Mehrsprachig aufwachsen

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Geschrieben von platschi am 14.02.2006, 20:15 Uhr

starke Sprache / schwache Sprache - Termini

Ursel, ich gebe Dir dahingehend recht, dass die übliche Verwendung der Termini, also
Starke Sprache = Umgebungssprache
schwache Sprache = die andere Sprache
nicht unbedingt richtig und für Außenstehende sehr verwirrend ist.
Allerdings ist es nun mal ein Fakt, dass die meisten Zweisprachigen eine starke und eine schwache Sprache haben. Was in gewissem Sinne aber auch gut ist. Denn oft spiegelt die starke Sprache ja auch ein gewissens Heimatgefühl wieder - und ohne ein solches hat man es sicher schwer. Als Beispiel dafür fällt mir eine ehemalige Kollegin ein (oder besser: sie sollte meine Nachfolgerin im Job werden). Tochter eines Briten und einer Deutschen, aufgewachsen und zu Schule gegangen zeitweilig in GB und zeitweilig in D sprach sie beide Sprachen völlig akzentfrei und ohne dass man von starker und schwacher Sprache hätte reden können. Klingt bis hierher doch toll. So wünscht man es sich - zumindest als Außenstehender. Sie selbst hatte aber das Problem, das weder D noch GB für sie Heimat bedeuteten, sie sich weder deutsch noch britisch fühlte und somit nirgendwo zu Hause war.
Das war jetzt nur mal ein Beispiel am Rande, sicher gibt es auch gegenteilige Fälle. Also zerfleischt mich deshalb nicht ;-)
Tja, aber welche Termini sollte man denn verwenden? Umgebungssprache und Familiensprache wäre eine Möglichkeit, aber was macht man dann im Falle von dreisprachigen Personen? Muttersprache, Vatersprache und Umgebungssprache???

LG platschi

 
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