Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Yvette L. am 06.07.2004, 21:18 Uhr

friedliche trennung

hallo, ich bin neu hier und möchte kurz berichten, was bei meinem mann friedliche trennung heisst.
wir haben 2 mädels sarah (4) und sophie (2,5). ich habe meinem mann vor ca.4 mon. gesagt, dass ich mich scheiden lassen will, weil wir ständig am streiten waren. er war damit einverstanden und hat gesagt, dass er eine trennung im guten möchte. ich habe zugestimmt, besonders wegen der kinder. mittlerweile sprechen wir nur noch über die anwälte und meine große und ich sind in psychologischer behandlung, da er die kinder nie besucht hat und wenn er kam, hat er mich vor ihnen fertiggemacht, bis sarah einmal sagte, mama bitte geh weg!!!
ich habe jetzt den kontakt zu ihrem vater vorerst ganz abgebrochen und möchte dem kind weiteres ersparen, was sie hinsichtlich ihres vaters enttäuschen würde.
ich weiss einfach nicht mehr weiter, vielleicht habt ihr ja einen tipp, wie ich einen normalen kontakt zu vater und kindern herstellen kann, ohne angst haben zu müssen, von ihm als nichtsnutz und schlechte mutter, vor den kindern, bezeichnet zu werden.

 
4 Antworten:

Re: friedliche trennung

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 07.07.2004, 8:56 Uhr

Hallo Yvette,

kommt mir bekannt vor. Mein Mann versteht unter "friedlich" auch etwas anderes als ich.

Wo wohnst Du denn? Für München kann ich Dir ein paar Adressen nennen, an die Du Dich wenden kannst. Ansonsten würde ich folgende Anlaufstellen versuchen:
* Jugendamt (die machen oft auch Trennungsberatung und haben dabei IMMER die Kinder im Auge)
* Freie Wohlfahrtsverbände wie Caritas, AWO, Pro Familia (auch die bieten Paarberatung nach Trennung an)
* meines Wissens gibt es fast überall einen Familiennotruf oder so etwas ähnliches, evtl. auch einen Frauennotruf, schau mal in die gelben Seiten
* "unsere" Sachbearbeiterin beim JA wies mich gestern auf die Seite www.iete-muenchen.org hin. Diese Organisation an sich ist in München, aber es gibt dort auch Hinweise auf ähnliche Organsationen in ganz Deutschland. Die bieten genau solche "Schlichtungsgespräche" an.

Auf jeden Fall sollten Ihr eine neutrale Person als "Schlichter" hinzuziehen. Das räumt zwar nicht alle Probleme aus dem Weg, aber es erleichtert vieles. Außerdem dokumentiert es Deine Kooperationsbereitschaft, was durchaus hilfreich sein kann, wenn es im Scheidungsverfahren hart auf hart geht.

Alles Gute,
Elisabeth.

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Re: friedliche trennung

Antwort von Yvette L. am 07.07.2004, 20:12 Uhr

also erstmal danke für deine antwort. ich komme aus coburg und mit dem ja haben wir schon 4 mal gesprochen und unter anderem auch feste zeiten ausgemacht - auch schriftlich. leider ist der herr der meinung, dass er bei den terminen im ja immer lieb, brav und freundlich, sprich einsichtig, ist und sobald wir das ja verlassen hat er alles wieder vergessen. ich habe nach der aktion mit ihm ( vor den kindern über mich herziehen) versucht, das alleinige sorgerecht zu beantragen, aber das geht nur, wenn er gewaltätig mir oder den kindern gegenüber ist. andererseits übt er psychische gewalt aus und das ist erlaubt!!!
ich lass mich jetzt also überraschen, was noch alles auf uns zukommt.
übrigens habe ich auch eine mutter-kind-kur beantragt, auf anraten meines therapeuten.

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Re: friedliche trennung

Antwort von Yvette L. am 07.07.2004, 20:12 Uhr

also erstmal danke für deine antwort. ich komme aus coburg und mit dem ja haben wir schon 4 mal gesprochen und unter anderem auch feste zeiten ausgemacht - auch schriftlich. leider ist der herr der meinung, dass er bei den terminen im ja immer lieb, brav und freundlich, sprich einsichtig, ist und sobald wir das ja verlassen hat er alles wieder vergessen. ich habe nach der aktion mit ihm ( vor den kindern über mich herziehen) versucht, das alleinige sorgerecht zu beantragen, aber das geht nur, wenn er gewaltätig mir oder den kindern gegenüber ist. andererseits übt er psychische gewalt aus und das ist erlaubt!!!
ich lass mich jetzt also überraschen, was noch alles auf uns zukommt.
übrigens habe ich auch eine mutter-kind-kur beantragt, auf anraten meines therapeuten.

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Re: friedliche trennung

Antwort von sonne2807 am 09.07.2004, 6:19 Uhr

Hallo Yvette,
ich finde es sehr schade, dass es so blöd bei Euch läuft. Ich selbst lebe gerade in Scheidung und hatte auch einige Konflikte, doch versuchte immer wieder, diese nicht eskalieren zu lassen. Und unsere Kinder (4 und 6) sind zufrieden und relativ glücklich, weil ich seit der Trennung wieder glücklicher bin. Auch die Erzieherinnen haben uns sehr gelobt, wie unbeschwert und (Ausnahme: Wenn ich mich nicht gerade wieder unglücklich verliebt hatte. Dann fühle ich mich sehr einsam und verlassen. Aber das ist ein anderes Thema.)
Dein Nochmann ist unglücklich und unzufrieden mit sich und seiner Welt. Er kommt nicht damit klar. So hat er das Ziel, Dir bzw. Euch das Leben schwer zu machen. So kann man aber selbst nicht glücklich werden. Er sollte sich auch Rat bei einem Therapeuten suchen. Er muss lernen, dass er damit das Leben der Kinder ruiniert. Sie werden später immense Probleme haben und werden ziellos, desorientiert und verunsichert durchs Leben gehen. Er muss lernen, dass die Kinder bei Auseinandersetzungen außen vor bleiben müssen. Er sollte den Kleinen seine Liebe zeigen und nach vorne schauen. "Ihr könnt nichts dafür, Mama und ich haben uns nunmal nicht mehr so lieb, aber wir versuchen dennoch Freunde zu sein und sind immer für Euch da." Dein Nochmann lässt sich von seinen Gefühlen treiben und muss wieder die Kontrolle über diese bekommen. Er sollte sein neues Leben positiv sehen und neu ausrichten. Sich dem Glück, seine Kinder zu haben, bewußt werden und nicht seine Unzufriedenheit auf diese projizieren. Wie oft habe ich ein 4-Augen-Gespräch mit ihm gewünscht, er wurde unsachlich und versucht immer wieder, mich zu strafen. Das eigene Selbstbewußtsein muss bei Dir wieder wachsen. Kläre alle Streit- Konfliktpunkte mit ihm, sodass diese Themen geklärt sind. Jedes Problem müsst ihr angehen. Schreibe sie doch auf. Gehe nicht auf Konfrontation, sondern versuche ruhig und souverän zu bleiben, gerade im Beisein Eurer Kinder!
Ein Paar- oder Ehetherapeut könnte evtl. als Schlichter auftreten. Ein Anwalt kann sehr streitsüchtig sein, außer er hat die Ausbildung zum Mediator, in der er für beide Seiten neutral ist und eine gütliche und friedliche Lösung sucht. Versuche das Ruder umzureißen. Kämpfe für das Wohl und die Zukunft Deiner Kinder. Wenn Ihr das nicht in den Griff bekommt, eskaliert das immer mehr. Für diesen Fall wäre dann Abstand wohl das beste. Ziehe zur Not in eine andere Stadt, aber versuche es zu vermeiden, damit sich nicht das Umfeld der Freunde und Verwandten zu sehr ändert. Dein Nochmann muss lernen, dass er auch die Kinder zerstört und für immer verlieren kann. Dann ist er vollkommen alleine.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig. Lass Dich nicht entmutigen! Kämpfe aber behutsam wie eine Löwin für Euch drei, für ein neues lebenswertes Leben!

Aufmunternde sonnige Grüße,
Beate

Nochwas. Dein Mann muss herausfinden, warum die Ehe gescheitert ist, daraus lernen und neu beginnen. Das geht durch das Lesen von Literatur, z.B. "Ich liebe Dich, weil ich Dich brauche" von Jellouschek oder durch Gespräche mit Vertrauten oder "besser" geschulten Personen. Er muss das verarbeiten.
Sage ihm evtl. in einem ruhigen Ton, ich weiß es ist eine schwere Zeit, aber vielleicht waren wir einfach nicht die richtigen füreinander und lass uns doch wenigstens funktionierende Eltern sein.
Ich weiß, das alles kostet viel Kraft, doch mit Wut und Hass erreicht man keine funktionierende Eltern-Kind-Beziehung. Ihr solltet den Kleinen für ihr späteres Beziehungsleben vorleben, dass es immer einen friedlichen Weg geben kann.
Ich wünsche Euh viel Kraft!!

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