Dr. med. Vincenzo Bluni

2. Schwangerschaft nach sehr hoher 1. Risikoschwangerschaft wagen?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Guten Tag Herr Bluni

Ich stelle mir die Frage ob ich ein zweites Kind wagen soll.

Meine erste SS war sehr schwer. Ich bekam in der 9SSW bereits so starke Blutungen, dass es ein Wunder war, dass ich das Kind nicht verlor. Ich lag da dann 3 Wochen zuhause. In der 22SSW ging ich wegen Bauchschmerzen, harten Bauch, ins KH in den Notfall. Die Ärzte vehielten mich gleich dort. GMU war auf 1.5cm verkürzt mit Trichterbildung und Geburtswehen. Ich kam an die Tokolyse. Insgesamt 11 Wochen. Die Tokolyse versuchte man 3x abzusetzen, nach 11 Wochen beim dritten Mal konnte die Geburt nicht mehr aufgehalten werden. Das Kind kam in der 33SSW gesund zur Welt.

Zu meiner Vorgeschichte, ich hatte bereits 4 Unterleibsoperationen, 2x Endometriose (starke Verwachsungen) und eine Not-Op aufgrund inneren Blutungen bei der zweiten Endo-Op. Dann noch eine Gebährmutterhals OP, abtragen und herausschneiden (Papabstrich war bei Stufe 5, CIN beiStufe 3).

Während der ersten SS bekam ich noch SS Zucker.

Nun ist meine Tochter 2 Jahre alt. Eir überlegen es noch einmal zuversuchen, wenn Sie 3 ist, dann bin ich 36 Jahre alt.

Die Ärzte meintenab der 14SSW werde eine Cerclage gelegt und der Mumu evtl. zugenäht und ich werde Arbeitsunfähig ( was immer das für mich dann bedeutet) muss ich dann zuhause liegen ab der 14SSW? Die Kontrolken werden engmaschig sein, wohl 1x pro Woche.

Wie gross ist das Risiko einer erneuten schweren SS ider dass ich eine FG erleide? Was würde es bedeuten, wenn ich noch einmal eine Endo-Op machen müsste um überhaupt eine Change zu bekommen schwanger zu werden? Gibt es hierzu Spezialisten, die einem begleiten? Auch hier in der Schweiz?

Danke für ein Feedback.

Freundliche Grüsse
Jule35

von Jule35 am 08.09.2017, 16:37 Uhr

 

Antwort auf:

2. Schwangerschaft nach sehr hoher 1. Risikoschwangerschaft wagen?

Liebe Jule,

1. stellt das in der Tat ein erhöhtes Risiko für eine Folgeschwangerschaft dar, was aber nicht bedeutet, dass wir prinzipiell von einer weiteren Schwangerschaft abraten müssten.

Nur ist es halt wichtig, mit Ihnen offen über die Situation und die möglichen Risiken (hier vor allem das Risiko einer erneuten Frühgeburt/vorzeitiger Wehen).

3. meines Erachtens macht es vor dem Hintergrund ihrer Vorgeschichte am meisten Sinn, wenn Sie zu diesem Anliegen mit den Berichten der letzten Schwangerschaft /Geburt und dem Entlassungsbericht nach Konisation inkl. Op-Bericht zu einem Beratungsgespräch bei einer Oberärztin/Oberarzt in einem Perinatalzentrum vorgestellt werden.

Dort kann dann unter individueller Beratung mit Ihnen die Situation erörtert, das Risiko besser eingegrenzt und auch die sinnvollsten Kontrollintervalle für eine eventuelle weitere Schwangerschaft festgelegt werden. Des Weiteren ebenso auch die Frage einer prophylaktischen Cerclage/ eines totalen Muttermundverschlusses.

Herzliche Grüße in die Schweiz

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 08.09.2017

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