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Geschrieben von Ruby79 am 01.12.2019, 7:56 Uhr

Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Wie geht es euch als Familie mit euren Kids? Uns belasted die Situation, die Wutasbrüche und Schreierei jeden Tag. Egal ob morgens vor der Schule, an Geburtstagen oder Feiertagen. Es belasted, frustriert und macht mich unendlich traurig. Ich habe Angst es wird nie besser. Unser Kind ist 12 Jahre alt , eingestellt und geht zur Therapie. Jetzt kommt Weihnachten und anstatt sich auf das Fest der Liebe zu freuen habe ich schon fast Angst vor dem Dezember

 
8 Antworten:

Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von dana2228 am 01.12.2019, 13:30 Uhr

Ich habe 5 Kinder (9,7,5,4,3).
Mein 7 jähriger ist sehr sehr stark vom ADHS betroffen. Dazu hat er A-Typischen Autismus (der sein übriges tut).

Wie wirkt sich das auf die Familie aus? Hier gibt's gute und schlechte Tage.
Es fängt schon an, das er auf Grund seiner beeinträchtig nicht die Schule der Großen Schwester besuchen kann. Sprich eine Einrichtung mehr mit Adventsbasar, St. Martin, Sommerfest,.. andere Schließungstage, anderer Schulweg,.......

Er schläft viel weniger, ist immer laut und unter Strom. Das wirkt sich gerade auf seinen einzigen Bruder (5) aus, Dr versucht da "mitzuhalten".
Und vieles hängt von deiner Stimmung ab.
Alltägliche Dinge werden mit ADHS halt schwerer, vieles triggert ihn. Es ist schwer zu erklären.
Aber wir gestalten unseren Alltag und die Wochendende immer so, das sich die Kinder viel bewegen können. Wir haben eine Jahreskarte vom Zoo um die Ecke in dem auch ein indoorspielplatz ist. Da gehen wir viel spazieren, sind viel im Garten oder Wald.
Das denke ich tut aber allen Kindern gut.

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von desireekk am 02.12.2019, 19:02 Uhr

Naja,

die Familiensituation ist eben "anders"!
Bei mir:
Sie entsprach NICHT dem Bild das ich von einem wunderschönen, besinnlichen Advent hatte, mit gemütlich Plätzchen backen, was aus Goldpapier basteln, fröhlich zusammen singen, die Weihnachtsgeschichte unterm Baum lesen während die Kinder andächtig lauschen...

Wenn man es schafft sich von seinen eigenen Vorgaben und Erwartungen etwas abzukoppeln, dann geht es meist besser.


Was genau triggert denn seine Schreiereien und Wutausbrüche?
Das muss man eben versuchen zu vermeiden. und wenn große Familienfeier ihn triggert (weil zu viele Eindrücke, Personen, Stimmen) dann ist das eben so und man feiert besser im kleinen Rahmen.

Mein Ex hatte nur wenig Verständnis für undere Buben und deren Anders-Sein.
Nunja, er ist nun mein Ex...
und die Kinder groß und Parties mit 100Gästen, Feiern in Restaurants, etc... alles kein Problem mehr :-)))

LG

D

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von desireekk am 02.12.2019, 19:02 Uhr

Naja,

die Familiensituation ist eben "anders"!
Bei mir:
Sie entsprach NICHT dem Bild das ich von einem wunderschönen, besinnlichen Advent hatte, mit gemütlich Plätzchen backen, was aus Goldpapier basteln, fröhlich zusammen singen, die Weihnachtsgeschichte unterm Baum lesen während die Kinder andächtig lauschen...

Wenn man es schafft sich von seinen eigenen Vorgaben und Erwartungen etwas abzukoppeln, dann geht es meist besser.


Was genau triggert denn seine Schreiereien und Wutausbrüche?
Das muss man eben versuchen zu vermeiden. und wenn große Familienfeier ihn triggert (weil zu viele Eindrücke, Personen, Stimmen) dann ist das eben so und man feiert besser im kleinen Rahmen.

Mein Ex hatte nur wenig Verständnis für undere Buben und deren Anders-Sein.
Nunja, er ist nun mein Ex...
und die Kinder groß und Parties mit 100Gästen, Feiern in Restaurants, etc... alles kein Problem mehr :-)))

LG

D

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von Mucksilia am 03.12.2019, 9:10 Uhr

JA, hier die gleiche Situation.Mein Sohn ist 10.
Beispiel Gespräch:
"Mama, bekomme ich morgen einen Adventskalender?"
"Ja, natürlich. Wie deine Schwester auch"
""Ist der gekauft oder gebastelt?"
"Geba..."
"HUÄHÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ"
Das Theater beginnt - obwohl er noch nichts zu seinem Kalender weiß.

Er muss dann hoch in sein Zimmer gehen, bis er sich wieder beruhigt hat.

Er hat eine große Teenieschwester, die ist mega genervt.

Was ich viel schlimmer finde, ist,, dass wir (mein Mann und ich) teilweise super genervt sind und das nötige Verständnis nicht immer aufbringen.

Wenn ich zB die Wäsche aufhänge, hat er in der Zeit die Küche verwüstet. Abends, wenn er schlafen soll, zerschneidet er die Wolldecken, um sich einen (nein drei) Mäntel zu nähen.

Wo immer er war herrscht Chaos. Den Inhalt seines Kleiderschrank reißt er jeden Morgen komplett raus (ich räume ihn dann am WE wieder ein, dauert jedesmal 30 min), sein Zimmer ist gruselig etc etc.

Wir Eltern können teilweise einfach nicht mehr (zur Ruhe kommen wir nur, wenn er Fern sieht, schlafen tut er nie vor uns). Freunde hat er nicht.

Es ist sicher ungerecht, aber ab und zu schnautze ich ihn dann auch an. Und hinterher tut es mir Leid.

Er ist super eingestellt und geht zweimal die Woche zu einer Kampfsportart, wo er sich mega auspowert und auch Dinge wie Respekt und Disziplin lernt.

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von asclepiatina am 05.12.2019, 19:47 Uhr

Hallo,

es ist sehr heftig. Meine Tochter mit ADHS ist sehr laut und oft extrem Eifersüchtig, sie ist eine absolute Chaotin und kann ihre Gefühle nicht Steuern, was uns sehr belastet.
Dazu hin ist sie fast 10 und meiner Meinung nach in der Vorpupertät was das ganze noch ordentlich verstärkt.

Unser Sohn ist gerade in der ersten Klasse und hat auch ADHS, allerdings komplett anders als unsere Tochter.. er hat extrem Hyperaktiv abbekommen. Was mich so nicht groß.stört, gehen viel raus, viel Bewegung. Nur in der Kombination mit seiner Schwester eine explosive Mischung.

Wir vermeiden mittlerweile ganz viel Öffentlichkeit. Also Weihnachtsmarkt oder mal Essen gehen ist bei uns gestrichen. Wir sind überall mittelpunkt.

Seit einem guten Jahr haben wir eine Familienhilfe zu uns geholt, weil wir am.Ende waren. Mein Mann sagt oft wie lieb andere Kinder sind, er leidet extremer als ich. Aber es ist echt anstrengend. Ich fahre von Therapie zu Therapie.. kostet schon sehr viel Zeit, da wir sehr ländlich wohnen..

Lg Tina

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von Ruby79 am 06.12.2019, 23:08 Uhr

Uns fällt es auch sehr schwer zu akzeptieren, dass wir keine " Rama-Familie" sind. Ihr wisst schon die tolle Familie die freudig und friedlich am Frühstückstisch sitzt und sich unterhält und lacht. Wir haben seit März nun auch eine Familienhilfe und es ist ein Segen für uns. Unser Kind ist zudem auch noch hoch intelligent und unsere Familiemhilfe kann mir sehr viel dazu erzählen und erklären. Unser Kind ist eben Hoch....sensibel, ..... begabt ..... dramatisch ..... aufbrausend und ..... nervös. Es ist oft extrem. Für mich ist es absolut keine Erleichterung zu wissen, das es sehr intelligent ist. Im Gegenteil ärger ich mich oft darüber, dass es mich eben nicht verstehen will und reagieren kann wie es sollte. Nun kommt Weihnachten im großen Schritten auf uns zu und die Beunruhigung wächst. Unser Kind kann man einfach nicht beschenken. Sie will immer alles vorher wissen, kann es nicht aushalten überrascht zu werden und braucht eigentlich immer einen ganz ähnlichen Tagesablauf, dazu 3 Tage dauer Besuch macht es nicht besser. Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr wird

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von kriku am 08.12.2019, 20:22 Uhr

Hallo,

ja das kennen wir auch sehr gut. Letztes Jahr hat unsere Tochter 48 Stunden von Heiligabend bis abends 2. Weihnachtsfeiertag durchgetobt, geschrien, getreten, geschlagen, beschimpft (und hier waren nur die Großeltern Heiligabend und sonst Ruhe, aber sie kann diese Spannung auch nicht aushalten, Freude aushalten etc.)

Wir haben für uns dieses Jahr beschlossen, dass es die Geschenke schon am 24.12. morgens unterm Tannenbaum gibt. 1. sind wir dann alleine und 2. kann sich über den Tag hinweg nicht so eine Spannung aufbauen. Mal sehen ob es etwas hilft. Ich hoffe sehr!
Uns graut auch schon sehr vor den Feiertagen! Wir fühlen uns immer sehr zerrissen zwischen den Geschwistern und ihr. Man will den kleineren ja auch ein schönes Weihnachtsfest bereiten und mit einer kontinuierlich ausflippenden Schwester kaum möglich....

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Re: Auswirkung auf die Familiensituation .... ?

Antwort von Hailie am 08.01.2020, 18:11 Uhr

Uns belastet es sehr. Unserer ist sehr ausdauernd in seinen Wutausbrüchen und auch wegen "nichts". Das geht stundenlang. Manchmal auch den ganzen Tag.
Mal spazieren gehen oder so, ist kaum noch möglich.
Es ist kein schönes Familienleben, so wie immer alle anderen berichten, und mein Großer Sohn tut mir schon sehr leid. Er würde gern mehr unternehmen, aber das ist nur möglich, wenn mein Mann dann mal frei hat und einer mit dem Kleinen zuhause bleibt. Ansonsten bin ich eigentlich nur damit beschäftigt irgendwie die Wutausbrüche des Kleineren abzufangen damit es nicht allzu schlimm wird.
Wir haben auch schon viele Hilfangebote durch und auch vieles was uns empfohlen wurde ausprobiert, aber nichts bringt so richtig Hilfe.
Mein Mann und ich haben gar keine Paarzeit mehr, weil wir niemanden finden der es sich zutraut auf den Kleinen aufzupassen. Ich bin mal ehrlich so habe ich mir das mit Kindern bei weitem nicht vorgestellt. Nicht mal meine schlimmsten Vorstellungen hätten für die Realität ausgereicht, aber müssen wir halt irgendwie durch.

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