Dr. med. Vincenzo Bluni

verhaltene Fehlgeburt

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Herr Dr. Bluni,

ich bin 37 Jahre alt und habe einen 4-jährigen Sohn. Seitdem versuchen wir noch ein Geschwisterchen zu bekommen allerdings bislang vergebens.
Mein Mann und ich haben schon alle uns bekannten Untersuchungen gemacht wie Bauchspiegelung usw. Bei uns beiden ist wohl alles ok. Bei mir wurde nur eine Adenomyose festgestellt. Die ich seit Nov. 2016 durch chinesische Medizin, Akupunktur und chin. Kräuter versuche zu behandeln.
Seit 6 Monaten hatte ich Clomifen und Progesteron genommen.
Im Mai 2015 hatte ich eine Fehlgeburt in der 10. SSW. Heute bin ich im 9.SSW und habe von meiner FÄ erfahren, dass ich eine verhaltene Fehlgeburt habe. Es ist weder Fruchthöhle noch Embryo vorhanden.

Woran kann das liegen, dass ich nach der ersten Geburt ( ohne jegliche Komplikationen ) es so schwer habe ein zweites Kind zu bekommen?
Am Alter? An den zusätzl. Hormonen? An chin. Medizin? An der Adenomyosis? oder ganz was anderes?

Wie groß ist das Risiko, dass ich wieder eine Fehlgeburt haben werde? Soll ich unter diesen Umständen überhaupt versuchen nochmal schwanger zu werden?

Habe ich bei meinem Verlauf ein erhöhtes Risiko auf ein krankes oder behindertes Kind bei einer eventuellen nächsten Schwangersch.?

Vielen Dank im Voraus.
Freundliche Grüße
Lenchen

von MamasTraum am 13.02.2017, 17:58 Uhr

 

Antwort auf:

verhaltene Fehlgeburt

Hallo,

Ehrlich gesagt kann das natürlich sehr viele Ursachen haben. Das Alter kann hier eine wichtige Ursache sein.

Prinzipiell ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ohne erneute frühe Fehlgeburt nach nur einer frühen Fehlgeburt relativ hoch.

Wenn es aber schon so lange gedauert hat, dann kann dieses Risiko steigen.

Im Vordergrund steht hier insbesondere das Spermiogramm des Partners, wenn der Zyklus der Frau relativ normal ist und meines Erachtens ist es dann sinnvoll, dass die Frauenärztin/Frauenarzt Sie zur weiteren Beurteilung vielleicht einmal an die Spezialisten für Kinderwunsch überweist. Diese erste haben ganz bestimmt die viel größere Kompetenz in diesen Fragen gegenüber der Routinepraxis.

Herzliche Grüße VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 13.02.2017

Antwort auf:

verhaltene Fehlgeburt

Hallo, deine Geschichte erinnert mich sehr an meine. Ich bin jetzt 40J. , habe einen 4 jährigen Sohn. Die erste SS verlief einwandfrei ( da war ich 36J.) Im Sptember 2015 verlor ich mein baby in der 15.SSW , die Biopsie ergab, dass er Trisomie hatte, anschliessend hatte ich einen MA in der 8. SSW , Herz schlug nicht, danach folgten 2 FG's , 5.SSW und 6. SSW. Ich war genauso verzweifelt wie du. Mein Arzt vermutete das meine Eizellenqualität einfach nicht gut ist. Ich fragte, ob es nicht evtl. an der Spermienqualität meines Partners liegen könnte und er meinte, wenn es so wäre, würde ich nicht immer schwanger werden, weil fehlerhafte Spermien es gar nicht so weit schafffen. Ich war somit hilflos und allein gelassen. Jetzt bin ich wieder schwanger ( 10. SSW). Wenn du noch daran glaubst, dass es klappen kann, dann gib nicht auf. Ich verstehe deine Ängste sehr gut aber es ist noch nicht zu spät. Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

Alles Gute.
Nel

von nel76 am 13.02.2017

Antwort auf:

verhaltene Fehlgeburt

Vielen Dank Herr Dr. Bluni für Ihre Antwort und Empfehlungen. Morgen habe ich nochmal ein Termin bei meiner FÄ dann werde ich das auch noch mal ansprechen.



Auch an dich Nel vielen lieben Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast mir deine Geschichte zu erzählen, und so liebe Worte für mich hattest, welche mir gut getan haben und mir Mut machen nicht auf zu geben.
Vielen Lieben Dank!!
Ich wünsche dir alles alles Gute für dich und deine Schwangerschaft!!!

von MamasTraum am 19.02.2017

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