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Geschrieben von DK-Ursel am 12.03.2018, 13:28 Uhr

Wie sehen denn die im Ausland Verheirateten Benediktes Frage?

Hej!

Du hjast ja schon pointiert, daß wir in vielem einig sind - auch ich sehe ja kein Trauma bei unseren in 2 Kulturen/Menthalitäten aufwachsenden Kindern.
Mit inzwischen erw. Töchtern erlebe ich eben, daß die oft sehr viel dänischer sind als ich vorher dachte - und mich daher manchmal nicht so richtig verstehen,wie eben auch (die) dänische Freundin(nnen) nicht.
Obwohl ich die dän. Pädagogik sehr gut fand und befürworte, habe ich in der schwierigen Pubertät der einen Tochter bemerkt, daß ich sehr viel deutscher reagierte als mir klar war - da wohnten wirklich à la Goethe "zwei seelen ach in meiner Brust", oder eben Kopf und Bauch stritten gegeneinander.
Und am einigsten bin ich da mit einer Freundin in einem benachbarten skandiv. Land, die meinte:
"Für die Mütter zuhause lassen wir zuviel los, kümmern uns zu wenig, sind gar verantwortungslos und lieblos - für die Mütter hier sind wir zu kontrollierend, zu klammernd, zu beschützend, zu ..."

Es gibt viele Gründe, (s)ein Land zu verlassen und in ein anderes zu ziehen - und jeder beeinflußt dann sicher auch das Ankommen und sich ZUhause- oder gar in einer neuen heimat fühlen.
heimat wird DK mir vermutlich nie werden, dafür bin ich jetzt schon so lange hier und es ist einfach nicht so.
Zuhause ist es schon lange, ganz gewiß fühle ich mich ja auch wohl hier, denn Abstriche gibt es natürlich auch in Dtld. und jedem anderen Land, in das es mich
hätte verschlagen können. Dahabe ich Glück:
Die Abstriche, die ich heir machen muß, sind für mich absolut erträglich - es gibt ja bei allen Unterschieden doch nur sehr wenig bis gar nichts, was so gegen meinen Moral- oder sonstigen Kodex wirklich verstoßen könnte.


Was die im unteren Thread erwähnte Freiwilligkeit angeht.
Nun ja, es steht einem selten frei, sich zu verlieben, und ich denke, da hat man fast noch weniger die Wahl als wenn man auf einen Karrieresprung verzichtet, der eine der verweigerte Umzug kostet.
Auch wenn Menschen theoretisch auch ersetzbar und austauschbar sind, so gibt man seine Liebe eben weitaus weniger nüchtern auf als eine Stelle,die einem abverlangt, seni Land zu verlassen.
Zwischenmenschliche Beziehgungen kann man sich immer weniger aussuchen und weniger vorhersehbar gestalten als eine berufliche Laufbahn --- und ich betrachte mich also, auch wenn mich niemand gezwungen hat und ich wie erwähnt gern hier lebe, durchaus nicht als freiwillig hier, weil ich eben nicht meiner Liebe zu einem Land, sondern zu einem Mann gefolgt bin.
Das ist dann austauschbar - je nach Nationalität des Mannes.
Und nur wiel man einen Spanier, Dänen, Niederländer, Engländer etc. liebt, heißt das eben auch nciht ,daß man gleichzeitig pladasdk auch für sen Land fällt.
(Wenn ich statt alldieser europ. Länder Syrien, Afghanistan, Saudi-Arabien, Iran schriebe - ob nicht die meisten das leichter enisehen könnten?)

Ich bin auch schon studien- udn berufsbedingt umgezogen, zwar nur innerhalb Dtld.s, aber das ist u.U. auchein Kulturscock udn bedeutet auch einen Neuanfang jedesmal.
Trotzdem weiß ich,d aß ich es da ja hätte her sen lassen können als eben jetzt, wo wir eine bilinguale Ehe führen.
und ja, mein Mann hat auch einige Jahre in Dtld. gelebt - der Punkt ist eben,d aß IMMER mind. einer auf sein Land , seine Sprache, seine Heimat verzichten muß - und manchmal, wenn der andere noch nei sein Land verlassen hat, der Partner eben umso weniger versteht, was fehlt am "endlich-ankommen".
Diesen Nachteil habe ich zumindest nicht - aber deen Vorteil haben dann Expats auch - obwohl da evtl. eben auchd er eine mehr Sinn im neuerlichen Umzug sieht als der, der nur mitzieht.

Ich finde, ich habe viel gelernt in meinen dänischen Jahren - auch mit Blick auf Dtld.
Und das finde ich toll.
Aber ich habe auch einiges verloren - und das ist eben schade.
DK ist ein schönes Land - mit Nachteilen und Vorzügen genau wie jedes andere auch.
Und IMMER muß man sich wohl fragen, ob die Nachteile --- nicht nur die des Landes, sondern auch die des Weggehens und Blebeins generell --- so schwer sind, daß sie nicht durch die Vorzüge erträglich gemacht werden können.
Das ist aber eine individuelle Entscheidung - und fällt bei jedem anders aus.

Gruß Ursel, DK

 
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