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Geschrieben von Benedikte am 07.03.2006, 1:38 Uhr

Kosten Auslandsadoption

Ich habe jetzt nochmal recherchiert wegen der Kosten einer Auslandsadoption.In der Sache bleibe ich dabei, dass eine Auslandsadoption definitiv keine Zehntausende von Euros kosten muss(wenn man bspw. ein Kind aus Bulgarien oder Polen adoptiert und das Verfahren ueber die zentralen Adoptionsvermittlungsstellen der Landesjugendaemter oder ueber die oertlichen Jugendaemter mit Gestattung laufen laesst), es aber auch bei legalen Auslandsadoptionen darauf hinauslaeuft (wenn man ueber einen kostenpflichtigen freien Traeger geht und ein Kind aus einem exotischen Land adoptiert, also das ganze mit Fernreisen verbunden ist).

Guenstiger kann es auch werden, wenn man aus einem Land ausserhalb des Haager Uebereinkommens adoptiert- da braucht man naemlich keine Vermittlungsstelle-wobei dann die Anerkennung der Adoption durch die deutschen Behoerden schwierig werden kann.

Minimum sind wohl folgende Kosten :
§ 5 Adoptionsvermittlungsstellenanerkennungs- und Kostenverordnung



Gebühren

Führen staatliche Adoptionsvermittlungsstellen das Adoptionsvermittlungsverfahren durch, sind folgende Gebühren zu erheben:


1. für die Durchführung eines internationalen Adoptionsvermittlungsverfahrens einschließlich der Eignungsprüfung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 des Adoptionsvermittlungsgesetzes 2.000 Euro,2. für eine Eignungsprüfung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 des Adoptionsvermittlungsgesetzes 1.200 Euro,3. für die Durchführung eines internationalen Adoptionsvermittlungsverfahrens ohne Eignungsprüfung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 des Adoptionsvermittlungsgesetzes 800 Euro.



Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
§ 6

Erstattung von Auslagen


Bei internationalen Adoptionsvermittlungsverfahren erhebt die staatliche Adoptionsvermittlungsstelle folgende Auslagen:

1.
Aufwendungen für die Beschaffung von Urkunden,

2.
Aufwendungen für Übersetzungen,

3.
Vergütung von Sachverständigen.


Die Kosten fuer die Auslagen kann ich nicht im Detail beziffern- das haengt letztlich immer vom Einzelfall ab. Der Freie Traeger ada rechnet hier 300 Euro.
http://www.ada-adoption.de/adoption/gebuehren.htm

Dann fallen noch die Reisekosten an- viel bei einer Reise nach Sri Lanka, Null wenn man aus Frankfurt Oder ein Kind in Slubice adoptiert.

Letztlich kann man auch im Umehkrschluss folgendes sagen: Ada bspw. selber sagt aus, dass man fuer eine Auslandsadoption inklusive ihrer Gebuehren mit 12-14.000 Euro rechnen muss, sprich wenn man sich die Kosten dieses Traegers von 5.136 Euro spart, bleiben sieben bis neuntausend bei ADA, die im wesentlichen nur Fernadoptionen durchfuehren mit teuren Reisekosten.

Von daher-die genannten Preise von " Zehntausenden"von Euro sind definitiv falsch, Auslandsadoptionen sind auch bedeutend preiswerter durchzufuehren.

Rio, vor Deinem Hinweis, im Auslnad Behoerden zu schmieren, weil das manchmal notwendig sei, kann nur gewarnt werden.Paragrapg 32 des Haager Uebereinkommens statuiert das expressis verbis fuer die Vertragsstaaten. In dem Moment, wo Schmiegeld fliesst, ist die adoption geplatzt und der Schmierende hat sich strafbar gemacht.Adoptiert man in Nichtvertragsstaaten widerspricht die Zahlung solcher gelder unserem ordre public- sprich, die Adoption kann in so einem Fall nicht in Deutschland anerkannt werden.Das kann man keinem Adoptionswilligen raten, ganz im Gegenteil.

Ich schreibe das deshalb so detailliert, damit nicht der Eindruck- vielfach verbreitet- entsteht, nur reiche Leute koennten Auslandsadoptionen durchfuehren.es kostet schon Geld, aber bei Annahme eines Kindes aus Europa udn Durchfuehrung ohne kostspielige Agentur kommt man auch mit weniger aus.Wobei das Problem ueberall das gleiche ist- es gibt zu wenige Kinder, und auch im ausland werden immer weniger Kinder fuer deutsche Adoptionswillige freigegegen.

Benedikte

 
3 Antworten:

Re: Kosten Auslandsadoption

Antwort von lucalara am 07.03.2006, 8:44 Uhr

Hallo,

was noch das Schmiergeld anbelangt, ich komme ursprünglich ja aus Polen und auch dort hat meine Freundin meiner Schwester ein Kind adoptiert, die Freundin selbst lebt in Polen. Selbst sie als Polin mußte an einigen Stellen kräftig Schmiergeld zahlen!!! Es ist in Polen nicht nur bei der Adoption nötig auch sogar die Ärzte werden geschmiert, damit die Frau bei der Geburt eine PDA bekommt oder ihr die Entbindung leichter gemacht wird. Meine Schwester ist ist Krankenschwester! Jede OP die sicher gelingen soll muß zusätzlich von den Angehörigen bezahlt werden. Überall und in allem wird geschmiert und so ist es in Russland, Rumenien und noch vielen vielen anderen Ländern. Sogar der Rechtsanwalt wir extra bezahlt. Das wissen wir ganz genau, weil meine Eltern einen Rechtstreit in Polen hatten, tja und die Gegenseite hat geschmiert und dass wir einen fairen Prozess bekommen haben wir dieselbe Summe oder besser noch mehr geben sollen. Das riet uns der Anwalt!!!! Bei uns unvorstellbar in Deutschland ist aber so!!!!!!!!!! Ich selbst habe mich auch in Polen zwecks Adopion informiert vor ca. 3,5 Jahren. Alles zusammen ohne Schiergeld hätte uns 8.500 Euro ohne Aufenthaltskosten und Schmiergeld gezahlt über einen freien Träger. Die Freundin von meiner Schwester meinte sogar, dass es bei uns einen extra Deutschlandzuschlag gebe, was das Schmiergeld anbelangt, nochmals so mit 5000 Euro zu rechnen. Um die Suche und Bemühungen der Behörtde für die Suche nach z. B. Extra Wünschen wie z.B. einem Neugeborenen würde auch noch extra kosten. Ganz abgesehen davon gibt es auch in Polen für ein Kind ca. 10-15 Bewerber, somit ist auch eine lange Wartezeit abzusehen. In Polen gibt es nicht so viele Kinder wie z.B. in Afrika, da die Geburtsrate auch in Polen deutlich gesunken ist.

Vielleicht mögen deine Paragraphen hier in Deutschland gelten, aber sicher nicht im Ausland. Vorort sieht alles sowieso anders aus. Das einzige ist, dass man sich wirklich an den Kosten was sparen kann wenn man z. B. in Rumenien oder Bulgarien adoptiert. Aber in näherer Umgebung wie Tschechien oder Polen ist es sinnlos, da auch da die Wartezeit relativ lang ist. Hast noch vergessen die Übersetzungskosten der Urkunden und den Dolmetscher miteinzurechnen. Die kosten auch ein Heidengeld. Die meisten kenne leider nicht wie ich die Landessprache wie z.B. in Polen.

lG Johanna



So viel zu Schmiergeld. Leider sieht die Realität leider ganz anders aus, als in den Gesetzen festgelegt. Hier mögen sich die Deutschen daran halten, aber in anderen Ländern da sieht es wirklich anders aus. Ich habe dort gelebt und kann es deswegen am Besten wissen. Für alles muß man extra zahlen. Mein Schwager hat eine Firma, da läuft kein Behördengang ohne Schmiergeld, besonders wenn es mal schneller gehen soll.

LG JOhanna

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Re: Kosten Auslandsadoption

Antwort von Rio am 07.03.2006, 12:50 Uhr

Hi,

liest du eigentlich die Posts, bevor du antwortest?

Die Rede war nicht von "ZEHNtausenden von Euros", sondern von TAUSENDEN (Grossschreibung dient der Betonung, soll kein Schreien sein).


Und nein, man muß nicht gerade zu den oberen Zehntausend gehören, um ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren (obwohl das bestimmt hilfreich wäre). Das hat hier aber auch niemand behauptet. Ich habe lediglich bemängelt, dass deine Behauptung, legale Ados kosteten keine Tausende von Euros schlichtweg falsch ist.

"Rio, vor Deinem Hinweis, im Auslnad Behoerden zu schmieren, weil das manchmal notwendig sei, kann nur gewarnt werden.Paragrapg 32 des Haager Uebereinkommens...."

Papier und Wirklichkeit. Ich verweise in diesem Punkt an lucalaras Post.
Ich schrieb es bereits, aber falls du dass auch nicht gelesen hast, noch mal: Das kann man gut finden oder nicht. Aber es ist FAKT.

Im Übrigen ist für mich persönlich genau dieser Fakt einer der Gründe, warum ich Auslandsadoptionen kritisch gegenüberstehe (nicht prinzipiell ablehnend, das ist ein Unterschied).

Vg,
Rio

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Re: ziehe ein "s" zurück o.T.

Antwort von Rio am 07.03.2006, 12:52 Uhr

ot

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