Nicola Bader, Rechtsanwältin

Wie sieht die Lastenverteilung der Kosten bei Umgang/Besuchs aus?

Antwort in der Beratung Recht

Neee, es gibt eben KEINEN Grund auf die Feststellung der Vaterschaft zu verzichten - im Leben nie. Du beraubst damit deinem Kind eben alle Ansprüche. Und da ist es egal ob diese gegen den Vater gerichtet sind oder ach staatliche wie eben zB Unterhaltsvorschuss und/oder Halbwaisenrente. Auch Erbschaftsansprüche. Der Vater mag ja nichts haben, aber wie ist es mit der restlichen Familie? Weißt Du was da hinter steht - wäre doch eine Begründung auch weshalb er die Vaterschaftsfeststellung nicht will. das und eine Ehefrau die er mit Dir betrogen hat (Fremdbeziehung macht´s leichter) - nur mal so als Anregung.

Das was Du nennst wie Sorgerecht usw bringen zwar einige immer wieder vor, aber das sind keine wirklichen gründe. Denn all das kann ein Gericht auch wieder wegnehmen für den Fall das der andere Elternteil wirklich eine Gefahr darstellt. Und wegen Sorgerecht, das muss der Vater erst einmal beantragen. Dazu ab sind die Chancen nicht mal so gering das er das gar nicht (sofort) bekommen würde da ja außer dem bißchen Umgang bisher kein Kontakt bestand. wen der Vater zudem gewalttätig oder sonstiges wäre, warum erlaubst Du den den Umgang überhaupt? Wie gesagt, der kann nichts, wirklich nichts solange er eben rechtlich nicht der Vater ist. er erpresst dich aber weil Du Dich eben nicht auskennst. Sonst hättest Du ihm bei seinen Forderungen ins Gesicht gelacht. Er sitzt - weil Du es bisher mitmachst - deutlich am längeren Hebel.

Davon ab mag ich es eh nicht wenn Kinder ihre Eltern nicht kennen-. es ist durchaus schon vorgekommen das dann irgendwann zwei Halbgeschwister sich ineinander verliebt haben - nicht nur in schlecht geschriebenen Romanen. Oder irgendwann Erbkrankheiten oder auch nötige Organe ein Thema werden. Blöd wenn es dann niemanden mehr gibt der echte Auskunft geben kann. Oder ein Kind im Waisenheim landet weil der eine Elternteil bei dem es lebt verstirbt und keine anderen Angehörigen bekannt sind. Selbst wenn Vater und Kind sich dann bestens verstehen - er sogar das Kind dann aufnehmen würde - er dürfte nicht weil er eben rechtlich nicht der Vater ist. Und das nachträglich nach dem Ableben nachweisen zu lassen kann eine echte Hürde sein.

von Danyshope am 19.05.2017, 18:43 Uhr

 
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