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Milch für Spuckbabys

Milch für Spuckbabys

Dass beim Aufstoßen nach der Trinkmahlzeit ein Schlückchen Milch mitkommt, ist bei Babys ganz normal. Auch, dass Ihr Baby zwischendurch mal ein wenig Milch spuckt oder etwas Milch aus dem Mundwinkel fließt. Das Aufstoßen erfolgt dabei meistens noch während oder kurz nach dem Füttern.

Der Unterschied zum Erbrechen besteht darin, dass schwallartiges Erbrechen bei jeder Tages- und Nachtzeit erfolgen kann, unabhängig davon, wann das Baby gefüttert wurde. Die erbrochene Milch riecht sauer und das Baby weint und fühlt sich unwohl. Erbricht das Baby mehrmals am Tag, sollten Sie sofort den Kinderarzt aufsuchen, denn hoher Flüssigkeitsverlust kann für Babys sehr gefährlich werden.

Warum spuckt das Baby?

Der Grund für das Aufstoßen im Zusammenhang mit dem Füttern ist in der Regel harmlos: Der Schließmuskel am Mageneingang, der den Magen zur Speiseröhre hin abtrennt, ist noch nicht kräftig genug. Bewegt sich das Baby, liegt es auf dem Bauch oder üben die Bauchmuskeln beim Strampeln oder beim Weinen Druck auf den Bauch aus, kann es sein, dass Milchnahrung aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfließt. Das Baby muss spucken. Mediziner sprechen in diesem Fall von Reflux, einem Rückfluss in die Speiseröhre.

Es gibt allerdings Kinder, bei denen sehr oft und deutlich mehr Milch hochkommt - nach dem Trinken oder auch später bei Lageveränderungen, etwa beim Hochheben. Am besten sprechen Sie zuerst mit dem behandelnden Kinderarzt oder der behandelnden Kinderärztin. Beschreiben Sie möglichst genau, wann und wie viel Ihr Kind spuckt. Es ist wichtig zu klären, ob es medizinische Gründe für das Spucken gibt.

Gute Bedingungen fürs Trinken schaffen

Damit das Baby möglichst wenig spucken muss, sind auch die Rahmenbedingungen beim Füttern wichtig. Versuchen Sie das Trinken nicht zu oft zu unterbrechen und sorgen Sie für eine entspannte Haltung. Je angespannter das Kind ist und je öfter es beim Trinken unterbrochen wird, desto mehr Luft schluckt es - Spucken ist beim Aufstoßen dann vorprogrammiert.

Falls Sie Ihrem Baby das Fläschchen geben: Achten Sie darauf, dass der Sauger zum Alter Ihres Kindes und zur Art der Nahrung passt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, für Milchnahrung auch nur Milchsauger zu verwenden. Ausnahme: Bei sehr hektisch trinkenden Babys kann es hilfreich sein, mal einen Teesauger fürs Milchfläschchen zu wählen. Der hat ein kleineres Loch, dadurch müssen sich die Babys mehr anstrengen und saugen eher wie an der Brust. Bei diesem ruhigeren Trinken schlucken die Kinder weniger Luft. Es kann auch helfen, das Baby zum Trinken in eine aufrechtere Position zu bringen.

Wenn das Baby nach dem Stillen spuckt, ist es besonders wichtig, auf eine gute Stillposition zu achten: Das Kind sollte Ihnen mit dem ganzen Körper zugewandt sein und nicht nur mit dem Kopf. Beim Trinken sollte Ihr Kind nicht nur die Brustwarze, sondern den ganzen Warzenvorhof im Mund haben, andernfalls bekommt es zu wenig Milch und schluckt zu viel Luft. Probieren Sie ruhig verschiedene Stillpositionen aus, nur so finden Sie die Position, in der Sie sich mit Ihrem Baby wohlfühlen.

Extra für Spuckbabys: Anti-Reflux-Milch

Hält das Spucken an, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt halten. Gemeinsam können Sie überlegen, ob eine so genannte Anti-Reflux (AR) Milch für Ihr Kind geeignet ist. Diese Milch ist durch den Zusatz natürlicher Quellstoffe wie Johannisbrotkernmehl sämiger und dickflüssiger als herkömmliche Säuglingsnahrung. Dadurch verbleibt sie besser im Magen und kann nicht so leicht in die Speiseröhre zurückfließen. AR Milch ist frei verkäuflich. Falls das Baby nicht gestillt werden kann, gibt es sie auch bereits als Säuglingsanfangsnahrung.

Wichtig: Säuglingsmilch ist sehr genau auf die Nährwert- und Nährstoffbedürfnisse von Babys abgestimmt. Sie sollten deshalb verschiedene Säuglingsnahrungen nicht untereinander mischen oder versuchen, normale Säuglingsnahrung selbst einzudicken. Etwa durch den Zusatz von Mehl oder indem Sie weniger Wasser zugeben. Das kann zu ernsten Beschwerden sowie zu Verstopfung beim Kind führen.

Falls die Spuckhäufigkeit bei Ihrem Baby einige Tagen nach dem Umstieg auf die neue Milchsorte nicht zurückgeht, sprechen Sie am besten noch einmal mit dem Kinderarzt.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2016

   

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