Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

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Wöchnerin

Als Wöchnerin wird eine Mutter in den ersten sechs bis maximal acht Wochen nach der Geburt bezeichnet. Diese Zeitspannen wird auch Wochenbett genannt, weil die Wöchnerin in dieser Zeit möglichst Bettruhe halten sollte. Gönnt sich die Wöchnerin Ruhe und Entspannung, fördert dies auch die Rückbildung der Gebärmutter und die Heilung der inneren Geburtswunden. Die dazugehörige Absonderung von Wochenfluss ist ein Zeichen dieses inneren Heilungsprozesses.

Bindung und Schutz


Für die Wöchnerin und ihr Kind ist die Zeit des Wochenbetts sehr wichtig: Die Bindung zwischen Mutter und Kind wächst. Die Mutter lernt den Rhythmus ihres Kindes kennen und kann sich langsam darauf einstellen. Damit diese frühe Bindungsphase unterstützt und nicht gestört wird, herrscht in Deutschland ein strenges Beschäftigungsverbot für Wöchnerinnen: In den ersten acht Wochen nach der Geburt darf eine Mutter nicht arbeiten, sondern genießt gesetzlichen Mutterschutz. Jede Wöchnerin hat ein Recht auf Unterstützung durch eine Hebamme, deren Leistungen von den gesetzlichen Kassen übernommen werden.

Kindbettfieber bei Wöchnerinnen


Wöchnerinnen waren bis weit ins 19. Jahrhundert durch mangelhafte hygienische Umstände einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt. Ebenfalls in der Zeit des Wochenbetts trat damals das Kindbettfieber auf, eine Infektion der Gebärmutter und benachbarter Organe, an der viele Wöchnerinnen starben.
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