Patchwork - Familien

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Geschrieben von dasHarlchen am 12.03.2021, 9:30 Uhr

Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Hi,

Ich hoffe auf ein paar Ratschläge und möchte einfach mal was los werden.

Die Tochter meines Mannes J. 17 Jahre, wird in August 18, möchte zu uns ziehen. Wir wohnen in der Stadt, die Mutter wohnt ein paar Dörfer weiter, mit dem Zug ca. 30 Minuren.

Kurz zur Vorgeschichte: Sie hat ihren QA und hat mittlerweile die 3. abgebrochene Ausbildung (bzw. sie treibt es immer so weit, dass sie gekündigt wird, durch lange und viele Fehlzeiten. In der ersten Ausbildung (Ki-Pflegerin) hat sie die Probezeit nicht bestanden, 2. Ausbildung (Metzgereifachverkäuferinl nichtmal bis zur Probezeit und 3. Ausbildung (Konditorin) wäre sie dieses Jahr ins dritte Lehrjahr gekommen). Im Januar wurde sie gekündigt und macht seitdem einen 450 € Job.

Vor Weihnachten war sie schon für 2 Wochen bei uns, weil sie mit ihrer Mutter nicht mehr klar kam. Die erste Woche war sie noch krank geschrieben, in der zweiten Woche nicht mehr und mein Mann und ich haben versucht sie in der Früh aus dem Bett zu bekommen, damit sie in die Berufschule geht. Nichts zu machen, sie hätte so Bauchweh (übrigens ihre Standartausrede, wenn sie etwas machen soll, worauf sie keine Lust hat), sie will nicht mehr arbeiten, weil sie dann in die Abteilung muss, die sie nicht mag etc. pp.

Unsere beiden Kinder sind in Schule und KiGa, ich und mein Mann arbeiten, J. also zu Hause geblieben. Am Nachmittag kamen J.s Mutter und ihr Mann zu uns und wir wollten mit ihr reden, die kleinen Kinder wurden bei meiner Mutter geparkt. J. wollte sich eigentlich aus dem Staub machen und zu ihrem Freund, der bei uns in der Nähe wohnt (seltsam, wie schnell Bauchschmerzen verschwinden können)

Dann ging das Drama los, J. hat geweint und geschrien, ihre Mutter beschimpft, ihren Vater beschimpft, aber warum sie nicht mehr bei ihrer Mutter sein möchte und was sie für Probleme hat, darüber wollte sie nicht reden. Seit dem Tag wohnte J. wieder bei ihrer Mutter und hat eben diesen 450 € Job, da ihr Anfang Januar die Ausbildung gekündigt wurde.

Vorgestern rief J. meinen Mann an, dass sie es zu Hause nicht mehr aushält, ob sie ein paar Tage bei uns bleiben kann. Gestern ließ sie durchscheinen, dass sie wohl bei uns wohnen möchte. Heute hätte sie zur Arbeit gehen sollen, sie hat ihrer Chefin wohl gestern am Telefon gesagt, dass sie nicht kommen wird. Danach hat sie mit mir telefoniert und meinte, dass sie so eine Arbeit auch bei uns in der Nähe machen kann.

Ich sagte zu ihr, dass wir (J. Vater und ich) uns erstmal unterhalten müssen, wir können uns nicht ständig wie ein Fähnchen im Wind nach ihr richten, das funktioniert so nicht. Danach wäre ein Gespräch mit ihr, uns und ihrer Mutter fällig.

Sie hat gestern bei einer Freundin übernachtet und meinte, sie kommt heute her. Was machen wir denn, wenn sie nicht kommt? Ich bin da grad echt etwas hilflos, was bei einem 17jährigen Mädel, dass am liebsten den ganzen Tag chillen will, zieht.

Unser Gespräch wird sich auf jeden Fall auch um unsere Forderungen drehen, die wir an sie haben. 450 € Job reicht in unseren Augen einfach nicht. Den ganzen Tag im Bett rumgammeln ist hier nicht drin. Wenigstens eine Teilzeitstelle sollte schon drin sein, meiner Meinung nach.

Genauso, wie sie hier im Haushalt mithelfen muss, wenn sie hier wohnen möchte. Bei ihrer Mutter musste sie ihr Zimmer aufräumen und ihre Wäsche in den Schrank packen. Das sind Sachen, die machen meine 7- und 5-jährigen, da erwarte ich von einer 17-jährigen schon mehr.

Die Wohnsituation wird tatsächlich auch spannend. Wir haben eine 3-Zimmer-Wohnung. Meine zwei schlafen in einem Zimmer. Eigentlich hatten sie ein Stockbett, das wir im Dezember in zwei einzelne Betten umgebaut hatten, damit J. ein eigenes Bett hat und die zwei Kleinen in einem Bett schlafen, aber eben alle drei in einem Zimmer, anders ist es nicht möglich.

Ist das aushaltbar und zumutbar für 3 Personen? Wie lange wird das gut gehen? Selbst wenn sie mit 18 ausziehen sollte, dauert das ja immer noch 6 Monate.

Sie hatte mit ihrer Mutter und uns (unabhängig voneinander) auch mal das Thema betreutes Wohnen, aber sie kümmert sich um nichts. Ihre Mutter hatte deswegen einen Telefontermin beim Jugendamt vereinbart, der wegen Corona ausfiel und seitdem ist nichts mehr passiert.

J. möchte am liebsten alleine wohnen, mit ihren Problemen alleine sein, niemanden um sich rum haben und ihre Ruhe haben (redet aber gefühlt pausenlos davon, dass sie gerne ein Baby hätte, ich krieg graue Haare wenn ich daran denke) und tut aber nichts dafür.

Wie können wir am besten mit der Situation umgehen? Was können wir ihr raten? Machen wir zu viel Druck, wenn wir mit unseren Forderungen ankommen oder ist es noch zu wenig Druck?

Vielen Dank schonmal fürs Lesen

 
47 Antworten:

Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kravallie am 12.03.2021, 10:14 Uhr

niemals würde ich das zulassen! du tust niemandem einen gefallen, allein die wohnsituation erlaubt das nicht!!!
stell dir mal vor, sie wird schwanger, dann seid ihr zu sechst!!!
wenn sie das schon in Erwägung zieht, damit sie nicht arbeiten muss, so ein Kind ist schnell gemacht....

mein absolutes mitgefühl, harlchen!

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 11:17 Uhr

Ok, aber wo soll sie denn dann hin? Zur Mutter will sie ja (aktuell, wer weiß wie es in ein paar Wochen aussieht?) nicht und sie ist minderjährig.

Bzw. ich hatte vergessen zu erwähnen, dass nicht schwanger werden mit zu unseren Bedingungen gehören. Mein erster Impuls wäre ja, dass wir ihr sagen, wenn sie unsere Bedingungen nicht erfüllt, schmeißen wir sie wieder raus. Zum Glück habe ich noch bis heute Nachmittag Zeit mit zu überlegen, ob das überhaupt sinnvoll ist.
Ich weiß nichtmal, ob wir das dürfen und wo sie dann hin sollte.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von Mugi0303 am 12.03.2021, 11:18 Uhr

Erstmal für mich zum Verständnis: Wieso hab ihr nur eine Dreiraumwohnung wenn die Tochter regelmäßig zum Umgang kommt? War das früher nicht so? Geht auf Dauer ja nicht. Von daher sehe ich nur umziehen als Lösung wenn sie bei euch wohnen will

Man müsste erstmal richtig ergründen warm sie sich so verhält und weg möchte von Mama. Was läuft schief? Dazu sind richtige Gespräche erforderlich mit einer Vertrauensperson. Wem kann sich die Tochter öffnen, gibt es evtl. Eine Freundin die mit hinzugezogen werden kann? Gespräch mit Jugendamt sollte der Vater unbedingt inziieren, geht auch in Zeiten von Corona. Könnte sie evtl. Einen weiteren Bildungsabschluss anstreben oder irgendwie ein Überbrückungsjahr machen, Freiwilligendienst oder so was?
Einfach so jobben finde ich ungünstig.

Ich würde ihr klar machen dass sie bei euch wohnen kann, wenn sie einen ordentlichen Plan für die nähere zukunft mit euch macht und gewisse Absprachen einhält. Dann muss ihr aber auch klar sein, dass sie erstmal kein eigenes Zimmer hat. Aber ohne neue Wohnung wird das bestimmt nichts, oder ihr bezahlt ihr in 6 Monaten dann ein möbliertes Zimmer oder so. Bedenkt mit Ausbildung und so kann es sein sie wohnt noch 5 Jahre bei euch.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von Mugi0303 am 12.03.2021, 11:20 Uhr

Das klingt aber nicht unbedingt nach Vaterliebe, wenn eure anderen Kinder die Bedingungen nicht erfüllen, schmeißt ihr die dann auch einfach raus? Er kann sie auch nicht einfach die Straße setzen, ist ja unterhaltspflichtig.

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betreutes wohnen

Antwort von kravallie am 12.03.2021, 11:27 Uhr

wenn Madame da nicht wohnen will, wo sie kann, muss sie sich was anderes suchen, denn bei euch KANN sie nicht!
sie kann sich an das Jugendamt wenden und es genauso schildern, dann kommt sie vll irgendwo unter oder meinst du, das segnet jemand ab, dass sie sich ein zimmer mit zwei kindern teilt?
und bei dritter abgebrochener Ausbildung wäre bei mir der Goodwill vorbei.
das sage ich mit einer tochter, die selbst knapp 17 ist....

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 11:35 Uhr

Deswegen sage ich ja, mein erster Impuls.
Und doch Vaterliebe ist da, sonst hätte sie jetzt nicht mehr ankommen dürfen, nach dem was sie das letzte mal abgezogen hat. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber mit was sie alles um sich geworfen hat, als wir und ihre Mutter mit Partner hier saßen, war nicht schön.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 11:47 Uhr

Der Umgang war relativ regelmäßig, als mein Großer noch klein war. Da war sie so alle 2-3 Monate für 1 Wochenende hier. Wir haben es ihr immer angeboten, aber sie wollte nicht öfter. Als dann mein Kleiner kam wurde es immer wenigerbis hin zu ein mal im Jahr, was ich der Pubertät zugeschrieben habe. Da hat man besseres zu tun, als das Wochenende bei seinem Vater mit zwei kleinen Kindern zu verbringen. Aber für ein mal im Jahr Umgang ziehe ich bestimmt nicht in eine Wohnung, die ich mir eigentlich nicht leisten kann.

Umziehen geht nicht. Der Wohnungsmarkt hier ist unter aller Sau, was die Mitpreise angeht. Das können wir uns nicht leisten.

Soweit sie sagt, macht sie Probleme ausschließlich mit sich selber aus und erzählt keinem von irgendwas, bzw. erzählt dann eben irgendwelche Geschichten, damit der Gegenüber Ruhe gibt.

Wie sie sich die nähere Zukunft so vorstellt wird quasi der Einstieg in unser Gespräch heute Nachmittag, der Punkt steht ganz weit vorne. Mein Mann meinte auch, dass wir alles schriftlich festhalten werden, damit sie später nicht sagen kann, sie hätte davon noch nie was gehört.

Irgendetwas wird sie auf jeden Fall tun müssen, wie gesagt 450 € und die restliche Woche gammeln ist keine Option.

Ihre Mutter hat für Dienstag wohl einen Telefontermin mit dem Jugendamt, zu dem sie J. eigentlich gerne anwesend hätte. Auch das werden wir heute noch besprechen.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von pauline-maus am 12.03.2021, 12:21 Uhr

da sie ein zuhause hat , was ihr aber nicht passt würde ich sie nicht bei mir wohnen lassen .
die ganze vorgeschichte riecht nach ärger und der noch auf so engem raum, das man sich nicht antun
glaubst du wirklich sie mutiert dann zum fleißigen lieschen ? wohl kaum.
die mutter wird sicherlich druck machen , was die tochter nevt und meint bei euch verständnis zu finden und dass ihr sie gewähren lasst.

ich würde den unterhalt beider eltern direkt an sie überweisen und dann muss sie sich eben eine eigene bleibe suchen

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von Limayaya am 12.03.2021, 12:28 Uhr

Nein! Die junge Dame kann nicht bei euch Wohnen. Eine 17-jährige kann mal ein paar Tage mit 5- und 7-jährigen das Zimmer teilen. Aber bestimmt nicht über Wochen und Monate.
Geht einfach nicht. Punkt!

Wenn sie nicht bei der Mutter bleiben will, muss sie sich eine Alternative suchen. Es gibt betreute Jugendwohngruppen....da sollte sich dann aber die Madame mal selbst drum kümmern.

Gut, dass wenigstens Mutter und Vater sich so weit einig sind, dass sie nicht dem anderen den schwarzen Peter zu schieben.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 13:05 Uhr

Das mit der eigenen Bleibe wäre natürlich auch eine Option. Das soll der Vater heute Abend nach unserem Gespräch auch mal mit der Mutter besprechen. Oder eben betreutes Wohnen.

Die Mutter hat ja am Dienstag einen Telefontermin mit dem Jugendamt, sie soll mal beides ansprechen und wir werden auch einen Termin vereinbaren.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 13:12 Uhr

Ja, das Verhältnis zwischen den Eltern ist mittlerweile ganz gut, war auch harte Arbeit (auch von meiner Seite aus).

Also der Tenor ist eigentlich bei euch, die bisher geantwortet haben der Gleiche: Für ein paar Wochen wäre es möglich hier zu überbrücken, aber nicht für die komplette Zeit.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von pauline-maus am 12.03.2021, 13:26 Uhr

auch mit ein paar wochen wäre ich vorsichtig. das lebt sich ein und dann sagst du siche nicht" so jetzt geh bitte"

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von lilly1211 am 12.03.2021, 17:50 Uhr

Ich würde mir das niemals antun! Wie kommst du nur auf die Idee?

Ihr habt keinen Platz. Fertig.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 18:25 Uhr

Weil ich dann doch manchmal ein netter Mensch bin

Wir haben ihr jetzt mal die Möglichkeiten aufgezeigt, die sie hat. Sollte sie nicht erfüllen, was wir verlangen, muss sie zu ihrer Mutter zurück oder eben schauen, wo sie bleibt (betreutes Wohnen, WG). Wir haben auch gesagt, wenn sie möchte, können wir ihr bei der Wohnungssuche helfen, aber dafür müssen wir vorher sehen, dass alles funktioniert. Hierfür ist eine Arbeit, die mehr als 450 € abwirft auf jeden Fall erforderlich. Sollte sie dann im September eine Ausbildung haben oder Schule weitermachen, kann das ja immer noch gekündigt werden oder in 450 umgewandelt werden.

So lange kann sie bei uns bleiben.

Ich hoffe die Entscheidungen waren richtig, wir werden sehen.

Wir halten uns auf jeden Fall die Option frei, dass sie wieder zu ihrer Mutter zurück kommt, falls es nicht funktioniert.

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Nein, ich halte auch "ein paar Wochen" für nicht möglich....

Antwort von Limayaya am 12.03.2021, 18:57 Uhr

ich meinte "ein paar Tage"...meinetwegen auch, wenn es wirklich, wirklich ein Notfall ist, auch mal 2 Wochen....aber dann muss man sich anderst verhalten und mal sowas die Dankbarkeit an den Tag legen.

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Ganz ehrlich: mir gehen da komplett die Nackenhaare hoch....

Antwort von Limayaya am 12.03.2021, 19:01 Uhr

...du entscheidest hier auch über das Wohl DEINER Kinder.

Natürlich ist sie auch eure Tochter. Aber deine kleinen Kinder sind sehr viel schutzbedürftiger und zuwendungsbedürftiger als eine 17-jährige.

Du schränkt den Lebensraum deiner jüngeren Kinder für ein halbes Jahr massiv ein, weil eine 17-jährige nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen will.

Ich befürchte, das geht komplett nach hinten los und hoffe für euch, dass ihr allesamt einigermaßen gut da durch kommt.

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Re: Ganz ehrlich: mir gehen da komplett die Nackenhaare hoch....

Antwort von dasHarlchen am 12.03.2021, 19:10 Uhr

Naja, vor die Tür setzen, kann ich sie im Moment ja nu auch nicht.

Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass es lange anhalten wird hier. Irgendwann wird es ihr hier wohl auch zu stressig, wir haben nunmal einen durchgetakteten Tagesablauf. Wir werden uns und die Kinder nicht großartig verbiegen, damit es ihr passt. Und strenger, als bei ihr zu Hause geht's hier auch zu. 7 Tage die Woche rumgammeln gibts hier nicht.

Von daher gehe ich fast schon davon aus, dass sie irgendwann das Weite sucht.

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Re: Ganz ehrlich: mir gehen da komplett die Nackenhaare hoch....

Antwort von lilly1211 am 12.03.2021, 19:23 Uhr

Exakt so ist es!

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Re: Ganz ehrlich: mir gehen da komplett die Nackenhaare hoch....

Antwort von Yaraline am 12.03.2021, 19:26 Uhr

Kann es evtl sein, dass sie die Trennung der Eltern noch nicht verkraftet und verarbeitet hat, und sich ein wenig verloren fühlt? Und dass sie noch nicht reif genug ist, um zu arbeiten? Könnte sie evtl. noch einen weiteren Schulabschluss machen?

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kunstflair am 12.03.2021, 19:55 Uhr

das mädel braucht hilfe, doch harlchen steht da nicht zuvorderst in der pflicht, ganz und gar nicht, sie hat nun wirklich grosszügigkeit bewiesen und ein grosses herz gezeigt

die eltern scheinen es nicht zu schaffen, tipps kann man ihnen keine geben, denn sie scheinen ja zu probieren, was in ihrer macht liegt

trotzdem: das mädel braucht hilfe

gibt's da keine anlaufstellen? ich würde meinen, die gibt es, mir fällt nur nicht grad ein, wie die heissen. vor fremden leuten (also profis) werden bauchschmerzen und ausbildungsabbrüche bestimmt nicht schöngeredet werden können.

es braucht einen plan, fachliche hilfe von aus und gute nerven.

zum thema schwangerschaft, also eine 'abmachung' diesbezüglich ist sehr naiv, das kann man vergessen.

sie wird sicher auch nicht mithelfen, wieso sollte sie? sie hat keinen plan, kein ziel, lebt im jetzt.

ich fände es furchtbar, meinem kind zu sagen: du darfst nicht bei mir wohnen. ganz ganz furchtbar. trotzdem sehe ich hier keine möglichkeit, das mädel einziehen zu lassen. aber das mädel trägt ja auch keine schuld an der trennung ihrer eltern.

eine verzwickte situation. ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie denn einziehen würde, ihr das sowieso nicht passt. aber es draufankommen lassen?

was ich mir so ganz und gar nicht vorstellen kann, ist, dass man mit seinem kind nicht reden kann. ich mein, es ist doch das eigene kind, da gibt's doch seiten, an die man andocken kann im richtigen moment.

na ja, so einen richtigen tipp habe ich nicht, aber ich würde anstelle der eltern 100% fachliche hilfe organisieren, sogar wenn ich die selber bezahlen müsste.

euch alles gute!

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kati1976 am 12.03.2021, 20:00 Uhr

Ich denke da kann nur noch Hilfe von außen vermitteln, Jugendamt. Auf Dauer ist bei euch einfach kein Platz

Sie will nicht bei der Mutter wohnen, bei euch geht es auf Dauer nicht da wäre eine betreute
WG am besten.

Ich finde aber gut das ihr Erwachsenen zusammenarbeitet und euch nicht anfeindet. Ich drücke euch allen die Daumen das ihr eine Lösung findet.

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Re: Ganz ehrlich: mir gehen da komplett die Nackenhaare hoch....

Antwort von dasHarlchen am 13.03.2021, 8:08 Uhr

Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen.
Die Eltern, bzw. die Mutter hatte sich noch vor J.s Geburt getrennt, also eigentlich kennt sie es nicht anders. Der Vater und ich sind seit 11 Jahren zusammen und verheiratet und die Mutter und ihr Partner seit 10 Jahren und verheiratet.

Also alles an sich keine neuen Umstände.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 13.03.2021, 8:15 Uhr

Vielen Dank für deine Worte

Ich hatte weiter oben schon das hier geantwortet:
-> Die Eltern, bzw. die Mutter hatte sich noch vor J.s Geburt getrennt, also eigentlich kennt sie es nicht anders. Der Vater und ich sind seit 11 Jahren zusammen und verheiratet und die Mutter und ihr Partner seit 10 Jahren und verheiratet.

Also alles an sich keine neuen Umstände. < -

Sie hatte wohl mal 1 oder 2 Termine bei einem Kinder- und Jugendpsychologen, aber zu dem will sie nicht mehr gehen. Sie möchte ihre Probleme mit sich selber ausmachen. Wie oft wir und ihre Mutter ihr im letzten Jahr gesagt haben, dass das keine gute Idee ist und dass man Probleme nur aus der Welt schaffen kann, wenn man drüber redet, kann ich gar nicht mehr zählen.

Arbeit und privat: liegt da ein Stein wird er großzügig umgangen, anstatt ihm sich zu stellen.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von dasHarlchen am 13.03.2021, 8:21 Uhr

Vielen Dank, irgendeine Lösung wird schon kommen, das Leben geht immer weiter

Wir werden nachher nochmal mit ihr reden, ob sie sich gestern Abend noch Gedanken zu unserem Gesprach gestern gemacht hat. Wichtig wäre ja, dass sie bei dem Telefontermin, den ihre Mutter am Dienstag mit dem Jugendamt hat, mit dabei ist. Da hat sie gestern erst total abgeblockt, bis wir ihr erklärt haben, dass dieser Termin für sie sinnvoll sein kann. Dass sie eben aus erster Hand erfährt, was sie für Möglichkeiten hat und was sie dafür tun muss.

Ich hoffe einfach sie sieht ein, dass sie auch bei dem Termin anwesend sein sollte. Ist ja auch von der Mutter so gewünscht.

Auch der Vater wird nächste Woche noch mit dem Jugendamt telefonieren.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kravallie am 13.03.2021, 9:08 Uhr

Ich stelle mir gerade vor, mein kind1 würde bei ihrem vater und seiner lg einziehen wollen, weil sie keine lust auf arbeiten hat.....
Sagt man da auch das arme trennungskind braucht hilfe? Ich habe mich in der schwangerschaft getrennt. Kontakt besteht. Wohnung im teuren muc hätte er auch.

Schon spannend wozu man trennung alles nutzen kann.
M.m. nach braucht das fast erwachsene kind einen tritt in den fast erwachsenen po.

Nix für ungut, aber faulheit würde ich nicht unterstützen.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kunstflair am 13.03.2021, 9:36 Uhr

die umstände müssen nicht neu sein, trotzdem muss das "kind" sie bewältigen, das schafft sie aber nicht.

natürlich will sie sich ihren problemen nicht stellen beim psychologen, denn das tut weh. sie scheint ein mensch zu sein, der sich den schwierigkeiten nicht stellen kann.

hier gibt es erziehungsberatungen und ich würde mich an so eine stelle wenden, erstmal auch ohne sie. manchmal verrennt man sich nach jahren des bemühens in muster, die man gar nicht mal selber erkennt.

ich als eltern (also nicht du, du hast meinen grössten respekt wie das das alles mitträgst) würde nicht aufgeben, nie, und deshalb alles tun, damit es das 'kind' schafft.

alles gute!

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kunstflair am 13.03.2021, 9:44 Uhr

ja, wenn ein kind/mensch, der mir am nächsten steht, hilfe braucht, dann bekommt er/es/sie hilfe, aber nicht weil trennungskind, sondern weil kind.

da wurde irgendwas verpasst, dem kind geht's nicht gut, wenn es nur rumgammelt. sie ist ja nicht gestern in die familie geplumpst, man kennt sich seit 17 jahren.

zum kind gibt es eine emotionale andockstation, an die man als eltern anzapfen kann (man kennt sich ja) - im gegeben moment und mit den richtigen worten.

die sind noch jung, kann man alles richten, aber ich würde NIE aufgeben als mutter.

einen tritt in den fast erwachsenen po? nein. bekam sie schon von verschiedenen chefs und vom leben.

ich würde das nicht alleine schaffen, würde mir definitiv hilfe von aussen holen, profis, die mir, uns, helfen könnten, dem kind den weg in ein befreiteres leben zu schaffen.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kravallie am 13.03.2021, 10:13 Uhr

Das ist der punkt: die mutter!
Ich würde auch nicht aufgeben, bei mir würde es aber auch keinen quali und drei abgebrochene ausbildungen gegeben haben....ja, da wurde etwas verpasst.
Dass es dem kind nicht gut geht, sehe ich nicht, wenn es gammelt.
Eher geht es ihm ZU gut!
Allein die idee mit einem kind!!!!
Ich habe im freundeskreis grad eine 16jährige, die extremen willen in die falsche richtung beweist, es ist zu spät, da jetzt mit emotionalem andocken andocken zu wollen, da kann der seit geburt getrennte vater nichts mehr ausrichten. Eher noch der angeheiratete....

Kunstflair, ich habe wirklich viel mitgefühl mit jungen leuten, aber was dieses junge mädchen bietet, ist für mich nicht zu bedauern.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von lilly1211 am 13.03.2021, 10:20 Uhr

So sehe ich das auch!

Hinzu kommt die Zumutung für die Geschwister und die Ehe.

Die Göre soll entweder einen anständigen Schulabschluss machen oder eine Ausbildung. Da hätte es bei mir aber schon vorher keinerlei Spielraum gegeben!

Sie sucht ja offensichtlich ihre Grenzen: also bekommt sie diese von mir gezeigt.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kunstflair am 13.03.2021, 12:02 Uhr

Ja, Vallie, genau, das finde ich auch: Toleranz und Grosszügigkeit, da muss dir niemand was vormachen.
Auch die Posterin hier ist überaus grossmütig, nicht viele würden das mittragen.

Ich bin auch nicht dafür, Faulheit zu unterstützen.

Doch ich beobachte oft junge Menschen, die sich selber torpedieren.
Man nennt sie faul, apathisch, lustlos. Sie scheinen alles, was anstrengend ist, nicht in ihr Leben zu lassen.

Wenn man aber ganz objektiv vergleicht mit

der angepassten 17jährigen, die schon voll im Leben steht:
. es klappt in Schule, weil sie dafür arbeitet
. der Chef ist zufrieden – sie gibt sich Mühe
. sie steht am Morgen früh auf, bewältigt ihren Tag
. lernt und macht Sport in ihrer Freizeit

Und mit der faulen 17jährigen, die rumgammelt:
. Lehrergespräche und Notenchaos
. Diskussionen mit Chef
. Stellensuche-Chaos
. Streit mit Mama
. Streit mit Papa
. Probleme mit Behörden
. Geldbeschaffung

Dann hat die faule 17jährige ein anstrengenderes Leben als die andere. Vielen Jugendlichen ist das gar nicht bewusst, aber ich sehe das oft.

Faule Socken gibt’s auch. Aber die sind nicht fleissig mit 14 und faul mit 15, da finde ich es unfair, es JETZT vorzuhalten, was vorher verbockt wurde.

Jetzt muss irgendeine Möglichkeit gesucht werden, dass es das Mädel einsieht, wie viel weniger anstrengend es wäre, würde sie sich einen Weg suchen in die Unabhängigkeit und Freiheit. Dafür braucht es Hilfe von aussen, weil es jetzt schon zu verfahren ist.

Starke Nerven braucht es auch, selbstverständlich.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von pauline-maus am 13.03.2021, 12:18 Uhr

mhm ganz ehrlich ,damit pampert man nur die situation und das kind in seiner lethargie.
ich hätte verständnis, wenn die lehre nicht dem entspricht , was man erwartet hatte und auch eine zweite abzubrechen ist kein drama .
aber dies dann bitte so ,dass man das ordentlich klärt mit dem lehrbetrieb , die sache durchzieht bist zum verenbarten ende und dann alternativen sucht.
ein nur rumsitzen gäbe es hier nicht und mein kind bekäme deutlich licht ans fahrrad gemacht.
und einfach nicht zu einer aufgabe oder pflicht zu erscheinen funktioniert in meiner welt leider gar nicht. da würde ich jegliche annehmlichkeit streichen , bis das kind willen zeigt

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kravallie am 13.03.2021, 12:23 Uhr

Die ärmste socke in der geschichte ist das harlchen, ja!
Meinen respekt hat sie!

Per se die mutter beschuldigen möchte ich auch gar nicht, da wir nicht wissen, was sie schon alles versucht hat und wie sie u.u. aufgegeben hat.
Kinder können ja da sehr grausam sein und kurz vor 18 würd ich mir auch denken:
Dann geh doch zum vater (anstatt zu netto )

Hilfe von aussen muss aber auch zugelassen werden!
Die teenies sind nicht doof, die wissen wohl was es für möglichkeiten gibt, zb schutzstellen, weil eltern ja zu streng sind.
Mit 17 muss man wissen, dass man arbeiten muss um zu leben, sie kann sich ja durchaus noch weiter bilden, wenn sie ihre hände nicht gebrauchen will.
Sie kann aber auch chronischer alg2 empfänger werden.
Ob ihr das chronisch weichgespülte pädagogen so sagen würden?

Ich würds. Und hab es auch schon getan.

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von Port am 13.03.2021, 13:12 Uhr

Was ist da im Argen, wenn ein Teenager ein Kind haben möchte? Eine eigene wundervolle Familie schaffen, weil die Herkunftsfamilie nicht genug hergibt an Streicheleinheiten? Es gibt da ja die verschiedensten Theorien. Das würde ich auf jeden Fall hinterfragen, denn da stimmt so einiges nicht.

Ich würde ihr auch den Marsch blasen, aber ob das hilft?

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Segen und Fluch "geschiedener" Kinder

Antwort von desireekk am 14.03.2021, 14:11 Uhr

Hallo,

ich nennen das seit Jahren: Segen und Fluch "geschiedener" Kinder.

Geschieden in dem Sinne, dass die Eltern nicht im selben Haushalt leben, das Kind also theoretisch zwei Wohnmöglichkeiten/Zuhause hat.

Kinder die in der Ursprungsfamilie aufwachsen HABEN diese Möglichkeit gar nicht:
Wenn ich es bei Mama nicht mehr aushalte, gehe ich halt zu Papa!

Manchmal mag der Umzug den Druck rausnehmen, aber in den meisten Fällen ist es ein Entfliehen aus der unangenehmen/blöden Situation.

Und jetzt zu "Deinem" Fall Harlchen:
ICH würde zusammen it der Mutter klarmachen, dass es KEINEN Umzug gibt.
Warum?
Weil das Mädchen ein klares "Meideverhalten" in ihren Charaktereigenschaften zeigt.
Ich kenne das ziemlich gut, der Große meines Mannes und auch unser Kleiner zusammen zeigt stark diese Tendenzen. /Mein Kleiner hat es schon in der 1.+2. Klasse geschafft Hausaufgaben nicht ins Heft zu schreiben.... weil er sie ja dann nicht aufhatte, etc. )

Der Große hat auch einige Ausbildungen abgebrochen, einfach nicht mehr in die Berufsschule weil sie dof ist... dann kommt man nicht mehr mit, es wird noch doofer... etc. Nur hat bei uns die Mutter nicht mitgezogen.

Was ich damit sagen will: Ich verstehe dich echt gut.

Mein Rat:
Das Mädel muss lernen, dass man NICHT immer wegschlüpfen kann. Und ich sehe auch dass sie ein heftiges Defizit im Sicherheits- and "Angenommenheitsgefühl" hat. Ob das von außen berechtigt ist oder nicht spielt im ersten Schritt erst Mal keine Rolle. Sie scheitn mehr Zuwendung, Nähe und (seelisches) Kuscheln zu brauchen. Das zeigt auch die Sehnsucht nach einem Kind.
Schwierig ist dass sie nicht mehr zum Psychologen geht... Ich würde das Tei eines Deals machen, ggf. den Psychologen wechseln.
Denn auch dort zeigt sie Meideverhalten: sich den inneren Ängsten nicht stellen.

OK und nun: in der von Dir geschilderten Situation würde ich sie NICHT zu mir ziehen lassen wenn irgend möglich. Nicht weil sie nicht bei Euch leben darf, sondern weil sie sich den unangenehmen Situation Zuhause stellen soll/muss. Und nicht wieder weglaufen. Ich unterstelle dass es bei der Mutter "normal" zugeht und objektiv nichts dagegen spricht dass sie dort lebt.
Denn ICH halte das für kontraproduktiv. Aber wie gesagt: da müssen beide Eltern zusammenarbeiten und geschlossen auftreten.
Das wird viel Kraft und Nerven kosten, ich wünsche Euch alles Gute!

D

Nachsatz/-sätze:
Aus meiner Erfahrung kann ich berichten:
Der Große hat so langsam (ach nach 3 abgebrochenen Ausbildungen, danach jobbte er so rum) so mit Mitte/Ende 20 die Kurve halbwegs bekommen (ich habe dajetzt nicht mehr so den Kontakt zu meinem Ex und seinem Sohn), er scheint jetzt mit Anfang 30 eine Ausbildung zu haben und Richtung meister zu streben. Dabei scheint seine langjährige Freundin wohl ziemlich mitgeholfen zu haben.
Mein Kleiner hat sich instinktiv eine "Ausbildung"/berufliches Feld gesucht (ganz ohne mein Zutun oder anfängliche Unterstützung) das ihm absolute Struktur und ein heftig enges Korsett gibt: Er ging durch das Bootcamp der US-Marines und ich jetzt eben bei den Marines, die strengste Einheit der US-Streitkräfte. Ihm geht es dort total gut und blüht richtig auf... er scheint diese Art von engem Zusammenhalt gesucht zu halten, mit allen "Unannehmlichkeiten" das das mit sich bringt...

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von bellis123 am 14.03.2021, 17:02 Uhr

Ich finde es ganz schrecklich wenn einem Kind (auch wenn es schon fast erwachsen ist) vermittelt wird, dass es bei einem Elternteil nicht willkommen ist. Meine Kinder hätten immer einen Zufluchtsort bei mir, auch wenn sie irgendwann 50 sind! Ganz unabhängig vom Verhalten. Und dass sie im Laufe der Jahre immer weniger zu euch gekommen ist, ist nicht verwunderlich, wenn sie bei euch keine Privatsphäre hat und sich mit den beiden Kleinen ein Zimmer teilen muss.

Die Ursache für die abgebrochenen Ausbildungen kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Vielleicht ist es auch ganz was anderes, z. B. Prüfungsangst. Auf jeden Fall ist klar zu erkennen dass in den Jahren einiges falsch gelaufen ist.

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@bellis

Antwort von kravallie am 14.03.2021, 18:16 Uhr

wie alt genau sind nochmal deine Kinder?

du würdest also IMMER, bis sie 50 sind, das Kinderzimmer vorhalten? für den fall, dass ein Kind mal strauchelt und unterschlupfen muss?
finde ich toll, wenn man das quasi lebenslang voraussagen kann...

meine mutter konnte das nicht und ich weiß jetzt schon sicher, dass ich den platz nicht lebenslang bieten kann.
aber: schlechtes gewissen ist eine tolle sache….

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Re: @bellis

Antwort von bellis123 am 14.03.2021, 18:36 Uhr

Ich habe nicht gesagt, dass ich das Kinderzimmer für immer beibehalten würde. Vielleicht würde man es irgendwann als Gästezimmer umgestalten. Nichtsdestotrotz könnten meine Kinder immer bei mir unterkommen wenn es nötig sein sollte. Das tut hier aber nichts zur Sache, denn hier geht es um eine Minderjährige, die sich als unerwünscht fühlen muss und das finde ich grausam für das Mädchen.

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Re: @bellis

Antwort von kravallie am 14.03.2021, 19:02 Uhr

stimmt, das Mädchen ist erst 17, sie will aber aktiv nicht MEHR bei der mutter wohnen, die ihr wahrscheinlich das märschlein bläst, dass gammeln nicht ist.
grausam.

Umgestaltung hin oder her, kommt es dir in den sinn, dass du ggf. in einem Appartement wohnst, wenn dein Kind 50 ist? schläft es dann mit dir im bett?

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Re: Tochter möchte zu uns ziehen (Vorsicht sehr lang)

Antwort von kunigunde am 14.03.2021, 20:59 Uhr

Hinter Schulversagen kann alles mögliche stehen, zB Mobbingerfahrung, Probleme, sich in einer Gruppe einzufügen, soziale Ängste, Prüfungsangst, etc. Es ist anzunehmen, dass die vielen Abbrüche sie sehr belasten und ihr Selbstwertgefühl sehr schwächen. Nicht von ungefähr hat sie die Babyfantasie ins Spiel gebracht - offenbar fühlt sie sich der Anforderung, in Richtung Ausbildung irgendetwas mit Erfolg zu meistern nicht gewachsen und sucht nach einer Möglichkeit, die sie vor einem weiteren Mißerfolg schützt. Nach dem Motto "ein Baby verändert alles".

Meine einzige Bedingung wäre, dass sie regelmäßige Termine (1x pro Woche) bei einer guten Psychotherapeutin wahrnimmt, das würde ich zur Not auch selber zahlen wenn es auf Kassa kein geeignetes Angebot gäbe. Wenn sie das erfüllt, würd ich aus allem anderen mal den Druck rausnehmen und sie mal eine Zeit lang weiter "gammeln" lassen.

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Re: @bellis

Antwort von Leena am 15.03.2021, 13:57 Uhr

Es ist jetzt gerade nicht mein Lieblingsthema...

Als unsere Große ausgezogen ist, hat Kind2 ihr Zimmer übernommen, weil sein Zimmer deutlich kleiner war. Das kleinere Zimmer hatte ich dann als allgemeines Arbeitszimmer (mit Schlafsofa). Als die Große dann samt Kind wiedergekommen ist, hat sie *seufz* das Arbeitszimmer wieder übernommen.

Ich habe ja eigentlich kommuniziert (dachte ich), dass es so kein Dauerzustand ist. Jetzt ist es aber schon seit September so, und ich bin mir nicht sicher, wieviel sich da in den nächsten 1,5 Jahren bis zum geplanten Studium-Ende noch ändert. *seufz*

Einerseits denke ich ja auch, wer, wenn nicht die Eltern, nehmen im Notfall wieder auf..? Und finanziell ist bei meiner Tochter halt keine eigene Wohnung drin, und es ist mir auch tatsächlich kein Bedürfnis, ihr hier eine 3-Zimmer-Wohnung anzumieten. Andererseits denke ich, spätestens jenseits der Ausbildung bin ich als Elter doch wirklich nur noch ein "Notnagel" und keine "Dauerlösung" für mehrere Monate oder gar Jahre mehr. Und irgendwo hat man auch als Elternteil seine Grenzen, die man wahren will / sollte.

Ich habe jedenfalls nicht vor, dauerhaft vier Gästezimmer (für jedes Kind eines ) "bereitzuhalten".

Ansonsten finde ich, 5 Personen in einer 3-Zimmer-Whg., davon 3 Kinder (5, 7 und 17) in einem Zimmer, eine ausgesprochen suboptimale Lösung, zumal ja bei der Mutter Platz für die Große wäre, sie aber gerade nur nicht zur Mutter will.

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Re: @bellis

Antwort von bellis123 am 15.03.2021, 16:31 Uhr

Warum ziehst du dich so an der Aussage hoch? Im AP geht es schließlich nicht um mich. Aber falls es dich beruhigt: selbst wenn ich mich im Alter räumlich stark verkleinern muss, eine Schlafgelegenheit für Gäste wird es immer geben. Auch wenn ich es hoffentlich und wahrscheinlich nie brauchen werde: auch bei meinen Eltern hätte ich immer einen Platz und könnte sie sogar um Geld fragen. Allein die Gewissheit, immer einen sicheren Hafen bei den Eltern zu haben, gibt einen viel Sicherheit und das werde ich auch an meine Kinder weitergeben. Wenn du mit anderen Werten aufgewachsen bist, tut mir das Leid für dich, aber ist kein Grund hier die Tatsachen zu verdrehen.

Um zum eigentlichen Thema zu kommen: Warum das Mädel nicht mehr bei der Mutter wohnen will, wissen wir nicht. Besonders erfolgreich scheint die Mutter jedenfalls bisher nicht "den Marsch geblasen" zu haben. Unabhängig davon brauchen Kinder beide Elternteile und ja, ich finde es grausam wenn der Vater die minderjährige Tochter nicht aufnehmen will bzw. diskutiert wird sie ggf. vor die Tür zu setzen wenn sie schwanger werden sollte. Beim eigenen Elternteil nicht willkommen zu sein muss ein schreckliches Gefühl sein (unabhängig davon welche treibende Rolle dabei eventuelle neue Partner/-innen spielen).

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Re: @bellis

Antwort von kunstflair am 15.03.2021, 18:59 Uhr

bellis, hier unterschreibe ich wort für wort.

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Re: @bellis

Antwort von kravallie am 16.03.2021, 12:28 Uhr

*Warum ziehst du dich so an der Aussage hoch?*
das kann ich dir sagen, weil ich es wahnsinnig dick habe, wenn schlechtes gewissen geschürt wird, vor allem bei getrennt lebenden Elternteilen.
wie desiree schrieb, wenn Eltern zusammenleben, stellt sich für die "Kinder" gar nicht die frage/bzw Wahlmöglichkeit.
so klein ist die 17jährige ja nun nicht mehr, zumindest konnte sie drei Ausbildungen sehr selbstständig abbrechen.
*Besonders erfolgreich scheint die Mutter jedenfalls bisher nicht "den Marsch geblasen" zu haben*
DA muss man ansetzen und nicht noch pampern.
*Wenn du mit anderen Werten aufgewachsen bist, tut mir das Leid für dich, aber ist kein Grund hier die Tatsachen zu verdrehen*

für mich ist die ein übriges gästezimmer kein Kriterium für gute Elternschaft.
ich glaube auch für mein bereits vor 6 jahren ausgezogenes Kind auch nicht (obwohl ich aktuell sogar noch eins habe).

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Re: @bellis

Antwort von bellis123 am 16.03.2021, 14:58 Uhr

für mich ist die ein übriges gästezimmer kein "Kriterium für gute Elternschaft" - Für mich auch nicht zwangsläufig, aber füreinander jederzeit da zu sein hingegen schon. Mal andersrum gefragt: Ist es für dich gute Elternschaft das (minderjährige) Kind schwanger vor die Tür zu setzen?

"so klein ist die 17jährige ja nun nicht mehr, zumindest konnte sie drei Ausbildungen sehr selbstständig abbrechen." Auch das geht auf die Kappe der Eltern. Durchhaltevermögen hat sie wohl nicht beigebracht bekommen. Hier mangelt es offensichtlich an Unterstützung an der richtigen Stelle.

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Re: @bellis

Antwort von kravallie am 16.03.2021, 15:09 Uhr

da bin ich absolut bei dir, füreinander da sein...im rahmen des machbaren eben. und SO wie sich das junge Mädchen das vorstellt, geht es halt nicht (5-6 Personen in einer 3ziwo).

*Ist es für dich gute Elternschaft das (minderjährige) Kind schwanger vor die Tür zu setzen?*
ich habe zwei Mädchen und du wirst dich wundern, ja, ich habe beiden gesagt, wenn sie alt genug sind, sich zu entscheiden, ein Kind haben zu wollen, dann können sie das, aber ohne mich. bei uns wird verhütung auch extrem groß geschrieben, meine mutter war knapp 15 bei meiner schwester.
einmal bin ich schon durch, die kleine hat es wohl auch begriffen.
aber das ist eine theoretische frage und hat auch mit dem ap nicht viel zu tun, denn NOCH scheint das kinde vernünftig zu sein.

*Auch das geht auf die Kappe der Eltern. Durchhaltevermögen hat sie wohl nicht beigebracht bekommen. Hier mangelt es offensichtlich an Unterstützung an der richtigen Stelle*

da ist es wieder, das schlechte gewissen....die Eltern.....vll ist doch manchmal Konsequenz das mittel...?

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Re: @bellis

Antwort von pauline-maus am 16.03.2021, 21:43 Uhr

Mein Kind wird hier immer ein zuhause und meine Unterstützung haben.
Heißt, nie ist sie allein auf der Welt und muss sehen wo sie bleibt.
Aber ich pampere nicht jeden mist ,denn sie mal verbocken wird und dazu zählt dann auch gammelei daheim und Verpflichtungen ( Jobs , Schule,Lehre....) nicht für voll zu nehmen.

Daher gäbe es hier Hilfe zur Selbsthilfe
Im oberen Fall würde es bedeuten ,ich würde ihr zur Seite stehen harz4 zu beantragen und eine passende Wohnung zu finden...auch als lehrvorfuehrung ,dass das Leben eben nicht umsonst und ewig auf Mutters Couch stattfindet

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kurz und knapp

Antwort von Okypete am 04.04.2021, 16:25 Uhr

Nein...

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