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Geschrieben von silence77 am 10.06.2004, 11:00 Uhr

Taufe

Hallo ihr Lieben,

mich würden mal eure Meinungen/Erfahrungen zum Thema Taufe interessieren...

habt ihr eure Kids schon taufen lassen?wenn ja wieso? oder wieso nicht?

freu mich auf eure Antworten

Liebe Grüße

 
41 Antworten:

Re: Taufe

Antwort von Debo am 10.06.2004, 12:45 Uhr

Hallo,

nach lange Diskussionen,überlegungen mit meinem Mann lassen wir unseren Sohn noch 4 monate nicht taufen.
Weil ich gerne möchte das er sich seine Religion selbst aussucht...

MfG Debo

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Re: Taufe

Antwort von susu3 am 10.06.2004, 12:47 Uhr

Unsere Maus wird auch nicht getauft, weil mein Mann und ich auch beide nicht in der Kirche sind. Wir lassen sie das selbst entscheiden, werden aber versuchen, ihr auch später die Bibel etc. näher zu bringen, damit sie sich wirklich entscheiden kann.
LG
Susu

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Re: Taufe

Antwort von Silence am 10.06.2004, 13:25 Uhr

Ich habe mein Kind bist jetzt auch nicht taufen lassen und habe das für die Zukunft auch nicht vor.
Ich bin selbst von der Ungläubigen-Fraktion und will mir nicht anmaßen, über den Glauben meines Kindes zu entscheiden. Das soll er, wenn er die Reife dazu hat, dann doch selbst tun.
Trotzdem habe ich vor jedem Glauben Respekt.

LG
Sandra

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Re: Taufe

Antwort von SüßeMaus am 10.06.2004, 19:32 Uhr

Im Gegensatz zu den Vorrednerinnen, war es mir sehr wichtig meine Tochter mit 13 Wochen taufen zu lassen. Wir sind alle evangelisch und warum solle es bei meiner Tochter anders sein. Klar gibt es bei allen religionen ein für und wider. Mir war es einfach wichtig. Ich denke aber nicht, dass die Eltern glück-licher sind, wenn ihre Kinder (wenn sie dann selbst entscheiden können!!) den moslimischen Glauben annehmen oder so, oder meine Lieben????

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Re: Taufe

Antwort von medmum am 10.06.2004, 19:33 Uhr

Hallo!

Wir haben unseren Sohn als er 3 Monate alt war evangelisch getauft. Mein Mann ist seit ein paar Jahren zwar nicht mehr in der Kirche, war aber mit der Taufe ohne Einschränkung einverstanden.
Ich finde es wichtig, daß ein Kind weiß wo es zugehört. Ein Stück weit ist Kirche auch unsere Kultur. Es läßt sich natürlich darüber streiten. ob man deshalb in der Kirche sein muß oder nicht.
Als ich Kind war, hatte die Kirche mit all ihren Aktivitäten einen großen Stellenwert in meinem Leben.
(In ländlichen Regionen gibt es häufig auch wenig Alternativangebote).
Für mich ist Kirche auch heute noch eine große Familie.

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nein, weil

Antwort von käferchen am 10.06.2004, 19:37 Uhr

sie später selbst entscheiden sollen welche religion sie "haben" möchten.

lg käferchen

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Du hast recht, und deshalb...

Antwort von susu3 am 10.06.2004, 19:41 Uhr

... werden wir unserer Maus auch, wenn sie alt genug ist, aus der Bibel vorlesen etc. Und sicher auch mit ihr mal in die Kirche gehen.
Bei uns ist ja nicht so, dass wir gegen die Kirche wären. Wir sind nur nicht gläubig und deshalb lassen wir sie jetzt nicht taufen. Wir haben auch nicht kirchlich geheiratet, weil wir das in unserem Fall als Heuchelei empfunden hätten. (obwohl ich das manchmal schon bedauert habe, weil es doch viel festlicher ist...)
Das ist alles eine sehr persönliche Entscheidung und falsch oder richtig gibt es da wohl nicht.
LG
Susu

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Re: Taufe

Antwort von alice1980 am 10.06.2004, 22:39 Uhr

Hallo!

haben unsere Maus getauft aus dem einfachen Grund, weil in meiner Klasse in der Volksschule war nur 1 Kind das nicht getauft war und deshalb nicht zur Kommunion gehen konnte - der Junge war leider der Aussenseiter, weil er ja nicht am Kommunionsunterricht teilnehmen konnte.

Mein Freund und ich sind zwar nicht tief religiös (eigentich gar nicht), aber es war uns schon wichtig das sie getauft wird.

Sie kann ja später immer noch entscheiden ob sie aus der Kirche austreten will (oder ob sie überhaupt zum Religionsunterricht will).

Ausserdem finde ich es schade dass wenn man nicht getauft ist man auch nicht als Taufpate gehen kann.
Der Taufpate soll ja (laut Kirche) dazu da sein, damit er dem Kind Gott und die Kirche näher bringt, ich habe aber auch noch nie mit meinem Taufpaten über Gott oder so gesprochen.

Für uns soll der Taufpate einfach nur für das Kind da sein (wenn sie mal älter ist und etwas nicht mit den Eltern besprechen will, kann sie zum Taufpaten gehen usw,..)

lg alice

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Ja,wir haben taufen lassen!

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 11.06.2004, 8:11 Uhr

Und zwar nur,weil hier alles katholisch ist,und wir sonst nie einen KiGa Platz bekommen hätten.Mein Mann ist nicht in der Kirche,aber ich,weil ich in einem katholischen Krankenhaus arbeite.Ich habe auch kein schlechtes Gewissen deshalb,weil ich ja neben der KiGa Gebühr auch ne Menge Kirchensteuer bezahle.LG Tanja

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Re: Taufe

Antwort von nane973 am 11.06.2004, 9:17 Uhr

Wir haben unsere Kinder taufen lassen. Für mich kam gar nicht die Frage auf, ob ja oder nein.
Meine Schwester hat ihren Sohn nicht taufen lassen, damit "er selber entscheiden " kann. Ich frage mich allerdings, wie jemand sich entscheidet??? Geht ein Kind irgendwann von selber durch die "Gegend" und informiert sich über : evangelisch, katholisch , buddhist, moslime... etc???? Oder bekommt er von seinen Eltern nicht doch deren "Glauben" oder nicht vermittelt???
Ich höre oft, das "man ja dem Kind nicht seinen eigenen Willen" aufzwingen kann, aber darf das Kind sich auch später noch seinen "Namen" aussuchen, mit dem er vielleicht auch nicht soooo zufrieden ist. Das bestimmen wir doch auch. Bei der Religion hat er später die Möglichkeiten sich anders zu orientieren, beim Namen nicht....;-)))


LG

Marlene

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Re: Taufe

Antwort von marit am 11.06.2004, 10:44 Uhr

Louise ist auch nicht getauft, aber da in ihrer Klasse auch nicht alle demselben Glauben angehören (es gibt da 5 katholische, 7 evangelische, 6 moslemische, 2 griechisch-orthodoxe und 4 konfessionslose Kinder, ist sie dadurch keine Außerseiterin. Mein Mann ist evangelisch und ich war katholisch (bin schon mit 14 ausgetreten). Daher wären wir uns vielleicht auch nicht einig gewesen, was die Konfession angeht. Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu meiner ehemaligen Konfession, weil ich einerseits zwar nicht direkt gläubig bin, den kulturellen Hintergrund, die religiöse Mythologie etc. schon sehr interessant und wichtig finde. Jedenfalls bin ich durch die katholische Schule und den katholischen Kindergarten, in dem ich gewesen bin, sehr vertraut mit dem alten und neuen Testament, mußte schon früh Gebete auswendig lernen etc. Im Nachhinein finde ich das Klasse, daß Kinder auf diese Weise schon sehr früh lernen, über Texte zu sprechen. Meine Kinderbibel war lange Zeit mein liebstes "Märchenbuch". Das alles möchte ich Louise nicht vorenthalten und bringe sie darum schon damit in Kontakt (aber auch mit den Erzählungen anderer Religionen). Auch wenn ich jetzt nicht mehr im christlichen Sinn an Gott glaube, hat mir damals als Kind dieser Glauben doch über sehr schwierige Zeiten hinweggeholfen. Darum hüte ich mich sehr davor, Louise auf die Nase zu binden, daß ich nicht glaube, denn das wäre in meinen Augen genauso eine unzulässige Beeinflussung, wie sie zwingend in eine bestimmte Religion zu treiben. Ich habe leider auch sehr unschöne Erfahrungen mit der Religion gemacht. Wir hatten einen Kommunionslehrer, der uns noch in den 80ern geschlagen hat, wenn wir es nicht geschafft haben, von einem Tag auf den anderen das Glaubensbekenntnis zu lernen, wir hatten Kindergärtnerinnen, die uns Angst vorm "heiligen Geist, der uns holen könnte, wenn wir nicht brav sind" machten, ich mußte erleben, daß meine geliebte Grundschullehrerin von der Schule flog, weil sie sich hatte scheiden lassen etc. Ich mußte mit 14 dann auch erleben, daß ich aus meiner kirchlich geprägten Jugendgruppe rausflog, weil ich aus der Kirche ausgetreten war (ich wußte zwar, daß ich dann nciht mehr an Ferienfreizeiten etc. teilnehmen konnte, hätte aber nicht gedacht, auch private Freundschaften zu verlieren. DIESE Erfahrungen erspare ich Louise ganz gern. Wir haben sie also nicht taufen lassen, bringen sie aber schon mit Religionen in Kontakt. Wenn sie sich einmal für die muslimische Religion entscheidet, fände ich das übrigens nicht schlimm; nur dann, wenn es eine fundamentalistische Gruppierung wäre. Ich würde aber auch nicht wollen, daß sie z.b. einer christlichen Sekte beitritt.

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Re: Taufe

Antwort von Stephie und Mina am 11.06.2004, 10:47 Uhr

Yasmina wurde mit 7 Monaten getauft.
Da ich gebuertige Kielerin bin, aber seit 8 Jahren auf Gran Canaria lebe, hatte ich den Wunsch, meine Tochter in der Nicolaikirche, die genau im Zentrum der Stadt ist, taufen zu lassen.
Der Pastor war sehr nett und taufte meine Tochter, obwohl weder ich, noch zwei der Taufpaten in der Kirche waren.
Nur eine Taufpatin ist Kirchensteuer-Zahlerin.
Doch darauf kam es dem Pastor nicht an.
Er erfuellte mir den Wunsch (vielleicht heisst er deshalb Dr. Wuensche??*g*).
Ich bin nicht religioes, habe aber meinen Glauben, bin als Kind/Jugendliche gern in die Kirche gegangen.
Irgendwie habe ich immer die kindliche Vorstellung, dass ein Kind getauft sein muss, damit die Schutzengelchen im Himmel besonders aufmerksam ueber das Kind wachen........
Uebrigens ist der Papa katholisch, ihm war es egal, er war auch nicht anwesend.
LG

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re@süßemaus und alle anderen

Antwort von Anetts am 11.06.2004, 11:09 Uhr

ich habe keine kinder. aber ich wollte mal was zum thema selbstwählen sagen. ich bin in einer nichtgläubigen familie aufgewachsen und da habe ich nichts über irgendeine religion gelernt. mir wurde auch immer gesagt, wenn du groß bist kannst selbst wählen, was und ob du glauben möchtest.
nur leider kann man wenn man nichts lernt nicht glauben. ich bin jetzt 25 jahre alt und glaube nicht an gott, denn es gab gott imeiner kindheit nicht. woher soll ich als erwachsenernun die kraft und glauben finden, mich einer religion anzuschließen oder an gott zu glauben. es geht nicht zumindest nicht bei mir.
also von daher finde ich es nicht schlimm, wenn ein kind/baby getauft wird. es tut ja nicht weh und es ist tatsache, daß ein kind in einer katholoschen familie nicht evengelist wird oder umgedreht oder was weiß ich eine moslimisches kind nicht den christlichen glauben annemen wird. aber das muß es ja auch nicht. es nicht wichtig was man glaubt. wichtig ist der glaube. und ihr verbaut euren kindern doch mit der taufe nichts.es muß ja dadurch nicht gläubig sein. es ann ja trotzdem als erwachsener sagen. nein ich glaube nicht.

ich finde es ist etwas schönes einen glauben zu haben egal welchen.

@süßemaus:wäre es was schlimmes wenn dein kind moslem oder buddist werden würde?

das ist ganz schön starrsinniges denken. zählen für dich keine anderen religionen? du sollst sie ja nicht annehmen. aber akzeptieren ist doch etwas was man schon sollte.ist das nicht einer der grundsätze des glaubens, egal welcher??

so das wars von meiner seite.
lg Anett

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Re: re@Anett

Antwort von marit am 11.06.2004, 11:39 Uhr

Hallo anett,

ich komme lustigerweise auch aus einer "ungläubigen" Familie, schon meine Großeltern sind nicht in die Kirche gegangen, meine Eltern erst recht nicht, obwohl alle katholisch getauft waren. Dennoch hat sich bei mir als Kind ein sehr starker Glaube entwickkelt, z.T. sogar aus diesem Widerstand heraus. Meine Mutter hat mich sogar ausgelacht, wenn ich in die Kirche gegangen bin, und sogar gesagt, daß ihr das manchmal peinlich wäre, weil ja die Nachbarn denken könnten, daß sie mich dorthin zwingt. Auf dem katholischen Kindergarten war ich, weil es der einzige im Ort war, auf der Katholischen Schule, weil die städtische Dorfschule einen zweifelhaften Ruf wegen teilweise brutaler Lehrer hatte und mein Klassenlehrer jemand gewesen wäre, der schon ewig mit meinem Vater vor Gericht gestritten hat, verständlicherweise wollten meine Eltern mich nicht dorthin schikcen und nahmen dann sozusagen das "Übel" katholische Schule in Kauf. So kam es, daß meine beiden Cousins, die in die Kirche mußten, stattdessen heimlich meine Oma besuchten (die gegenüber wohnte) und ich oft genug sagte, ich besuche meine Oma und dann heimlich in die Kirche ging, weil ich mir nicht wieder den Spott meiner Mutter antun wollte. Meine Oma hielt in beiden fällen dicht *ggg*

Vielleicht überschätzen wir also auch ein wenig den Einfluß der Eltern auf diese Dinge.

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@Anetts

Antwort von Käferchen am 11.06.2004, 12:15 Uhr

Huhu,

ich lasse mein Kind ja auch selbst wählen...das heißt aber nicht dass ich meinem Kind die Kirche nicht nahebringen könnte. Nur um es von allen Seiten her zu können müsste man selbst alle Glaubensrichtungen gelebt haben um alle vermitteln zu können. trotzdem fänd ich es wirklich besser wenn die Kinder sich ihren Glauben selbst nahebringen...denn nur so geschieht das ohne Vorurteile und nur so können sie ihre wahre Religion finden.

Und wie süße Maus sagt ob es uns denn gefiele wenn usere Kinder Buddhisten werden, Juden oder Moslems...warum nicht? Die hauptsache ist doch dass sie damit glücklich werden oder nicht!? Was hab ich davon wenn ich glückliche Mutter von 2 katholischen oder 2 evangelischen Kindern bin die selbst aber nicht damit glücklich sind!?? Ich wurde getauft..hatte Konfirmation und habe bis ich 23 war evangelisch "geglaubt" (naja nicht wirklich *g*)weil ich dachte es müsse so sein...nun bin ich seid einem Jahr aus der Kirche ausgetreten und bin nicht weniger glücklich als vorher. Also jeder so wie er es gern mag...auch für meine Kinder :c)

lg Käferchen

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@all

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 13:42 Uhr

Ihr Lieben,

zunächst finde ich es ja sehr schön, dass hier so angeregt über Taufe diskutiert wird - und auch, dass alle Ihre Meinung sagen können, und die auch gehört wird.
Was nun das Taufen und Selberentscheiden angeht, ist es so, dass da m.M. nach ein Denkfehler vorliegt. Bei der Taufe geht es nämlich vor allem darum, dass Gott sich für das Kind entscheidet - nicht aber umgekehrt. Bei der Taufe wird noch einmal ganz klar bestätigt, dass Gott genau DIESES eine Kind liebt und durch Christus erlöst hat.
Ausserdem machen einige den Fehler, Kirche und Glaube zu verwechseln. Um zu glauben, muss ich nicht zwangsläufig in der Kirche sein. Jedoch ist die Kirche ein Ort, wo Glaubende sich begegnen und zusammen feiern und einander auch helfen können. Denn Glaube lebt immer von und in der Gemeinschaft.
@Anetts: was Du schreibst, habe ich auch erlebt (obwohl ich in einer gläubigen Familie gross geworden bin). Lange konnte ich nicht glauben, so sehr ich es mir auch gewünscht habe. Heute kann ich es, und das ist für mich der Beweis, dass der Glaube nicht machbar ist, sondern Dir oder mir geschenkt wird. Und: wenn Du Dich bereits danach sehnst, ist es schon ein kleines Samenkorn, das in Dir reift, der Anfang! Ausserdem: Dein Beruf und Dein Dienst an denen, die Dir anvertraut sind, ist bereits ein Ausdruck dessen, was Gott will: nämlich einander helfen und in Liebe annehmen! Gott kommt sicher zu Dir, nur manchmal ist es nicht immer leicht, seine Spuren auch zu sehen.
Gott hat Eure Kinder alle lieb, davon könnt Ihr ausgehen, ob Ihr es nun möchtet oder nicht! Und er will das gleiche für sie wie Ihr: dass es Ihnen gut geht und Ihnen nie ein Leid geschieht!
Alles Liebe und Gottes Segen für Euch und Eure Familien!
Camillo

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"Wahlfreiheit"

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 11.06.2004, 13:45 Uhr

Hallo,

betrügt Ihr Euch nicht auch ein bißchen mit der "Wahlfreiheit"?

Mal ein anderes Beispiel: Ich bin gegen die Todesstrafe und natürlich wünsche ich mir, daß meine Kinder später ebenso dagegen sind. Ich erkläre ihnen meine Einstellung, warum ich dagegen bin und was andere davon halten, aber wertfrei bin ich sicher nicht. Das kann auch nicht mein Ziel sein, denn ich möchte meinen Kindern meine Werte verständlich machen und diese an sie weitergeben.

Meine Religion hat aber sehr viel mit meinen Werten zu tun. Ich lebe meine Religion und kann und werde das nicht vor meinen Kindern verstecken. Und Kinder lernen nun mal zum größten Teil durch Nachahmen.

Deswegen gehört für mich die Taufe dazu. Ich taufe meine Kinder, weil ICH glaube, daß sie dadurch unter den besonderen Schutz Gottes gestellt werden und weil ich möchte, daß sie als Teil der Gmeinschaft der Gläubigen aufwachsen. Wenn sie irgendwann nicht mehr Teil dieser Gemeinschaft sein möchten, würde ich das natürlich seh bedauern, aber ich würde sie nicht zurückhalten. Aber solange sie das noch nicht für sich selber entscheiden können/wollen, solange entscheide ich das. Ich habe ja auch entschieden, daß sie einen deutschen Paß haben, auf eine deutsche Schule gehen, Schweinefleisch zu Essen bekommen, Weihnachten feiern..... Es gibt so viel, was ich für meine Kinder entscheide. Die Taufe ist doch da eher Pipifax.

Was ich allerdings auch blöd finde sind Leute, die ihre Kinder taufen weil "man" es so macht oder weil die Omas das wollen oder weil die Zeremonie so schön ist. Wenn man kein Christ ist, sollte man doch bitte dazu stehen. Ich würde meinen Sohn auch nicht beschneiden lassen, nur weil "man" das so macht. (In fact, ich habe mich dagegen gewehrt, als mein Mann Temi beschneiden lassen wollte, und habe mich durchgesetzt. Bei meinem Mann ging es auch nicht um Religion, weil er auch Christ ist, sondern um Tradition - das macht man so da, wo er herkommt.)

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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und ich dachte immer, Gott hat alle lieb !!! Nix für ungut...o.t.

Antwort von susu3 am 11.06.2004, 13:56 Uhr

o.t.

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Re: und ich dachte immer, Gott hat alle lieb !!! KLAR! DICH auch, susu! :-)

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 16:23 Uhr

:-))))

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Worte eines Priesters auch @Don Camillo

Antwort von Frosch am 11.06.2004, 19:33 Uhr

Hallo!

Ein Freund meines Mannes ist Priester (katholisch) und hat gesagt: "Gott liebt alle Menschen, egal, ob sie glauben oder nicht, egal, ob sie getauft sind oder nicht. Bedingungslos."
Wenn ich denke, wie viele Verbrecher herumlaufen - aber getauft?!?
Tut mir leid, den Glauben, den die Kirche propagiert, kann ich nicht teilen. Für mich zeigt sich, daß es ein höheres Wesen gibt: An einem wunderschönen Sonnenaufgang, in einem klassischen Lied bei dem ich denke, das kann nicht nur von einer Menschenhand geschrieben worden sein...

Lange Rede kurzer Sinn: Mein Sohn soll irgendwann selber entscheiden können, welchen Glauben (vielleicht sogar Buddhismus?! Das ist mein Weg, soweit möglich) er wählen will.
Und wenn er wirklich an Gott glauben möchte, werde ich ihm keine Steine in den Weg legen.

LG Antje

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Vergessen reinzukopieren:

Antwort von Frosch am 11.06.2004, 20:03 Uhr

Wenn ich denke, wie viele Verbrecher herumlaufen - aber getauft?!? Bush hat sein Kriegsvorhaben auch damit begründet, daß es gottgewollt ist. Und immer wieder seine Pläne mit Religion/Gott verbunden.
Und nun stellt sich heraus, daß das Ganze ein Lügengebäude war, Bush ein Kriegstreiber war. Und wo ist sein Glaube jetzt? Es kommt kein Wort mehr von ihm darüber. Schon seltsam.

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@Frosch

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 21:04 Uhr

Liebe Antje,

Du darfst nicht den Fehler machen, und allen glauben, die sich auf Gott beziehen! Bei mir bist Du kritisch, was ich immer gut finde, bei Bush auch - nur verwendest Du seine Verbrechen nun als Legitimation gegen die Kirche oder den Glauben - und das ist das Problem. Wenn Bush sagt, sein Weg sei Gottes Wille bzw. er tiefgläubig in dem, was er tut, dann muss man einfach sagen: der Mann lügt - belügt auch sich selbst. Denn alles, was anderen Menschen, egal welcher Religion, Nationalität, Hautfarbe, Alters, Geschlechts usw. schadet oder wehtut, ist NICHT christlich. Darum muss man immer sehr genau hinschauen, ob es da wirklich christlich zugeht, wo es gesagt wird.
Was der Priester gesagt hat, ist richtig, und genauso gut verstehe ich, wie schwer das zu begreifen ist. Aber das ist die Grundlage des christlichen Glaubens, dass Gott in Christus alle Menschen liebt und erlöst hat. Das heisst aber nicht, dass es kein Gericht für diejenigen gibt, die andere gequält und erniedrigt haben. Es ist nicht egal, wie wir leben!
Soweit dazu von mir!
Camillo

P.S.: Gott ist auch in den schönen Dingen zu finden! Da hast Du recht.
Aber er ist auch da, wo Menschen gefoltert und misshandelt werden!

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Re: Taufe

Antwort von Mariechen19.06 am 11.06.2004, 22:12 Uhr

Unsere Kinder sind nicht getauft.
Wir gehen jeden Sonntag in die Freikirche
Babtisten. Wir lesen unseren Kindern die Bibel vor. Wir reden über Jesus, beten vor dem Essen und vor dem Schlafen. Wir Eltern glauben an Gott und teilen es mit unseren Kindern. Wenn sie größer sind lassen sie sich hoffendlich taufen. Unser Sohn fragt jetzt schon sehr viel über Gott und lernt Verse der Bibel auswendig.
Kindtaufe bedeutet,daß Eltern ihre Kinder auch im christlichen Sinn erziehen sollen. Aber taufen lassen damit das Kind kein Außenseiter wird oder in die richtige Schule kommt oder wegen Kigaplatz ist H

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Re: Taufe

Antwort von Mariechen19.06 am 11.06.2004, 22:14 Uhr

Unsere Kinder sind nicht getauft.
Wir gehen jeden Sonntag in die Freikirche
Babtisten. Wir lesen unseren Kindern die Bibel vor. Wir reden über Jesus, beten vor dem Essen und vor dem Schlafen. Wir Eltern glauben an Gott und teilen es mit unseren Kindern. Wenn sie größer sind lassen sie sich hoffendlich taufen. Unser Sohn fragt jetzt schon sehr viel über Gott und lernt Verse der Bibel auswendig.
Kindtaufe bedeutet,daß Eltern ihre Kinder auch im christlichen Sinn erziehen sollen. Aber taufen lassen damit das Kind kein Außenseiter wird oder in die richtige Schule kommt oder wegen Kigaplatz ist Heuchelei. Ist in unserem Ort leider auch oft so.

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Re: Taufe - Mariechen

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 22:16 Uhr

Liebe Mariechen,

dass Eure Kinder nicht getauft sind, liegt sicher daran, weil Ihr als Baptisten die Erwachsenentaufe (oder auch Entscheidungstaufe) habt!
LG, Camillo

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Gott will,daß unseren Kindern kein Leid geschieht???

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 11.06.2004, 22:19 Uhr

Warum schafft er das dann nicht?
LG Tanja

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Re: Gott will,daß unseren Kindern kein Leid geschieht???

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 22:29 Uhr

Liebe Tanja,

weil das meiste Leid, das geschieht, leider von Menschen selbst verursacht wird, und nicht Gottes "Schuld" ist.
Aber auch, weil wir hier auf der Erde und noch nicht im Paradies oder wie immer Du es nennen willst, leben.
Warum er es nicht verhindert? Darauf hat bisher niemand eine Antwort gefunden. Das ist die schwierigste und am schwersten zu ertragende Frage. Da muss jeder Theologe sagen: das weiss ich nicht. Aber Gott ist Gott - und damit nicht in allem zu verstehen.
LG, Camillo

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Re: Gott will,daß unseren Kindern kein Leid geschieht???

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 11.06.2004, 22:40 Uhr

Tja,das ist nämlich das größte Problem,das ich mit Gott habe.Daß er die unschuldigsten Wesen leiden lässt.Auch wenn das Leid von anderen Menschen verursacht wird,Kinder können dieses nicht selbst von sich abwenden.
LG Tanja

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Noch was!

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 11.06.2004, 22:47 Uhr

Ist es gottgewollt,daß absolut gläubige Menschen nach einer Scheidung quasi verstossen werden?Nicht noch einmal kirschlich heiraten dürfen(es sei denn,man gehört z.B. einem Fürstentum an)?Ich weiß,bis daß der Tod euch scheidet.Aber muß man das wörtlich nehmen,wenn z.B. die Frau von ihrem Mann verprügelt wird?Meine Mutter war sehr gläubig,und hat bis zu ihrem Tode darunter gelitten,daß ihre zweite Ehe nicht vor Gott geschlossen werden konnte.Ist es gottgewollt,daß der Papst in der dritten Welt gegen Pille und Kondom predigt,und haufenweise Kinder verhungern?Und man gleichzeitig erblindet vom Prunk des Vatikan?
Mit sowas komme ich nicht klar.
LG Tanja

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Re: Noch was!

Antwort von Don Camillo am 11.06.2004, 23:02 Uhr

Nein, das ist nicht gottgewollt!
Schau mal, was ich oben schon dazu geschrieben habe! Alles, was Menschen schadet oder sie nicht in ihrer Würde ernstnimmt, ist nicht gottgewollt.

P.S.: Ich glaube nicht, dass Gott Menschen leiden lässt.
Welche Erklärungen haben andere Religionen für das Leid? Sind die einleuchtend?

LG, Camillo

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Re: Taufe

Antwort von alice1980 am 11.06.2004, 23:53 Uhr

Hallo!

Da hast du schon recht das es Heuchlei ist, aber da wir ja nicht gläubig sind ist es für mich kein Problem.
Mir geht es nur darum das ich meinem Kind keine Steine in den WEg lege. Owohl ich hab weiter oben gelesen das in einer Klasse verschiedene Religionen vertreten sind. Also ist es vielleicht heute ja nicht mehr so wie bei mir damals.
Werde mein 2tes Kind aber auch Taufen lassen, da die 1ste schon getauft ist!

lg alice

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Nochmal auch @Don Camillo

Antwort von Frosch am 12.06.2004, 19:45 Uhr

Hallo,
es ist tröstend, zu wissen, daß ein höheres Wesen auch da ist, wo Menschen leiden müssen. Auf der anderen Seite: Warum läßt er das zu? Und wenn Gott (?) nicht will, daß Menschen leiden - wer ist dann "verantwortlich" ;-)
Hat Gott am Ende auch den Teufel erschaffen - oder ist es nur eine Mär, damit die Menschen den Glauben auch "richtig" der Kirche entsprechend leben. Ich kann nicht glauben, daß Gott den Menschen den Glauben quasi erpresserisch aufzwingt: Wenn ihr nicht glaubt, kommt ihr in die Hölle. Das kann doch nur von den Kirchenobersten erfunden worden sein - damit die Zahl der Schäfchen bzw. der Geldgeber stimmt?!

Warum müssen Menschen leiden - das sind vielleicht Prüfungen, die durchzustehen sind. Eigentlich platte Worte - ich habe miterlebt, wie meine Mutter elend an Krebs gestorben ist. Sie war ein wunderbarer Mensch, der immer für andere da war. Klar hatte sie auch ihre Fehler, aber warum mußte sie so leiden? Eigentlich hatte sie nach langer Zeit wieder einen "Draht nach oben", aber als sie merkte, daß es so schmerzhaft und elend wird, hat sie auch oft verzweifelt gefragt: "Was habe ich denn getan?" Und ich muß sagen, daß ich damals auch meinen Glauben, wenn er auch nur wenig vorhanden war, verloren hatte. Meine Schwester meint, Gott kann man nicht mit irdischen Maßstäben messen. Aber meiner Meinung nach ist diese Formulierung etwas platt und diffus.

Eigentlich ist doch dann die ganze Kirche ein Lügengebäude - wenn es wirklich nicht gottgewollt ist, daß Menschen im Namen der Bibel unterdrückt werden. Was genau diese Kirchen unterstützen...

Etwas wirr, das Ganze, aber wo viele Gedanken sind sind auch viele Worte *g*

LG Antje

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Re: Nochmal auch @Don Camillo

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 12.06.2004, 21:25 Uhr

Na ja,ich weiß nicht,wie man es gutheissen kann,daß in seinem Namen soviel Schindluder betrieben wird.Wenn man sich mal die Position der Kirche in der Geschichte anschaut ist es ja nix anderes.LG Tanja

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Re: Nochmal auch @Don Camillo

Antwort von nane973 am 13.06.2004, 11:08 Uhr

Folgendes Gedicht lese ich sehr gerne, wenn ich mich frage:
>aber als sie merkte, daß es so schmerzhaft und elend wird, hat sie auch oft verzweifelt gefragt: "Was habe ich denn getan?">

LG Marlene

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn: "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."


Margaret Fishback Powers

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Wunderschön....

Antwort von Frosch am 13.06.2004, 12:27 Uhr

Hallo,
mir kommen gerade die Tränen. Wenn ich das doch meiner Mutter hätte sagen können - aber damals war die Situation wohl eine andere...
LG Antje

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Taufe

Antwort von helenasmum am 13.06.2004, 21:20 Uhr

Hallo!

Hatten erst gestern unsere Taufe. Helena ist 2 Jahre alt. Es war wunderschön und der Pfarrer hat es wirklich toll gemacht und ist voll auf sie eingegangen.
Wir sind beide katholisch. Ich glaube an Gott, habe aber etwas Probleme mit der kath. Weltanschauung. Aber ich muß mich ja nicht in allem nach denen richten. Um an Gott zu glauben, muß ich auch nicht jeden Sonntag in die Kirche rennen. Gott ist für mich überall, auf einer schönen Wiese oder im vollen Aufzug (wo ich zum beten anfange, das wir nicht steckenbleiben).
Ich habe auch nicht das Gefühl ihr irgendwas aufzudrängen. Wenn sie später will, kann sie immer noch austreten. Ich hatte auf alle Fälle immer Spaß im Kindergottesdienst oder in den Jugendgruppen.

LG
Claudia

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Für Frosch v.a., aber auch die anderen

Antwort von Don Camillo am 13.06.2004, 21:37 Uhr

Liebe Antje,

Du stellst supergute Fragen - und die schwersten theologischen überhaupt. Woher kommt das Böse? Warum Leid? Weshalb tut Gott nichts? Hat Gott auch das Böse geschaffen? Boah!
Jetzt kann ich Dir nur sagen, was ICH glaube, ich denke nicht, dass er das Böse geschaffen hat - doch woher es kommt? Ich weiss es nicht.
Dass Du am Leiden Deiner Mutter verzweifelt bist, ist mehr als verständlich. Das Geciht "Spuren im Sand", das nane geschreiben hat, ist aber auch für mich ein Trost bzw. eine Gewissheit dabei. Ich bin der Meinung: Leiden wird nicht von Gott gegeben. Schon gar nicht zur Läuterung oder sonstigem, was ja auch leider viel zu oft gesagt wird.
Das führt mich schon zu dem anderen, was ich noch schreiben wollte:
Verwechsle doch bitte nicht Kirche und Gott! Die Kirche ist eine Institution, in der Menschen am Werk sind. Auch der Heilige Geist Gottes, aber v.a. Menschen, und die können auch viele Fehler machen. Darum ist es so wichtig, immer genau zu hinterfragen: ist das denn wohl Gottes Wille oder sein Wort, was da erzählt oder vorgelebt wird? Wenn Menschen bedroht oder sie unterdrückt werden im Namen Gottes, dann ist das nicht christlich! Wie bei allem, wird der Glaube gerne als Ideologie missbraucht, um Macht auszuüben - oder schlimmstenfalls Geld zu machen. Dann Vorsicht!
ABER: Ist denn wirklich alles so negativ, was Kirche ist? Denk mal nach: wieviele Krankenschwestern, Hilsorganisationen, Kindergärten, Obdachlosenasyle etc etc gibt es, die aus christlicher Ueberzeugung handeln und anderen helfen! Es gibt auch immer überzeugende Christen - neben allen anderen! Sie wollen das weitergeben und leben, was Jesus wollte!
Mal sehen, ob Du noch mehr Fragen hast! :-)
Liebe Grüsse,
Camillo

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Für Camillo und alle anderen

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 14.06.2004, 8:47 Uhr

Hallo Camillo,

erstmal: Hut ab vor Deinen Erklärungen. Ich finde es auch toll, daß Du die negativen Seiten von Kirche und Glauben nicht leugnest. Mir iponieren Leute, die ihr Unwissen nicht übertünchen sondern offen zugeben. Und wie können wir es uns anmaßen, Gott zu verstehen??? Ich denke immer: Wenn wir alles, was Gott tut, verstehen würden, dann wäre er nicht Gott. Denn Gott MUSS doch in seiner Unendlichkeit für uns Menschen unverständlich bleiben.

meine Mutter hatte früher eine Erklärung für das Leid auf Erden, die ich heute auch an meine Kinder weitergebe, weil ich sie eingängi finde. Natürlich läßt auch diese Erklärung Fragen offen, aber..... siehe oben.

Gott wollte keine Armee von gehorsamen Menschen, die nicht über ihn Nachdenken, weil sie keine Alternativen kennen. Er wollte keinen "Kadavergehorsam". Er wollte Menschen, die sich bewußt für ihn entscheiden. Aber mit dieser Entscheidungsfreiheit kam auch das Böse in die Welt. Denn wenn ich mich gegen das Gute entscheide, entscheide ich mich eben für das Böse, und damit entsteht das Böse, es wird von den Menschen "erschaffen", die sich gegen das Gute wenden.

Aber: Man kann sich auch innerhalb der Kirche gegen das Gute wenden, genauso wie man sich außerhalb der Kiche für das Gute entscheiden kann. Daher ist die Zugehörigkeit zu einer Kirche nicht die Garantie, daß dieser Mensch "gut" ist.

Noch etwas:
Ich glaube, ich habe hier schon mal irgendwo etwas von der Ringparabel aus "Nathan der Weise" geschrieben. Für mich die allerbeste Erklärung zu der Bedeutung der verschiedenen Religionen, die es gibt. Wer sie nicht kennt, grob umrissen geht es so:
Ein Mann hat drei Söhne. Er liegt im Sterben und hat einen Ring, der ihm sehr wichtig ist. Er weiß nicht, welchem seiner Söhne er den Ring vererben soll. Also läßt er zwei Kopien des Ringes anfertigen und schenkt jedem seiner Söhne einen mit den Worten: "Das ist der echte Ring!". Alle Söhne denken, sie hätten den "echten" Ring, aber in Wirklichkeit weiß es nur der Vater. Die drei Söhne stehen hier für die Juden, die Christen und die Moslems, man könnte die Parabel aber auch auf fast alle anderen Religionen erweitern.

Schönen Tag noch,
Elisabeth.

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Re: Für Camillo und alle anderen

Antwort von Don Camillo am 15.06.2004, 10:36 Uhr

Liebe Elisabeth,

Dein posting hat mir auch gefallen (Danke für das Kompliment), und ich denke oder mir wird immer wieder klar, wie schwer wir Menschen uns doch damit tun, irgendeine Erklärung für das Unerklärliche zu finden (mit Recht). Ja, Gott ist Gott, ich kann nicht alles verstehen, was er tut oder will. Und sicherlich haben wir Menschen auch die Möglichkeit, ein Leben mit oder ohne Gott zu führen. Ich selbst komme aber auch immer wieder in Konflikt, wenn ich das überlege, was Du schreibst: wer sich für das Böse entscheidet, bringt das Böse in die Welt. Das stimmt sicher, aber es erklärt noch nicht genug, wieso zB Kinder, die sich NICHT böswillig entschieden haben, leiden müssen. Diese Frage bleibt offen - und sie ist immer quälend.
Was ich auch finde ist das, was Du über den Kadavergehorsam schreibst! Ja, wir Menschen sollen nicht blind alles glauben, was uns erzählt oder gepredigt wird. Aber für mich ist Gott und sein Wille immer am besten in oder an Jesus ablesbar. Wie er lebte und lehrte, daran sehen wir Gott.
Die Ringparabel ist übrigens auch eine meiner liebsten Erzählungen :-)
Liebe Grüsse,
Camillo

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Re: Taufe

Antwort von mrs.Winterbourne am 16.06.2004, 15:22 Uhr

Meine große Tochter ist nicht getauft und das zweite Kind wird auch nicht getauft.
Ich war nie getauft und kann mit der Kirche absolut nix verbinden. Daher fände ich es Heuchelei meine Kinder taufen zu lassen.
Warum lassen denn viele taufen? Weil es so Gang und gebe ist. Eine schöne Feier mit vielen GESCHENKEN und Taufpaten SCHENKEN ja auch immer viel. (Lest mal Postings in denen es um Taufe, Taufgeschenke ect geht....)
Oder wegen einem KiGa Platz oder angeblich, weil in der Schule ja auch alle getauft sind.
Und deswegen taufen zu lassen empfinde ich als sehr falsch.

Mein Schwiegerpapa, wollte auh, daß die Kinder getauft werden weil sie sonst ausgestoßen werden, seiner Ansicht nach und getaufte Kinder nicht mit ihnen spielen. (er selber ist fast 70 und war das letzte Mal vor fast 27 Jahren zum heiraten in der Kirche) Solche Argumente gehen mir auf den Keks.

Wenn jemand daran glaubt und dieses seinen Kindern vermitteln kann und möchte ist es ein guter Weg. Für mich persönlich aber eben nicht. Wobei ich meinen Kinder nie im Weg stehen werde, wenn sie sich dafür entscheiden sollten.

Manja

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Re: Taufe

Antwort von ndahdal am 30.06.2004, 8:13 Uhr

Die Taufe ist ein wunderbares Erlebnis für die Christen, die wirklich glauben. Zwar glaube ich nicht, dass die Gnade Gottes sich vermehrt, wenn sich mehrmals taufen liesst, obwohl es überhaupt nicht schadet, dass man sich wieder noch einmal taufen lässt, wenn man das Bedürfnis hat, näher an Gott zu kommen, aber im Glauben kann jeder Christ sich an seine Taufe erinnern und sein Wort zu Gottes Gnade bekräftigen, betonnen, unterstreichen aufs Neue bestätigen in Gefühl, im Glauben und im Geiste. Das Denken des Menschen wird durch Gottes Wissen und Erlebnisse durchtrönkt und erfüllt mit Gottes Geiste.
Je mehr wir uns an unsere Taufe erinnern, desto besser wird unser Verhältnis zu Gott.
Je mehr wir an unsere Taufe uns erinnern, desto reiner wird unser Herz von all dem, was uns von Gott trennt, denn damals waren wir Kinder, unschuldige Kinder und da hat Gott uns angenommen.
Die Taufe erinnert mich daran, dass wir aus Gott geboren sind und dieses Leben durch Gott endet nicht mit dem Tod, wenn unser Leib zerfällt.

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