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Präeklampsie

Präeklampsie

Die Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, an der etwa zwei von hundert schwangeren Frauen leiden. Von einer Präeklampsie sprechen Mediziner dann, wenn der Blutdruck der Schwangeren 140 zu 90 mm Quecksilbersäule übersteigt und ein deutlich erhöhter Eiweißwert im Urin (mehr als 300 mg in 24 Stunden) nachgewiesen werden kann.

Auch Flüssigkeitseinlagerungen, sogenannte "Ödeme", an Händen, Füßen und im Gesicht können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein, sowie eine verminderte Urinmenge.

Die Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft sollten anhand der Werte Aufschluss darüber geben, ob eine Präeklampsie vorliegt. Jedoch ist der Blutdruck in der Schwangerschaft bei jeder 10. Schwangeren erhöht, was alleine also kein Anzeichen für eine Präeklampsie darstellt. Treten jedoch mehrere Symptome gleichzeitig auf, sollte man dies genauer untersuchen. Weil eine Präeklampsie häufig ohne schmerzhafte Symptome verläuft, bleibt sie oft unerkannt.

Die Präeklampsie tritt bis auf wenige Ausnahmen nur in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf. Häufiger auch bei Erstgebärenden, als bei Müttern, die bereits Kinder geboren haben.

Falls eine Präeklampsie vorliegt, so zeigt sie sich oft kurz vor dem Entbindungstermin. Das Gute daran: In dieser Zeit ist die Erkrankung für Mutter und Kind nicht mehr so bedrohlich, wie sie es z. B. vor der 33. Schwangerschaftswoche sein kann.

Präeklampsie = Schwangerschaftsvergiftung

Bluthochdruck und Eiweiß im Urin sind Anzeichen dafür, dass eine Präeklampsie vorliegt, im Volksmund auch Schwangerschaftsvergiftung genannt. Symptome, die auf eine Präeklampsie hinweisen sind Kopfschmerzen, Augenflimmern, Schmerzen im Oberbauch - häufig fehlen aber auch schmerzhafte Symptome. Oft bilden sich Ödeme, also Wassereinlagerungen, in den Beinen und an den Händen. Ödeme sind gegen Ende der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Wenn Ödeme bereits gegen Ende des zweiten Trimesters vorkommen, sollte man sich genau untersuchen lassen. Kommen noch weitere Beschwerden, wie Schmerzen im Oberbauch oder die Beeinträchtigung von Organen wie Leber und Nieren hinzu, spricht man von schwerer Präeklampsie.

Der geläufige Begriff Schwangerschaftsvergiftung geht von der Annahme aus, dass die Mutter durch die Krankheit "vergiftet" wird. Dies stimmt jedoch nicht. Bei einer schweren Präeklampsie wird die Plazenta nicht optimal durchblutet und kann dadurch nicht ideal arbeiten. Deshalb gelangen Abbauprodukte in den mütterlichen Organismus. Eine "Vergiftung" erleidet die Mutter dadurch aber nicht. Warum es bei manchen Frauen zu einer Präeklampsie oder Schwangerschaftsvergiftung kommt, ist medizinisch bis heute nicht eindeutig geklärt.

Therapie bei schwerer Präeklampsie

Der hohe Blutdruck kann für die Mutter gefährlich werden. Ebenfalls kritisch für Mutter und Kind wird es, wenn die Funktion von Organen wie Leber, Nieren und Plazenta beeinträchtigt ist. Probleme mit der Blutbildung, Wassereinlagerungen in der Lunge und Durchblutungsstörungen der Plazenta können daraus hervorgehen. Weil die Plazenta bei einer schweren Präeklampsie nicht gut genug durchblutet wird und deshalb auch das Kind nicht ausreichend versorgt wird, können Wachstumsstörungen beim Kind die Folge sein.

Eine schwere Präeklampsie gegen Ende des zweiten oder zu Beginn des dritten Trimesters ist eine gefährliche Komplikation in der Schwangerschaft, die in der Regel stationär behandelt wird. Dabei versuchen die Ärzte den Blutdruck der Mutter durch Blut verdünnende Medikamente zu senken und ihren Kreislauf zu stabilisieren. Außerdem wird die Versorgung des Babys genau untersucht und überwacht. Wird das Kind im Mutterleib nicht mehr ausreichend versorgt, wird das Baby per Kaiserschnitt geholt.

Tritt eine Präeklampsie kurz vor dem Entbindungstermin auf, wird die Geburt eingeleitet, bevor es zu einer Unterversorgung im Mutterleib kommen kann. 

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Mai 2017

   

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