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Mein Kind bevorzugt eine Brust

Mein Kind bevorzugt eine Brust

Unterschiedliche Ursachen können der Grund sein, weshalb Babys ganz klar eine Brust bevorzugen und sich nur ungern an der anderen Brust anlegen lassen.

Zu jeder Stillmahlzeit wechseln

Ist Ihr Baby an der ersten Brust eingeschlafen oder mag nicht mehr weiter trinken, können Sie die Stillmahlzeit beenden. Beim nächsten Mal fangen Sie dann mit der jetzt nicht leer getrunkenen Brust an. Falls diese Brust so voll ist, dass Sie hart ist und spannt: Streichen Sie behutsam nur so viel Milch aus, dass das Spannungsgefühl nachlässt.

Verspannungen beim Baby lösen

In manchen Fällen leiden Babys nach der Geburt an einer Verspannung oder Blockade im Halswirbelbereich. Wenn es dann sein Köpfchen drehen muss oder es in eine Position bringen muss, die ihm weh tut, wird es an der Brust weinen. Das kann manchmal der Hintergrund sein, weshalb sich das Kind nur auf einer Seite gut anlegen lässt, auf der anderen Seite jedoch protestiert. In diesem Fall kann eine Behandlung beim Ostheopaten die Verspannungen beim Baby lösen. Besprechen Sie dies mit der Nachsorge Hebamme oder mit Ihrer behandelnden Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Stillpositionen ausprobieren

Das Anlegen klappt auf einer Seite schlechter als auf der anderen? Probieren Sie mal, ob unsere Tipps zum Anlegen Ihnen weiterhelfen. Oder Sie versuchen, ob auf der betreffenden Seite eine andere Stillposition für Sie und Ihr Baby besser ist. Es kann gut sein, dass Sie auf einer Seite prima im Sitzen stillen können und auf der anderen besser im Liegen. Ebenfalls bewährt hat sich folgender Trick: Wenn Ihr Baby an der "Lieblingsbrust" fertig getrunken hat, schieben Sie es an die andere Brust, ohne seine Position zu verändern.

An einer Brust stillen

Manchmal hilft alles nichts und das Baby lässt sich nur noch an einer Seite anlegen. Auch das ist möglich. Bevor Sie sich dazu entschließen nur noch an einer Brust zu stillen, sollten Sie dies mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Stillberaterin besprechen. Dass Babys eine "Lieblingsbrust" haben, ist gar nicht so ungewöhnlich. Die Folge des einseitigen Stillens: Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird sich erhöhen, weil die Nachfrage hier besonders stark ist. Die Milchmenge in der verschmähten Brust, wird sich langsam verringern - und das sogar sichtbar. Ein Größenunterschied zwischen beiden Brüsten wird sich einstellen, den man aber im BH durch Einlagen ausgleichen kann. Nach dem Abstillen werden die beiden Brüste wieder gleich groß sein.


Mütter, die nur auf einer Seite stillen, müssen darauf achten, dass beim Abstillen der anderen Seite kein Milchstau entsteht. Deshalb die verschmähte Brust öfter aussteichen, bis sich der Druck reduziert. Man kann aber auch dazu übergehen, die Brust abzupumpen. So hält man die Milchproduktion aktiv und hat Muttermilch auf Vorrat. Außerdem können Sie so immer wieder versuchen das Baby anzulegen und so sehen, ob sich die Präferenzen des Kindes verändert haben.  

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Januar 2018


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