Dr. med. Vincenzo Bluni

Familiäres Thromboserisiko

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Hallo,

1. wenn auch die Mutter eine Thrombose hatte, ist bei Ihnen ja offensichtlich nicht erwiesen, dass eine angeborene Gerinnungsstörung vorliegt.

2. sofern das nicht der Fall ist, gibt es aktuell keine Empfehlungen einer Fachgesellschaft zu einem Vorgehen, wie beschrieben mit ASS.

3. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sollte die ASS-Gabe (bei hoher Dosierung) wegen des möglichen vorzeitigen Verschlusses des Ductus botalli zurückhaltend durchgeführt werden. Darüber hinaus muss eine ASS-Therapie spätestens mit Abschluss der 37.SSW beendet werden, um Blutungskomplikationen unter der Geburt zu vermeiden (Gynäkologe: 2009, 42:219)

4. wenn hier anders verfahren wird, dann sollte das im Vorfeld im Rahmen eines Planungsgespräches mit der Frauenklinik und der Klinik für Anästhesie abgestimmt werden.

5. vorbeugende Maßnahmen bei angeborener Gerinnungsstörung bedeuten eine Blutverdünnung mit einem niedermolekularen Heparin und nicht mit ASS.

6. Was die Frage Periduralanästhesie und Heparin angeht, so finden Sie zu dieser Frage sehr umfangreiche Ausführungen in unserem Antwortenarchiv unter der Adresse

https://www.rund-ums-baby.de/schwangerschaftsberatung/Heparin-Kaiserschnitt-PDA_343457.htm

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 17.05.2018

 
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