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Geschrieben von Ulli am 28.09.2004, 18:43 Uhr

Arbeitgeber KiGa-Kosten Gehaltsumwandlung - bin sauer

Hi Ihr,
habe meinen Arbeitgeber gefragt, ob er die KiGa-Kosten für das zweite Kind (fürs erste die laufen über die Firma meines Mannes) übernimmt.
Er will partout keine Lohnerhöhung machen, daher habe ich vorgeschlagen, dass er das von der freiwilligen leistungsabhängigen Prämie abzieht. Er wollte drüber nachdenken.
Heute kam er mit dem Vorschlag, mir einen neuen Vertrag zu geben und den Bruttolohn entsprechend zu senken. Falls dieses den Steuerprüfern auffiele, müsse ich halt Steuern nachzahlen.
Mir ist das zu blöd, ich habe nach 62 Euro im Monat gefragt, das wären jährlich 744 Euro (die volle Prämie wären 2000 Euro). Und mein Bruttolohn ist niedrig genug hier auf dem Land.
Ich bin regelrecht sauer. Ich finde, da versuchen die noch Gewinn daraus zu schlagen so mit der Begründung "netto haben Sie doch monatlich dann mehr".
Mein Arbeitgeber fordert wirklich von jedem hohen persönlichen Einsatz.
Ich werde auf jeden Fall "nein" sagen, aber ich wollte hier mal meinen Frust loswerden.
Im übrigen möchte die Firma meinen bis Sommer befristeten Vertrag gerne verlängern, unzufrieden sind sie also nicht gerade.
Ich denke darüber nach, eine Verlängerung nur gegen eine Lohnerhöhung zu akzeptieren. *grummel*
Notfalls fahre ich halt weiter für einen Job bis in die nächste Großstadt, jetzt sind ja auch beide Kinder im KiGa.
So jetzt hab ich mir den Frust von der Seele geschrieben.
Freu mich über Kommentare.
Gruß,
Ulli

 
7 Antworten:

Re: Arbeitgeber KiGa-Kosten Gehaltsumwandlung - bin sauer

Antwort von berita am 28.09.2004, 21:24 Uhr

Das finde ich schade und schwach von deinem AG. Statt einer Lohnerhoehung koennte er dir jaganz offziell einen Zuschuss zu den Betreuungskosten zahlen, der waere dann steuer- und abgabenfrei. Dadurch wuerde er etwas sparen und du haettest mehr davon.

LG
Berit

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Kann Deinen Ärger verstehen.

Antwort von tinai am 29.09.2004, 10:54 Uhr

Allerdings stimmt es nicht, dass ein Arbeitgeber wenn er den Kindergartenzuschuss bezahlt Geld spart, es ist ja zusätzlich - so verstand ich Beritas Posting.

Das Angebot war jedenfalls ganz schon blöd. Denn wenn die Kindergartenbetreuungskosten wegfallen, ist Dein Lohn erst einmal geringer und Du hast keine rechtliche Handhabe mehr einzuklagen.

Über die Prämie wäre das viel einfacher gewesen. An seiner STelle hätte ich zumindest einen Teil angeboten, wenn der ganze nicht drin ist. Es muss ja nicht der ganze Betreuungsaufwand sein, es kann auch ein Teil sein - nur mehr darf es nicht sein.

40 Euro oder 30 Euro wäre auf jeden Fall eine Geste gewesen!

Sprich erst mit ihm, wenn sich Dein Ärger wieder gelegt hat, sonst sagst Du vielleicht etwas, was Du später bereust.

Vom AG zusätzlich zum geschuldeten Lohn geleisteter Kindergartenzuschuss ist übrigens nicht gleichzusetzen mit Gehaltserhöhung und fällt immer sofort weg, wenn die Kosten nicht mehr anfallen (in der Regel, wenn das Kind in die Schule wechselt).

Gruß Tina,

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Re: Kann Deinen Ärger verstehen.

Antwort von berita am 29.09.2004, 16:33 Uhr

War bloed formuliert, ich meinte, wenn der AG dir (netto) die Betreuungskosten zahlen will, muesste er bei einer Lohnerhoehung mehr zahlen, da ja da noch Abgaben hinzukommen. Das alles in der Annahme, dass er dir die Kosten wirklich abnehmen will, was ja leider nicht der Fall ist..

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auf die idee wäre ich gar nicht erst gekommen...

Antwort von Ulimama am 29.09.2004, 18:51 Uhr

...sowas zu bitten.
ist das üblich in der "freien wirtschaft" ?

lg uli

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Ende erledigt - wird nix

Antwort von Ulli am 29.09.2004, 19:31 Uhr

Hallo nochmal!
Also, hier das Ende: Mein Arbeitgeber hat abgelehnt, sonst würde am Ende jeder mit Kindern so ne Sonderregelung fordern. 2. sei das ja so hoher Aufwand für die Personalabteilung.
Wie gesagt, es ging um 62 Euro monatlich, die jährliche Prämie wäre beinahe drei Mal so hoch.
Wie ich dazu komme, darum zu bitten? Ich bin seit 2 Jahren dabei und meine Gehaltserhöhung ist abgelehnt worden, weils der Firma ja nicht so gut geht.
Und da ich mich ja nun bereit finde an 3 Wochenenden im Jahr firmeninterne Trainings (komplett Freizeit) mitzumachen, hatte ich die Hoffnung, dass meine Firma mir da entgegen kommt.
Aber mir wäre ja sogar die Verrechnung mit der Prämie recht gewesen.
Naja, egal, ich rede sowieso nicht direkt mit dem Entscheider, wir haben nämlich ein ganz tolles Subsidiaritätsprinzip. Mein direkter Chef war auch dafür, aber im Mittelstand entscheidet der Firmeninhaber eben über alles.
Gruß,
Ulli

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Re: Ende erledigt - wird nix

Antwort von tinai am 30.09.2004, 15:45 Uhr

Der Aufwand ist minimal. Einmal muss er eine Lohnart einrichten und wenn Du die Nachweise nicht erbringst, braucht er Dir nicht einmal hinterher laufen. Könnte er auch nur alle halbe Jahr abrechnen.

Das ist wirklich eine oberfaule Ausrede!

So ein Hooli, mit einer ordentlichen Begründung wäre so etwas wohl eher zu akzeptieren, aber nihct mit solch fadenscheinigen Argumenten.

Kopf hoch Ulli.

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Muss dann aber der AG dies nicht verteuern?

Antwort von karinundlukas am 01.10.2004, 16:47 Uhr

Hi,

mal ganz dumm gefragt: Wuerde denn das unterm Strich wirklich was bringen wenn dein Arbeitger Dir die Kita-Kosten zahlt und es dir dann von der Praemie abzieht?

Ich frag jetzt nur informativ, denn vor 1 Jahr habe wir verzweifelt versucht einen Moeglichkeit zu finden die Kitakosten (399 Euro/Monat) irgendwie finanzieren zu koennen. Und dachten dann eben auch, der Arbeitgeber des Kindsvaters soll es uebernehmen und ihm dann weniger Lohn zahlen (ist nicht erlaub, da er jedoch neu angefangen haette wer es schon irgendwie gegangen...). So haetten wir die Steuererparnis gehabt, so dachten wir.

Uns wurde dann aber von einer Steuerberaterin mitgeteilt, dass der Arbeitgeber dies dann versteuern muss da es "zusaetzliche Leistungen" (hab den Fachausdruck vergessen :-() sind und wenn er diese dann auch vom Lohn abzieht bleibt auch nicht mehr uebrig....

War an dieser Information irgendwas falsch?
Oder ist das vielleicht der (wirkliche?) Grund weshalb dein Chef das nicht macht, da es ihm, wenn er nur den Kitabetrag von deiner Praemie abzieht, unterm Strich doch was kostet? Und er im Hinterkopf dann vielleicht noch die Befuerchtung hat, dass dann alle Angestllen dies gerne haetten (teilweise wohl mit mehr Kosten fuer die Betreuung der Kinder) und somit waere es ja einen Gehaltserhoehung die er nicht finanzieren kann/will?

Wo kann man diesen rechlichen Aspekt nachlesen?

Karin

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