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Geschrieben von daskrokodil am 07.11.2007, 16:04 Uhr

Wer kennt dieses Schulsystem?

Hallo und Guten Tag zusammen,

Wer von Euch kennt dieses Schulsystem wo die 1 und 2 Klasse in einem Raum unterrichtet wird?
Was habt ihr ggf. für Erfahrungen damit gemacht ?
Habe da erst heute von gehört wußte gar nicht das es das gibt .
Liebe Grüße DasKrokodil

 
8 Antworten:

Re: Wer kennt dieses Schulsystem?

Antwort von 2xMama am 07.11.2007, 16:12 Uhr

Hallo,

wir waren von der "Flexiblen Eingangsphase" noch nicht betroffen. Hier ist zum Thema ein Link. http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehung/brennpunkt_schule/praxis_schule/flexible_einstiegsphase/gaestebuch.jhtml

Ist wohl schon älter.

LG
Gabi

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Ich, aber ...

Antwort von Ebba am 07.11.2007, 16:17 Uhr

... ich habe es zum Glück nicht erleben müssen :-). Zumindest für die Kinder, die ins zweite Schuljahr kamen als dieses System an manchen Grundschulen eingeführt wurde war das nicht wirklich günstig (u. unsere Tochter hätte dazu gehört). Das Ganze nennt sich Schuleingangsphase (NRW) u. diese Schuleingangsphase kann eben auch so ausgestaltet werden, das die 1. und 2. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Diese Schuleingangsphase kann dann in 1 bis 3 Jahren durchlaufen werden. Der Hintergedanke ist, dass Kinder, die bspw. die erste Klasse schon mit Vorkenntnissen besuchen und besonders begabt sind die Phase in einem Jahr durchlaufen können. Sie können dann mit mindestens 1/2 der Klasse ins 3. Schuljahr überwechseln und bleiben so in gewisser Weise im Verband. Kinder die sich schwerer tun können das 1. oder 2 Schuljahr (bzw. dessen Stoff ganz oder teilweise) in einem weiteren Schuljahr wiederholen ohne aus dem Klassenverband herausgerissen zu werden. Der Gedanke ist vielleicht nicht schlecht, aber funktioniert hat das ganze an den mir bekannten Schulen nicht (vermutlich mangels Vorbereitung der Lehrer und zuweniger Lehrkräfte/zu großer Klassen) mit der Folge, dass es an mindestens einer dieser Grundschulen nach bereits zwei Jahren wieder abgeschafft wurde.

Zum Weiterlesen:
/cit/
Hinter der Idee der Schuleingangsphase steht die Beobachtung, dass Kinder, die schulpflichtig werden, mit ganz unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Schule kommen. Neben Kindern, die bei der Einschulung schon lesen und schreiben sowie im Zahlenraum bis 20 oder darüber hinaus rechnen können, finden sich Kinder, die keine oder nicht hinreichende deutsche Sprachkenntnisse haben. Auf diese Situation müssen Kindergärten und Schulen eine Antwort geben - beispielsweise mit einer vorschulischen Sprachförderung, aber auch mit einem neu organisierten, auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder eingehenden Schulanfang - der Schuleingangsphase. Sie umfasst die Klassen 1 und 2 und wird in der Regel jahrgangsübergreifend organisiert. Eine Schule kann aber mit Zustimmung der Schulkonferenz eine andere Organisationsform wählen, die eine gleichwertige individuelle Förderung ebenso ermöglicht.

Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Die Arbeit der derzeitigen Schulkindergärten wird in die Grundschulen integriert. In der Schuleingangsphase lernen demnach Schülerinnen und Schüler mit günstigen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und auch besonderen Begabungen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, deren Kompetenzen und Fähigkeiten noch nicht so weit entwickelt sind. Langsam lernende Schülerinnen und Schüler und solche, die schneller lernen oder besondere Begabungen aufweisen, sollen individuell und gezielt gefördert werden. Zudem zeigen Erfahrungen mit jahrgangsübergreifenden Gruppen, dass "Neulinge" in der Schule von ihren Mitschülern vieles, was vor allem den Alltag und die Organisation betrifft, lernen. Die Verweildauer in der Schuleingangsphase beträgt je nach den Fortschritten der Kinder ein bis drei Jahre. Über die individuelle Lernzeit wird während der Eingangsphase entschieden. Das dritte Schulbesuchsjahr in der Schuleingangsphase wird nicht auf die Schulpflicht angerechnet.

Durch den weitgehenden Verzicht auf Rückstellungen und die Aufnahme aller Kinder in die Grundschule wird die schon vorhandene Heterogenität der Schülerschaft erweitert. Damit werden die Förderansprüche an die Lehrkräfte im Sinne der Individualisierung und inneren und äußeren Differenzierung deutli
/cit/
aus: http://www.learn-line.nrw.de/angebote/schuleingang/

Liebe Grüße
Ebba

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Re: Wer kennt dieses Schulsystem?

Antwort von sun1024 am 07.11.2007, 17:15 Uhr

Mein Sohn hat so eine Eingangsstufe besucht, und ich selbst habe mal eine kombinierte Klasse 1-3 unterrichtet.

Ich halte viel davon, WENN der jeweilige Lehrer die Vorteile des Systems nutzt und die Kinder auf individuellen Niveaus lernen lässt.

LG sun

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Re: Wer kennt dieses Schulsystem?

Antwort von schnecke71 am 07.11.2007, 20:00 Uhr

Das ist hier in NÖ in den Landschulen durchaus üblich - manchmal 1.+2. Schulstufe incl Vorschulstufe, manchmal 3.+4. oder auch 2.+3....je nach örtlicher Begebenheit und Schülerzahl.
Es gibt hier jahrelange Erfahrungen damit und sehr gute Erfahrungen.

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Vielen Dank besonders Ebba

Antwort von daskrokodil am 07.11.2007, 23:33 Uhr

Du hast mir sehr geholfen .
Dafür Herzlichen Dank

Liebe Grüße und Gute Nacht wünscht DasKrokodil

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Re: Wer kennt dieses Schulsystem?

Antwort von RenateK am 08.11.2007, 8:49 Uhr

Hallo,
flexible Eingangsphase gibt es bei uns nicht, aber jahrgangsgemischte Klassen in verschiedenen Kombinationen. 1/2, 2/3, 3/4 und 4/1 und manchmal auch drei Jahrgänge, mein Sohn ist derzeit als Viertklässler in einer 1/3/4, angefangne hat er in einer 1/2. Unsere Schule hat damit mehr als 15 Jahre Erfahrung und die und auch unsere persönlich sind sehr gut. Es wird einfach flexibler gearbeitet und nicht alle - auch nicht innerhalb eines Jahrgangs - über einen Kamm geschoren. Ich kann es nur empfehlen.
Gruß, Renate

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Re: Wer kennt dieses Schulsystem?

Antwort von Anda am 08.11.2007, 9:24 Uhr

Hallo Krokodil,

meine Kinder sind an einer Schule mit Eingangsphase und das System wird ,zumindest in den Klassen meiner Kinder, konsequent umgesetzt.
Da die Kinder ihre Materialien nach ihrem Stand erhalten, wird wirklich jedes Kind in den Klasse 1 und 2 individuell gefördert. Für leistungsstarke Schüler ist es ein Segen.
Jetzt kommt aber die Kehrseite:
1. Während die individuelle Förderung in den Eingangsklassen wunderbar funktioniert, hört diese in den Klassen 3 und 4 vollkommen auf. D.h. gleiche Hefte, gleicher Unterricht für alle. So hörte mein Sohn (jetzt Klasse 4) vor einigen Monaten: "Das ist schön, dass Du das kannst, aber das DARFST Du auf der Grundschule noch nicht rechnen" (Ging lediglich um eine Rechnung mit negativen Zahlen). Somit hat er bis zum heutigen Tag in der Schule nicht mehr gelernt, als er schon vor seiner Einschulung wusste. Na ja, immerhin hat er viel Spaß in der Pause auf dem Fußballplatz...und mit seinen Klassenkameraden versteht er sich auch prima.
2.Auffällig ist, dass gerade Kinder aus sozial auffälligen Elternhäusern die Eingangsstufe in 3 Jahren durchlaufen. Die "Könnt Euch von den Blättern aussuchen, was Ihr als Hausaufgabe machen wollt, wenn Ihr wollt"-Methode führt gerade bei leistungsunwilligeren Schülern zu Rückständen. Eine Hausaufgabenbetreuung, auch wenn sie gut ist, kann in solchen Fällen leider nicht leisten, wozu kompetente Eltern in der Lage wären. (Alleine schon aufgrund der Anzahl der Kinder)
3. Bei Kindern aus gehobenen Elternhäusern wird die Schuld bei nicht die Erwartung erfüllenden Leistungen gleich am neuen Schulsystem gesucht und die Schule gewechselt, anstatt nachzuforschen, wo die eigentlichen Ursachen liegen.

4. Es kann durchaus sein, dass ein Kind doppelt so alt ist wie das andere. So liegt das Alter in den Eingangsklassen zwischen 5 und 10. Das kann durchaus für Komplikationen sorgen.

Fazit: Trotz der o.g. Punkte bin ich begeistert von der Eingangsstufe. Die Kinder werden spielerisch und liebevoll auf ihrem Niveau an das Lernen herangeführt.

LG
Anda

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wir sind begeistert!

Antwort von Nina mit Jan am 08.11.2007, 9:42 Uhr

Hallo, Jan ist dieses Jahr eingeschult worden und hier sind auch zwei Klassen, wo jeweils erste und zweite Klasse zusammen sind. Konnten uns das vorher gar nicht vorstellen, sind aber von dem System total begeistert. Die Kinder lernen von Anfang an in Gruppen und auch einzeln zu arbeiten. Auch das Helfen untereinander wird sehr gross geschrieben. Die Grossen sind die Göttis von den Kleinen (Paten) und haben somit bestimmte Aufgaben z.B. vorlesen. Die Kids aus der ersten Klasse können bei Bedarf den Stoff der Grossen mit arbeiten und umgekehrt. Die Kinder aus der zweiten Klasse, die noch Probleme mit dem Stoff haben, können bei den Kleinen nochmal mit arbeiten. Die Kinder haben nicht alle den gleichen Stoff. Hier langweilt sich kein Kind und kein Kind wird "mitgezogen". Jan hat z.B. nicht immer die gleichen Hausaufgaben auf die alle anderen Kindern sondern nach seinem Stand. Hier geht die Lehrerin super auf die Kinder ein.
Ich kann hier nur positives und absolut gar nichts negatives berichten und kann das auch nur weiter empfehlen.

LG Nina

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