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Geschrieben von 58er am 06.04.2006, 21:23 Uhr

strenge benotung

hi alle,

mein sohn (2. klasse) hat heute eine korrigierte HSU-probe mit heimgebracht. er hatte von 16 punkten 15. der eine punkteabzug war aber auch nur bei einer frage, die eigentlich nicht komplett falsch beantwortet wurde, sondern halt nicht vollständig richtig, würde ich mal sagen. außerdem benutzte er schwierige worte und sätze und machte null rechtschreibfehler. jedenfalls hat er dafür eine 2+ bekommen. ist das nicht sehr streng benotet? wofür gäbs denn dann eine 1-?

ich will jetzt nicht auf tennismama machen. ich nehme die noten jetzt in der 2. klasse auch noch nicht ernst. mir geht es ums prinzip. ein bisschen logik und nachvollziehbarkeit sollte trotz allem bei der notengebung schon dabei sein.

wie seht ihr das?


viele grüße von old mama

 
7 Antworten:

Re: strenge benotung

Antwort von Edda3 am 06.04.2006, 21:48 Uhr

Hi Old-Mama,

also ich kenne es so bei Diktaten, dass es bei einem halben Fehler (i-Strichelchen) eine 1- gibt und bei einem ganzen Fehler eine 2+.
Wie das bei HSU ist, keine Ahnung. Und wir sind ja aus NRW, da gibt es im 2. eh keine Noten.

Hab mich damals aber bei meiner Tochter auch geärgert. Sie hatte nämlich die ä-Strichelchen vergessen und dafür einen ganzen Fehler angerechnet bekommen, da ein A ein ganz andere Buchstabe als ein Ä wäre nicht wie beim i,das gleich bleibe egal ob mit oder ohne Strich.

Ich muss sagen, darüber reg ich mich nicht mehr auf, aber manchmal wüsste ich schon gerne wie was benotet wird.

Liebe Grüße

Edda

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Re: strenge benotung

Antwort von 58er am 06.04.2006, 21:52 Uhr

Hi Edda,

danke für deine antwort. ach so: ein halber fehler ist eine 1-? okay, das kann ich logisch-mathematisch nachvollziehen, wenn ich auch ansonsten eine mathe-niete bin (siehe meine posts unten bei deiner anfrage ;-))))))))))))))))))))))))

viele grüße von old mama

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Re: strenge benotung

Antwort von Edda3 am 06.04.2006, 22:00 Uhr

lol
Deine Überlegungen waren doch durchaus nachvollziehbar Und vermutlich (wie du schon sagtest) volkswirtschaftliche Wahrheit *lach*.

Also bei uns war das so mit einem halben Fehler. Aber wenn es schwieriger wird, in den höheren Klassen ist es auch schon mal anders, da gibt es je nach dem nur mit null Fehlern eine 1 und mit einem halben Fehler schon eine 2+ weil es gar keine 1- gibt.
Oder es gibt für einen Fehler noch eine 1-.
Aber bei Diktaten war es bei uns durchgänig so wie oben beschrieben.

Liebe Grüße

Edda

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Re: finde ich viel zu streng benotet

Antwort von mini99 am 07.04.2006, 10:11 Uhr

Hallo!
Also bitte, das sind 2-Klässler, da sollte man doch schon denken, das die Lehrer da noch ein bißchen Rücksicht nehmen und den Kinder Mut machen sollten. Also wenn man mich fragt, nehmen solche Lehrer den Kindern nur den Spaß an der Schule und auch den Ehrgeiz am lernen. Denn wenn man bei 1 Fehler schon eine Note zurückfällt, ist das doch entmutigend finde ich. Seid mir jetzt nicht böse, aber ich finde das viel zu streng benotet für die 2. Klasse. Und 1/2 Fehler habe ich auch noch nie gehört. Mir ist schon klar, dass man in den höheren Schulen punktgenau benoten muß, aber in der 2. Klasse kann man doch noch ein bißchen Spielraum lassen - hätte ich jedenfalls geglaubt. Sage deinem Kind am besten, das es eine super Leistung gebracht hat.
Und über manche Benotungen kann ich nur den Kopf schütteln.
Liebe Grüße
Traude

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Re: finde ich viel zu streng benotet

Antwort von Paulinchen70 am 07.04.2006, 14:05 Uhr

Das ist so eine Sache mit dem Spielraum...
So wird gefördert, dass eine 2 bald als schlechte Leistung angesehen wird, nicht als gute!
Dann heißt es nachher: Früher war das auch kein Fehler, warum jetzt?
Im 2. Schuljahr ist das Kind dann 1ser Kandidat und im 3. Schuljahr 2er bei gleicher Leistung!?
DAS nimmt den Ehrgeiz am lernen!! Warum soll das Kind beim nächsten Mal an die Ä-Strichchen denken, wenn es auch ohne eine 1 gibt?!
eine 1 ist halt sehr gut, d.h.:besser geht´s kaum.
Ich denke die Kinder sollen direkt mitkriegen, wo eine Leistung noch etwas besser werden kann.
Aus Erfahrung kann ich sagen: Die Kinder wollen ehrlich wissen, wo sie stehen und sie können sehr gut damit umgehen (besser, als so manche Eltern ;)

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Re: finde ich viel zu streng benotet

Antwort von 58er am 07.04.2006, 16:59 Uhr

Hi Paulinchen,

ich bin ja für strenge benotung. alleine mir fehlte die nachvollziehbarkeit im geschilderten fall.

und beim damitzurechtkommen sehe ich - v.a. im bekanntenkreis bei den viertklässlern - dass die kinder sich schlechte noten viel, viel mehr zu herzen nehmen als die eltern. dass also die eltern ihre kinder immer wieder aufzubauen versuchen, wenns mal nicht so klappt.

du schreibst "Im 2. Schuljahr ist das Kind dann 1ser Kandidat und im 3. Schuljahr 2er bei gleicher Leistung!?" ähm, verstehe ich nicht. selbst in der 3. klasse könnte ich die von mir geschilderte benotung nicht nachvollziehen. ich habe meine kritelei an der benotung prinzipiell, nicht klassenbezogen gemeint. und ich gehe selbstverständlich davon aus, dass - wenn schon, denn schon - in der 3., 2. oder 4. klasse oder sonstwann immer nach den gleichen grundsätzen benotet wird. streng, aber gerecht. ich bin, wie du sicher am nick siehst, zu zeiten in die schule gegangen, da wurde von der ersten sekunde an benotet, gnadenlos, wie vieles damals gnadenlos war, noch dazu bei 62 (zweiundsechzig) kindern in der klasse seinerzeit. damals galt das prinzip "friss oder stirb", inklusive backpfeifen und rohrstock und eckenstehen. vieles davon undenkbar heute, zum glück.

hm, und ehrgeiz zum lernen - das wäre noch die zu diskutierende frage (jetzt ehrlich gemeint, nicht rhetorisch), ob der eher durch schlechte oder gute noten angespornt wird. wohl mal so, und mal so, und dann auch noch bei jedem kind anders. schlechte noten können ja auch abtörnen.

aber danke jedenfalls auch für deinen input, paulinchen. er hat mich zum denken angeregt. den anderen natürlich auch ein dankeschön zu der kleinen miniproblemchenfrage. es gibt - gottseidank - größere probleme auf der welt.

und jetzt sind ja erst mal ferien...

viele grüße von old mama
(die in der 4. klasse grundschule ein paar 2er in die einserliste gestreut bekam, damit sie sich schon mal an die im gymnasium zu erwartenden schlechteren noten gewöhnen solle, laut lehrerin; deren beste freundin - arzttochter - gleichzeitig statt der bis dahin gewohnten 4er plötzlich lauter 3er und 2er bekam, weil sie sonst gar nicht zur aufnahmeprüfung zum gymnasium, in das sie per elternbefehl gehen musste, zugelassen worden wäre. das hätt sich die lehrerin in dem kleinen städtchen nicht getraut, dem arzttöchterchen die oberschulkarriere zu verbauen, egal obs geeignet war oder nicht. als meine beste freundin habe ich sie dann natürlich mit durch die aufnahmeprüfung gezogen, sprich komplett abschreiben lassen, sogar auf die gefahr hin, wegen unterschleifs selber aus der prüfung rauszufliegen. das war für mich jedenfalls eine gute vorbereitung auf die ungerechtigkeit in der welt ;-))))

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Re: finde ich viel zu streng benotet

Antwort von Paulinchen70 am 09.04.2006, 14:06 Uhr

ok, generell ist unser Schulsystem sicher reformbedürftig- dazu gehört auch Notengebung in der Grundschule.
Ich unterrichte in RLP und hier gibt es erst ab der 3. Klasse Noten- da sieht man mal wieder den Irrsinn, dass so etwas nicht einheitlich geregelt ist..
Der von dir geschilderte Fall ist schon zielmich kleinlich bewertet.
Mein Beiterag bezog sich eher auf mini99 und den gewünschten Spielraum.
Generell finde ich bei diesen Dingen aber wichtig, dass man vor dem Kind nicht seinen "Ärger"zeigt. Für die Schüler ist die Lehrerin eine wichtige Bezugsperson und ich halte es für ungeschickt, vor Kindern die Kompetenz der Lehrerin anzuzweifelen. (ich möchte dir jetzt nicht unterstellen, dass du das getan hast, nicht falsch verstehen!!)
Ideal wäre sicher ein Schulsystem ohne Leistungsdruck, wo jeder individuell nach seinen Fähigkeiten gefördert werden kann. Aber dazu gehört auch eine Gesellschaft, ohne Leistungsdruck, und die haben wir nicht!!

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