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Geschrieben von Sabri am 13.07.2004, 23:05 Uhr

Frage nach Papa

Hallo!
Als ich heute mit dem Rad durch die Gegend fuhr (meine Tochter - fast zweieinhalb - hinten im Fahrradanhänger) kam die Frage, die ich schon eine ganze Weile fürchte: "Mama, wo meine Papa ist?" Dabei ging am Ende die Stimme so hoch, was sie bei meiner Tochter bei einer Frage in letzter Zeit immer tut (eigentlich ist fast alles, was sie sagt, eine Frage).
Mit meiner Antwort (du hast einen Papa, aber ich weiß nicht, was er gerade macht und wo er ist) hat sie sich nicht zufrieden gegeben. Ich soll ihn herholen und vorzeigen.
Schei....
Gruß, Sabri

 
10 Antworten:

Re: Frage nach Papa

Antwort von engelsmami am 13.07.2004, 23:08 Uhr

hallo sabri...

mich bestürtzt es deine geschichte zu lesen, bin erst seid kurzen von dem papa meiner tochter getrennt (die trennung ging von seiner seite aus) und er kümmert sich auch fast gar nicht, jedenfalls für meinen geschmack unzureichend.

mir graut bei dem gedanken das von sara-jane auch irgendwann die frage nach ihrem papa kommen kann und ich dann das selbe antworten muss wie du.

ich wünsche dir ganz viel kraft, und hoffe das es deiner kleinen nicht zu sehr zu setzt das sie ihren papa nicht bei sich hat.


liebe grüße + umarmung

deine anke

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Re: Frage nach Papa

Antwort von Elli24 am 14.07.2004, 13:54 Uhr

Ganz einfach (und kompliziert): Du musst ihr den Rücken stärken. Sie muss Antworten iwssen, weil andere Kinder ja auch fragen.

Meine Tochter ist jetzt drei, Vater weg seit der Geburt + im Ausland. Ich habe ihr schon sehr früh gesagt, dass uns der Papa "abhanden gekommen ist" und "dass das auch ganz gut so ist. Wir kommen alleine viel besser klar. Das ist manchmal so" (in unserem Fall auch tatsächlich).

Bislang kommt die Kleine damit gut klar. Auf die Wo-Frage kann ich antworten, er sei halt sehr weit weg. Immer bei der Wahrheit bleiben ist ganz wichtig. Und wenn Du etwas nicht weißt, wird sie es auch verstehen.

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Damit bin ich so nicht einverstanden...

Antwort von Ralph am 14.07.2004, 15:40 Uhr

Hi Elli,

wie sagtest Du doch gleich: "... bei der Wahrheit bleiben..." :-)

Dann mußt Du aber schreiben, das es besser für DICH ohne den Vater ist, nicht aber zwangsläufig für Dein Kind.

ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr sich manche Mütter hier die Realität nach ihrem Gusto zurechtbiegen. Motto: "Wie toll kommt doch mein Kind damit klar, das der Papa 'abhanden gekommen' ist!"

Ich gebe zu, daß dies ein schwieriges Thema ist, aber sich hinstellen und das Ganze als das Nonplusultra hinzustellen, finde ich gegenüber dem Kind angesichts des in dieser These enthaltenen Egoismusses einfach unfair.

Immer bei der Wahrheit bleiben... und die Wahrheit ist, daß fehlende Väter (oder Mütter) sehr wohl schwerwiegende psychische Folgen haben können, die auf dem ersten Blick nicht ersichtlich sind.

Meine Meinung dazu. :-(

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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dem kann ich mir nur anschließen....

Antwort von summernight am 14.07.2004, 15:44 Uhr

meine Tochter war 17 monate alt als wir uns trennten-wäre ihr papa 'abhanden' gekommen, sie hätte mir das nie verziehen. Auch wenn es mir ohne ihn besser geht-für die Kleine wäre es ein Horror.
Wie ich oben schon schrieb, wir haben mittlerweile ein tolles Eltern-verhältnis. Aber nur wg unserem Kind. Wir tun das ausschließlich für sie. Und Die Maus ist überglücklich mit ihrem Papa. Und dann geht es mir auch gut.

LG Kerstin

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:( MIR steht DAS noch bevor *baby noch inside*

Antwort von sweety28 am 14.07.2004, 16:06 Uhr

...und ich habe jetzt schon Angst vor dem TAG der sicher kommen wird !!!
Ich habe 2 kinder aus erster ehe wo der vater sich ziemlich oft kümmert-seine 2 abholt-was mit ihnen unternimmt-sie fliegen in urlaub jedes jahr-schwiegereltern reißen sich n bein aus für die 2....und nun bekomme ich ein drittes kind von einem anderem mann der damit nichts zu tun haben will :( d.h. meine anderen beiden werden ihren ppa natürlich weiter haben...er wird sich immer noch so kümmern wie gehabt ABER dieses dritte kind wird sicher irgendwann mal ganz traurig in der tür stehen wenn die b eiden großen mal wieder abgeholt werden von "ihrem papa" und mich fragen "und wo ist mein papa?wieso kommt der nie?" :( DAS treibt mir schon heute die tränen in die augen :o(

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Re: Damit bin ich so nicht einverstanden...

Antwort von Elli24 am 15.07.2004, 10:51 Uhr

… stimmt schon, Snoopy. Meine Sätze kamen vielleicht auch etwas dynamischer rüber, als die Situation tatsächlich ist.

Aber was sollen wir machen, wenn der Vater de facto nicht da ist? Absolut nicht-präsent. Und diese Entwicklung (die ich mir auch nie hätte träumen lassen!!) auch das Beste für mich und mein Kind sein soll nach Rücksprache mit vielen Psychologen und frisch Mutter-Kind-gekurt.

Auch diese Realitäten gibt es traurigerweise! Muss man dann nicht im Sinne seines Kindes versuchen, das Beste daraus zu machen? Und versuchen, stark zu sein? Und es idealerweise auch zu schaffen (manchmal denke ich halt, ich hätte es geschafft).

Tja. Gruß, Elli24

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Re: Damit bin ich so nicht einverstanden...

Antwort von Richie am 15.07.2004, 13:11 Uhr

Hallo ELLI24,

+++''...dynamischer rüber, als die Situation tatsächlich ist.''+++

Ei, dieses 'dynamischer' sagt nun gar nichts zu Deiner vorigen Aussage weiter oben

+++'' Ich habe ihr schon sehr früh gesagt, dass uns der Papa "abhanden gekommen ist" und "dass das auch ganz gut so ist. Wir kommen alleine viel besser klar. Das ist manchmal so" (in unserem Fall auch tatsächlich).''+++

Hier fragen sich der geneigte Leser und die geneigte Leserin, w a s denn daran, daß der Papa abhanden gekommen ist, gut sein s o l l.
Ist er denn ein so übler Geselle, daß es das Kind gut finden soll, daß er nicht da ist?
Also in dem allgemeinen Zusammenhang hier sind Deine Aussagen schlicht falsch solange Du nicht spezifische Begründungen dafür dem rätselnden Leser
und der staunenden Leserin präsentierst. MfG Richie

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Re: Damit bin ich so nicht einverstanden...

Antwort von Elli24 am 15.07.2004, 14:36 Uhr

Gegenfrage: Kommt ein Kleinkind besser damit klar, wenn ich irre traurig werde und wir uns gemeinsam nach jemandem sehnen, der de facto nicht da ist?
Oder wie geht man damit um? Ganz emotionslos: "Der ist weg. Und ich weiß auch nicht, wo."
Ist ja nicht so, dass ich nichts dazu lernen wollte :-)) Gruß, Elli

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Schwarz-weiß?

Antwort von Richie am 15.07.2004, 15:07 Uhr

Hallo ELLI24,

irre traurig muß niemand werden, vielleicht bisweilen traurig, bisweilen froh, bisweilen wurscht.
Es soll kein Makel sein, ein Mangel schon.
Und nicht deshalb, weil dem Kind ein evtl. noch so toller Papi fehlt, ein
Heilsbringer abginge, sondern weil fürs Kind beides wichtig ist:
ein Umgang mit der Trauer, daß er nicht präsent ist
und ein Gefühl der Stärke, daß es zu schaffen ist,
beides zugleich, den das Kind möchte
auch anhand der Selbstbildanteile, die
der Papa repräsentiert, mit sich zufrieden sein dürfen.
Das heißt nicht, daß Papi mit einem Heiligenschein versehen wird, sondern das heißt, daß der Geist von Papi bei euch wohlgelitten und aller Hoffnungen
wert präsent sein kann.
Vielleicht kann auch mal gesagt werden,
blöder Papi, wo bleibt er denn, vielleicht kann auch manchmal gesagt werden, toll, das haben wir auch ohne ihn geschafft, wir sind auch selbst wer.

Es ist von allem immer eine sich ständig
durchdringende Mischung.
MfG Richie

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Re: damit kann ich was anfangen :-))

Antwort von Elli24 am 15.07.2004, 15:50 Uhr

Oh, das klingt jetzt aber ziemlich gut, vielen Dank!! Vielleicht und hoffentlich habe ich tatsächlich etwas wichtiges neu verstanden (obwohl ich schwören könnte, ich hätte es eigentlich ähnlich gemeint).

Bei allen Mißverständnissen ist es ja immerhin so, dass sich Solo-Mamis durchaus viele Gedanken machen und Angst davor haben, ihrem Kind durch die falschen Äußerungen zu schaden. Vor allem, wenn das Kind keine Möglichkeit der eigenen Nachprüfbarkeit hat.

Insofern wollte ich mich immerhin nie an der vielfach üblichen Wut-Weiterschieberei beteiligen. Und das Thema aber auch nicht ausblenden. Ups … bitte mich nicht wieder auf´s schwarz-weiß-Glatteis schicken :-((

Nein, nochmals danke. Das war hilfreich, Richie.

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