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Geschrieben von Benedikte am 06.12.2003, 11:26 Uhr

an Marit- wegen Beamtenuntersuchung

Liebe Marit,
ich würde mir an Deiner Stelle nicht allzuviele Gedanken wegen der Untersuchung machen.Ich selber war dreimal dort- wegen Untersuchung für die Einstellung als Beamtin auf Probe, als Beamtin auf Widerruf und als Beamtin auf Lebenszeit.Es waren unterscheidliche Amtsärzte beteiligt, und genausso unterscheidlich fielen die Untersuchungen aus. Die erste war die " anspruchsvollste"- ich sollte geröntgt werden, Seh- und Urintest machen, messen, wiegen, abhören und so- aber es war nicht entwürdigend, einfach nur eben eine Untersuchung Bei der letzten Unterwsuchugn hat mich die Frau nur angeschaut, ich musste zeigen, dass ich mich normal bewegen kann und das war es- allerdings lagen denen aufgrund meiner Personalakte ja die anderen befunde vor. Wenn man gesund ist und nur leichte " Mängel" hat, die deiner Dienstfähigkeit nicht im Wege stehen, gibt es keine Probleme.Von daher sind korrigierte Sehschwächen kein Problem, mäßiges Übergewicht auch nicht etc. pp.Problematisch sind Krankheiten, die dazu führen können, dass Du Deinen Pflichten nicht nachkommen kannst. Und wie unten jemand in der Diskussion gesagt hat: Im Beamtenverhältnis übernimmt Dein Dienstherr Deine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Du bist preiswert versichert und beihilfeberechtigt und und und. Das ist auch der grund, warum letztlich die Beamten nicht in eine Bürgerversicherung integriert weden können: Würde der Staat für die Beamten die teuren gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträge bezahlen müssen, ginge er echt pleite- dadurch, dass nur gesunde Leute eingestellt werden, können die viel sparen.

Also, keine Angst, Benedikte

 
7 Antworten:

Re: Benedikte

Antwort von marit am 06.12.2003, 12:55 Uhr

Hallo,

dank dir für deine beruhigenden Worte. Ich wußte vorher einfach nicht genau, worum es bei der Untersuchung geht, ich dachte nur, daß es darum geht, keine ansteckenden Krankheiten zu haben. Nun wo ich es weiß, finde ich es eigentlich fast schon ein wenig faschistoid (einmal unabhängig von meiner eigenen Gesundheit, die glaube ich ganz ok ist), körperlich Behinderte werden z.B. grundsätzlich nicht verbeamtet. Dann werden Menschen von bestimmten Laufbahnen ausgeschlossen, obwohl sie keine aktuellen Krankheiten haben, nur wegen einer Prognose (wie eine Bekannte, die vor 3 Jahren Brustkrebs hatte). Das könnte sich eigentlich kein anderer Arbeitgeber erlauben. Warum schafft man nicht einfach das Beihilfesystem ab? Dann könnte man das Beamtensystem ohne diese Risiken erhalten.

Es wird ja auch nach Krankheiten in der Familie gefragt, und auch diese Angaben gehen in die gesundheitliche Bewertung meiner Person ein. Nun ist mein Vater schon sehr früh an Leukämie gestorben, meine Mutter hatte bereits Darmkrebs.
Ich finde es ungeheuerlich, wenn jemand beruflich benachteiligt werden soll, mit der Begründung daß seine Eltern bestimmt Krankheiten hatten oder früh gestorben sind.

Nehmen wir mal an, ich bleibe Angestellte und in der gesetzlichen Kasse. Wenn ich Krebs bekommen sollte, zahlt doch auch die ganze Behandlung die Kasse, ich werde krankgeschrieben und sofern ich wieder gesund werde wiedereingestellt. Wenn ich krank bleibe und sterbe falle ich durch längere Krankenhausanufenthalte und umfangreiche Behandlungen auch unter die Finanzierung durch die Allgemeinheit /gesetzliche Krankenkasse.

Jemand der krank wird, fällt doch, sofern er nicht reich ist, immer der Allgemeinheit zur Last. Ob er nun verbeamtet ist oder nicht. Insofern sollte man da auch keine Unterschiede machen.

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mein Erfahrungsbericht zu dieser Untersuchung

Antwort von irulan am 06.12.2003, 14:26 Uhr

Habe diese Untersuchung auch schon mal gemacht und musste mich nicht ganz nackt ausziehen. Das wäre mir ja total unangenehm gewesen. Die Amtsärztin war mir schon unsympathisch genug. Ich musste noch mal dort antanzen und einen EKG machen, weil sie meinte sie hätte bei mir Herz-Rhytmus-Störungen gehört. Total bescheuert. Ich war bis zum EKG-Termin dermaßen besorgt und es stellte sich nichts raus. Dafür waren die beiden Damen beim EKG richtig nett und sehr lustig.

LG
Irulan

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Re: mein Erfahrungsbericht zu dieser Untersuchung

Antwort von flosmama am 07.12.2003, 0:34 Uhr

Behinderte werden sehr wohl als BEamte eingestellt!

Sie werden bei gleicher Eignung sogar bevorzugt eingestellt. Der öffentliche Dienst ist genauso wie jeder andere Arbeitgeber verpflichtet, einen gewissen Anteil seiner Stellen an BEhinderte zu vergeben.

Bei mir bestnd die Eignungsuntersuchung tatsächlich daraus, daß nach familiären Vorerkrnakungen und eigenen Erkrnkungen gefragt wurde, die Knie wurden sehr genau untersucht, genauso wie der Rücken, wohl weil viele BEamte damit später Probleme haben.

Urin und Blut wurde auch untersucht, Augen und Ohren ebenfalls getestet und die Lunge wurde auf TB geröngt.

Und wenn Du daß System so faschistoid findest, bist Du wohl eher durch Deine Einstllung ungeeignet als durch Deine GEsundheit.

Im übrigen war die Schule, bei der ich meine Ausbildung gemacht habe, komplett Rollstuhlfahrer-gerecht eingerichtet, ein blinder kollege hatte die Ausbildung bereits durchlaufen und ein Ausbildungspartner von mit hatte schon in seiner Schulzeit Krebs gehabt.

So mancher Privatbetrieb hätte da nicht mitgemacht.

Gruß

Sybille

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stimmt

Antwort von Murmeline am 07.12.2003, 10:21 Uhr

ich habe auch eine Kollegin mit 2 Hörgeräten und 60% Schwerbehinderung. Das hatte sie leider schon von Geburt an, also auch vor der Berufung ins Beamtenverhältnis. Sie ist heute auch B. auf Lebenszeit.
Liebe Grüße Murmeline

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Re: an Marit- wegen Beamtenuntersuchung

Antwort von fiammetta am 07.12.2003, 11:33 Uhr

Hi,

ich hatte vor fünf Jahren einen solchen Termin beim Gesundheitsamt. Der Arzt vergaß mich zu fragen, ob ich schwanger sei... Eine Röntgenaufnahme einer Schwangeren ist aber in solchen Fällen nicht erlaubt, d.h. sollte ich mit dem Knaben noch einmal Bekanntschaft haben, so werde ich sicherlich äußerst giftig werden müssen. Ansonsten sind die Fragebögen, in denen die medizinische Familiengeschichte abgeklärt werden soll, rechtlich unzulässig, da sie sehr tendenzielle, d.h. nicht gerade objektive Fragen stellen - Aussage von meinem Anwalt. Ach ja, die Röntgengeräte hier sind auch noch von vor dem Krieg (relativ) und die Arzthelferinnen sind eigentlich verpflichtet, das Baujaht etc. preiszugeben. Sollten sie das nicht tun und Du bist skeptisch, dann kannst Du die Röntgenaufnahme auch bei einem anderen Arzt machen lassen. Das Schizophrene an diesem Schmarr`n ist, daß Du dann wenigstens in 20 Jahren nach einem Tropenurlaub mit Tbc als Mitbringsel sagen kannst "2003 hatte ich die Krankheit nicht".
Was lernen wir daraus? Du solltest Dich vorher informieren, was überhaupt rechtmäßig an diesen Untersuchungen ist.

LG

Fiammetta

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Re: mein Erfahrungsbericht zu dieser Untersuchung

Antwort von marit am 08.12.2003, 9:11 Uhr

hallo flosmena,

also hier an der Uni werden Behinderte bei Einstellungen zwar bevorzugt, aber eben nicht verbeamtet, sondern als Angestellte eingestellt. Das macht in der Regel eine Differenz von 400 Euro für gleiche Arbeit, und das obwohl Behinderte häufig viel höhere Ausgaben haben.

Außerdem, wenn es so sein sollte, wie du sagst, daß man auch ohne Probleme mit erheblichen Krankheiten eingestellt wird, dann kann man die Schikane auch ganz sein lassen, oder?

Ich bin als Beamte dem Grundgesetz verpflichtet - und in diesem Grundgesetz finde ich einiges, was gegen diese Praxis spricht...

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ich bin Rollstuhlfahrerin und trotzdem verbeamtet worden-kt

Antwort von Acorna am 10.12.2003, 22:20 Uhr

kt

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