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Geschrieben von Stephie und Mina am 03.08.2004, 12:20 Uhr

Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Habe gerade in den News gelesen, dass die Sparbuecher der Kinder jetzt zum Vermoegen der Eltern dazugerechnet werden sollen.
Das bedeutet, wenn ich Vorsorge treffe und ein Konto fuer die Ausbildung/Studium meines Kindes einrichte und mir monatlich etwas abzwacke, dann werden meine Bezuege gekuerzt, sollte ich welche erhalten?

Dann will die Regierung, dass man die Ersparnisse seiner Kinder aufbraucht, damit diese dann spaeter dem Staat garantiert wieder auf der Tasche liegen und bafoeg oder andere Bezuege benoetigen????

Das ist doch kompletter Irrsinn und eine Frechheit obendrein!!

Muss jetzt meine 3jaehrige zum Haushalt beisteuern?

Ich bin entsetzt.

LG Stephie

 
33 Antworten:

Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von smmb am 03.08.2004, 13:01 Uhr

Hallo

also ich finde das gut, es gibt ja auch schließlich einen Freibetrag von 700,00 € also erst wenn Du drüber kommst wird es angerechnet.

Das Arbeitslosengeld ist schließlich zum leben und nicht zum sparen.

Mein Mann arbeitet, ich bin im Erziehungsurlaub und wir haben nix übrig für irgendwo was an die Seite zu legen.

Also muss es den Arbeitslosen ja ganz schön gut gehen wenn da irgendwo auf dem Sparbuch über 700 € liegen.

Gruss
smmb

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von Drillingsmama am 03.08.2004, 13:18 Uhr

Auch mal einmisch.
Aber auf so nem Sparbuch ist ja nicht nur das Geld das die Eltern draufsparen sondern vielleicht auch mal Geld von Oma,Opa, Pate, Onkel,... zum geburtstag oder weihnachten oder Ostern, wenn man mal nicht weiß was man schenken soll oder das Kind vielleicht wg. ND nicht alles essen darf.
LG drillingsmama

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von Steffi528 am 03.08.2004, 13:27 Uhr

Hallo,

ich finde das mit den Sparbüchern auch nicht okay und schließe mich der Drillingsmama an.

Also, wir erwarten unser erstes Kind. Wir sind zum Glück jetzt nicht arbeitslos, sondern (toitoitoi) in recht festen Jobs, schon seit Jahren.

Wir haben aus der eigenen Kindheit noch eine Menge Spielmaterialien und möchten nicht, das unser Kind später mit allerlei Unfug "zugemüllt" wird. Statt dessen sollen die Verwanten nur eine Kleinigkeit schenken und den Rest auf das Ausbildungskonto des Kindes überweisen, damit später die Möglichkeit für unser Kind besteht, zu studieren, wenn es das möchte ( und um überhaupt auf den Arbeitsmarkt zu gelangen)
700,00 € Freibetrag ist da echt lächerlich.

Wir haben nicht vor, arbeitslos werden zu wollen, wie die meisten Menschen nicht, aber wieso sollen wir dann im Fall der Fälle die Chance unseres Kindes verlieren, weil wir arbeitslos werden?

Natürlich gibt es auch Leute, die ihr Kapital auf das Konto der Kinder umleiten.

He, aber wenn man Jahrzente lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, nie arbeitslos war und es dann doch wird, wird man über sein eingebrachtes Kapital ziemlich betrogen.

Für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, weshalb ich bei Arbeitslosigkeit bestraft werde und meine Altersversorgung, die ich mir erspart habe, rausrücken soll. Immerhin zahle ich Monat für Monat über Jahre in die Arbeitslosenversicherung !!!

So, erstmal genug

Viele Grüße

Steffi

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von krissie am 03.08.2004, 13:30 Uhr

Ich finde es auch nicht ganz in Ordnung - wie mit der Rentenversicherung. Da werden all die bestraft, die private Vorsorge treffen statt alles direkt auszugeben, sei es für die eigene Rente oder die Ausbildung der Kinder. Und bei uns hat zum Beispiel mein leider nun verstorbener Opa eine größere Summe für seinen Urenkel angelegt, bekommen soll er das eigentlich mit 18 und nicht wir sollten es vorher aufbrauchen.
Andererseits soll sicher vermieden werden, dass die Eltern große Summen auf den Namen ihrer Kinder überschreiben, um dann selber staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

LG Kristina

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Re: Richtigstellung

Antwort von marit am 03.08.2004, 14:08 Uhr

also nun mal langsam. Es geht hier 1. nicht darum, daß das Geld angegriffen wird, bevor die Versicherungsleistung abgedeckt wird und 2. nicht um das Vermögen der eltern sondern das 2Haushaltsvermögen"

zu 1: wenn ihr morgen arbeitslos werden bekommt ihr erstmal ganz normal Arbeitslosengeld. Egal was auf euren Sparbüchern ist. Das bekommt ihr ein ganzes Jahr lang und DAFÜR zahlt ihr vorher in die Versicherung ein!!!
Erst DANACH tritt HarzIV in Kraft bzw. Arbeitslosenhilfe. Diese wird nach purer Bedürftigkeit bezahlt, also ohne darauf zu achten, wie jemand vorher mit Geld umgegangen ist (also eher gespart hat oder eher von der Hand in den Mund gelbt hat). Ein aktuell bedürftiger Haushalt wird unterstützt. Fertig. (War das nicht schon früher bei der Arbeitslosenhilfe genauso???). Ein Haushalt, der für 2 Kinder jeweils 4000 Euro angespart hat, ist nun mal aktuell nicht bedürftig. Das heißt ja nicht, daß sich sparen nicht mehr lohnt, es muß ja gar nicht erst der Fall eintreten, daß man länger als ein Jahr arbeitslos ist. Aber sparen sollte man nun mal für Notzeiten. Da kann man doch, wenn die Notzeit eingetreten ist nicht einfach sagen, daß man das Geld nicht angreifen möchte, weil das Kind davon mal den Führerschein machen soll.

Wenn ein Kind mit 18 700 Euro von den Eltern bekommt, obwohl diese die ganze Zeit arbeitslos waren, ist das doch trotzdem eine Menge Geld, das z.B. für die nötigen Möbel in der Studentenbude (für deren Finanzierung dann das Bafög einspringt) locker reicht.

Außerdem gibt es jetzt schon Rentensparmodelle, die das Arbeitslosengeld II nicht berücksichtigt. Wenn ihr alles in eine Riester-Rente umleitet, seid ihr doch auf der sicheren Seite.

Nebenbei bemerkt und als kleiner Tipp am Rande: die Oma kann doch auch auf Ihren (!) Namen ein Sparbuch für den Enkel alnlegen oder das Geld ins gute alte Sparschwein stecken.
DAS ist nämlich ein Vorteil von Harz II, das Einkommen der EIGENEN Eltern wird bei der Sozialhilfe/Arbeitslosengeld II nicht mehr mitberechnet. Dieser Vorteil gleicht den Nachteil mit den Kindersparbüchern locker aus, finde ich.

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Re: Richtigstellung

Antwort von Steffi528 am 03.08.2004, 14:24 Uhr

Hallo Marit,

das ist klar, das HARTZ IV erst nach einem Jahr beginnt. Trotzdem ärgert es mich im Fall der Fälle, denn nach einem Jahr Arbeitslosigkeit habe ich noch nicht das heraus bekommen, was ich eingezahlt habe *grummel*, das ist aber eine Milchmädchenrechnung, ich weiß.

Das mit der Oma habe ich mir auch schon überlegt.

Ich weiß schon, was Du sagen möchtest. Es ist nicht okay, wenn bewußt das Kapital der Eltern, die demnächst in HARZT IV kommen auf die Kinder überschrieben werden. Obwohl der Berechnungszeitraum ziemliich lang ist.

Dein Argument mit dem Bafög ist nicht korrekt, weil man vom Bafög-Amt keine Möbel für die Studentenbude bekommt.

Ich habe elternunabhängiges Bafög bezogen und es reichte nicht für Möbel (ich hatte zum Anfang eine Luftmadratze, ein Flokati-Fell und einen Koffer) Die günstigen Studentenwohnungen sind kaum zu bekommen, sodaß der Wohngeldanteil nicht ausreicht.

(Sorry, bin auf Abwegen in der Diskursion, hatte aber nur 330 DM im Monat Bafög, ohne Wohnung, das ist ziemlich eng, glaubs mir)

Der Führerschein ist meiner Meinung ein Luxus, den das Kind später sich selbst verdienen soll (mußte ich auch, das geht)

Nur mit der Ausbildung ist das so eine sache, weil ich selbst mehrmals mein Studium beinahe aufgeben mußte, weil ich absolut pleite war und nicht wußte, wie ich das Essen bezahlen sollte.
Ich hatte kein Kapital im Hintergrund, keine Eltern, die für mich gespart haben.
Daher bin ich da etwas "mürrisch" drauf.

Viele Grüße

Steffi

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Re: Richtigstellung

Antwort von krissie am 03.08.2004, 14:42 Uhr

Ja, viele Deiner Gedanken kann ich schon gut nachvollziehen. Dennoch: jemand, der mit über 50 arbeitslos wird und dann kaum Chancen auf was neues hat, immer brav gespart etc., der ist schon ganz schön übel dran mit dem neuen Gesetz. Andere Härtefälle gibt es sicher auch.
Arbeitslosenhilfe hing meines Wissens auch schon ab vom Vermögen und vom Verdienst des Partners, aber es waren höhere Grenzen. Und es orientierte sich am vormaligen Gehalt. Ich meine, immerhin ist die Arbeitslosenversicherung eine Zwangsversicherung für ARbeitnehmer, deren Beiträge sich ja auch nach dem Gehalt richten. Es ist schon etwas fraglich, wenn da plötzlich so einseitig die Versicherungsbedingungen geändert werden zuungunsten der Versicherten, die aber nicht aussteigen "dürfen".

Ich kann im Grunde nicht wirklich mitreden, da ich mich nicht wirklich informiert habe. Mein Mann und ich haben beide keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld (Selbständiger, Stipendiatin). Wir hätten theoretisch sogar gewonnen mit der Reform, falls wir mal bedürftig werden, wenn ich Recht verstehe. Denn diese Reform müsste uns dann eigentlich den Gang zum Sozialamt ersparen und damit auch das Heranziehen unserer Eltern; und wir hätten ein höheres Schonvermögen als Sozialhilfeempfänger.


Nur noch zu der Oma: in unserem Fall konnte der Opa ja nun tatsächlich nix mehr auf seinen Namen für seinen Urenkel anlegen, da leider gestorben. Und mir als Mutter würde es schon sehr sehr weh tun, wenn ich dieses Geld aufbrauchen müsste. Aber klar, ohne das Geld würde mir die Situation ja nicht minder weh tun.

LG Krisitna

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Re: Richtigstellung

Antwort von marit am 03.08.2004, 15:06 Uhr

Hi Steffi,
ich hab ja nicht gesagt, daß das Bafögamt die Möbel bezahlt, sondern daß der Freibetrag aufs Sparbuch von 700 Euro dafür ausreicht, weil das Bafögamt ja die nötigsten Lebenshaltungskosten zahlt. Du warst damals so klamm, weil du ja offenbar auch nicht den Höchstsatz bekommen hast. Kinder langzeitarbeitsloser Eltern werden aber ohne Probleme den Höchstsatz kriegen.
Wenn es also "bloß" um die Ausbildung geht, ist die Hysterie nicht nötig, wo es um Luxus wie den Führerschein geht, ist sie nicht angebracht.

Vielleivht bin ich auch naiv, aber ist es denn wirklich SO WAHRSCHEINLICH, daß in einer Familie, die vorher genug Geld hatte, um Rücklagen zu bilden aus heiterem Himmel BEIDE Partner für den Rest ihres Lebens arbeitslos werden??? Wir haben eine Arbeitslosenquote von 5%, nicht von 50 %, daß es da gleich BEIDE Eltern trifft, ist doch allein schon statistisch unwahrscheinlich, noch dazu beide auf Dauer?

Was allerdings stimmt, ist, daß es ein immer größeres Risiko ist, sich in einer Familie auf einen "Ernährer" zu verlassen.

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Re: Richtigstellung

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 03.08.2004, 15:08 Uhr

Hallo Steffi,

Zitat:
"...das ist klar, das HARTZ IV erst nach einem Jahr beginnt. Trotzdem ärgert es mich im Fall der Fälle, denn nach einem Jahr Arbeitslosigkeit habe ich noch nicht das heraus bekommen, was ich eingezahlt habe..."

Es ist nicht Sinn einer Versicherung, das herauszubekommen, was man einbezahlt hat. Ich habe auch eine Haftpflichtversicherung, in die ich seit 20 Jahren einzahle und bisher habe ich noch nicht einen Cent davon wiederbekommen. Trotzdem werde ich diese Versicherung nicht kündigen.

Ich finde dieses ganze Tamtam über die Freibeträge ziemlich ärgerlich. Ich kaufe mir ja auch keinen Regenschirm, um ihn dann bei Regen zu Hause zu lassen, weil er mir zum naß machen zu schade ist - und dann leihe ich mir lieber den Regenschirm vom Nachbarn. Alle beklagen sich über diese "jeder denkt an sich"-Mentalität, aber selber denkt Ihr doch auch alle an Euch, oder?

Sicher ist Hartz IV kein großer Wurf. Aber - ganz ehrlich - ein wirklich großer Wurf würde in diesem Land der "Wasch mich, aber mach mich nicht naß"-Leute doch sowieso nicht durchkommen.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: @krissie

Antwort von marit am 03.08.2004, 15:20 Uhr

Hallo Krissie,

das tut mir leid mit dem Uropa...

das hast du übrigens richtig verstanden, ihr würdet profitieren. Du hast auch recht damit, daß über 50 gerade in bezug auf dieses Gesetz eine kritische Grenze ist. Das Vermögen der Kinder wäre in dem Fall aber nicht mehr angreifbar, weil die Kinder dann ja in der Regel erwachsen wären und nicht mehr im selben Haushalt leben (zur Not müßten sie halt schnell ausziehen, falls sie ein größeres Vermögen haben). Das Gesetz soll ja nun auch dahingehend nachgebessert werden, daß es zu keiner Umzugswelle in Sozialwohnungen kommen muß.

Sosehr mir persönliche Härten für jeden Einzelnen leid tun, frag ich mich manchmal aber auch folgendes: Inwiefern ist es gerecht, daß der Staat dafür herhalten soll, einen gewissen Lebensstandard zu sichern? Wenn man mit 50 seinen Job verliert, das Haus erst zu 2/3 abgezahlt ist und 2 Autos vor der Tür stehen - kann man dann vom Staat erwarten, daß dieser Zustand beibehalten werden kann? Klar, man hat höhere Beiträge in die Sozialversicherung gezahlt, aber man bekommt ja auch keine "bessere" Herz-OP, wenn man einen höheren Krankenkassenbeitrag hat. Es ist halt ein Solidarsystem und kein Anspar-Modell. (Aus dem selben Grund wäre ich übrigens auch für eine für alle gleiche staatliche Grundrente, die allerdings höher sein müßte, als ein Sozialhilfesatz, denn das im Park sitzen des einen sollte nicht "mehr wert" sein als das im Park sitzen des anderen).

Ich z.B. traue mich gar nicht, Dinge anzuschaffen, die ich nicht ganz sicher langfristig finanzieren könnte. Derzeit habe ich einen Zeitvertrag über 3 Jahre, also nehme ich nur Kredite auf, die ich in drei Jahren tilgen kann. Es ist ja auch kein Grundrecht, im eigenen Häuschen zu wohnen - das wird ja ohnehin schon ungerechterweise staatlich begünstigt.

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Re:Arbeitslosenquote???

Antwort von Steffi528 am 03.08.2004, 15:43 Uhr

Hallo Marit,

sag mal, kommst Du aus Süddeutschland?
Wegen Deiner Arbeitslosenquote gehe ich mal davon aus.
ich komme aus Niedersachen, da sieht es, was die Arbeit angeht, so Naja aus, (aktuelle Quote Juli 2004 11,6 %)

Nebenan gibt es Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, wo es dann echt grauselig aussieht.
(Jetzt kann man ja sehr ketzerisch sein und ziemliche Stammtischargumente bringen, was die neuen Bundesländer angeht, aber leider senkt so etwas auch nicht die hohe Quote und behebt die Probleme, die dort um einiges höher sind, als in unserem Mittelklasse-Niedersachsen.

Ich denke, das ist alles auch abhängig vom Wohnort. Also verrat mir, wo Du wohnst, dann zieh ich dahin ;-)

Wie schon gesagt, wir haben Arbeit und ich will hoffen, das dem so bleibt.

Aber wenn Du vorsichtig wirst, wie Du es im Posting an Krissie geschrieben hast, und nicht in langfristige Projekte investierst, dann schaffst Du damit auch nicht neue Arbeitsplätze. Wir konsumieren zu wenig, weil die Zeiten so unsicher-komisch sind.

Jetzt ists schon wieder ein neues Thema, aber es macht Spaß, mit Euch zu diskutieren.

Viele Grüße

Steffi

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Re: Elisabeth

Antwort von Steffi528 am 03.08.2004, 15:49 Uhr

Hallo,

also ich gehöre schon zu den Leuten, die sich einen Regenschirm kaufen und ihn dann vergessen, wenn´s regnet ;-)

Aber im Ernst, Du hast da schon recht. emotional sehe ich mich jedoch im recht, weil es mich ärgert.
Und so geht es vielen. Die Emotionen lähmen aber auch sehr.
Krissies Einwand mußt Du aber auch gelten lassen, denn was ist mit den 50jährigen, die ihre Arbeit verlieren und dann nicht wieder in den Job reinkommen.
Für die ist HARTZ IV ein echtes Disaster.

Der Grundgedanke von HARTZ IV ist ja nicht so ganz verkehrt, nur der Feinschliff, der scheint mir etwas zu haarig zu kommen.

Auf alle Fälle wirkt sich das schon auf die "Psyche" der Leute aus, Wut, Unverständnis, Resignation etc.

Viele Grüße

Steffi

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Re:Arbeitslosenquote???

Antwort von marit am 03.08.2004, 15:58 Uhr

Hallo Steffi,

das stimmt schon, der Konsum wird durch Vorsicht nicht so sehr angeregt - aber eben auchnicht, in dem man für die Kinder spart, sondern eher indem man für sie Geld ausgeibt. Was die Arbeitslosenquote angeht, hab ich vom Bundesdurchschnitt gesprochen. Selbst bei einer Quote von 11% wäre es noch recht unwahrscheinlich, daß es beide Partner zu exakt derselben Zeit trifft, oder? Ich rede auch nicht so ins Blaue hinein, mein Mann ist selbst derzeit arbeitslos und bekommt keine Unterstützung, weil ich zuviel verdiene. Jetzt hat er für nächsten Monat zum Glück wieder etwas gefunden - zwar auch nicht gerade sein Traumjob, aber eine zeitlang wird es gehen. Ich sag ja auch nicht, daß alles so weitergehen kann wie bisher, die Verantwortung des Einzelnen, zu verhindern in eine solche Lage zu geraten ist ohne Zweifel größer geworden. Dazu gehört sicher auch, daß man Elternzeitbedingte Ausfallzeiten AUCH dazu nutzt, sich beruflich fortzubilden und am Ball zu bleiben...

Außerdem genießen die älteren Arbeitnehmer in vielen Betrieben ja auch noch einen gewissen Schutz durch Sozialpläne, die ja zunächst einmal die dienstjüngeren Mitarbeiter entlassen müssen. Richtig schlimm sieht es halt bei Konkursen aus.

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Re: @krissie

Antwort von krissie am 03.08.2004, 16:36 Uhr

Hallo Marit,

ich bin ja ähnlich vorsichtig was die Hebung meines Lebensstandards betrifft. Das aber scheint ja nun für die gesamte Marktwirtschaft auch nicht unbedingt das beste Verhalten zu sein... Naja, zum Glück verhält sich mein Mann sehr konsumfreundlich, ich hoffe der Staat dankt es uns :-).
Im eigenen Häuschen wohnen wir auch nicht, weil es wohl auch nicht unbedingt unserer Mentalität entspricht. Die nicht gerade geringe Großstadtmiete unserer sicher nicht unangemessen großen Wohnung muß allerdings auch bezahlt werden. Da wir aber wie gesagt ohnehin keinerlei Ansprüche auf Arbeitslosengeld haben, kann uns persönlich das neue Gesetz nun nicht schrecken. Genaugenommen müsste ich aus unserer persönlichen Lage heraus eigentlich für noch viel weniger Staat plädieren, das ist aber dennoch einfach nicht meine politische Einstellung.

LG Kristina

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von Moneypenny77* am 03.08.2004, 17:19 Uhr

Naja, hierfür gibt es ja auch Lösungen: Großeltern, Paten oder wer auch immer machen einen "Vertrag zu Gunsten Dritter", d.h. das Sparbuch wird auf deren Namen eröffnet, Begünstiger ist aber das Kind und zum 18. Geburtstag oder wann auch immer wird die Übertragung festgelegt.

Unabhängig davon sind Sparbücher sowieso der größte Quatsch, weil da Geld verschimmelt, das, unter Berücksichtigung der Inflation, auf die Dauer an Wert verliert. Dann schließt man halt eine Renten- oder Ausbilungsversicherung ab, die wird (noch) nicht berücksichtigt.

Aber grundsätzlich finde ich es auch nicht richtig, daß das Vermögen der Kinder herangezogen wird, immer vorausgesetzt, es ist auch ihr Vermögen. Denn was kann ein Zwerg dafür, daß die Eltern arbeitslos sind? Soll er dafür mit Tauf- und Geburtstagsgeschenke etc. zum Haushaltseinkommen beisteuern?

Bedanken könnt Ihr Euch bei den ganzen Schlaumicheln, die eben ihr Vermögen schön (steuerfrei) auf die Kinder übertragen haben. Bzw. denen ist eigentlich auch kein Vorwurf zu machen, denn das ist ja nicht verboten. Wie kann man das ändern? In dem es verboten wird und Hilfeempfänger z.B. ihre Kontoauszüge und die ihrer Kinder vorzeigen müssen... Aber dann wäre das Geschrei wieder groß (-> "Überwachungsstaat", "Kriminalisierung", "Entwürdigung"...). Was glaubt Ihr, woran es liegt, daß es Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gibt, die wirklich am Existenzminimum leben und andere, vor deren vom Staat gesponserter Wohnung die dicke E-Klasse steht?

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was denkt ihr wie so beschissen wird ???

Antwort von ellert am 03.08.2004, 20:04 Uhr

Hallo Ihr

wisst Ihr, was Sparbücher für die Kinder sind
NICHTS ALS PAPIER !!!
Eltern können jederzeit alles abheben und für sich verbraten wenn sie wollen
und Ihr glaubt nicht,
wie es üblich ist Gelder auf die Kinder zu parken damit man weniger Zinsen-versteuerung hat und alles gut verteilt ist um den Staat zu bescheissen !!!

Ich denke auch, wenn Geld auf einem Kindersparbuch ist
und man Sozialhilfe beantragt
dann kann man von dem Kindersparbuch auch mal die Kinderschuhe bezahlen oder den Schulranzen, auch wenn Oma oder Opa was draufbezahlt haben
das ist ja fürs Kind.

Wenn Oma und Opa das nicht wollen, dann müssen sie das anders anlegen, auch sich mit einer Todesfallverfügung oder so

dagmar

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PS

Antwort von ellert am 03.08.2004, 20:05 Uhr

Hallo nochmals

wenn das Kind 18 ist
kann es mit dem Spargeld auch alles machen
und wenns in einem Urlaub verpulvern ist
keiner hat Garantien, dass die Kids das auch in unserem Sinne ausgeben !

dagmar

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Was ich schlimmer als die Sparbücher finde ist...

Antwort von snille am 04.08.2004, 7:49 Uhr

.. dass ja anscheinend auch bestehende Ausbildungsversicherungen angerechnet werden sollen. Und das finde ich dann wirklich bedenklich!

Den nur eine gute Ausbildung ermöglicht den Kindern eine bessere Zukunft - und wenn man ihnen schon im Vorfeld die Möglichkeit darauf nimmt ist das Ganze ein Teufelskreis (übrigens auch für den Staat, der da wohl etwas kurzsichtig agiert)!

lg
Andrea

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von Schwoba-Papa am 04.08.2004, 8:26 Uhr

Grundsätzlich betrachtet hört sich das
auch ziemlich ungerecht an, aber :
a.) ist des noch nicht durch und es ist grad politisches Sommerloch (da braucht man was zum Empören)
b.) stell Dir mal folgende Situation
vor :
Ein Hilfsarbeiter und ein Akademiker arbeiten beide 15 Jahre, wer spart mehr an ? Beide werden arbeitslos.
Wer bekommt mehr Geld ? Der Akademiker hatte sich noch eine zus. Eigentumswohnung gekauft, um Steuern zu sparen. Davon bekommt er Miete, der Hilfsarbeiter aber zahlt Miete.
Der Hilfsarbeiter hat nun mächtig zu knabbern, der Akademiker weniger, er hat viel sparen können, bekommt Miete
und kann sich trotz Arbeitslosigkeit einen relativ hohen Standard leisten.
So nun greift das Hartz Konzept und sagt : kann ja wohl nicht sein.
Der Hilfsarbeiter konnte ja nicht so sparen und muß unterstützt werden.
Der Akademiker verdiente mehr, bekommt mehr und hat mehr. Dies wird nun gekürzt und was macht der Akademiker.
Schiebt sein Erspartes zum Sohnemann, incl. Mieteinnahmen und kassiert weiter. Ich denke darum geht`s.
Grüßle

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Ich finde es völlig korrekt!

Antwort von Kömi am 04.08.2004, 9:22 Uhr

Wenn eine Notsituation vorliegt, und in einer Familie ist Geld vorhanden, dann soll es auch für den Notfall verwendet werden und nicht, damit sich das Kind mit 18 einen Neuwagen kaufen kann. Den hatte ich auch nicht, ich hatte auch keinen Ausbildungsvertrag - wobei ich überzeugt bin, dass hier Nachbesserung erfolgt.

Wollt ihr dafür ernsthaft in die Sozialkassen zahlen, damit Kinder sich später was schönes kaufen können?

Und diese Umschreiberei ist auch nur Betrug. Alles auf die Kinder umschreiben und Haus und Limousine gehören den Kids, während die Eltern Stütze kassieren. Das ist nämlich das, was daraus erwächst. Die Dimensionen werden größer. Was für den "kleinen Mann" auf der Straße gilt, greift dann auch für den arbeitslosen Manager mit Swimmingpool.

Und das Wichtigste: Diese Regelung ist überhaupt nicht neu! Wer Sozialhilfe bezieht musste schon immer Vermögenswerte bekanntgeben, auch die der Kinder.
Mir geht es schon gewaltig auf den Zwirn, wenn jemand Stütze bezieht und den Leuten geht die Waschmaschine kaputt, dann können die sich eine Nagelneue auf Staatskosten kaufen. Ich habe jahrelang nur gebrauchte Maschinen gekauft, weil ich mit geringem Einkommen kein Geld für eine Neue hatte. Irgendwo habe ich mal eine Reportage gesehen, dass Leute vom Sozialamt die Sozi-Empfänger besuchen und klären, welche NEU-Möbel sie bekommen. Ich habe in meiner Ausbildung eine sehr spärliche Einrichtung gehabt (eigene Wohnung musste leider sein, weil meine Mutter früh starb). Mir hat keiner unter die Arme gegriffen. Miete, Strom, Essen. Alles von 850 DM (Azubi-Gehalt, Halbwaisenrente und BaB) alleine bezahlt.

Wenn Geld da ist, dann soll es dafür herhalten, oder mag jemand den Neuwagen von Nachbarskindern finanzieren?

Gruß Kömi

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von fiammetta am 04.08.2004, 9:38 Uhr

Hi,

also stammtischmäßiger geht`s ja wohl kaum als den armen und ach so geschundenen Hilfsarbeiter und den reichen, mit allen Wassern gewaschenen Akademiker miteinander zu vergleichen.
Wenn ich mir ansehe, was bei uns hier auf dem Land los ist und ich meine Finanzlage als hart arbeitende Akademikerin (ja, auch mit dem Kopf kann man hart arbeiten, unglaublich, gell?) mit der von überraschend vielen Hilfsarbeitern vergleiche, dann lege ich die Ohren gewaltig an. Es ist schier unfaßbar, was ungelernte Fabrikarbeiter z.B. bei BMW oder auf dem Bau einschieben und wovon ein Studierter nur träumen kann. Dasselbe mit Schwarzarbeit. Hast Du Dir `mal angesehen, was man so an Geld machen kann und wieviel jemand, dessen einziges Mittel die Muskelkraft ist, verlangt und sogar erhält? Ich werde wahrscheinlich nie ein Haus erarbeiten können, zumal mir gut 14 Jahre Einkommen fehlen und das, obwohl oder weil ich mir mein Studium selbst finanziert habe. Aber in der Zeit konnte ich weder "Reichtümer" durch ein regelmäßiges Einkommen anhäufen noch mehr arbeiten, da ich eh` schon einen ziemlich umfangreichen Job hatte. Solltest Du jetzt meinen, es ginge nur mir so, dann hast Du Dich getäuscht. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber die verfügen - so meine Erfahrung - unabhängig vom Wohnort über einen entsprechend betuchten Hintergrund.
Also - erst Neid zügeln, selber machen und dann plakative Urteile fällen.

Grüße,

Fiammetta

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Das war für Schwoba-Papa

Antwort von fiammetta am 04.08.2004, 9:41 Uhr

...

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Re: Was ich schlimmer als die Sparbücher finde ist...

Antwort von marit am 04.08.2004, 11:43 Uhr

Ausbildungsversicherungen werden aber nur dann angegriffen, wenn dabei kein zu Großer Verlust entsteht. Nur wenn man mindestens 90% des eingezahlten Geldes wiederbekommt. Das ist in der Regel aber erst dann der Fall, wenn das Kind schon so gut wie volljährig ist. Versteht mich nicht falsch, "schön" finde ich das auch nicht, aber solange es noch keine generellen Studiengebühren und eine Baföggesetzgebung gibt, besteht ja im Grunde genommen auch keine dringliche Notwendigkeit, gerade für die Ausbildung vorzusorgen. Jedenfalls keine SOO dringende, daß man in kauf nehmen kann, daß man das Geld nicht im Notfall antastet. Auch eine normale Arbeitnehmerfamilie kann ja nicht zum Staat sagen "ich hab kein Geld, das ich für mein Kind zurücklegen kann, also stopf doch bitte mal die Lücke in meinem Haushalt".

Ein wenig anders sieht es m.E. mit Geldgeschenken zu besatimmten Anlässen aus. Wenn ich einem Kind zur Kommunion Geld schenke, soll das ja nicht im Haushalt der Eltern versickern. Allerdings war es bisher eben günstig, solche Geldgeschenke zu machen. Jetzt ist das nicht mehr so, da muß man sich dann eben was anderes überlegen. Man kann für einem Jugendlichen zur Konfirmation doch zusammenlegen und ihm eine Sprachreise schenken, das ist doch -gerade ausbildungstechnisch eine prima Investition - oder einem neunjährigen wie "früher" eben das ersehnte neue Fahrrad. Das entlastet den Geldbeutel der Eltern und dient dennoch ausschließlich dem Kind. Naja, und wenn man die 20€, die die Oma dem Kind monatlich zusteckt nicht unbedingt dem Sozialamt meldet, sondern ins Sparschwein tut, dann ist das glaube ich wirklich ein Kavaliersdelikt.

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und wo wohnt dann der Akademiker???

Antwort von marit am 04.08.2004, 11:51 Uhr

das hast du in deiner Berechnung unterschlagen, wenn du sagst, der Akademiker kassiert Miete aus seiner Eigentumswohnung, der Hilfsarbeiter zahlt Miete. Wohnt dann der Akademiker im Zelt vor seiner Wohnung? Oder denkst du im Ernst, der kann sich in den 15 Jahren, bevor er vielleicht arbeitslos wird gleich 2 Eigentumswohnungen leisten *kicher*

Also grundsätzlich kann ich deinen Gedanken nachvollziehen, aber dein Beispiel mit dem akademiker stimmt einfach nicht. Als Akademiker verdient man ja in der Regel erst mit Ende 20 Anfang 30 das erste "richtige" Geld (jenseits von Studentenjobs). Zu dem Zeitpunkt kann dein Hilfsarbeiter ja schon 10 Jahre lang einen Sparvertrag laufen haben. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter verdient man z.B. 1600 Euro netto, ich denke nicht, daß es unmöglich ist, so einen Betrag auch am Fließband zusammenzubekommen.

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Re: und wo wohnt dann der Akademiker???

Antwort von Schwoba-Papa am 04.08.2004, 12:06 Uhr

Der wohnt natürlich nur im Sommer im Zelt !
Im Winter zieht er als Untermieter zum Hilfsarbeiter

Was sonst ?

Grüßle

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von Schwoba-Papa am 04.08.2004, 12:13 Uhr

Getroffene Hunde bellen

Das war ein Vergleich. Ich hätte auch eine Krankenschwester und eine Darstellerin von GZSZ nehmen können.

Es soll eine Form von Gerechtigkeit
angestrebt werden, die wir weder verhindern noch vorab bewerten können.
So far so good

Grüßle

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Re: Ich finde es völlig korrekt!

Antwort von Moneypenny77* am 04.08.2004, 17:49 Uhr

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, Kömi, aber Halbwaisenrente und BaB (was auch immer das ist) hast Du doch auch vom Staat bekommen, oder?

Staatliche Hilfen (wie eben die Halbwaisen und Waisenrente oder sie Sozialhilfe) sind für Notsituationen da und wer unverschuldet in Not gerät, sollte doch wohl auch neue Möbel und eine neue Waschmaschine bekommen, wenn seine kaputt sind und er selbst nicht für die Wiederbeschaffung sorgen kann. Und kein SoHi-Empfänger bekommt 2.000 € für eine neue Miele. Der Satz reicht wahrscheinlich gerade mal für eine mittelmäßige neue oder eine gute gebrauchte Waschmaschine.

Ich gebe Dir ja grundsätzlich recht, aber ich denke, man sollte nicht nach den Menschen urteilen, die ein System ausnutzen, sondern nach denen, für die das System eigentlich bestimmt ist.

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Ich habe das so verstanden...

Antwort von nane973 am 04.08.2004, 18:12 Uhr

Vielleicht hab ich es ja falsch verstanden, aber bei uns in der Presse stand es wie folgt.

z.B. Ehepaar

Haushaltsvorstand : 345 (=100%)
Partner : 311 (= 90%)
Kind 15J : 276 (= 80%)
Kind 10J : 207 (= 60%)
-----------------------------------
1139
abzügl. Kindergeld : 308
-----------------------------------

Gesamt Hartz IV 831

Freibetrag Ehepartner Alter x 200,- € sind jeweils 7000,- € ( mind 4.100,- € max. 13.000,- € je Partner)
Freibeträge Kinder = 750,- je Kind = 1500,- gesamt.

D.h. für oben genanntes Beispiel hat die Familie einen Vermögensfreibetrag von 15.500,- €.

Das Geld welches sich auf dem Sparbuch der Kinder befindet greift nicht die Beträge der Eltern sondern des KINDES an. D.h. Hat ein Kind ein Vermögen über 900,-€ bekommt es solange seinen Zuschlag nicht, bis es auf 750,- € runter ist, muß aber nicht für die Eltern aufkommen! Die Eltern bekommen weiterhin ihre 345/311 Euronen.

LG

Marlene

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Re: Ich finde es völlig korrekt!

Antwort von Kömi am 04.08.2004, 19:48 Uhr

Tritts mir nicht zu nahe. Halbwaisenrente habe ich in der Ausbildung bezogen und BAB bedeutet Berufsausbildungsbeihilfe, quasi Bafög für Azubis (ganze 30 DM). Ich musste damals 400 DM Warm-Miete zahlen (war öffentlich gefördert, aber ich habe kein Wohngeld bekommen!) Von 450 DM noch Strom und das restliche Leben zu bezahlen war hart, habe es aber mehr oder minder gut geschafft. Obwohl ich im ersten Jahr nicht mal Telefon hatte, musste auf den Erstanschluss sparen. Aber neue Klamotten habe ich nie gekriegt.

Die Leute sollen natürlich eine Waschmaschine bekommen, da spricht kein Mensch gegen. Was mich anstinkt, dass die Leute Neuwaren bekommen. Ich kenne seit meiner Ausbildung soviele Secondhand-Läden (auch für Möbel und Elektrosachen), das ich es mehr als korrekt fände, wenn die Städte hingingen und den Leuten Bons für solche Läden aushändigen würden.
Was gerade bei diesem Bericht rauskam war, das eine Vielzahl von Empfängern neue Waschmaschinen (war wohl der Klassiker beim Antrag) anforderten, obwohl die Leute funktionierende Geräte hatten. Würden Bons verteilt werden, wäre der Reiz des Betruges wahrscheinlich schon arg gelindert.

Als mein Mann und ich zusammengezogen sind und berufsbedingt einen Ortswechsel gemacht haben, haben wir unsere beiden Wohnungen zusammengelegt und die überzähligen Möbel in das städtische Möbellager gegeben. Die Klamotten waren top in Ordnung. Als wir ablieferten, meinte einer der Lagerarbeiter "Oh schöner Schrank, der wird hier nicht lange stehen" Ich meinte dann, würde mich freuen, wenn der bei jemanden landen würde, der sich mit ein bisschen SoHi abfinden muss. Darauf kam dann: "Nee, nee. Hier kommen keine SoHiS her, das kaufen normale Leute, die wenig verdienen oder auch alte Leute mit magerer Rente.
Die SoHi-Empfänger kaufen sich lieber neue Möbel"

Naja, als ehrliche Socke reiß ich immer noch gelegentlich die Augen auf, wenn ich höre, welche Betrugs-Möglichkeiten bestehen. Traurig ist eben, dass die, die es wirklich brauchen auf der Strecke bleiben.

Und ich bleibe dabei: Sparbücher oder sonstige Vermögenswerte müssen einfach berücksichtigt werden, sparen auf Staatskosten kann in der Form nicht funktionieren, schon gar nicht bei der momentanen Lage.

Gruß Kömi

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Liebe Elisabeth einmal mehr ein Suuuuperbeitrag....

Antwort von tinai am 04.08.2004, 23:00 Uhr

...ehrlich. Deine Beiträge sind einfach eine echte Bereicherung und ich bin ganz Deiner Meinung.

Es gibt die Vollkaskoversicherung ab Geburt bis Lebensende einfach nicht mehr und diese Vollkaskomentalität blockiert alles bis zum big bang!

Also misch Dich öfter ein.

Gruß Tina

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von elody am 05.08.2004, 16:00 Uhr

soweit ich gehört habe ist es so, dass wenn die grosseltern das sparbuch angelegt haben es nicht angerechnet wird.
Es soll lediglich vermieden werden, dass eltern ihr vermögen auf die sparbücher der eltern transferieren.

Ausserdem werden den eltern nicht die bezüge gekürzt, sondern den Kindern, wenn der sparbetrag über 750 euro hinausläuft.
Wenn jedoch eltern nicht über ein sparguthaben verfügen, so könnten sie pracktisch das geld der kinder auf dich übertragen. das sind 200 euro pro lebensjahr und maximum glaube ich 13000 euro.
Gruss Moni

Ich finde die panikmache eh schon unter aller sau.

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Re: Bin empoert- Sparbuecher der Kinder werden um Vermoegen der Eltern gerechnet??

Antwort von elody am 05.08.2004, 16:01 Uhr

schreibfehler bitte ignorieren *grummel*

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Re: Richtigstellung

Antwort von Sabine Sp. am 21.08.2004, 3:19 Uhr

Was heißt hier "Richtigstellung"? Ich finde es sehr anmaßend, wie Marit zu argumentieren. Und dann dieser unverschämte Tonfall, "nun mal langsam" usw. Zitat: "Ein Haushalt, der für 2 Kinder jeweils 4000 Euro angespart hat, ist nun mal aktuell nicht bedürftig." Ja, spart denn nun der Haushalt oder das Kind? Soll denn das Kind im Kindesalter für die bedürftigen Eltern aufkommen? Die Eltern können dem Kind doch nicht sein eigenes Erspartes wieder wegnehmen. Was ist mit dem Geld zur Konfirmation z. B.? Das Geld zu solchen Ereignissen wie Konfirmation kommt außerdem nicht nur von den Eltern, sondern von sämtlichen Verwandten. Außerdem, warum soll ein Kind oder ein Teenie nicht für den Führerschein sparen dürfen? Ich finde es toll, wenn ein Kind das schafft! Ein Führerschein wird schließlich immer teuerer und schließlich wird bei der Bewerbung auch immer öfter danach gefragt. Und was ist, wenn ein Kind als Schüler schon eigenes Geld verdient? Soll das dann etwa auch angerechnet werden? Da fehlen mir die Worte...

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