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Geschrieben von JoVi66 am 29.08.2005, 22:54 Uhr

Hat zufällig gerade Jemand die Sendung: Wahl 05 Deutschlandreise gesehen ARD 21.45h?

Wer solche Bürger hat, braucht keine Feinde mehr. Eine Hauptschülerin (Abschlussklasse)auf die Frage was den ihr Lieblingsjob wäre? Spontane Antwort: "Arbeitslos, abhängen". Sie hat sich aber dann doch rel .rasch verbessert und meinte: " Am liebsten hätte sie ein großes Haus und wäre gerne Megastar". Und habt ihr die neuste Schülereinteilung schon gehört: Gymnasiasten sind alle so zickig, am normalsten sind wohl die Realschüler und die Hauptschüler wären die "Coolsten". Ich kann nur beten, das wir in vier Jahren genug Kohle habe um mit unserer Tochter auszuwandern und ihr einen Privatlehrer kaufen können/:-(

 
11 Antworten:

Wie alt ist eine Hauptschülerin ?

Antwort von Schwoba-Papa am 30.08.2005, 8:08 Uhr

Welches soziale Umfeld hat die Genannte ? Welche Perspektiven hat sie ?

Natürlich wäre als Antwort "Ich möchte auf dem 2. Bildungsweg mein Abitur nachholen, dann Medizin studieren und dann Ärztin werden und einen Arzt heiraten !" besser gewesen !

Was erwartest Du eigentlich ?

Genauso wie die Aussage der Arzthelferin : "Seit der Praxisgebühr kommen weniger zur Behandlung !"

Damit sollte mir wohl suggeriert werden, seit Einführung der Praxisgebühr kommen immer weniger obwohl sie so krank sind, weil sie sich die Behandlung nicht mehr leisten können !
Also wenn ich richtig krank bin, zahle ich auch gerne die 10 Euronen, basta ! Da sitzt ein hanseatischer Rentner quietschfidel in der Behandlung, sein Bein schmerzt, "es könnte aber auch Muskelkater sein" ! Dafür gibt es die 10 Euros !

Grüßle

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Re: Hat zufällig gerade Jemand die Sendung:

Antwort von Moneypenny77* am 30.08.2005, 9:10 Uhr

Habe mal reingeschaut ja, aber die ganzen Politmagazine sind mir, gerade vor Bundestagswahlen, zu eindimensional. Gezeigt werden immer nur Extremfälle, um Meinung zu machen. In der einen Sendung sehe ich einen Hartz IV-Empfänger, der wirklich nichts zum Leben hat, in der anderen einen, dessen Haushalt besser ausgestattet ist als unserer und sich wundert, wieso sich alle beschweren. Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen.

Aus meiner Jahrgangsstufe, es muß so in der 9 oder 10 gewesen sein, hat damals einer in mein Buch "Meine Schulfreunde" als Berufswunsch geschrieben "Arbeitslos und sorgenfrei, asozial und Spaß dabei"... Nun, wenn ich ihn heute sehe, dann hat er seinen Traumjob ;-).

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Du hattest in der 10ten noch ein Poesiealbum ? :-))))))

Antwort von Schwoba-Papa am 30.08.2005, 9:42 Uhr

Gröhl !

Ich denke einfach heute sollte sich keiner zuweit aus dem Fenster lehnen, das Gespenst Armut und Arbeitslosigkeit geht überall um !

Grüßle

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Re: Du hattest in der 10ten noch ein Poesiealbum ? :-))))))

Antwort von Moneypenny77* am 30.08.2005, 9:57 Uhr

Nein, daß ist ein Steckbriefalbum ;-)

Mit dem aus dem Fenster lehnen hast Du leider mehr als Recht! Dies tun aber viele! Die Arroganz zu glauben, man sei auf dem Arbeitsmarkt das Highlight und muß nur warten, bis die AG Schlange stehen, haben einige!

Wir haben so ein Früchtchen zur Familie "bekommen": Verkäuferin, 28, in den letzten 3 Jahren 3 mal entlassen (Schuld waren immer die anderen), zuletzt wegen Diebstahls (was natürlich nicht stimmt). Da wird mir doch sicher jeder zustimmen, daß es mit so einem Lebenslauf heute schwer genug ist, etwas zu kriegen und man da mal ganz schön die Füße still halten sollte. Ich schreibe ihr jetzt seit 2 Monaten die Bewerbungen (6 Monate wurde gar nichts getan, sollen die sich vom Arbeitsamt mal kümmern), bei den Anschreiben wird mir ganz anders (aber Madame weiß es natürlich besser). Sehe ich was in der Zeitung müssen erst mal die drei wichtigsten Bedingungen abgeklopft werden: 1. Nicht unter 12 €/Std., weil sich das nicht "lohnt", 2. nicht mit Bus und Bahn, da es darin "stinkt", 3. nicht vor 8 Uhr anfangen. Supi, oder?
Aber solange jede Woche der neueste Real-Tone auf dem Handy ist, für 300 € geraucht werden kann, bei Kaiser's statt bei Aldi (da sind nämlich nur Asis!) eingekauft werden kann, mache ich mir wenig Sorgen. Gejammert wird natürlich trotzdem am laufenden Band, weil das Geld hinten und vorn nicht reicht und "arrogante Bonzen" Madame ihren "Traumjob" nicht geben. Argument: "Warum sollte ich anders sein, als alle anderen die arbeitslos sind?"
Auch ein Extrem, klar, aber ich denke, gerade in dieser Altersgruppe kein Einzelfall. DIESE Fraktion meinte ich mit "A*** hochkriegen"!

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Ja die kenne ich auch und bei denen geb ich dir auch recht !

Antwort von Schwoba-Papa am 30.08.2005, 10:12 Uhr

Aber wichtig ist es hier wirklich zu unterscheiden, zwischen "Verzogenen" und "Betrogenen".

Ich hab kürzlich eine Bewerbung im Briefkasten gefunden, die haben wir uns hier aufgehoben. Ich versuche es mal zu beschreiben :

1. Das Anschreiben ist kopiert und zwar so schräg daß man das Blatt unter 20° halten muß um nicht nach unten lesen zu müssen
2. Das Datum ist mit Kuli ausgemalt und dann mit Kuli hanschriftlich aktualisiert worden
3. In der Adresszeile steht "Kein Telefon/Kein Handy"
4. Betreff : "Bewerbung um einen Arbeitsplatz in Ihrem Hause"
5. Nun der genaue Wortlaut der Bewerbung :

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

Hiermit bewerbe ich mich um einen Arbeitsplatz in ihrem Hause.
Ich habe Abitur und zwei Semester Philosopie an der Gustav-Siewerth-Akademie studiert.
Vielen Dank für Ihre evtl. schriftliche Einladung zu einem Vorstellungstermin mit freundlichen Grüßen

Bitte im Absagefall zurücksenden

Dann hat er noch unterschrieben und das wars auch !

Ich kenne die Person sogar, es ist der Sohn eines ehemaligen Grundschulrektors hier im Ort !!!!

Verstehst Du was ich meine ! Das ist doch die Härte oder ?

Grüßle

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Re: Ja die kenne ich auch und bei denen geb ich dir auch recht !

Antwort von Moneypenny77* am 30.08.2005, 10:20 Uhr

Da kann mir keiner erzählen, daß der sich freiwllig beworben hat und wirklich eingeladen werden wollte! So fernab der Realität kann doch keiner sein, oder?

So wie der "Dr. der irgendwas" (es war irgendwas naturwissenschaftliches) der sich bei meinem Mann als Investmentberater beworben hat. Fachliche Kenntnisse: er hat einen Fondssparplan. Da er "Vitamin B" hatte, "mußte" mein Mann in wenigstens einladen, aber einfach indiskutabel. Er sagte ihm schriftlich ab und erhielt daraufhin einen Anruf: bitterböse, was er sich einbilde, einen hochintelligenten Mann wie ihn abzulehnen, er werde ihn verklagen!

Es gab damals zwei Stellen un 80 Bewerbungen. Ich habe rein interessenhalber alle gelesen: je jünger, desto kaltschnäuziger. In den Anschreibem der Bewerber über 50 konnte man den flehenden Unterton kaum noch überlesen (die waren auch alle arbeitslos), mein Mann hätte gern einen genommen, aber alle waren beim besten Willen nicht kompetent genug. Am schlimmsten die studierten Jungspunde, die nach BWL-Studium meinen, sie seien die großen Hechte und 2 Jahre ohne Job als "strategische Ausrichtungsphase" bezeichnen in der "mir kein meinen Fähigkeiten entsprechender Arbeitsplatz angeboten wurde". Selten so gelacht!

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Re: Da kann ich mich ja gleich wieder anschließen...

Antwort von JoVi66 am 30.08.2005, 13:09 Uhr

Habe doch neulich mal gepostet, das wir mind. 3 Leute suchen (zum Telefonieren und hotlinen). D.h. sie müssen keine qualifizierten Kenntnisse unseres Produktes haben sondern wirklich nur den Anrufer ( möglichs mit Telefonnummer 1. Problem) notieren und die Anfrage ( 2. Problem: erfordert nämlich die Nachfrage: wo fehlt es denn , oder was geht nicht ?) weiterleiten an unseren Technik-Support (der, wie der Name schon sagt auch außerhalb arbeitet) . Heute Nachmittag stellen sich bei mir die Nummer 37-43 vor. Da ich die Hotline momentan betreue, die Mitarbeiterin deren Job das ist hat drei Wochen Urlaub. Da muß man halt selber einspringen. Auch nicht leicht weil ich mein quietschendes Kind samt Kindermädchen ins Büro mitnehme, da ich sie nicht gerne mit ihr alleine zu Hause lasse. ( Normalerweise mache ich meine Tätigkeit für die Firma vom Comp. von daheim aus).
Aber die Bewerber, die bisher da waren, waren eine einzige Katastrophe. Unmotiviert und wenn man die Schichtzeiten anspricht, springen alle wieder ab. Nur eine einzige ältere Dame (54J) ist bisher übriggeblieben, zuverlässig und man höre und staune äußerst kompetent. Hatte früher als Sekretärin in einem gr. Bürohaus gearbeitet und war nach Firmenpleite fast 8 J. arbeitslos. Seit sie bei uns den doof Job macht ( sie ist nämlich eindeutig überqualifiziert) meist zwei Schichten hintereinander (sie braucht das Geld dringend da sie die letzten 8 J. praktisch vom Ersparten und ihrer zu Geld gemachten LV gelebt hat), hat sie sich und ihre Ideen dermaßen gut eingebracht,. Die Frau ist echt taff und mittlerweile fester Bestandteil der Firma. Mit ihren zwei Schichten verdient sie auch nicht unbedingt schlecht. An der gemessen hält natürlich keiner stand. wir haben es mit 21 bisher probiert, keine/r ist über die zwei veranschlagten Probewochen hinausgekommen. Die meisten wollten wieder entlassen werden (von sich aus gekündigt hat nur eine) um beim der "Agentur für Arbeit " erneut vorstellig werden zu können. Man kann sich nicht vorstellen wie diese 18 Damen und 3 Herrn, unemotionslos und unmotiviert, aber gestylt bis unter die Decke, gepatzt haben um den Job abgeben zu können. Teilweise richtig firmenschädigend. ich habe mal ein paar Telefonate mitgehört über unsere Hauptleitung. Am meisten kann man mit Studenten anfangen, die ihr T-Geld aufbessern und in etwa aus ähnlichen Sparten (Computer, bzw. Informatik orientiert) kommen. Die sind zwar etwas "zickig" aber das ist mir lieber als "cool" (siehe posting oben).
Der Leiter der Technik –Support Abteilung hat auch als Telefonist angefangen Vor vier Jahren während des Studiums . Ist nicht so , dass gute Arbeit nicht honoriert werden würde. Aber die eklatante Unmotiviertheit macht mich echt sauer. Ich mach hier ja auch einen Job denn ich nicht gelernt habe, aber man kann sich wirklich in alles einarbeiten. Vor 5 Jahren als ich beschlossen habe in der Firma meines Mannes mitzuarbeiten hatte ich auch keine Ahnung vom Programmieren. Java und C++ waren unbekannte Urwälder für mich damals. Da zieht man sich halt die nötige Lektüre rein und probiert es einfach mal.
Aber abgesehen davon Traumjobs gibt’s bei uns in Dtl. also jetzt jede Menge: Arbeitslos, abhängen!
JoVi

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Hmmm.... JoVi... alles richtig... nur...

Antwort von Ralph am 30.08.2005, 14:22 Uhr

... eines gefällt mir an Deinem Posting nicht so ganz, und die Aussage, daß Eure 54jährige oft oder meist zwei Schichten hintereinander fährt. Ich weiß ja nicht, wie lange solch eine "Schicht" bei Euch dauert, aber gewiß nicht nur 5 Stunden. Klar, wenn daß der Lohn bei doppelter Arbeit auf dem Lohnzettel massenhaft aufgehübscht aussieht. Als Arbeitgeber ist man da ja recht glücklich über solche Mitarbeiter, aber ich sage Dir ganz ehrlich: Das kann es im Grunde auch nicht sein.
Und klar braucht sie die Kohle, das nämlich, was sie sich als zusätzliche Altervorsorge einmal ausgedacht hatte, mußte sie hergeben, weil offenbar kein Arbeitgeber in der Lage war, diese "kompetente Frau" nahtlos wieder einzustellen.

Ansonsten pflichte ich Dir bei. :-)

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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@Jovi: Bei euch muss man zwei Schichten machen, damit man nicht UNBEDINGT SCHLECHT dasteht?? Kein Wunder, dass du 44 Stunden-Schichten und Abschaffung der Gewerkschaften forderst

Antwort von Monas am 31.08.2005, 11:21 Uhr

Dann könnte man die Kleinen noch mehr ausbeuten, nicht wahr?

Du kreuzt arrogant mit Kindermädchen auf um einen (Zitat) "Doof-Job" zu machen, und wunderst dich, dass andere keine zwei Schichten machen wollen, damit sich NICHT UNBEDINGT SCHLECHT verdienen?????????????

Klingt, als würde eure Firma von einem ein Haufen gieriger Raffzähne geleitet werden, die anderen nicht die Butter auf dem Brot gönnen.

Abscheu pur!

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Re: @Jovi: Bei euch muss man zwei Schichten machen, damit man nicht UNBEDINGT SCHLECHT dasteht?? Kein Wunder, dass du 44 Stunden-Schichten und Abschaffung der Gewerkschaften forderst

Antwort von Moneypenny77* am 31.08.2005, 12:30 Uhr

Habe ich etwas verpasst? Wo stand denn was vo "Abschaffung der Gewerkschaften"? *grübel*

Ebenfalls noch nicht beantwortet wurde, wie lange eine Schicht dauert, das ist mal das Eine! Und wenn die Frau das gern 2 Schichten machen MÖCHTE! Nicht immer spielt hierfür das Geld eine primäre Rolle, sondern der persönliche Hintergrund (vielleicht arbeitet sie lieber, als zu Hause allein oder mit ihrem nervenden Mann zu sein!)

Den Ausdruck "Doof-Job" habe ich auch eher im Zusammenhang mit ihrer Qualifikation gewertet!

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Re: @Jovi: Bei euch muss man zwei Schichten machen, damit man nicht UNBEDINGT SCHLECHT dasteht?? Kein Wunder, dass du 44 Stunden-Schichten und Abschaffung der Gewerkschaften forderst

Antwort von Monas am 31.08.2005, 14:28 Uhr

Ihre Ansicht zu Gewerkschaften kannst du in anderen Posting von ihr nachlesen.

Außerdem hat Jovi selber geschrieben, dass die Frau 8 Jahre arbeitslos war und von Erspartem und aufgelöster Lebensversicherung gelebt hat. Da muss finanziell schon verdammt Not am Mann sein. Und wenn es nur ein Teilzeitjob wäre, dann würde sie doch jetzt lediglich einen schlecht bezahlten Vollzeitjob machen und es müssten keine Doppelschichten erwähnt werden. Außerdem sucht man mit 54 nicht nach Teilzeit, Kinder hüten ist wohl nicht mehr.
Schön, wenn man sich die Not anderer dann so zu Nutze machen kann.
Und Jovi scheint auch ein merkwürdiges Verhältnis zu Personal haben. Ihr Kindermädchen kann sie jedenfalls nicht alleine zu Hause lassen. Mir scheint, Jovi gibt ungern was aus der Hand, nachher stellt sich raus, dass andere es besser können.
Und im übringen lässt sie in ihren Postings gerne anklingen, dass nur sie und ihr Mann hart arbeiten und andere doch größtenteils Schmarotzer sind.

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