Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von daniela.t am 03.11.2003, 13:17 Uhr

Bin verzweifelt:-(( Das tut so weh....

Hallo nochmal an Euch !!!

Also heute morgen ging das Thema: "Ich will zu Papa! Ich will ausziehen und bei Papa wohnen" aus heiterem Himmel schon wieder los:-(

Er hörte nicht wieder auf und ich versuchte es mit Eurem Tipp, die Tasche zu packen...das ging leider absolut nach hinten los...ich sagte ihm vorher, das er dann kein Kinderzimmer mehr hat und ich sein ganzes Spielzeug verkaufen muss. Alles interessierte ihn nicht.

Also packte ich seine Tasche, fragte ihn: Was für Spielzeug willst Du zu Papa mitnehmen. Er sagte nur: Nichts, das verkauft Mama alles!

Es tat so weh.....

Dann ging er mit seinem Täschchen und stand vor der Tür und rief ständig Paaapppaa, hol mich ab....

...bei diesen Zeilen, kullern mir nur so die Tränen......

Das ganze Spektakel zog sich ca 10-15 Minuten hin und her. Erst als ich mit dem Auto abfahren wollte rief er hinter mir her: Mami, ich will nicht zu Papa, ich will mit einkaufen.

Kaum sass er im Auto, ging alles von vorne los. Beim Einkaufen war dann Ruhe. Kaum wieder Zuhause meinte er: Wo ist meine Tasche ich will zu Papa.

Jetzt dachte ich es reicht. Ich kann den kleinen Mann doch nicht so eine grosse Entscheidung selbst überlassen und sagte: Schluss jetzt Papa muss arbeiten und Du wohnst bei der Mama.

Erst war Ruhe aber zwischendurch kommt das immer wieder. Ich gehe jetzt gar nicht mehr darauf ein aber ich bin sooo traurig.

Ich weiß, das er seinen Vater vermisst und auch braucht aber seine Worte tun mir sooo weh...

Ich liebe meinen Sohn so sehr und maeinganzen Leben dreht sich zur Zeit nur für ihn...wie kommt das bloss...bin total in Tränen aufgelöst:-(((

Würde mich über etwas Zuspruch von Euch freuen.

LG
Daniela

 
11 Antworten:

Hab noch was vergessen..

Antwort von daniela.t am 03.11.2003, 13:23 Uhr

Ich hatte Euch vor ein paar Tagen schon mal wegen dieses Sache geschrieben. Vielleicht erinnert ihr Euch!

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Re: Bin verzweifelt:-(( Das tut so weh....

Antwort von RainerM am 03.11.2003, 13:49 Uhr

Hi,

" ... Ich gehe jetzt gar nicht mehr darauf ein..."

Das halte ich für den einzigen Weg.
Ich würde ihm nicht mehr sagen, er könne jetzt zum Papa, denn letztendlich sollte man Kinder zur Wahrheit udn Wahrhaftigkeit erziehen (ich weiss, is'n blöder Spruch).
Jedenfalls so gut man das hinbekommt.

Er leidet offensichtlich sehr darunter, dass er getrennt vom Papa lebt und würde genauso leiden, wenn es umgekehrt wäre, aber das begreift er noch nicht.

Bei meinem Sohn(3) geht es auch ein kleines bisschen los damit, dass er fragt, ob ich nicht bleibe, oder dieses und jenes mitmache etc etc, - wieso soll er acuh verstehen, dass er mit mir was anderes erlebt, als mit der Mutter und das getrennt?

Bisher hatte er das als gegeben hingenommen, aber jetzt hinterfragt er es.... was ich als wichtigen entwicklungsschritt sehe, denn als Mensch fragt man, warum etwas so ist, wie es ist... nur sind sie noch nicht soweit, das alles zu begreifen.

UNd mit Zuneigung sollte man nicht "spielen".
Ihm zu sagen, OK-dann gehst du eben, das bedeutet doch, dass man nicht darunter leidet, wenn er geht (was ja nicht stimmt) und darum halte ich den Ansatz für falsch.

Nicht darauf einzugehen, bringt ersteinmal mehr, denn er hat auch bemerkt, dass er damit ein Instrument hat, mit dem er auf deinen neven spielen kann, und das tun die offensichtlich ganz gerne ;o)

Gruss

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Re: Bin verzweifelt:-(( Das tut so weh....

Antwort von daniela.t am 03.11.2003, 14:10 Uhr

Hallo Rainer,

danke für Deine Antwort! Es geht mir schon wieder etwas besser.

Ja, also ich habe auch gedacht, als der kleine Mann da auf der Strasse stand: Was machst Du hier eigentlich?? Einen knapp dreijährigen in so einen Entscheidungskonflikt zu bringen...diese Maßnahme entsprach überhaupt nicht meinen inneren Gefühlen. Ich denke auch, ich bin diejenige die ihn erzieht und ich muss ihm sagen, was zu tun ist und nicht auf ihn so eine Entscheidung abwälzen.....gerade so eine gefühlsmäßige Entscheidung.

Auch wenn es, so wie in dieser Situation, nicht sehr einfach ist, darauf einzugehen.

Hoffe, es bessert sich in nächster Zeit, werde mal berichten:-)))

LG
Daniela

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wie gehst Du denn damit um?

Antwort von daniela.t am 03.11.2003, 14:17 Uhr

Was machst Du denn in diesen Situationen, wenn er z.B. nicht bei der Mutter bleiben will oder umgekehrt. Oder er möchte, dass ihr zusammen mit ihm dieses oder jenes unternehmt.

Wie reagierst Du?

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Re

Antwort von RainerM am 03.11.2003, 14:50 Uhr

Hi,
also ich muss noch einmal klarstellen, dass wir mit diesem "Problem" noch am Anfang stehen.
Ich habe aber das Gefühl, dass das jetzt losgeht und sich steigern wird... hoffentlich irre ich mich.

Eigentlich ist unser Sohn recht gut zu handhaben und auch relativ gut zu lenken.

Gestern holte seine Mutter ihn ausnahmsweise bei mir ab (er war von Freitag bis Sonntag bei mir, wie alle 2 Wochen) und als sie mit ihm loswollte, u.a. weil sie sich zum Laternelaufen mit anderen verabredet hatte, ging es so richtig los....

Da seine Mutter dabei war, war es wohl auch anders als sonst, denn normalerweise bringe ich ihn ja weg und nicht so wie gestern.

Er wollte dass ich mitkomme, was natürlich nicht geht.
In diesem Fall musste seine Mutter das regeln, was ihr sichtlich schwer fiel.

Bisher (wenn ich ihn zurückbrachte und gehen wollte) genügte es, ihm zu sagen, dass Papa zur Arbeit muss und er deshalb nicht mitkommen kann.
Aber in letzter Zeit findet er das Argument immer weniger überzeugend....

Gestern war es jedenfalls deftig.
Mal sehen, wie es weitergeht und ob wir damit dann auch zurecht kommen.

Gruss

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Re: Re

Antwort von Cutty am 03.11.2003, 15:11 Uhr

Hallo,

wie sieht es aus mit dem Vater kannst du nicht mit ihm eine gemeinsame Lösung finden.
Das er ihm klar macht, es geht nicht für immer!!
Und wenn das garnicht geht, hast du schon mal über einen Kinderphsychologen nachgedacht?

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nur Spaß?

Antwort von bikermouse66 am 03.11.2003, 15:36 Uhr

Hallo Daniela,

hab grad auch noch mal in Deine letzten Postings geschaut. Dabei ist mir aufgefallen, daß Du geschrieben hast, wenn der Vater weg ist, darfst DU aufräumen und wieder alles in Ordnung bringen. Wieso DU???? Wenn die 2 Unordnung machen, dann bitte auch wieder aufräumen. Kann es sein, daß mit Papa immer alles tuti läuft, nur Spaß angesagt ist und so gut wie keine Grenzen da sind? Ich würde mal darauf drängen, daß Richtlinie, die Du aufgestellt hast auch eingehalten werden. Dazu gehört, daß es Grenzen gibt, die auch mit Papa eingehalten werden müssen, aufräumen usw. Mir ist das bei meinem Sohn auch schon aufgefallen, daß da alles immer nach seiner Nase ging und dann auch die Sprüche kamen, ich will zu meinem Thomas. Tja, nun darf er ja auch mal zu ihm, allerdings ist das bei uns von Seiten des "Vaters" ein Akt, und da durfte er dies nicht anfassen, da nicht dran usw. Seitdem hat sich das etwas geändert. Besteht nicht die Möglichkeit, daß Euer Sohn mal eine Woche bei Papa Urlaub macht und dort Alltag erlebt wo nicht immer alles so springt wie er pfeift?

LG
mousy

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Re: nur Spaß?

Antwort von RainerM am 03.11.2003, 15:39 Uhr

Hi Bikerin,

" Besteht nicht die Möglichkeit, daß Euer Sohn mal eine Woche bei Papa Urlaub macht und dort Alltag erlebt wo nicht immer alles so springt wie er pfeift? "

So einen Ansatz hatte ich ihr neulich auch 2gereicht", aber das wurde abgelehnt, weil das beide Eltern noch nicht wollen und die entfernung von 600Km zu gross ist....

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Re: nur Spaß? Genau!!!

Antwort von daniela.t am 03.11.2003, 17:51 Uhr

Hallo!

Also genauso ist es. Der Papa holt ihn ab, spielt 5 Stunden und den Rest mache ich. Er ist -leider- nicht in der Lage, mal etwas durchzusetzen. Erst wenn ich ihm z.B. sage, kannst Du ihm jetzt mal den Schlafanzug anziehen o.ä. dann kommt er drauf...von alleine passiert nix...und dann so in der Art: Wäre der kleien Herr so gnädig und würde sich mal anziehen...mit der Hoffnung, dass ich ihm das gleich abnehme...es wäre jetzt abendfüllend alles aufzuzählen aber es war auch schon in den ersten 9 Monaten nach zwei Minuten schreien auf seinem Arm restlos überfordert. So ungefähr: das reicht, was soll ich tun, nimm Du ihn wieder. Das ist auch der Grund, warum er ihn jetzt noch nicht mitnehmen möchte. Er sagt, so ein zwei Tage das wär ihm dann im Moment wohl doch zu viel.

Ja, mit der Entfernung ist es bei jeglichen Bezugspersonen leider das
Problem. Ob Großeltern von Papas Seite oder von meiner, ob der Papa selbst. Alle sieht er nur selten und wenn, dann macht jeder natürlich nur Dutzi Dutzi, schön spazieren gehen, Geschenke etc. was ja auch verständlich ist. Leider hat aber alles seine Kehrseite...

So ist seinen Augen Papi halt der beste. Spielt stundenlang, immer lieb und wenn es dann um Ordnung, Anziehen, Waschen, Essen machen o.ä. Pflichten aus dem Bereich Erziehung geht, bin ich an der Reihe...

Durch die Entfernung natürlich auch irgendwie klar. Vielleicht werde ich das jetzt mal in Angriff nehmen, dass er ihn abends doch mal mitnimmt. Aber bei ständig Pommes, Cola und Eis wird ihm natürlich auch das gefallen...

Im Moment weiss ich nicht wo mir der Kopf steht. Diese Situation von heute Mittag hat mich so schockiert und verletzt.....ich hoffe, das wird die Tage jetzt etwas besser:-)))

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Re: nur Spaß? Genau!!!

Antwort von bikermouse66 am 03.11.2003, 18:31 Uhr

Hallo Daniela,
na, denn man ein paar "fiese" Muttertips dazu. Wenn der Herr Papa zum nächsten Besuch kommt, DU räumst nicht auf! Sofort zu Beginn des Besuchs sagst Du ihm, ER räumt mit seinem Sohn auf oder die nächsten Besuche finden in der freien Wildbahn statt, weil DU KEINE Putzfrau bist. Während des Besuches bist Du NICHT da. Gönne Dir einen Bummel, einen Besuch bei einer Freundin oder was weiß ich. Dann muß er 5 Stunden ALLEINE mit dem Kind klarkommen. Egal, dann gibt es eben Pommes, Eis und so einen Blödsinn, aber DU siehst es nicht und Er muß klarkommen. Kinder sind nicht dumm. Dein Sohn wird immer frecher werden bei ihm und mehr fordern. Irgendwann kann der Vater nicht mehr. Auch mir fiel es schwer "loszulassen" Jetzt muß Thomas, der versucht hat den Kleinen mit Geschenken zu klaufen, zusehen wie er damit fertig wird, wenn der Junge mit knapp 3,5 als erste Frage sagt: Wo sind meine Geschenke??? Mich kratzt es nicht, wenn der Junge einen Tanz aufführt, wenn er ein Kinderkarrussel sieht. Thomas muß zahlen! Und nicht nur eine Fahrt. Bei mir ist es kein Thema ohne Kommentar an sowas vorbeizugehen. Glaube mir, Kinder testen wie weit sie bei wem gehen können und sie brauchen Grenzen. Irgendwann sind auch bei einem Spaßpapa sowohl die Gedulds- als auch Geldgrenzen zum Verwöhnen erreicht. Laß ihn den Jungen ins Bett bringen, laß ihn den abendlichen Tanz machen, ER hat den Streß, Du nicht. Bei Dir werden auch am nächsten Abend zwar leichte Schwierigkeiten auftreten, aber erkläre Deinem Sohn, bei Mama ist das eben so und was bei Papa ist, interessiert Dich nicht. Der Weg ist nicht leicht, besonders, wenn der Vater meint, er könnte seinen Part des Bösen abschieben und nur Duziduzi machen. Drück ihm die Pflichten einfach aufs Auge und nimm Dir Zeit für Dich. Das hilft echt *gg

Knuddels
mousy

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Danke Euch!!

Antwort von daniela.t am 03.11.2003, 21:55 Uhr

Also eigentlich hat es mich ja auch nie gestört, dass er die paar Tage an den WE mit dem Kleinen auch geniesst. Aber seit seinem letzten Besuch und den darauf folgenden Bemerkungen meines Zwergs seh ich das jetzt etwas anders. Er macht nämlich eigenlich auch keinen Aufstand, wenn der Papa wieder fährt. Dann steht er an der Tür sagt : Tschüss Papa bis morgen" und das wars. Um so mehr bin ich über die Aussagen von ihm verwundert.

Ich weiss halt nicht, ob dies jetzt nur eine Phase des Kleinen ist und er seine Grenzen testet oder ob er wirklich so denkt.


" besonders, wenn der Vater meint, er könnte seinen Part des Bösen abschieben"

Das versucht er wirklich gerne. Vielleicht auch unbewusst??!!!

Wie dem auch sei. Ich warte jetzt mal die nächsten Wochen und den nächsten Besuch des KV ab.

Bis dahin erstmal vielen Dank an Euch!!!!

Daniela

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