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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 07.11.2005, 14:38 Uhr

Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Hallo,

für Fumi steht der Übertritt an, also der Wechsel auf Haupt- oder Realschule oder Gymnasium nach der 4. Klasse.

Noch vor wenigen Wochen habe ich getönt, daß ich mich auf das Urteil der Lehrerin verlasse. Aber die hat jetzt anklingen lassen, daß sie für Fumi eine Hauptschulempfehlung abgeben würde - und das kommt für mich irgendwie überhaupt nicht in Frage. Nicht, weil ich Hauptschule doof finde, sondern weil ich Fumi definitiv nicht auf der Hauptschule sehe.

Kurz die Eckdaten:

Fumi ist 9 und wird im Juni 10, ist damit eine der Jüngsten in der Klasse. Aber sie ist körperlich sehr weit entwickelt, im Gegensatz zu ihren Klassenkameradinnen hat sie schon Brüste und Schamhaare, wir haben im Dezember einen Termin, um das endokrinologisch abchecken zu lassen. Auf jeden Fall spricht m.E. die körperliche Entwicklung gegen den Kompromissvorschlag der Lehrerin, sie ein Jahr auf der Hauptschule zu "parken"´und dann neu zu entscheiden. Außerdem fürchte ich, daß sie es sich dann dort "bequem" macht.

Fumi hat Legasthenie und möglicherweise auch ADS. Bei den Testungen dafür kam heraus, daß sie einen IQ von 128 hat. Der Psychiater, der einen Teil der Tests durchgeführt hat, sah sie auf dem Gymnasium.

Wir warten händeringend auf einen Therapieplatz für die Leagsthenie. Die Psychaterin, die ebenfalls an den Testungen beteiligt war, sah im Moment keinen Handlungsbedarf für die ADS. Sie meinte, daß Fumi mit der ADS besser umgehen kann, wenn die Legasthenie behandelt wird, und deswegen sah sie da die Priorität. Die LRS ist ausgetestet und bescheinigt, die Schreib- und Lesenoten sind also aus der Notenbewertung rausgenommen.

Fumi ist tendenziell faul. Das liegt wohl daran, daß ihr die meisten Sachen eher zufliegen. Sie ist sehr vielseitig interessiert und merkt sich alles, was man ihr erklärt. Wenn es aber darum geht, etwas schlicht und ergreifend zu pauken, tut sie sich sehr schwer. Aufgrund ihrer guten Auffassungsgabe konnte sie die LRS fast drei Jahre lang gut "überspielen", deswegen wurde die Diagnose auch erst dieses Jahr gestellt.

Vom Charakter her ist sie sehr wechselhaft, was vielleicht auch mit der beginnenden Pubertät und/oder der unverarbeiteten Scheidung zu tun hat. Sie ist wegen der Scheidung ein gutes halbes Jahr lang in der Schule massiv eingebrochen (in der Zeit wurde dann auch die LRS diagnostiziert), hat sich aber im letzten halben Jahr wirklich gut wieder aufgerappelt. Weder die Lehrerin noch ich haben damit gerechnet, daß sie so schnell wieder den Klassen-Standard erreicht.

Die Lehrerin ist eine Superliebe, wirklich. Sie hat Fumi und mich während der ganzen schweren Phase (Trennung - Testungen - LRS- und ADS-Diagnose) wunderbar unterstützt. Streckenweise habe ich fast täglich mit ihr telefoniert. Sie sagt aber selber, daß sie dafür bekannt ist, eher einen "niedrigeren" Schulzweig zu empfehlen.

Ich hatte soooo gehofft, daß ich die Entscheidung sozusagen der Lehrerin "auf's Auge drücken" kann und dann einfach nur noch der Empfehlung folgen muß. Aber mit der Hauptschule kann ich mich gar nicht anfreunden.

Fumi will übrigens unbedingt auf's Gymnasium. Neulich gab es bittere Tränen, als ich ihr klarmachte, daß sie dafür schon noch bissi mehr arbeiten muß. Ich persönlich würde sie am liebsten auf der Realschule sehen, obwohl ihr Potential sicher auch dort nicht voll ausgeschöpft wird. Aber sie kann ja nach der 10. weitermachen, es ist ja keine Sackgasse. Leider ist es fast unmöglich, in München ein Gymnasium mit Ganztagsbetreuung zu finden, bei Realschulen ist das aber durchaus üblich, und ich bin auf Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung angewiesen, weil ich ja ganztags berufstätig und im übrigen als Hilfslehrerin eine Totalversagerin bin.

Was sagt Ihr dazu? Soll ich egoistisch sein und sie auf die Realschule schicken? Oder soll ich auf die Lehrerin hören, und sie auf die Hauptschule schicken? Oder soll ich ab sofort nachmittags Hausaufgabenstress veranstalten, damit sie das Gymnasium schafft? Oder soll ich die Entscheidung vertragen und sie auf die Schulartunabhängige Orientierungsstufe schicken? Nachteile: Man bekommt kaum einen Platz, und sie muß nach 2 Jahren wieder die Schule wechseln. Oder soll ich mich komplett vor der Entscheidung drücken und sie auf eine Gesamtschule schicken? Nachteile: Sie hätte fast eine Stunde Fahrzeit One Way und würde daher eher wenig Freunde in unserer Umgebung finden (es gibt nur eine Gesamtschule in München).

Helft mir doch mal bitte. WEas sagt Ihr dazu?

Danke,
Elisabeth.

 
31 Antworten:

Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von kitti13 am 07.11.2005, 14:44 Uhr

Wie sehen denn ihre Noten in den Hauptfächern aus?

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 07.11.2005, 15:00 Uhr

Ach ja, vergessen, sorry.

Beim letzten Jahreszeugnis im Sommer:
Deutsch 2
Mathe 2
HSU 1

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von RenateK am 07.11.2005, 15:26 Uhr

Hallo Elisabeth,
wie begründet die Lehrerin die Hauptschulempfehlung denn? Das wird mir nicht ganz klar, die von Dir angegeben Noten können es ja wohl kaum sein, die sind doch wirklich gut, was will man da mehr. Und das Ergebnis der psychologischen Untersuchung weist doch auch darauf hin, dass sie an einer Hauptschule unterfordert sein würde und dann erst recht nichts tut, wie Du ja selber befürchtest. Sind die Noten jetzt so abgefallen seit den Ferien? Dann sollte man Fumi klar machen können, dass sie was tun muss. Also, wie gesagt, die Einschätzung der Lehrerin ist mir nicht verständlich.
Viele Grüße, Renate

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von like am 07.11.2005, 15:33 Uhr

Das sind ja eigentlich schon Noten für´s Gymi, aber bei den von dir beschriebenen Problemfeldern seh ich das schon kritisch. Im Gymi wird schon viel selbständiges Lernen und Arbeiten zu Hause vorausgesetzt und da muss man dann entweder höllisch hinterher sein und Hilfslehrer spielen oder das Kind packt´s eben von sich aus (die Fleißigen...). Hauptschule seh ich auch ganz kritisch v.a. wegen den sozialen Verhältnissen, die dort oft herrschen - da ist effektives Unterrichten für die Lehrer oft gar nicht mehr möglich. Ich würd´s glaub einfach mal mit der Realschule probieren, wenn dort zudem auch noch die Betreuung passt. Und zur Not kann man ja auch hier ab und an Nachhilfe geben und es bleiben alle Wege offen. Auch sind hier die Kinder in der Regel gut gemischt und sie wird sicher adequate Freunde finden, was in der Hauptschule für ein intelligentes Mädel schon ein Problem sein kann (ich kenne so einen Fall). Außerdem werden in der Real meist gut Hausaufgaben aufgegeben, sodass "faul sein" etwas schwieriger ist als im Gymi. Und theoretisch könnte sie auch hier nach einem Jahr noch "aufsteigen". Bei uns müssen die Grundschullehrer auf Wunsch der Eltern übrigens zwingend bis zu einem Deutsch/Mathe-Schnitt von 2,5 (es zählen alle Arbeiten, also nicht gerundet) auf´s Gymi empfehlen, und bis 3,0 auf die Real.

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von celmin am 07.11.2005, 15:47 Uhr

Hallo,
wie wäre es denn eigentlich mit der Förderstufe? Ich selbst bin eigentlich kein Freund davon, aber wenn Fumi doch wirklich selbst auf Gymnasium möchte, würde ich es vielleicht mal probieren.
Im übrigen war (damals) ein Mädel mit mir im Leistungskurs Deutsch, welches Legasthenie hatte.

Ansonsten würde ich aber auch mehr für die Realschule plädieren, wenn sie später weitermachen will, kann sie ja trotzdem noch Abi machen.
Gruß
Iris

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von Rio am 07.11.2005, 17:17 Uhr

Hallo,

ich kann ebenfalls die Empfehlung der Lehrerin für Hauptschule nicht verstehen.
Worauf begründet sie das? Ausschliesslich wg. Legasthenie?

Ich denke, von den Noten her sollte eher die Überlegung angestellt werden: Gymnasium oder Realschule - aber gewiss nicht die Überlegung Haupt- oder Realschule.

Übrigens kann sie nach der zweijährigen Orientierungsstufe auch von Real nach Gym wechseln. Da braucht sie nicht extra in eine besondere Schule dafür.

Zudem ist das deutsche Schulsystem in weiser Voraussicht in allen Klassenstufen durchlässig gestaltet.
Ich würde bei Fumis guter Auffassungsgabe und IQ das Gym bzw. einen späteren Wechsel dorthin zumindest im Hinterkopf behalten; auch wenn du sie jetzt noch nicht dorthin gibst.

Höre dich vermehrt bei Bekannten um, die bereits ein Kind auf dem Gym haben.
Noch ein Tip: mach doch Gesprächstermine mit den Direktoren der Realschulen und Gymnasien aus, die für euch überhaupt in Frage kämen und bitte sie um ihren fachmännischen Rat.

Viele Grüsse,
Rio

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Bei diesen Noten begreif ich nicht ganz

Antwort von ninas59 am 07.11.2005, 17:30 Uhr

Die Frage stellt sich ob sie in Deutsch oder Mathe auf Grund der Lernschwierigkeiten eine andere Bewertung als die anderen Kinder bekommen hat.

Ansonsten weiss ichnicht was die Lehrerin groß ausrichten kann.
Am besten du redest mit dem von Direktor des Gymnasium.

Mein Neffe ist auch Legastheniker bei einem IQ von 130. die Leghastenie wurde erst im Gym festgestellt.

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kennst du das?

Antwort von ninas59 am 07.11.2005, 19:42 Uhr

http://www.note1plus.de/4-UeZeugnis.htm

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von RamonaD am 07.11.2005, 21:49 Uhr

Hallo Elisabeth,
hmmm, das ist eine schwierige Frage. Ich könnte da nur von mir selber berichten. Ich hatte auch eine LRS und bin damit pauschal auf die Hauptschule verwiesen worden.
Ich hatte IMMER super Noten in Mathe, der Englischunterricht in der Hauptschule war aber eher lachhaft(bei uns jedenfalls), so das ich diese Sprache nie wirklich verstanden habe.
Nach meinem Hauptschulabschluss wollte ich unbedingt die Realschule machen und bin in Kiel zur Handelsschule gegangen.
Dort habe ich das 1 von 2 Schuljahren ganz gut hinter mich gebracht(mit Ausnahme der Fächer: Deutsch Note 4 und Englisch Note 5). Im 2. Schuljahr an dieser Schule starb meine Tante, meine Mutter bekam Krebs und ich musste den Haushalt für 4 Personen weiter führen. Meine Noten sackten ab. Meine Deutschnote konnte ich im 1. Halbjahr des zweiten Schuljahres sogar auf eine 3 verbessern(die LRS war übrigens schon lange nicht mehr berücksichtigt und meine Deutschnote somit inklusive Lese und Rechtschreibnote). Nach dem Tod meiner Tante und der Erkrankung meiner Mutter sackte ich ab. Ich beendete das 2. Halbjahr des 2 und letzten Schuljahres dann mit drei 5en und bekam den Abschluss nicht. Ich hätte den Abschluss geschafft, wenn nicht meine Lehrerin in Textverarbeitung ein "Auge auf mich geworfen hätte" und das nicht gerade im positiven Sinne. Sie hat mir nämlich die 3. und somit vernichtende 5 gegeben und damit meinen Abschluss verhindert(ich bin heute noch davon überzeugt das ich eine 4 verdient gehabt hätte*g*).
Was ich Dir letztendlich damit sagen möchte ist: versuch erstmal etwas mehr statt etwas zu wenig.
Letztendlich sind ja nun einmal noch 2 Jahre Orientierungsstufe vorgesehen(oder hat sich da etwas geänder?).
Ich an deiner Stelle würde Fumi auf die Realschule geben, solltest du in den 2 Jahren Orientierungsstufe feststellen, dass es so gar nicht geht(etweder weil sie sich so sehr bessert, das sie doch aufs Gym gehen kann oder weil sie sich so verschlechtert oder nicht mit kommt, das die Hauptschule doch besser für sie wäre), dann kannst du sie immer noch einmal versetzten. Aber die Realschule wäre der "goldene Mittelweg" und auch Fumi ist vielleicht etwas "begeisterter" bei der Sache wenn du ihr sagen kannst: wenn du die Realschule schaffst kannst du ohne Probleme nachher weiter machen mit dem Gym. Schickst du sie aber gleich auf die Hauptschule, ist der Weg zum Gym doppelt so weit wenn nicht sogar fast unmöglich und sie verliert vielleicht erst recht die Lust am lernen?!
Liebe Grüße
Ramona

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Von der Gesamtschule rate ich dringend ab! ...

Antwort von Nina3Jungs am 07.11.2005, 22:46 Uhr

Ich wohne da ums Eck und habe sowohl zu meiner Zeit als auch in den letzten Jahren so meine Erfahrungen damit. Wenn Du magst suche ich auch meine Notizen vom Info-Abend zum Übertritt von vor zwei Jahren raus, da hatten wir den Beratungslehrer da.

Bei den Noten, die Du da schriebst sehe ich eigentlich keinen Grund für Hauptschule. Das ist ein astreiner Gym-Schnitt, wenn man LRS einberechnet eventuell "nur" Realschule aber keinenfalls Hauptschule.

Habt ihr die Info-Bögen zu den Schulen schon bekommen? Bei den Gymnasien gibt es einige, die Hausaufgabenbetreuung anbieten (GMM zum Beispiel, da machen das Schüler höherer Klassen gegen ein Taschengeld).

Schau Dir doch mal die in Frage kommenden Gymnasien/Realschulen mal an und sprich mit den jeweiligen Beratungslehrern. Danach weißt Du wahrscheinlich mehr.

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Das ist in Bayern leider nicht mehr ganz so einfach, ...

Antwort von NIna3Jungs am 07.11.2005, 22:49 Uhr

weil wir ja G8 haben und damit die zwiete Fremdsprache schon in der 6. Klasse kommt. Die Entscheidung wird damit fast zwangsweise um ein Jahr vorverlegt oder die Kinder müssen die 6. wiederholen um die Sprache aufzuholen oder ähnliches.

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Re: Antwort - Vorsicht, auch lang

Antwort von Astilbe 007 am 07.11.2005, 23:28 Uhr

Hallo Elisabeth,
ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich hätte mein Kind nicht gern in die Hauptschule gegeben. Denn leider widerspricht die Schulpraxis der schönen Theorie vom ach so durchlässigen Schulsystem fundamental. Ich spreche jetzt allerdings nur für Niedersachsen. Möglicherweise ist es in anderen BL besser (?)

Schon der Übertritt von der Realschule zum Gymnasium ist relativ schwierig, da die Lehrpläne überhaupt nicht aufeinander abgestimmt sind. Z.B. ist in der Realschule die Wahl einer zweiten Fremdsprache nicht verpflichtend. Wenn man das zu Anfang also nicht bedacht hat, ist der Übertritt schon sehr schwierig. Vielleicht nach der 10. Klasse, aber dann nur in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig. Leider aber unterscheiden sich auch die Unterrichtsinhalte in Mathe und Naturwissenschaften völlig. Die Gymnasiasten sind viel weiter.

Nahezu ausgeschlossen erscheint derzeit der Wechsel von der Haupt- auf eine andere Schule.
Unter einem "durchlässigen" Schulsystem stelle ich mir etwas anderes vor.

Bei der Wahl der weiterführenden Schulform sind mehrere Faktoren zu bedenken:
1. Die Aufnahme- und intellektuelle Leistungsfähigkeit eines Kindes, die bei deiner Tochter sicher mehr als gegeben ist.

2. Das Arbeitsverhalten!
Ich weiß, das klingt jetzt ziemlich antiquiert. Aber aus eigener, für mich anfangs wirklich erschütternder Erfahrung mit meiner älteren Tocher (jetzt 6. Klasse Gymnasium, früher in der Grundschule behütet und be"tütert" von den Lehrern) kann ich nur sagen, dass die Kinder auf dem Gymnasium sofort mutterseelenallein dastehen.
Große Klassen, müde Lehrer, ständiger Unterrichtsausfall, in der verkürzten Zeit dennoch Unmengen an Unterrichtsstoff zu lernen.
Die Kinder müssen damit allein zurecht kommen, denn Eltern sind in der Schule überhaupt nicht gefragt. Die Lehrer haben kein Interesse daran.
Zu Hause müssen!!! die Kinder selbstständig lernen können, sonst gehen sie unter.
Meine Tochter hat eine Zeitlang gebraucht, den Ernst der Lage zu begreifen. Ich auch... Jetzt geht`s und sie kommt in der Schule klar. Meine Hilfestellung beschränkt sich auf das Vokabel-Abhören.

Ich spreche hier wohlgemerkt von einer ganz normalen, öffentlichen Schule. Auf einer Privatschule kümmert man sich sicherlich viel besser und wesentlich intensiver um jedes einzelne Kind. Wenn man aber keine in erreichbarer Nähe hat, oder es sich finanziell nicht leisten kann, ist man leider auf das staatliche Schulwesen angewiesen.
Und dieses ist knallhart geworden nach PISA. Ich finde das in dieser Form natürlich nicht gut. Leider sehe ich aber auch keine Änderungschancen für die nächsten Jahre.

Also Fazit:
Versuch, das Bestmachbare für deine Tochter anzustreben. Nun weiß ich nicht, ob ihr in Bayern überhaupt die Möglichkeit habt, auch gegen die Empfehlung der Grundschule eine weiterführende Schulform zu wählen? Klär´ das doch zunächst mal ab. Und wenn dem so sein sollte, müsste! deine Tochter bei ihrem IQ zumindest die Realschule besuchen. Auch in Bayern ist nämlich die Hauptschule ein Abstellgleis (wir haben Freunde mit gleichaltrigen Kindern dort).
Die LRS dürfte kein Grund sein, sie nicht in die Realschule zu geben (schon zu meiner eigenen Schulzeit - 100 Jahre her - waren 2 LRS-Kinder meine Freunde, die später ohne Probleme das Abitur gemacht haben).

Aber: Vergiss bitte nicht den knallharten Leistungszwang und überlege, ob deine Tochter ihn wohl aushält. Wenn sie selbstbewusst genug ist und das Lernen gelernt hat, sollte sie bei ihrer Intelligenz nur wenig Probleme haben.

Ich wünsche euch alles Gute!

Liebe Grüße
Astilbe

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Re: mich wundern die Noten- megalang

Antwort von Benedikte am 08.11.2005, 1:56 Uhr

um es ganz ehrlich zusagen. Denn die sind eindeutig sehr gut, wenn ich auch nicht genau weiss, was das dritte ist. Aber MAthe und Deutsch kenne ich.Aber vielleicht spiegeln die Noten keine aktuellen leistungenwieder, sondern mehr Erwartungen, Hoffnungen und so- ich wüsste nämlich auch nicht, wie man Deutschdiktate oder Aufsätze bewerten soll, wenn man Fehler rausrechnen muss. Ichmmeine wie kann man das mit anderen Schülern vergleichen- und Noten drücken ja immer einen Vergleich aus.

Ich würde- aber nur, weil Ihr in BAyern seid- das Kind vermutlich auf die HAusptschule schicken. In BAyern besuchen rund 35 % der Schüler die HAuptschule, es ist also keine Restschule wie in Berlin oder Hamburg oder Bremen, wo nur 10 % auf die HAuptschule gehen und es sich um eine abolute Restschule und Negativauslese handelt. In BAyern ist HAuptschule noch regelschule- und man kann auch mit dem Hauptschulabschluss Lehrstellen finden. Außerdem- Dui sagtest, dass die Lehrerin deine Tochter sehr zugewandt war - das heisst ja, sie will sie nicht abstrafen, sindern meint die Hauptschulempfehlung aus bestem Wissen und Gewissen.

Gymnnasium würde ich auf jeden FAll lassen- derzeit.Das einzige, was dafür spräche, wäre dieser Intelligenzqutient. Aber bitte, wer misst diesen Quotienten- und was bedeutet es? Gerade seit Pisa wissen wir doch alle, dass Intelligenz weder nötig noch erforderlich ist, um Abitur zu machen; es hilft vielleicht ein wenig. Aber mit LSR, ADS, FAulheit- wie will man da bestehen, wenn man mit den Besten eines JAhrganges konkurrieren muss. Und auch das herausrechnen von rechtschreibschwächen wird nicht mehr so einfach. In der grundschule haben fast alle gute Noten, da kann man auch dem anderen gönnen. Sobald auf dem Gymnasium jemand eine schelchte Note hat wegen Rechtschreibung und herauskommt, dass Deine Tochter sich diesen Anforderungen nicht stellen muss, ist aufgrund der konkurrenz KRach in der Bude. Viellicht nicht direkt bei Dir- aber beim Leher sofort.
Und dann solltest Du bedenken, dass deine Tochter in einer unendlich schwierigen Situation ist. Erstmal die wirklich schmutzige Scheidung und Trennung- ich habe ja mitgelesen und muss sagen, dass das wirklich so ziemlich das übelste ist, was ich je gehört oder geshen habe, getoppt wirklich nur von RTL, aber nicht vom richtigen Leben. Das steckt niemand leicht weg, vor allem ist. wenn ich Dich richtig verstanden habe, der VAter ganz weg und kümmert sich nicht. Ich hätte mich in dem Alter umgebracht, wenn mein VAter sich davongemacht hätte- und auch wenn sie nichts sagt, solltest Du nicht darüber hinweggehen.
Dann: Für Dich ist deine Tochter nur Deine Tochter und nichts anderes- aber Dritte weren immer wieder zuerst die Afrikanerin sehen. Meine vorletzte Referendarin hier war Chinesin, die leiblichen Eltern lange in Indonesien gewesen ( sie hatte diesen Pass zunächst), sie ist dann Deutsche geworden udn sprach perfekt deutsch, kein chinesisch.Sie hatte beste Noten udn sah tiptop aus und klagte immer, im falschen Körper gefangen zu sein. Wir dAmen fanden das ziemlich unmöglich, weil die in dem rassigsten körper gefangen war, den usnere Behörde seit langem gesehen hatte- oder wie meine Kleidergröße 46 Kollegin murmelte" in dem Körper wäre ich gerne mal gefangen".aber Scherz beiseite- sie konnte noch so sehr den deutschen PAss haben und perfekt deutsch sprechen udn ein Super-juristisches Staatsexamen gemacht haben- als Deutsche aben wir sie nicht automatisch anerkannt.Und so wird es auch Deiner Tochter gehen. Das ist für jemanden mit gesundem Selbstbewusstesein machbar, aber nicht für jemand psychisch angeschlagenes.Auf der HAuptschule hingegen werden viel mehr Leute sein, die auch nicht blond und blauäugig sind, die auch anders aussehen- das macht oft die SAche für einen selber einfacher.Und wenn es auf dem Gymnasium zur SAche geht, kannst Du nicht mehr die individuelle Zuneigung erwarten von den Lehrern, die Du auf Grund- und HAuptschule hast. Da geht es mehr um Erziehung und Lebensbewältigung, auf dem Gymnasium um Wissensvermittlung.Und gerade, wenn Du mit HAuptschulempfehlung den GAng zum Gymnasium durchdrückst, werden sie Dir das ganz deutlich sagen.

Auf der Hauptschule könnte sie hingegen eine längere Zeit bleiben, Selbstbewusstesein sammeln, Alltag wieder einkehren lassen. Wenn es gut läuft, kann sie nach der 10.Klasse ja wechseln- eben dann, wenn sie die richtige Motivation hat.Vielleicht sprichst Du nochmal mit der Lehrerin und bittest um eine Realschulempfehlung aufgrund der Noten, das ginge auch noch. Aber Gymnasium würde ich - jedenfalls in Bayern, wo man nichts geschenkt kriegt- weder von der Arbeitshaltung, den Sekundärtugenden noch ihrem NAch- Scheidungszustand machen.Alleine auch deshalb, weil es absolut schrecklich wäre, wenn sie auf dem Gymnasium zwei JAhre lang die Schulversagern macht und dann doch runter muss. Zumal sich bei Euch ja viel tun kann- wenn Du bspw. einen neuen Job kriegst, kannst du Dich ja auc nicht hundertprozentig um sie kümmern- und Unterstützung hast Du nicht.Und Gesamtschule: FAustregel ist, dass eine Gesamtschule da, wo sie mit regelschulen konkurriert, relativ schelcht ist, weil sie nur dazu dienst, HAuptschulempfehlungen zu kaschieren. Gute Schüler besuchen direkt die Realschule oder das Gymnasium.In ländlichen gegenden, wo nur eine Gesamtschule vorhanden ist, mag das anders sein- aber das trifft auch Euch ncith zu. Also, Gespräch mit der lehrerein- und dann HAuptschule oder realschule.

Benedikte

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Re: Übertritt - ich fühle mich so hilflos - lang

Antwort von Graupapagei3 am 08.11.2005, 7:24 Uhr

Also ich würde sie auf der Realschule sehen, das scheint zu ihr, so wie Du sie beschreibst, am besten zu passen. Für die Hauptschule ist sie einfach zu intelligent, da würde sie ihr Potenzial verschenken.
Für das Gymnasium fehlt es offensichtlich an der notwendigen Lerneinstellung. Gymnasiasten sollten Kinder sein, die von sich aus gerne und freiwillig lernen, diese Kinder sollten schon in der GS ihre Hausaufgaben selbständig ohne Betreuung anfertigen können und viel Eigenverantwortung aufbringen. Diese Einstellung scheint bei Fumi etwas zu fehlen, somit wären Schulfrust, Stress und schlechte Leistungen vorprogrammiert.
Die LRS hat mit der Entscheidung für die Schulform übrigens gar nichts zu tun, damit kann man erstmal überall hin.
Viel wichtiger ist, was das Kind für ein Lerntyp ist, es sei denn die Eltern wollen über Jahre den Hilfleherer spielen und später dann die Nachhilfeinstitute reich machen!
Davon mal abgesehen, würde ich nochmal das ausführliche Gespräch mit der Lehrerin suchen, um ihre genauen Gründe für die Empfehlung zu erfahren.

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... auch meinen Senf dazugeben

Antwort von Petra Sch. am 08.11.2005, 9:14 Uhr

Hallo Elisabeth,
ich wohne auch in München und möchte Dir erstmal meine Erfahrung aus meiner Schulzeit schildern (schon etwas länger her). Ich hatte in der Grundschule super Noten ohne das ich mich anstrengen musste und mein Klasslehrer "überredete" meine Eltern, dass ich unbeding aufs Gymnasium muss. Die 5. ging dann noch so einigermaßen und in der 6. brach ich dann ein. Denn ich hatte nicht gelernt, dass man auch mal üben muss und mehr tun muss als nur Hausaufgaben machen. Meine Eltern hatten von auch gedacht, es würde so weitergehen wie in der Grundschule und haben sich nicht groß gekümmert. ie Pubertät und die dazugehörige Aufsessigkeit haben ihr übriges dazugetan. Allerding gab es damals noch die 4-stufige Realschule und ich konnte von der 6. Gymnasium auf die 7. Realschule wechseln. Damals fing die Realschule erst mit der 7. an. Was die Schüler, die vorher in der Hauptschule waren in der 5. und 6. anderes gelernt haben, holte ich leicht auf .

So und jetzt meine Meinung zu Fumis Fall. Bei den Noten würde ich sie nie und nimmer auf eine Münchener Hauptschule tun. Das mit den 30 % Hauptschülern in Bayern in einem voerheringen Posting bezieht sich wohl mehr auf die ländlichen Gegenden in Bayern. Meine Meinung ist, dass wenn Du in München erst mal auf einer Hauptschule bist, auf dem absoluten Abstellgleis bist. Und somit mit das Argument "Afrikanerin" (wie in dem anderen Posting )noch mehr wiegt.
Ich würde jetzt erstmal die Info-Abende, die von den verschiedenen Schulen angeboten werden besuchen. Dann scheidet das eine oder andere vielleicht von vornherein aus. Soweit ich mich erinnere hattest Du bevor Fumi in die Schule kam, mal darüber nachgedacht, sie in die Isar-Schule tun. Vielleicht wäre das jetzt eine Möglichkeit.
Wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich meine Tochter eher auf die Realschule tun. Da kann sie später immer noch auf die Fachoberschule und Fachhochschule gehen.
Vielleicht ist Fumi auch eher handwerklich begabt und macht eine Lehre und später den Meisterbrief.
Oder so wie ich. Ich habe eine kaufmännische Lehre gemacht und dann später eine 9-monatige Abendschule zum Industriefachwirt gemacht.
Also irgendwas geht immer.
Ich drücke Euch auf alle Fälle die Daumen, dass ihr die richtige Entscheidung trefft. Ich bewundere Dich und Deine Kinder auch wie toll ihr das letzten Jahre hingekriegt habt.

Liebe Grüße
Petra

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Danke - und Nachtrag

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 08.11.2005, 9:51 Uhr

Hallo,

erstmal Danke für die zahlreichen Antworten. Es waren wirklich sehr viele sehr hilfreiche Aspekte dabei, und irgendwie sehen andere das auch klarer als man selber.

Warum die Lehrerin derzeit über eine Hauptschulempfehlung nachdenkt, weiß ich auch nicht so genau. NOCH hat sie die ja nicht abgegeben. Aber sie sagte, daß sie bei Fumi zwei wichtige Punkte nicht erkennen kann. Zum einen kann sie sich nicht für Dinge motivieren, die sie nicht interessieren. Das stimmt, das sehe ich auch. Wobei ich das jetzt als nicht sooo dramatisch einschätze, weil sie so wahnsinnig viele Dinge tatsächlich interessieren, daß nicht viel übrigbleibt, für das sie sich nicht motivieren kann. Der andere Punkt ist, daß Fumi aufgrund ihrer ADS halt ein Träumerle ist. Wenn sie sich langweilt, oder irgendwas sie nicht interessiert, träumt sie sich weg - und dann kann sie eigentlich auch nur durch Berührung wieder in die "Wirklichkeit" zurückgeholt werden. Aber das ist besser geworden, vor allem seit die psychische Belastung wegen der Trennung nachgelassen hat. Ich vermute, die Lehrerin möchte ihr mit der Hauptschulempfehlung noch etwas Zeit geben - was ja im Grunde nicht schlecht ist. Wenn Fumi nicht diese frühzeitige Pubertät hätte, könnte ich ihr da sicher besser zustimmen. Wobei ich auch die Realschule so ein bißchen als "Parkplatz" sehe. Meine Hoffnung ist natürlich schon, daß sie nach der 10. weitermacht, und dann zumindest das Fachabitur erreicht.

Beim Übertritts-Elternabend war die Leiterin eines Gymnasiums da. Als ich mal dezent fragte, wie es mit der Nachmittagsbetreuung im Gymnasium aussähe, hat sie mich angeschaut wie eine Außerirdische. Ihre Ansicht dazu war folgende (und sie betonte mehrfach, daß sie da mit dem bayerischen Kultusministerium konform geht): Schüler, die das Gymnasium besuchen, müßten quasi per definitionem nachmittags die Hausaufgaben selbstständig machen können, sonst wären sie nicht für das Gymnasium geeignet. Daher widerspräche jede Form von Hausaufgabenbetreuung oder Ganztagsschule dem Prinzip des Gymnasiums, und daher würden auch die staatlichen Gymnasien in München so gut wie keine Nachmittagsbetreuung oder gar Ganztagskonzepte anbieten. Auf meinen schüchternen Einwand, daß es ja auch berufstätige Eltern gäbe, ging sie gar nicht erst ein. Ist wohl nicht vorgesehen.....

Die Isar-Schule ist noch eine Option. Oder die Sabel-Schule. Da ist am Samstag eine Informationsveranstaltung über LRS und ADS, weil die sich wohl auf die Förderung dieser Kinder spezialisiert haben, da gehe ich auf jeden Fall hin (zumindest habe ich das vor - wenn es sich mit Temis Geburtstagseinladung und Fumis Klassen-Drachensteigen vereinbaren läßt - meine Kinder brauchen je einen Privatsekretär für ihre Terminkalender *soifz*). Eine Freundin überlegt ernsthaft, ihre Tochter auf ein Internat in Hessen zu schicken. Die brüsten sich damit, daß sie jeden Schulversager durch das Abitur tragen. Aber ob das so das Wahre ist???? Außerdem möchte ich Fumi nie und nimmer wegschicken. Sie hat genug daran zu knabbern, daß ihr Vater sich aus dem Staub gemacht hat....

Ich werde auch die Schul-Informationsveranstaltungen im Februar besuchen. Ich möchte nur vermeiden, zu viele zu besuchen. Zum einen schaffe ich das zeitlich nicht, zum anderen verwirrt das sicher eher noch mehr.

Danke für Eure Hilfe, Eure Tipps und Euren Zuspruch. Ich werde noch mal mit der Lehrerin sprechen, aber wahrscheinlich erst nach Weihnachten. Bis dahin wird Fumi das Einmaleins pauken und vielleicht verstehen, daß man sich nicht darauf verlassen kann, daß alles schon irgendwie klappt. Gestern habe ich mit ihr Hausaufgaben gemacht, und geschimpft, weil sie mal wieder das Einmaleins nicht beherrschte. Da sagte sie: "Ich MÖCHTE es ja gerne können. Aber wenn ich mich dann im Hort entscheiden muß, noch 15 Minuten zu pauken oder mit Lucie Fußball zu spielen, gehe ich lieber spielen. Ich habe zu wenig Zeit, um alles zu machen, was ich gerne möchte." Da wurde ich etwas nachdenklich. Im Hort muß sie natürlich selber die Entscheidung treffen, und das ist sicher schwer in ihrem Alter. Zu Hause hätte ich in der Situation wahrscheinlich gesagt: "Wenn Du mir jetzt das 1x7 fehlerfrei aufsagst, darfst Du mit Lucie Fußballspielen!" Entscheidung treffe ich, keine Diskussion, Verantwortung ist weg vom Kind.
Vielleicht habe ich Fumi durch Krippe, KiGa und Hort doch ZU viel Verantwortung ZU früh zugemutet?

Nachdenkliche Grüße,
Elisabeth.

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@ Nina3Jungs

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 08.11.2005, 9:58 Uhr

Hallo Nina,

das würde mich interessieren. Ich habe bisher sehr Gutes über die WBG gehört und gelesen. Der Internetauftritt ist auch durchaus mutmachend.

Kannst Du mir mal sagen, was konkret bemängelt wurde/wird?

Wir haben einen Stapel Papier bekommen, den ich derzeit durcharbeite.

Meine Nichte ist auf dem Max-Josef-Stift, und die bieten auch Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe an. Aber meine Schwester sagte, daß die Anforderungen schon sehr hoch sind. Sie bereut zwar nicht, ihre Tochter da angemeldet zu haben, aber sie merkt, daß sie dort an ihre Grenzen kommt. Und meine Schwester ist nur halbtags berufstätig....

Fumi würde gerne auf das Stift gehen, eben weil ihre Kusine da ist. Aber sooo nah ist es für uns auch wieder nicht.

Kennst Du jemanden, der Erfahrungen hat mit dem Privatgymnasium Florian Überreuther? Das steht auch noch auf meiner Optionen-Liste.

Mannomann, zu viele Optionen *seufz*.

Danke & Gruß,
Elisabeth.

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Re: @ Nina3Jungs

Antwort von ninas59 am 08.11.2005, 10:10 Uhr

ehem *grübel* Ich glaube Nina war selber auf dem Max-Josef-Stift........

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Echt ;-)))))?

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 08.11.2005, 10:13 Uhr

Das ist ja lustig.

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Sie sagt ja ...

Antwort von ninas59 am 08.11.2005, 11:03 Uhr

sie meldet sich heute Nachmittag mal. Dann kann sie dir bestimmt einiges erzählen.

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Re: Gesamtschule

Antwort von KatjaR am 08.11.2005, 16:55 Uhr

Hallo,

ich kenne ein Mädchen, die auf die Gesamtschule geht und ihre Mutter erzählt sehr positiv von der Schule. Sie hat ebenfalls Legasthenie.
Allerdings wäre der Schulweg natürlich auch sehr lang.

Grüße
Katja

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Warte doch erst mal das Halbjahreszeugnis ab.

Antwort von KH am 08.11.2005, 18:47 Uhr

Der Übertritt ist ja in Bayern nicht so sehr von der Empfehlung des Lehrers abhängig, sondern von den Noten. Und da gibt es genaue Vorgaben. Wenn sie diese Noten behält, die sie hatte, dann ist Gymnasium eh nicht die Frage. Dann schafft sie den Übertritt locker. Wenn sie ihn notenmäßig nicht schafft, dann gibt es ja auch noch den Probeunterricht an der aufnehmenden Schule. Es gibt jetzt übrigens eine Broschüre des Kultusministeriums: Welche Schule ist die richtige für mein Kind (vielleicht habt ihr sie ja über die Schule erhalten, sonst kannst du sie anfordern beim Kultusministerium). Vielleicht hilft dir die weiter.

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Internat in Hessen für Schulversager....

Antwort von celmin am 08.11.2005, 18:47 Uhr

Hallo Elisabeth,

"Eine Freundin überlegt ernsthaft, ihre Tochter auf ein Internat in Hessen zu schicken. Die brüsten sich damit, daß sie jeden Schulversager durch das Abitur tragen."

Autsch, das tut weh, wo ich doch hier in Südhessen lebe. Aber wenn das so einfach ist, gib mir doch bitte mal die Adresse dieser Schule...

Greets
Iris

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würde ich nicht nehmen ....

Antwort von ninas59 am 08.11.2005, 20:49 Uhr

da sind bestimmt zu viele Politiker Kinder drauf.

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So, wurde jetzt doch leider Abend ...

Antwort von Nina3Jungs am 08.11.2005, 20:54 Uhr

aber vorher kam ich nicht an einen PC.

Vorteil der Gesamtschule ist sicherlich, dass die Kinder bis zur 9. Klasse zusammen unterrichtet werden und keine Differenzierung in die verschiedenen Schularten erfolgt.

Nachteil der Systems: Die Streuung in den Klassen ist massiv und wer nicht von sich aus will bleibt schnell unauffällig im Mittelfeld hängen.
Ich kenne einige, die aus Bequemlichkeit da dann gerade noch nen Quali geschafft haben.

Ich such aber morgen noch die Unterlagen raus, dann gibt es noch Details ;-)

Zum Stift: Bei mir ist es jetzt ja schon fast zwanzig Jahre her *hilfe* Aber zu meiner Zeit war das Stift relativ leicht. Als ich in der 11. zum Halbjahr aufs Oskar gewechselt bin war ich in Physik und Chemie einiges hinter den anderen zurück.
Außerdem war das Umfeld vom Stift nicht so mein Fall. Zu damaligen Zeiten war dort ein ziemlicher Markenwahn zu Gange, der so damals auf anderen Schulen noch nicht war. Dafür gibt es dank des musischen Zweiges ein umfangreiches Musikangebot.
Ansonsten musst Du auch überlegen, ob eine Mädchenschule das Richtige ist. Ach ja, das Kursangebot für die Oberstufe war wegen der niedrigen Schülerzahl/Jahrgang nicht so umfangreich, dafür kamen manche Kurse auch schon mit 5 Teilnehmern zustande, da kann man sich nicht verstecken *g*

Wenn Du noch was wissen willst frag einfach, ich versuch es so gut wie möglich zu beantworten ;-)

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Re: Orientierungsstufe

Antwort von KatjaR am 09.11.2005, 13:21 Uhr

Hallo,

wir hatten gestern ja Infoabend und es war auch jemand von der Orientierungsstufe dort.
Ich finde es für dich eine sinnvolle Sache, die Entscheidung noch etwas zu vertagen.

Grüße
Katja

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Die Adresse...

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 10.11.2005, 9:24 Uhr

.... weiß ich jetzt nicht.

Für mich scheitert das daran, daß das Internat 30.000,- Euros im Jahr kostet - ohne Extras wie Bücher, Klassenreisen etc.

Aber wenn das Abi Deines Kindes dir so viel wert ist, besorge ich Dir die Adresse gerne ;-)

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Re: Die Adresse...

Antwort von celmin am 10.11.2005, 17:40 Uhr

Hallo Elisabeth,
das sollte eher ein Witz sein...
Wir sind gerade auch auf der Suche nach einer weiterführenden Schule für unsere Große. Sie hat auditive und visuelle Wahrnehmungsstörungen und wir suchen eine Schule, bei der weniger als 30 Kinder in der Klasse sind. Und bei uns in der Nähe gibt es eine Schule mit angeschlossenem Internat, welche wir in Erwägung ziehen (nicht das Internat).
Deshalb meine Frage...
Gruß
Iris

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Nochmal Gymnasium

Antwort von Joelina77 am 11.11.2005, 12:18 Uhr

Huhu...

Da ich selbst auf dem Gymnasium war hier mal meine Erfahrungen:

Selbstverständlich gibt es keine Hausaufgabenbetreuung: Gymnasiasten müssen fähig sein von Anfang an selbstständig und freiwillig zu lernen.
Oft werden Hausaufgaben erteilt gewissen Lehrstoff selbstständig zuhause zu erarbeiten, im Unterricht wird das nur kurz überprüft aber nicht widerholt.
Widerholt wird sowieso nie etwas! Wer nicht mitkommt muss mehr lernen!
Die Lehrer halten in fast jeden Unterrichtsfach Vorträge und man muss die gesamten Unterrichtsinhalte mitschreiben können.
Bei uns gab es keine Lehrblätter o.ä. in einigen Fächern nicht mal Bücher.
Wer da nicht aufmerksam war in der Stunde und nicht alles mitgeschrieben hat, hatte echt verka...t.
Selbst in Mathe bekam man nicht einfach irgendeine Formel und dazugehörige Aufgaben vorgesetzt und erklärt wie man die zu lösen hat, nein, man muss zunächst die Formel durch andere Formeln selbst beweisen und sich somit selbst erklären, wie bestimmte bewiesene Formeln angewendet werden.
In Englisch haben wir viele Bücher lesen müssen, dazu gab es kein Vokabelverzeichnis oder so... die Vokabeln musste man ab der fünften Klasse selbst in einem Wörterbuch nachschlagen und sich merken.
Die Lehrer sagen einem nicht, was man lernen sollte, man muss seine eigenen Schwächen erkennen und es selbst herausfinden.
Ich weiss nicht, ob das heutzutage immer noch so ist... aber der grosse Unterschied zu anderen Schulformen ist eben das rein theoretische, das Erziehen zur selbstständigen Arbeit und das eigenständige Denken, in Vorbereitung auf ein Studium.

Unmotivierte Kinder, Kinder, die nicht gerne und eigenständig lernen und arbeiten haben doch auf einem Gymnasium einfach keine Chance... und ich weiss nicht wie gut das Gedächtnis deiner Tochter ist, aber es wird wohl ziemlich schwer sein mit einer Lese/Rechtschreibschwäche den gesamten mündlich vorgetragenen Stoff festzuhalten... denn der wird auch Monate später in Arbeiten abgefragt.

Liebe Grüsse
Joelina

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Re: Nochmal Gymnasium - Hausaufgabenbetreuung

Antwort von RenateK am 11.11.2005, 12:52 Uhr

Hallo,
also hier in Bonn bieten doch inzwischen die meisten Gymnasien Übermittagsbetreuung inkl. Hausaufgabenbetreuung an, zumindest für die unteren Klassen - wie gut die allerdings ist kann ich nicht beurteilen, weil unser Sohn noch in der Grundschule ist. Scheint in München anders zu sein, aber hier haben auch die Gymnasien inzwischen verstanden, dass man 10jährige nicht den ganzen Nachmittag allein zu Hause lassen kann.
Viele Grüße, Renate

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Re: Nochmal Gymnasium - Hausaufgabenbetreuung

Antwort von kiaranina am 19.11.2005, 8:04 Uhr

Hallo,

ich habe jetzt die ganzen Beiträge nicht gelesen - vielleicht hat sich auch schon ein anderer Gedanken in diese Richtung gemacht. Aber Du als Mutter solltest doch mittlerweile gemerkt haben, dass Dein Kind bei einem solch extrem hohen IQ ein wenig "anders" denkt als Hauptschüler. Wie bitte soll sie sich fühlen, wenn ihr Spielideen einfallen, die ihre Klassenkameradinnen nicht verstehen ? Mit wem soll sie dort reden können, wenn sie sich über Gott, die Welt oder Politik gedanken macht ? Hast Du / Eure Lehrerin gar nicht daran gedacht, dass sie anders und kreativer reagiert als Hauptschüler, sich daher unverstanden und seltsam vorkommen wird ? Vielleicht (oder schon fast wahrscheinlich) wird sie gemobbt und verliert vollkommen das Interesse an der Schule oder möchte nicht mehr hin.

Sieh doch mal bei "www.logios.de" nach, wie sich Kinder mit extrem hohem IQ (und ihr fehlen ja nur 2 Pünktchen zu 130) fühlen, wenn sie täglich N U R mit Kindern eines IQs von 85 - 100 zusammen sein müssen.

Das ist doch wie beim letzten Einhorn, diesem Einhorn, das bei anderen Tieren wohnt und ständig traurig ist und an nichts mehr denken kann, als die anderen Einhörner zu suchen.

Lass doch mal den Psychologen mit der Lehrerin telefonieren. Die Psys machen das in der Regel gerne und die Lehrer kommen sicher auch damit klar.

Ich habe kürzlich mit jemanden (mittlerweile erwachsen) gesprochen, der mit einem ähnlichen IQ auf der Realschule war. Ständig Außenseiterin, zwar kein Mobbing aber absolut kein Dazugehörigkeitsgefühl, ständig unverstanden und hat sich ausgegrenzt gefühlt - und das auf der Realschule.

Ich denke es ist Deine Pflicht als Mutter dem entgegenzuwirken oder wenigstens einen 3er-Termin mit Lehrer und Psychologen zu vereinbaren.

Sprich die Gefühlswelt Deiner Tochter ruhig an und vergiss dabei nicht, dass die meisten Kinder mit solch einem Leistungsvermögen sehr sensibel reagieren und sich schneller ausgegrenzt fühlen als der Standartmensch.

Frag Deine Tochter mal, wen sie am liebsten zur Freundin hätte, vermutlich eines der Leistungsstärksten Mädchen aus Ihrer Schule.

Kämpfe für Sie

Liebe Grüße

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