuldienst (falls das dann noch geht). Durch Beteiligung an Aktionen wie der "Kinderuni" versuche ich mich dahingehend flexibel zu halten.

Trotzdem hoffe ich sehr, daß es dazu nicht kommen wird. Auf einer Assistentenstelle an der Uni ist es sicher leichter zu habilitieren, weil man immer den Kontakt zum Milieu hat- mehr Zeit dafür hat man aber nicht unbedingt. Im Semester schaffe ich es gerade mal, mir einen Tag in der Woche zum bloßen "schreiben" an der Habil freizuhalten, in der vorlesungsfreien Zeit sind (sind nach Abzug von Prüfungswoche und Erstsemester-Einführungswoche ja auch nur noch 6 Wochen, also nicht länger als Schulferien)es gerade mal 2 Tage. All die andere Zeit geht drauf für Unterricht (, ca 2 Tage pro Woche: Planung, Vorbereitung, Textauswahl, Beratung bei Referaten und Hausarbeiten, Korrektur und Nachbesprechung derselben)- die Seminare die man gibt, sollten nicht zu eng mit dem Forschungsthema verbunden sein, sonst heißt es nachher bei den Stellenbewerbungen, daß man zu einseitig war, Organisation von Konferenzen, Herausgabe von Sammelbänden (im Gegensatz zu den Profs haben wir ja keine Hilfskräfte, am Lehrstuhl haben wir auch keine Sekretärin/Sekretär), Zuarbeit für den Prof, Administratives (Lehrplankonferenzen, Studienordnungsänderungkommissionen, Vorträge der Kollegen, wo man sich blicken lassen muß- natürlich müssen immer die Assistenten das Protokoll verfassen, Organisation von Erasmus-Programmen etc.), eigene Vorträge und Mitarbeit bei Zeitschriften und Jahrbüchern. Naja und dann die ganzen Widrigkeiten des Alltags - so gibt es für 45 Kollegen gerade mal einen Dienstkopierer (vermutlich ähnlich wie in einem Lehrerzimmer). So richtig viel Zeit, in Ruhe zu forschen bleibt also auch bei einer Stelle, die eigentlich dafür gedacht ist, leider nicht. Ich habe mir angewöhnt, jeden Monat 3 Nachtschichten einzulegen (mehr schaffe ich gesundheitlich nicht) um mal 5-6 Seiten am Stück schreiben zu können oder mal einen ganzen Stapel Aufsätze endlich "abzuarbeiten". Vor 2 Wochen habe ich sogar meinen Mann mit Louise in Uarlaub geschickt und das Gerücht verbreitet, ich sei auch im Urlaub um bei ausgeschaltetem Telefon endlich mal ein Stück weiterzukommen.

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