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Geschrieben von MartinaB am 25.12.2003, 11:25 Uhr

Arbeit nach der Erziehungszeit?

Ich habe 3 Jahr Erziehungsurlaub angemeldet. Meine Kinder (Zwillinge) sind von Dezember 2002. Also müsste ich im Dezember 2005 wieder anfangen zu arbeiten. Ich habe die zwei schon in Kindergärten und Kindertagesstätten angemeldet. Dort sagte man mir der Stichtag wäre der 1. September. Da wären meine beiden aber noch nicht 3 Jahre alt. Also Sept. 2006. Was mache ich dann mit meiner Arbeitsstelle? die ist dann weg. Eine Tagesmutter kann ich mir nicht leisten. Ist mein Arbeitgeber auch verpflichtet mir einen Teilzeitjob zu geben? Ich bin dieses Jahr noch nicht einmal bei derWeihnachtsfeier eingeladen worden. Das Argument war ich sei ja nicht mehr präsent ich also zwischendurch nicht mal gekommen bin zum arbeiten. toll nicht war? Hat jemand ähnliche ERfahrungen bzgl. Kindergartenplatz? eine Oma ist auch nicht vorhanden die die Kinder nehmen könnte.

 
6 Antworten:

Re: Arbeit nach der Erziehungszeit?

Antwort von berita am 25.12.2003, 13:41 Uhr

Hallo,

setz dich am besten mit dem Jugendamt in Verbindung. Unter bestimmten Umstaenden kann man einen Zuschuss fuer eine Tagesmutter bekommen. Oder vielleicht haben sie auch noch eine Idee betreffs Kindergarten.

Unter bestimmten Umstaenden hat man ein Recht auf Teilzeit, allerdings laesst das Gesetz reichlich Schlupfloecher:

Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge

§ 8 Verringerung der Arbeitszeit

(1) Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird.

(2) 1Der Arbeitnehmer muss die Verringerung seiner Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn geltend machen. 2Er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben.

(3) 1Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung der Arbeitszeit mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen. 2Er hat mit dem Arbeitnehmer Einvernehmen über die von ihm festzulegende Verteilung der Arbeitszeit zu erzielen.

(4) 1Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. 2Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. 3Die Ablehnungsgründe können durch Tarifvertrag festgelegt werden. 4Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Ablehnungsgründe vereinbaren.

(5) 1Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung schriftlich mitzuteilen. 2Haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht nach Absatz 3 Satz 1 über die Verringerung der Arbeitszeit geeinigt und hat der Arbeitgeber die Arbeitszeitverringerung nicht spätestens einen Monat vor deren gewünschtem Beginn schriftlich abgelehnt, verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang. 3Haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Verteilung der Arbeitszeit kein Einvernehmen nach Absatz 3 Satz 2 erzielt und hat der Arbeitgeber nicht spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Arbeitszeitverringerung die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit schriftlich abgelehnt, gilt die Verteilung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers als festgelegt. 4Der Arbeitgeber kann die nach Satz 3 oder Absatz 3 Satz 2 festgelegte Verteilung der Arbeitszeit wieder ändern, wenn das betriebliche Interesse daran das Interesse des Arbeitnehmers an der Beibehaltung erheblich überwiegt und der Arbeitgeber die Änderung spätestens einen Monat vorher angekündigt hat.

(6) Der Arbeitnehmer kann eine erneute Verringerung der Arbeitszeit frühestens nach Ablauf von zwei Jahren verlangen, nachdem der Arbeitgeber einer Verringerung zugestimmt oder sie berechtigt abgelehnt hat.

(7) Für den Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit gilt die Voraussetzung, dass der Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl der Personen in Berufsbildung, in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt.

Quelle: http://www.arbeitsamt.de/hst1/services/sgb3/anhn.html

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@ berita - wenn der AG nicht will oder kann, nützt das ganze Gesetz nichts

Antwort von Anja B. am 25.12.2003, 13:53 Uhr

habe bei der Hotline vom Arbeitsamt angerufen, da ich auch von VZ auf TZ wechseln möchte.
Mein AG besteht betriebsbedingt auf VZ und ich kann wegen der Betreuung nur TZ.
Kündigung geht nicht, da Kündigungsschutz besteht und so bleibt nur der Aufhebungsvertrag.
Wenn man keine Betreuung des/ der Kindes/er nachweisen kann, bekommt man auch kein Arbeitslosengeld.
Tja, in den meissten Fällen ist man also den Job leider los.
LG, Anja

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Ja, wie gesagt, Schlupfloecher.. aber probieren kann mans ja, gell.. o.T.

Antwort von berita am 25.12.2003, 17:44 Uhr

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Re: Ja, wie gesagt, Schlupfloecher.. aber probieren kann mans ja, gell.. o.T.

Antwort von Fibsi am 26.12.2003, 13:51 Uhr

Hallo!

Kannst Du nicht für ein Kind ein Jahr ERziehungszeit zurückstellen?

Ich kann das nämlich! :)
Ich habe einen Antrag gestellt, daß ich ein Jahr Erziehungszeit zu einem späteren Zeitraum nehme. Allerdings bin ich aus anderen Gründen gerade im unbezahlten Urlaub!

Frage einfach mal nach, weil Du ja 2 Kids hast!

LG

Fibsi

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Re: Ja, wie gesagt, Schlupfloecher.. aber probieren kann mans ja, gell.. o.T.

Antwort von MartinaB am 26.12.2003, 21:04 Uhr

Hallo Fibsi, das Problem ist ja, mit dem Kinderplatz bzw. mit der Betreuung. Was mache ich wenn sie erst 2 sind, kann ich erst recht nicht arbeiten gehen.

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Re: Ja, wie gesagt, Schlupfloecher.. aber probieren kann mans ja, gell.. o.T.

Antwort von marit am 27.12.2003, 14:16 Uhr

Hallo Martina,

du kannst dich beim zuständigen Jugendamt doch erkundigen, ob dir ein Zuschuß für eine Tagesmutter zusteht (bei Zwillingen kann ich mir das gut vorstellen, wenn ihr ein geringes Einkommen habt)

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