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Geschrieben von madade am 22.09.2008, 7:55 Uhr

Eingewöhnung...

Ich habe auch gerade schon Dr. Posth um Hilfe gefragt, möchte aber auch hier meine Frage stellen, vielleicht gibt es Mamas, die Erfahrungen damit haben und mir evt. helfen können...

Meine Tochter (3 Jahre) geht seit 3 Wochen in den Kindergarten.
In den ersten zwei Tagen war es kein Problem für sie, dass ich den Gruppenraum kurz verlasse. Gleich am ersten Tag wollte sie dort ihren Mittagsschlaf machen weinte aber beim Aufwachen sehr energisch.
Am zweiten Tag war ich kurz weg, leider gab es auch wieder Tränen, als eine andere Mama dort ihr Kind abholte.
Seitdem geht es immer schlechter, sie weint, wenn ich nur auf die Toilette gehe, sie weint schon morgens zu Hause beim Aufstehen und sagt, das sie nicht in den Kindergarten will und das ihre Mama dableiben soll und sie mich braucht.
Das geht nun schon seit drei Wochen so, sie lässt mich dort einfach nicht aus den Augen und gibt sich auch nicht damit zufrieden, dass ich im Raum bin sondern bezieht mich ins Spiel mit ein.
Von der Erzieherin läßt sie sich auch nicht anfassen oder beruhigen.
Nun will die Erzieherin die Eingewöhnung auf die harte Tour u. ich soll einfach gehen...

 
4 Antworten:

Re: Eingewöhnung...

Antwort von Katrin255 am 22.09.2008, 8:51 Uhr

Gleich vorab: Einfach gehen ist für mich das Schlimmste, was man tun kann! Das Kind muss wissen, dass Mama jetzt geht und zur Zeit X (gleich nach dem Essen z.B.) wieder da ist. Ich arbeite in der Krippe und bin absolut dafür, dass sich die Eltern bewusst von ihrem Kind verabschieden. Auch auf die Gefahr hin, dass Kind dann weint oder/und einen Tobsuchtsanfall bekommt. Kind MUSS wissen, woran es ist. Versetz dich in die Lage des Kindes,... du wirst abgelenkt von netter Erzieherin, drehst dich nach einer Weile nach Mama um, und ... weg ist sie! Das ist brutal.

Dass es an den ersten tagen mit deinem Kind so gut funktioniert hat, kann durchaus der Reiz des neuen sein. Nach ein paar Tagen stellt man gerade im KiGa fest--- seufz, das ist jetzt jeden Tag so, wie uncool.

Ich glaube, dass es zwischen dir und deiner Tochter klare Absprachen geben muss. Mit 3 J kann sie durchaus verstehen, warum sie in den KiGa gehen muss- Mama geht zur Arbeit, Kinder in den KiGa.

Sollte deine Tochter bisher nur mit dir zusammengewesen sein (nicht Krippe oder so), dann versteht sie natürlich die Welt nicht mehr, warum sie plötzlich zu den anderen Kindern gehen soll.

Sprich doch nochmal in Ruhe mit der Erzieherin. Die ganze Zeit dabeibleiben ist keine Lösung, deine Tochter muss wissen, dass sie den Tag über dort bleibt, du zur Arbeit gehst. Wenn du immer da bist, wird die Ablösung nur schwieriger.

War ein bisschen durcheinander, sorry.

Viel Glück+gute Nerven :-)

Katrin

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Re: Eingewöhnung...

Antwort von Mrs. X am 22.09.2008, 10:26 Uhr

Hallo,

ich würde ihr erklären, dass Du sie ganz lieb hast, aber jetzt gehst (weil Du arbeiten musst, etc.) und sie dann und dann wieder abholst. Auch wenn sie dann weint, würde ich gehen. Evtl. mit der Erzieherin absprechen, dass Du vor der Tür noch ein wenig wartest. Würde mit 1,5 - 2 Stunden Wegsein anfangen.

Ich habe bei meiner Tochter die Erfahrung gemacht, dass dann nach ein paar Minuten Ruhe ist. Auch bei einem anderen Kind in unserem Kiga habe ich es so mitbekommen, als ich morgens mal länger da war. Muss aber dazu sagen, das unsere beiden Erzieherinnen sich sehr viel Mühe geben und die Kinder abzulenken versuchen.

LG

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Re: Eingewöhnung...

Antwort von skuecken am 22.09.2008, 10:39 Uhr

Hallo,

ich denke auch, erkläre deiner Tochter, dass du arbeiten gehen musst und wann du wiederkommst, verabschiede dich und gehe. Erkläre ihr auch, dass du sie lieb hast und für sie da bist.

Es ist so, deine Tochter hat gemerkt, wenn ich nur genug jammere bleibt Mama da. Ich kann also meinen Willen so durchsetzen wie ich will. Und das ist das Problem.
Bei uns gab es zur Eingewöhnung die ganz klare Regel: im Zimmer bleiben ist ok, aber nicht ins Spiel einbeziehen lassen, dann fällt das loslösen schwerer.

Nur über die Variante dass deine Tochterlernt, Mama geht, kommt aber auch wieder, wirst du das Problem lösen. Wenn du sie rausnimmst oder dich weiter so einspannen lässt, wird sie immer wieder versuchen ihren Willen durchzusetzen.

Vielleicht kannst du ja deine Tochter motivieren, indem du ihr "Aufgaben" gibst. z.B. Sie soll dir im Kindergarten ein Bild für den Schreibtisch malen, oder ein Lied lernen.

VlG

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Re: Eingewöhnung...

Antwort von Stillmami_1974 am 23.09.2008, 11:42 Uhr

Hi!
Unsere Tochter wird im Oktober 3 Jahre alt.
Anfang September starteten wir in den Kiga

Leider wird dort die sanfte Ablösung in keinster Weise praktiziert. Und Mütter, die im Gruppenraum bleiben, ihre Kinder früher abholen oder angerufen werden wollen, wenn das Kind weint, sind nicht gerne gesehen...

Ich bestand dennoch auf die "sanfte Tour". Zum Glück hat sich meine Tochter morgens bei mir ohne Tränen verabschiedet, so daß ich gehen konnte. Erleichternd kam bei uns hinzu, daß eine Freundin von ihr in dieselbe Gruppe geht und sie somit eine Bezugsperson hatte, die sie schon länger kennt.
Wie gesagt, die ersten 5 Tage war es kein Problem, mittags holte ich sie ab, sie freute sich schon auf den nächsten Kiga-Tag.
Dann kam allerdings der 6. Tag, sie weinte plötzlich und ich wurde angerufen. Darauf hatte ich bestanden!!!
Ich habe sie abgeholt. Anscheinend hatte sie einen kleinen Streit mit ihrer Freundin und fühlte sich plötzlich "alleine" im Kiga. Verständlich.
Auch am 7. Tag wurde ich angerufen, ich holte sie ab.
An diesem Tag wurde mir dann nahegelegt, daß das künftig nicht mehr möglich sei. Ich soll meine Tochter mittags abholen, sie wird sich dann schon von der Erzieherin beruhigen lassen.
Gesagt, getan. Ich sprach mit meiner Kleinen, daß ich diesmal nicht angerufen werden kann, und daß ich sie mittags abhole.
War soweit für sie ok.
Als sie dann aber trotzdem nach mir weinte und ich eben NICHT angerufen wurde...hatte sie die Schn... voll , und erklärte mir mittags, als ich sie abholte mit ernstem Gesicht "Mama, da geh' ich nicht mehr hin.".
Ok. Am nächsten morgen wollte sie tatsächlich nicht bleiben. Ich nahm sie wieder mit nach Hause.
Auch am darauffolgenden Tag wollte sie lieber wieder mit nach Hause.
Die Erzieherin klärte mich dann auf, daß es wohl nicht angehen kann, daß ich nun täglich für 30 Minuten komme und dann wieder mit der Kleinen heimgehe.

Ok. Botschaft angekommen.

Meine Kleine und ich sind dann direkt zur Kiga-Leitung und haben die Abmeldung unterschrieben.

Meinem Mann und mir war von Anfang an klar, daß wir unsere Tochter nicht gegen deren Willen in den Kiga stecken. Und wenn sie morgens nicht alleine dort bleiben möchte, dann melden wir sie eben wieder ab und warten noch ein Jahr.

Eine Eingewöhnung "auf die harte Tour" unter Tränen kam/kommt für uns definitiv nicht in Frage!!!!

Dafür ist sie uns mit noch nicht einmal ganz 3 Jahren einfach noch zu jung!!!

Nächstes Jahr wird sie 4, dann schaut die ganze Sache schon anders aus.
Zwar werde ich auch dann auf die sanfte Ablösung bestehen...auch über mehrere Wochen!!! Denn mit 4 soll sie schließlich auf jeden Fall in den Kiga gehen. Aber eben gerne und ohne Tränen. Aber darüber muß ich dann noch mit der Kiga-Leitung sprechen.

Sorry, daß ich jetzt so einen langen Roman geschrieben habe!!!

Wie ist denn die Situation bei euch? Mußt Du zur Arbeit? Bist Du darauf angewiesen, daß Deine Kleine schon mit 3 Jahren in den Kiga geht???
Ansonsten...würde ich sie abmelden und es ein Jahr später versuchen.
Oder eben darauf betehen, daß die sanfte Ablösung praktiziert wird, auch wenn diese einige Wochen dauert!

Schöne Grüße,
Sandra

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