Dr. med. Vincenzo Bluni

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr. Bluni,

Ich bin in der 12. Woche schwanger und es gibt etwas das mich nicht mehr loslässt.
Der Vater des Kindes hatte früher starke Drogenprobleme, seit über einem Jahr hat er den Konsum drastisch reduziert, seitdem kam es jedoch alle paar Wochen unter Stress zu Rückfällen. (Alkohol, Marihuana, selten Speed...Und starkes Rauchen sowieso...)

Nach der Feststellung der SS wurde mir klar das die Befruchtung zu einem Zeitpunkt stattgefunden haben muss, der kurz nach einem ganz schlimmen Rückfall lag. (Alkohol und Kokain). Letzteres hatte er ewig nicht mehr konsumiert und ausgerechnet da schon...Ist die Gefahr groß das mein Kind Fehlbildungen oder Krankheiten bekommt? Ich mache mir fürchterliche Sorgen...

Ansonsten habe ich in den ersten Wochen der noch nicht bekannten SS viel Promethazin genommen, da ich kurz vor einer wichtigen Prüfung stand und unter Angstattacken leide. .Halten Sie das für problematisch?

Des Weiteren würde mich interessieren, ob ich Propolis beliebig äußerlich anwenden kann... (mal für unreine Haut, vor allem aber für Fusbäder...)?

Für ein paar Antworten wäre ich sehr dankbar!

von Schwangere0815 am 11.07.2017, 07:30 Uhr

 

Antwort auf:

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

Hallo,

1. meines Wissens gibt es bis heute keine Studien, die darauf hinweisen oder belegen würden, dass der väterliche Konsum von Drogen das Risiko für Missbildungen erhöhen würde. Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2001, die einen Zusammenhang zwischen den plötzlichen Kindstod und dem väterlichen Konsum von Drogen am Zeitpunkt der Befruchtung nachweisen konnte.

Meines Erachtens ist es aber mindestens genauso bedeutungsvoll, hier von Ihrer Seite noch einmal genau zu prüfen, wie es um diesen Partner steht, wenn der offensichtlich alles andere als clean ist. Denn das wird sich unter Umständen schon nicht gerade positiv auf die kindliche Entwicklung auswirken und insofern ist es für sie sicherlich umso wichtiger hier zu schauen, ob überhaupt die Möglichkeit besteht diesen Partner in eine Drogenfreiheit überführen.


2. die meines Wissens keine Auswirkungen zu erwarten.

3. dazu gibt es keine systematischen Untersuchungen.

Herzliche Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 11.07.2017

Antwort auf:

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

Wissen tu ich es nicht, aber gute Erbmaterial hat das Baby wohl nicht mitbekommen.Hätte mir an deiner vielleicht im Vorhinein Gedanken gemacht, ob das ein Umgang für ein Baby/Kind ist. Wie soll man für ein Kind sorgen wenn man sein Leben selbst nicht mal in den griff bekommt. sowas kann ich einfach nicht verstehen.

von Minnimiii-hit am 11.07.2017

Antwort auf:

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

Natürlich ist bei Drogenkonsum des Vaters das Risiko für Fehlbildungen- entwicklungen, Fehl- und Frühgeburten stark erhöht. Ich würde die Fakten dem FA schildern und ggf. um eine Überweisung bitten, zu jemandem der bzgl. weiterer (mit Sicherheit kostenpflichtiger) Untersuchungen beraten kann.

Alles Gute.

von Hubbeldubbel am 11.07.2017

Antwort auf:

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

Ich bin selbst ein "Drogenkind" und mir fehlt (bis auf die normalen Macken) nichts. Die Samen wurden ja nicht an diesem Tag produziert und außerdem ist wesentlich öfter die Eizelle " schuld", wenn etwas nicht stimmt. Falls mit dem Embryo etwas nicht in Ordnung ist, dann regelt das der Körper meistens ganz am Anfang von selbst. Das soll natürlich nicht heißen, dass der Lebensstil des Vaters egal ist, aber viel viel wichtiger ist es, dass sich die Mutter während der SS an die "Regeln" hält!
Es ist nicht leicht, aber mach dich nicht verrückt! Wie viele Kinder kommen mit Behinderung auf die Welt und wie viele gesund!? Ein gewisses Risiko hat jeder und mit jeder weiteren Untersuchung wirst du- wie jede andere Schwangere- beruhigter sein! Lg

von Heidi E. am 11.07.2017

Antwort auf:

Väterlicher Drogenkonsum, Fehlbildungsgefahr?

http://www.cyberdoktor.de/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=allgemein&Number=7286&page=&view=&sb=

In dem Link wird die Frage der Qualität von Spermien nach / bei Drogenkonsum beantwortet. Bitte lesen und selbst ein Bild bzgl. der Seriosität der Seite + benannten Studien machen.
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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/studie-kokain-und-ecstasy-veraendern-das-erbgut-1132373.html

von Hubbeldubbel am 11.07.2017

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