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Geschrieben von Geburtstagsmama am 26.01.2007, 14:16 Uhr

@sechsfachmama

Habe weiter unten deinen sehr informativen Beitrag zu Konzentrationsschwäche bei deiner Tochter gelesen. Wie seit ihr drauf gekommen - hat die Schule euch angesprochen, oder ihr die Schule? Wie war die Haltung der Klassenlehrerin dazu? Wie hat sich das insgesammt geäußert? Wir haben sehr große Probleme mit unserer Tochter (8 J., 2. Kl.), bzw. der Lehrerin die die Klasse nicht im Griff hat. Habe jetzt Termin bei Kinderärztin gemacht, da wir nicht mehr weiter wissen.

LG Violetta

 
1 Antwort:

Re: @sechsfachmama

Antwort von sechsfachmama am 26.01.2007, 18:33 Uhr

Leider kam von der GS überhaupt nichts - ganz im Gegenteil. Es wurde nicht wirklich gern gesehen, dass ich mich selber um ne Diagnose usw. gekümmert hab.
Die meisten (alle?) Eltern wissen überhaupt nicht, dass es diese Möglichkeiten der Diagnose und Therapie gibt. Von der Schule wird das auch überhaupt nicht gesagt, die Kinder werden einfach auf die Förderschule geschickt (dann hat man ja keine Arbeit mit ihnen ... - so ist jedenfalls mein Eindruck).


Es hat uns drei Schuljahre gekostet, um überhaupt erstmal zu einem Ergebnis zu kommen - weil nach Aussage der Lehrer hätte sie gar nix ...

Sie ist ziemlich jung eingeschult worden (16.6. geb.), ich wollte sie lieber erst ein Jahr auf Vorschule schicken (da gab es das noch bei uns), die Direktorin meinte, nein, sie schafft die geforderten Sachen alle super, keine Bedenken. Und falls sich in den ersten sechs Wochen irgendwas zeigen sollte, könnte sie wieder ausgeschult werden. (sie war das fehlende 18. Kind für diese Klasse, stellte ich später fest ...) In der ersten Klasse gab es keine großen Auffälligkeiten, nur hatte sie null Bock zu lesen - erst Ende des Schuljahres fing sie ein bisschen an. Der Große las bereits nach 6 Wochen, jetzt der Kleine auch.
Ach, das sei alles kein Problem - Hauptsache bis zum Ende der 2. Klasse können die Kinder alles Geforderte, denn 1. und 2. Klasse seien eine Einheit.
Bei uns wird auch nach dem Symstem "Lesen durch Schreiben" gelehrt - an sich finde ich es sehr gut. Nur ein Problem habe ich: die Kinder können in der 1. Klasse alle Wörter schreiben, wie sie sie hören und Lust haben - es gibt keine Fehler. Damit man den Kindern den Spaß am Lernen nicht nimmt.
Gg. diese Vorgehensweise hatte ich schon Bedenken, als unser Großer in die Schule kam (seine Klasse war die erste Klasse, in der das angewandt wurde) und auch die Lehrer merkten schnell, dass eben dieses "freie" Schreiben nicht so ganz günstig ist. Vor allem eben für Kinder, die total visuell veranlagt sind - einmal falsch gemerkt - immer falsch geschrieben.
Die Jungs haben damit überhaupt keine Probleme gehabt, ihre Klassenlehrerin (beide haben/hatten die gleiche) hat den Kindern trotzdem beigebracht, was richtig und falsch ist.
Bei meiner Tochter nicht, sie konnte schreiben, wie sie lustig war - und kämpft heute noch mit diesen falsch eingeprägten Worten.
Jedenfalls in der 2. Klasse wurde es extrem, sie saß bei den HA am Tisch, weinte, wollte nicht rechnen, ich war sauer, erklärte es mal so und mal so - sie kapierte nix, stierte in die Luft usw.
Damals wusste ich noch nicht, dass das ein typisches Zeichen für Überforderung ist, ich glaubte, sie ist bockig ... und die Lage eskalierte jedes Mal. Die Tests in der Schule sprachen deutlich ...
Dann kam die Uhr, die Malfolgen und es wurde immer schlimmer, auch in Deutsch. Ich dachte - vielleicht doch LRS und Rechenschwäche? Ende des Schuljahres gab es in der Nähe von so einem Nachhilfeinstitut einen Infoabend. Ich bin hin, weil mich das interessierte. Alles, was die da an typischen Zeichen nannten, traf eigentlich zu.
Wieder mit den Lehrern geredet - nee, sie hat nix, das sei nur vorübergehend.
2. Klasse wiederholen lassen, sie wurde besser - aufgrund das sie ja schon vieles kannte.
Da diese Nachhilfe bei den Instituten ja sehr teuer ist, fragte ich beim Regionalschulamt nach, ob man wirklich zu so einem Institut muss, denn das können sich viele Leute ja gar nicht leisten.
Nein, wurde mir gesagt, das gibts auch vom Schulamt und das Schulamt macht auch diese Tests, um LRS und Rechenschwäche festzustellen.
In der Schule hab ich nachgefragt, ob mein Kind bitte mal diese Tests machen kann, damit ich genau weiß, woran ich bin.
Ja, es gäbe noch paar Kinder, die in die Richtung tendieren, da wollen sie eh mal diese Tests mit den Kindern machen und dann würden sie mein Kind mit dazunehmen.
Es passierte nix - jene Kinder gingen einfach auf die Sonderschule ...
Wir wurschtelten weiter, mal mehr mal weniger gut.
Ende der 3. Klasse eskalierte alles. Unsere Tochter war in der Schule gedanklich nicht mehr anwesend, kriegte nix weiter mit, weinte nur noch usw. Es war nicht an sie ranzukommen. Irgendwann dann öffnete sie sich: sie müsse immer ganz sehr an Florian denken (ich hatte am 2.1.04 eine FG in der 12. Woche), absolute Trauerarbeit war angesagt.
Zum einen war das ihr Weg zu trauern, zum anderen war es ein Vorwand, wenn sie in der Schule überfordert war - dann flüchtete sie sich in diese Traumwelt.
Ich wusste mir dann keinen Rat mehr, hab beim Psychologen einen Termin gemacht, um allg. Intelligenztests zu machen, damit wir der Ursache auf den Grund kommen.
Das haben wir in den Sommerferien durchgezogen.
Ergebnis: IQ ist irgendwo um die 80, sie ist völlig überfordert, fährt immer mit 120 % Leistung, obwohl es nicht zu sehen ist. Mir wurde dringend angeraten, sie auf Hilfsschule zu schicken.
Mit Mathe 3 und Deutsch 2???? Mündlich und bei Projekten usw.holt sie sich die guten Zensuren.
Bin dann zu einer Logopädin (Bekannte meiner Freundin) nur mal so zum Schnuppern. Die meinte nach 30 min beobachten und bissel testen, dass sie das überhaupt nicht nachvollziehen könne - aber ich soll noch andere Tests machen lassen.
Zwischenzeitlich zum EEG - mir wurde gesagt, es sei oB, später dann wurde mir gesagt, es sei ihrem Alter entsprechend an der untersten Grenze ... (hätte man doch gleich sagen können)
Habe mich dann an die Schulpsychologin gewandt, sie hat reine Schultests gemacht und festgestellt, dass sie einen Konzentrationsstörung (aufgrund der Überforderung) und eine Untergrundwahrnehmungsstörung hat(das heißt, sie hat große Schwierigkeiten, überhaupt die Buchstaben "aus" dem Papier herauszulesen und das kostet sie auch noch so viel Kraft, dass sie dann am Schluss nicht mehr weiß, was sie überhaupt gelesen hat - dementsprechend konnte sie auch keine Textaufgaben lösen usw).
Weiteres Vorgehen: Gespräch mit den Lehrern, Konzentrationstraining, Ergotherapie.

Das Gespräch mit den Lehrern hat stattgefunden (Nov.05, 4. Klasse), es wurde festgelegt, dass Annemarie ihre Arbeiten auf farbige Blätter kopiert bekommen sollte und die Blätter nach Aufgaben zerschnitten - damit sie nicht von der Wucht der Aufgaben gleich in Panik gerät.
Da einige andere Kinder in der Klasse auch nicht so super leistungsstark sind, wurde gesagt, dass die anderen Kinder auch farbige Blätter bekommen, um dumme Fragen zu vermeiden.
Das Ergebnis: bei zwei!!! Mathearbeiten wurde das ausprobiert (sonst nie wieder und in keinem anderen Fach) und auch nur sie bekam farbiges Papier. Dumme Frage der Kinder folgten - und sie fand es blöd. Die Lehrerin meinte nur: naja, es hat eben nix gebracht - und damit war diese Abmachung abgetan ... (sie schrieb in den Arbeiten vier oder fünf).
Außerdem hat sie mit der Beratungslehrerin 10 mal Konzentrationsübungen gemacht (1 mal pro Woche) - das hat schon was gebracht. Sie schrieb ein Laufdiktat und brachte eine eins mit heim. Das war vorher nie passiert.
Inzwischen gehen wir zur Ergotherapie und die ET hat festgestellt, dass sie Probleme mit der Formkonstanz hat und dadurch dann die Konzentrationsstörungen kommen. Sie muss sich jedesmal vieles komplett neu erarbeiten, weil sie sich die Sachen nicht merken kann (Beispiel: irgendwann haben sie gelernt, was die Eigenschaften von Quadrat, Rechteck, Parallelogramm sind - sie muss sich das jedesmal komplett wieder neu zusammen"denken", bevor sie dann die entsprechende Aufgabe lösen kann oder z. B. Multiplikation - alles erlernt, paar Wochen nicht angewendet - alles wieder vergessen).
Die Untergrundwahrnehmungsstörung hat die Auswirkung, dass sie mit dem Erlesen eines Textes (Sachaufgabe in Mathe usw.) so viel zu tun hat, 100 % beschäftigt ist, erstmal das zu er-lesen, dass sie am Schluss nicht mehr weiß, worum es ging. Sie sieht dann paar Zahlen, nimmt diese und macht einfach irgend eine Aufgabe draus - ob das gefragt war oder nicht ...
Es ist schon besser geworden, jetzt hat sie in den letzten Mathearbeiten jeweils drei geschrieben.
Nun kam dazu, dass sie das letzte halbe Jahr immer wieder Kopfschmerzen hatte - mal mehr, mal weniger, mal ganz schlimm - und keiner so richtig weiß, wo die Ursache liegt.
In der Schule wurde ich immer nur dumm angemacht (wieso ist sie denn schon wieder krank??? - ja, wenn mein Kind tierische Kopfschmerzen hat, schick ich es nicht in die Schule! - und wenn die Kopfschmerzen nach 1 - 2 Stunden nachgelassen hatten und ich sie dann, um guten Willen zu zeigen, doch noch in die Schule geschafft habe, dann hieß es von den Kindern nur: ach, du wolltest wohl ausschlafen - und von der Direkt.: naja, so schlimm wird es schon nicht sein, dann schicken Sie Ihr Kind doch lieber gleich früh und wenn es gar nicht geht, dann schicken wir sie wieder nach Hause! (das ist noch nie passiert, obwohl sie sich schon öfter wegen starker Kopfschmerzen gemeldet hat). Sie soll lernen, dass sie sich auch mal überwinden muss usw.
Ja klar, wenn sie weinend auf dem Sofa liegt und sich die Hände auf den Kopf drückt, weil es so hämmert ...
Inzwischen fahre ich lieber zum Arzt und lasse mir ein Attest für die Schule geben, vielleicht hat das ja höheres Ansehen als meine Entschuldigung.
Jedenfalls hab ich HNO, Augenarzt usw. alles abklären lassen - nix. Dann kam ich drauf, ob es an der Zahnspange liegen könnte, die bekam sie nämlich letzten Herbst (05). Mit der KO ausgemacht, dass sie sie erstmal nur nachts tragen soll - die Kopfschmerzen wurden weniger. Dann hat sie die Spange verbummelt (grummel,ärger) und wir haben fast zwei Wochen erfolglos gesucht - und die Kopfschmerzen waren ganz weg.
Nun könnte es sein, dass es daran gelegen hat. Inzwischen hat sie eine neue Spange und keine Kopfschmerzen mehr - nur einmal letztens, aber da war der Unterricht wohl sehr anstrengend, sagte sie.
In dieser Zeit jedenfalls hab ich nochmal einen Termin beim Psychologen gemacht - um auch dort nochmal alles abzuklären - und dort waren wir vorletzte Woche.
Die Ps. meinte, wir müssen schon aufpassen, dass sie nicht in die psychosomatische Schiene gerät, wenn sie sich permanent überfordert fühlt. Und mit der Ergo könne man zwar einiges trainieren, aber eben diese Lernbehinderung auch nicht wegmachen.
Sie fände es besser, wenn das Kind auf Hilfsschule ginge.
Ja, wenn wir denn eine gescheite hätten! Aber die einzige, die hier ist, hat so ein rauhes Ellebogenklima, dass ich das meiner sehr sensiblen Tochter wirklich nicht antun will. Wenn sie in Mathe und Deutsch auf 5 oder 6 stehen würde und alles erfolglos wäre, dann wäre das der letzte Weg. Aber so denke ich, dass sie in der Mittelschule besser aufgehoben ist.
Das blöde ist eben, dass sie in diese 15 % Lernbehinderung fällt, die trotz der Behinderung keinerlei "Schonung" erhalten. Der einzigste Weg, da was zu bekommen, wäre: das Kind auf der Förderschule anmelden, dort wird sie abgelehnt, weil sie viel zu gut ist - und erst dann gibt es ein Integrativverfahren für die Mittelschule und eine spezielle Förderung!
Wenn ich das machen würde (für mein Kind eine totale psychische Belastung - was, ich soll jetzt auf diese blöde Schule usw.), mit der Sicht, dass sie hoffentlich für die Förderschule zu gut ist - aber die finden doch irgendwas, wo sie sagen, das Kind kann auf die Förderschule, dann haben wir die A.karte gezogen. Denn dann muss sie in die Förderschule und das wollen wir ja nicht.
Ist schon blöd irgendwie, dass es diese Förderung nur auf diesem Weg gibt.
Aber ich denke, die intensive Ergo bringt wirklich viel.

Dieses Posting schrieb ich letzten Juni im Grundschulforum ...

Nun zur aktuellen Situation.
Wir sind weiter in Ergo und es hat sich sehr viel getan. Momentan hat sie zwar wieder einen unerklärlichen "Aussetzer" in punkto Spiegeln (sie verwechselt wieder b und d in der Druckschrift und z. B. ein aus Rechenstäbchen gelegtes Dreieck nachlegen mit der Zielstellung: drehe dieses Dreieck um eine Ecke nach links - oder sowas - fällt ihr sehr schwer), aber sonst hat sich vieles getan.
Sehr schwer fällt ihr noch die geteilte Aufmerksamkeit (also Lehrer sagt was, ich schreibe trotzdem weiter) - das üben wir, indem ich oder die Ergo was vorlesen und sie dann bei bestimmten Worten, die in der Geschichte öfter vorkommen, mit der Hand klopfen muss (also z. B. und, Bus, Kind - oder so). Das geht die erste Zeit gut, dann merkt man, wie die Konzentration nachlässt und sie total in die Geschichte abdriftet und zu klopfen vergisst.
Aber sonst hat sie sich an der Mittelschule sehr gut eingelebt - klar gibts auch mal nen Hänger, aber sie hat jetzt in Mathe schon die erste eins mitgebracht (jubel) und ist auch allg. im Matheunterricht eine der besten und aufmerksamsten. Auch in den anderen Fächern eher einsen und zweien. Auch mal ne drei, jetzt mal ne vier in Deutsch, da gings irgendwie um die vier Fälle und sie hats komplett verschusselt.
Blöd ist: in Musik haben sie bis jetzt nur eine Arbeit geschrieben am Anfang des Schuljahres und da hatte sie nie vier. Dadurch, dass sie in der Bläserklasse ist (bei uns gibts zwei Musikklassen aus den bestehenden Schulklassen - die einen blasen Musikinstrumente, die anderen singen), hat sie weiter noch keine Zensuren. Obwohl sie ja musikalisch ist, Querflöte spielt ... die Arbeit hatten sie zu einer Zeit geschrieben, wo bei ihr noch nicht so ganz klar war, dass man Unterrichtsstoff auch wirklich auswendig im Kopf haben muss, wenn man eine Arbeit schreibt.
Ich hab auch nicht immer von den Kindern alle Arbeiten im Kopf und wann wer was lernen muss. Das verklickere ich ihnen immer wieder mit Nachdruck: lernen müsst ihr selber, aber ich hör euch gerne ab. Aber ihr müsst schon kommmen und mir das sagen. Und das klappt inzwischen immer besser.
Blöd ist - sie sitzt neben einem Jungen in der Klasse und der nervt sie wohl sehr oft. Piekst sie in die Seite, bläst ihre Arbeitsblätter vom Tisch, versucht dauernd zu quatschen ... und ich hab der Lehrerin auch gesagt, dass ich möchte, dass sie sich neben jemand anderes setzen kann. Aber da ist bis jetzt nix passiert. Da die ganzen Rabauken jeder einzeln sitzen müssen, ist auch kein Einzelplatz mehr frei, wo sie ihre Ruhe hätte. Und die Lehrerin ist wohl ständig am Grübeln, wen sie noch neben wen setzen könnte, ohne dass es wieder neue Probleme gibt.
Nun kann ich schlecht nachprüfen, ob wirklich nur er quatscht oder sie auch öfter, gerne ...? Sie meinte mal, manchmal quatsch ich ja auch, aber nicht oft (eigentlich ist sie da sehr ehrlich).

Aber an der GS ist es allg. so, dass betroffenen Eltern überhaupt nicht weitergeholfen wird - ganz im Gegenteil. Ich sprach das Thema nach einem Elternabend (von Sohnemann) mal mit an, weil eine andere betroffene Mutter Rat suchte.
Das Kind hat große Schwierigkeiten in der Schule (hatte in der Kiga-zeit eine Hirnhautentzündung).
Von Außenstehenden hab ich inzwischen gehört, dass die Eltern sich wohl auch nicht wirklich richtig um das Kind kümmern, viel wichtiger sind Mamas Haare und die schick aufgemotzten Fingernägel von Mama ... und dass es für sie wohl besser wäre, an die Förderschule zu wechseln.
Nun gut, das kann ich nicht beurteilen.
Jedenfalls fragte diese Mutter die Klassenlehrerin um Rat und ich hakte mich ein eben mit meinen Erfahrungen. Sie frage die Lehrerin, warum denn diese Ratschläge nicht von der Schule an die betroffenen Eltern gegeben werden und die Lehrerin meinte nur: nein, um solche Dinge müssen Sie sich heutzutage selber kümmern, da wird von der Schule aus nichts mehr unternommen/gesagt.

Hä? Dafür ist die Schule wohl da, oder?
Ich sprach genau diese Frage auf der Versammlung des Kreiselternrates an (bin inzwischen Schulsprecher der GS) und dort wurde nur mit den Köpfen geschüttelt über so viel Ignoranz.
Gerade die Schule ist dafür zuständig, die Eltern auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen!

Mit unserem 8jährigen bin ich ja auch zur Schulpsychologin zum Test gegangen, weil er sich in der Schule nur langweilt(e). Sie machte Tests und es kam raus, dass er schon in Mathe ne Hochbegabung hat und evtl. ein Klassensprung angedacht ist.
Sie sagte mir, dass ich das erstmal der Klassenlehrerin sagen soll und dass die Klassenlehrerin die Psych. anrufen soll, damit sie ihr den Test usw. mitteilen kann. (mir hat sie ja auch nur erzählt, wie der Test gelaufen ist, ich habe meinen Sohn ja dabei nicht erlebt, also ist es schon besser, wenn die Lehrer das dann aus erster Hand gesagt bekommen).
Jedenfalls komm ich irgendwann nach dem Test mal in die Schule und die Direx spricht mich ziemlich zickig an: Was ist denn nun bei dem Test rausgekommen?
Ich: Naja, es tendiert wohl in Richtung Klassensprung, aber dazu soll erstmal die Klassenlehrerin die Psych. anrufen.
Sie: Wieso - zuerst müssen wir doch mal miteinander reden, schließlich wollen SIE ja was von MIR!!
Ich: Nein, zuerst wird die Kl.lehrerin mit der Psych. reden und anschließend können wir gerne einen Termin machen und uns unterhalten usw.
Sie - sehr empört: Das ist aber der völlig falsche Weg, zuerst hätte ich mal informiert werden müssen ...

Sie fühlte sich offensichtlich in der Ehre gekratzt oder so? Wenn die Psych. sagt, ich soll das so mit der Lehrerin besprechen, dann mach ich das auch so. Wozu die Pferde scheu machen, wenn noch gar nix klar ist?

Naja, irgendwann haben wir uns dann zusammengesetzt und beschlossen, dass er mal testweise in die dritte Klasse gehen darf. Er war morgens jedesmal am Heulen, dass er nicht mehr in diese langweilige blöde Schule will usw. So gings ja nicht weiter.
Blöd ist, dass diese Klasse allg. sehr leistungsschwach ist und drei Kinder eben leistungsstark, die langweilen sich.
Jedenfalls ging er jetzt bis vor Weihnachten in die dritte, aber dort war er völlig überfordert (sagen die Lehrer, ich war ja nicht dabei). Das Arbeitstempo ist schon ziemlich heftig, damit hatte er Probleme. Immer mussten die anderen warten ... mit Schreiben sind die ja in der zweiten Klasse auch noch nicht so fix.
Dann hat er in der dritten ne große Klassenarbeit mitgeschrieben - da hätte er ne vier gehabt (das hätte ich in der Übergangsphase noch akzeptiert) und dann aber am nächsten Tag noch ne Klassenarbeit "aus der Kalten" mit dem Stoff der Klasse zwei.
Sie hatte ihm die Arbeiten zwar angekündigt, aber er hat sich die von der 3. Klasse gar nicht eingeschrieben (vergessen) und die von der 2. zwar eingeschrieben, aber mir nicht gesagt ... die hat er durch Rumschusseln vergeigt. Auch ne Frage nicht verstanden, obwohl die ganz einfach war.
Naja, jedenfalls meinte die Lehrerin (eben die Direx), wenn er so gut wäre, dann hätte er die Arbeit mit links gemacht. Naja - ganz so aus der Kalten ohne jegliche Vorübung dann eine große Arbeit über Stoff, den er in den letzten Wochen nicht hatte - mich hats nicht gewundert, dass es daneben ging.
Nun ist er doch wieder in der zweiten und kriegt extra Aufgaben, je nach Unterrichtsstoff.
Was ein großer Schwerpunkt zu dieser Entscheidung noch war: er ist einfach psychisch noch nicht wie ein 3.klässler, einfach noch sehr verspielt, launisch ...
Die Option Klassensprung kann ja deshalb noch offen bleiben.

Betr. dieser Nachhilfeinstitute (bei uns Paedec) - eine mir bekannte Familie schickt ihr Kind dorthin, weil Matheprobleme (ähnlich wie bei unserer). Sie zahlen im Monat um die 200 Euro ... Als ich mich mit ihr unterhielt, was die Tochter da macht - nix anderes, als mein Kind in der kostenlosen Ergo ...

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