Schlechte Neuigkeiten

Antwort in der Beratung Kinderorthopädie

Hallo Herr Dr. Remus,

vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist demnach wie ich es befürchtet habe...
Wir verschwenden mit der Tübinger Schiene nur Zeit.
Ich habe den nächsten Termin erst in 9 Tagen und vorher bekomme ich auch keinen (habe ich versucht- vergeblich). Ist denn davon auszugehen, dass sich die Hüfte wohl noch verschlechtert, wenn ich die Schiene jetzt direkt abnehme? Ich sollte sie wohl besser bis zum nächsten Termin dran lassen.

Noch mal zum Verstehen: während meine Tochter nun also die Schiene trägt ist es dennoch möglich, dass die Hüfte immer wieder luxiert, weil die Bewegungsfreiheitt in der Tübinger Schiene zu groß ist (auch wenn sie 24h am Tag getragen wird)???
Wieso verpasst dann bitte die Leiterin einer Kinderorthopädischen Abteilung innerhalb einer Uniklinik(!!) meinem Kind so eine Schiene? So etwas macht mich sehr wütend und traurig und bestätigt mal wieder mein ungutes Gefühl Ärzten gegenüber. Entschuldigen Sie bitte, Sie können da ja nichts dafür, aber man ist in solchen Situationen so hilflos!
Mich ärgert vorallem, dass wir über das Anlegen eines Fettweisgipses diskutiert haben und mir ja gesagt wurde, dass wir das in 4 Wochen immer noch machen könnten, wenn es nicht funktioniert. Ihrer Ansicht nach ist dies sehr wahrscheinlich. Mir wurde gesagt, dass die Chancen deutlich über 50% stehen, dass es klappt. Das war dann also gelogen...
Wobei: die Ärztin erzählte mir etwas von einem Dr. Tönnis, den ich auch gegoogelt habe und von dem ich auf einige Artikel im Netz gefunden habe. Dort konnte man auch an manchen Stellen lesen, dass die Tübinger Schiene sogar bei 2c, 2d, 3a und manchmal sogar 3b -Hüften positive Effekte erzielt. Nur bei stark instabilen Hüften sollte auf alle Fälle der Fettweisgips angelegt werden.

Meine Frage: Handelt es sich denn um eine stark instabile Hüfte, wenn sie manuell reponierbar war?
Bzw. die Ärztin muss beim Tasten ja wohl zu der Überzeugung gekommen sein, dass der Hüftkopf wieder in die Pfanne zurückspringt und dort auch nicht zu leicht wieder rausspringt, oder?

Dieses ständige in Frage stellen, ob man alles richtig macht, macht mich wirklich fertig!
Allen Überlegungen zum Trotz: ich werde dann wohl bei unserem nächsten Termin auf den Gips bestehen müssen und diesen meine Tochter für 6 Wochen tragen lassen, auch wenn sie dafür 2 Vollnarkosen braucht. Sie würden vermutlich den Gips bevorzugen und nicht die Pavlikbandage, oder? Ist denn mit dem Gips gewährleistet, dass alles innerhalb 6 Wocheb stabil wird?
Eine abschließende Frage: Angenommen der Hüftkopf wäre immer noch in der Pfanne, trotz Tübinger Schiene, dann können Labrum, Kapsel und knorpelige Pfanne sich aber weiter entwicklen und den Hüftkopf umschließen, oder?
Ab welchen Werten ist denn von einer stabilen Hüfte auszugehen? Nicht, dass zu früh gewechselt wird.

Ich möchte einfach nur alles richtig machen und meiner Tochter und uns unnötig vergeudete Zeit ersparen. Nicht, dass wir doch geradewegs noch auf die OP zu steuern.
Es kann doch nicht sein, dass man sich als Laie als dieses Wissen anlesen muss, um die richtige Therapie für sein Kind zu bekommen!

Über eine erneute Antwort würde ich mich sehr freuen! Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie diesen Service im Internet anbieten!

Mit freundlichen Grüßen

Gerberablume

Kann es denn jetzt bereits schon zu Schädigungen am Labrum oder an anderen knöchernen bzw. knorpeligen Strukturen gekommen sein? Ich meine, könnte es sein, dass es sich jetzt bereits um eine 3b oder sogar 4er Hüfte handelt?

von Gerberablume am 25.01.2011, 15:16 Uhr

 
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