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Geschrieben von baby_im_juli am 26.10.2008, 21:17 Uhr

dagis in Schweden (Skandinavien)

Langsam wird es für uns Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wann unsere Tochter in die Dagis soll. Sie ist Juli 2008 geboren und mir wäre eigentlich Januar 2010 (wenn sie 1,5 Jahre alt ist) für den Start am Liebsten. Bei den Wartelisten hier vor Ort wird sie aber während des Jahres keinen Platz in unserer Umgebung bekommen, was ich einfach ungeschickt finde. Die andere Alternative ist eben sie schon mit knapp über einem Jahr im August in die Dagis zu tun. Dazu kommt, dass wir daheim kein Schwedisch sprechen, sie also auch eine neue Sprache lernen muss.
Hat jemand von Euch seine Kinder mit 1-2 Jahren in Schweden (Skandinavien) in die Dagis getan und kann mir darüber etwas berichten?

 
4 Antworten:

Re: dagis in Schweden (Skandinavien)

Antwort von JenL am 27.10.2008, 7:12 Uhr

Hej!

1. Mach dir keine Sorgen wegen der Sprache. Mein Sohn hat als er zur Dagmamma kam auch kaum schwedisch gesprochen (aber sehr wohl verstanden) und innerhalb von wenigen Wochen hat sein schwedischer Sprachvorrat rasant zugenommen. Kinder machen sowas mit links.

Ich hatte mich extra dazu entschlossen, ihn so wie in Deutschland länger zu Hause zu behalten, weil ich sicher gehen wollte, dass es sich sprachlich (wenn auch in Deutsch) ausdrücken kann, bevor ich ihn weggebe. Er ist dann mit 2,5 Jahren im August zu einer Dagmamma gekommen.

Kann ich nur empfehlen. Bei einer Dagmamma sind die Gruppen klein (max 6 Kinder) und das Kind hat eine klare Bezugsperson, die sich Zeit nehmen kann, ihm die "neue" Sprache beizubringen. Ians Dagmamma geht nächsten Sommer in Pension, danach geht er dann in eine reguläre Dagis.

Also zu Einstieg finde ich eine Dagmamma perfekt. Man kann dann später immernoch zu einer normalen Dagis wechseln, wenn einem daran liegt, dass das Kind in einen richtigen Kindergarten geht.

2. Du musst dich damit abfinden, dass du kaum einen Platz im Januar finden wirst. Das ist überall so. Der übliche Starttermin ist eben im August (war bei uns auch so). Kannst du sie denn nicht noch ein wenig länger zu Hause behalten ? Ich muss sagen, ich finde 1 Jahr wirklich zu jung für Dagis. Man verpasst so viel von seinem Kind. Und wie gesagt, das Baby kann sich noch nicht sprachlich ausdrücken.

3. Immer schön auf die Wartelisten setzen lassen. Haben wir auch gemacht. Lieber etwas länger warten und dann den Platz bekommen, den man will. Und den bekommt man früher als man manchmal denkt. Oh, noch ein Tip: Wenn du mit den verantwortlichen für die Dagisplatzvergabe sprichst, immer schön betonen, dass du willst, das dein Kind doch schwedisch lernt. Und wenns geht, bevor es in die Schule kommt :-) Ich hab gemerkt, wenn man ein bischen auf die Immigrationsschiene fährt, dann versuchen die netten Beamten hier etwas mehr, deine Kinder zu integrieren und umbedingt einen Platz für sie zu finden:-)

Hälsningar,
Jennifer aus Norrköping

P.S. Und wo wohnst du ?

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Re: dagis in Schweden (Skandinavien)

Antwort von baby_im_juli am 27.10.2008, 17:16 Uhr

Danke für Deine schnelle Rückantwort!
Wie bist Du denn an die Dagmamma herangekommen? Das könnte eine Alternative für uns sein.
Wir hatten eigentlich geplant bis Frühjahr 2010 mit der Kleinen daheim zu bleiben (50% ich, 50% mein Freund). Danach muss mein Freund wieder voll arbeiten und ich würde weiterhin 50% zuhause bleiben - müssten aber halt dann eine Vormittagsbetreuung haben. Was ich jetzt halt so gehört habe sind die Wartelisten relativ lange (die Dame die bei der Stadt dafür zuständig ist schweigt sich jedoch darüber aus wie lange genau). Einen Dagisplatz bekommt man ja zum gewünschten Datum, die Frage ist halt nur wo und die Vorstellung jeden Tag von einem Stadtende zum anderen zu fahren und dann nach einigen Monaten die Kleine wieder in einer anderen Dagis einzugewöhnen finde ich halt auch nicht so toll. Weisst Du denn ob es generell geht ein Kind Teilzeit (also z.B. nur am Vormittag) in die Dagis zu schicken? Habe da jetzt schon die unterschiedlichsten Meinungen gehört.
Herzliche Grüsse aus Umea,
Alexandra

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Re: dagis in Schweden (Skandinavien)

Antwort von JenL am 27.10.2008, 20:00 Uhr

Man bekommt doch von der Kommun so Blankete, die man ausfüllen muss wenn man sich für einen Dagisplatz bewirbt (Anmälan om Barnomsorg). Dann kannst du eintragen, wieviele Stunden in der Woche du einen PLatz brauchst und wann (Vormittags, nachmittags). Dann trägst du ein, was du willst, förskola oder familjedaghem (dagmamma). Ian geht nur 15 Stunden die Woche, von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr an 3 Tagen die Woche. Ich bin ja gerade föräldraledig mit dem 2. Kind, da darf man nicht mehr als 15 Stunden für das erste Kind.

Klar sind die Wartelisten lang, bei uns auch. Aber meistens wird trotzdem versucht, das Kind in eine Dagis in der Nähe unterzubringen.

Ausserdem ist es leichter einen Platz für halbtags zu bekommen.

Ich hab mal gegoogled, schau mal hier:

http://www.skola.umea.se/

Schöne Grüsse in den Norden,
Jennifer

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Re: dagis in Schweden (Skandinavien)

Antwort von baby_im_juli am 29.10.2008, 15:41 Uhr

Danke für die Tips!
Habe heute mal beim Spazierengehen in die 2 Dagis in der Nähe hineingeschaut. Die Erzieher scheinen ganz nett, aber es kommen halt 17-18 Kinder auf 2-3 Leute im Personal. Und lass dann mal noch jemand aus dem Personal krank sein oder einige schwierige Kinder in der Gruppe sein dann geht ein knapp über 1 Jahre altes Kind einfach unter. Ich glaube es ist doch sinnvoller zu warten bis unsere Tochter 1,5 Jahre alt ist und sie erst dann halbtags zu schicken. Die Unsicherheit wo wir im Januar einen Platz bekommen, müssen wir dann halt akzeptieren. Das mit der Dagmamma ist aber definitiv eine gute Alternative - danke dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast.
Grüsse aus dem heute sehr kalten und langsam auch dunkel werdenden Norden!

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