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Geschrieben von die Planlose am 03.01.2006, 6:27 Uhr

religionsunterricht?

hallo,

ich habe erst kürzlich meinen ältesten zur schule angemeldet. eine frage habe ich dabei erst mal ausgelassen, soll aber bis februar entscheiden, ob mein sohn am religionsunterricht teilnimmt oder nicht.
mein mann und ich sind beide konfektionslos. bei meinem mann, der in der ehemaligen ddr aufwuchs wohl nich zu ungewöhnlich. bei mir wollten meine eltern die entscheidung mir selbst überlassen, da sie beide unterschiedlichen konfessionen angehörten. ich bin jedoch nie einer kirche beigetreten.

wir haben unseren sohn (alle unsere kids) nicht taufen lassen, dennoch tendiere ich irgendwie dazu, ihn doch am rel.unterricht teilnehmen zu lassen.(wenn, dann warscheinlich evang.) sicherlich gehts da nicht nur rein um kirchliche aspekte sondern auch soziale. nur sicher sind wir uns nicht

was würdet ihr empfehlen?
was empfehlt ihr

mal wieder planlose grüsse
alex

 
28 Antworten:

Re: religionsunterricht?

Antwort von RenateK am 03.01.2006, 9:00 Uhr

Hallo,
wir sind beide nicht in einer Religionsgemeinschaft und unser Sohn ist nicht getauft. Bei uns gibt es Religionsunterricht erst ab der 3. Klasse, d.h. für unseren Sohn nach den Sommerferien. Ich werde ich kurz vorher fragen, ob er teilnehmen will, und die Entscheidung ihm überlassen, mit 8 Jahren ist er dazu alt genug. Der Religionsunterricht ist einmal wöchentlich in der 5. Stunde, wenn er nicht teilnimmt, kann er einfach früher in den Hort gehen. Ich denke auch, er wird nicht teilnehmen wollen, da er sich schon für religiöse Themen interessiert, aber auch von sich selber sagt, dass er kein Christ sein will. Im 1. Schuljahr hätte ich ihn von mir aus abgemeldet, ich denke, da sind die Kinder zu klein, um sie einem nicht religionsneutralen Unterricht auszusetzen, ich hätte es jedenfalls nicht gemacht.
Gruß, Renate

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Re: religionsunterricht?

Antwort von Tadewi am 03.01.2006, 10:58 Uhr

Hier bei uns gibt es die Möglichkeit zwischen Religionsunterricht und Moralunterricht zu wählen.
Olivier geht in den Moralunterricht.
Er hat ein großes Interesse an den Geschichten der bibel etc. aber w er möchte nicht in den Religionsunterricht.
Vielleicht gibt es bei euch auch eine Wahl?

LG Tadewi

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Re: religionsunterricht?

Antwort von salsa am 03.01.2006, 10:58 Uhr

meine tochter ist nicht getauft ... und ich selber bin auch nicht "religiös unterwegs " ;-)
ich habe sie aber trotzdem beim religionsunterricht angemeldet. ich dachte mir, wie soll sie sich eine meinung bildung, wenn sie es nicht kennen gelernt hat.
bei uns gibt es religionsunterricht ab der 1. klasse, je 2 stunden pro woche. der unterricht findet im klassenverband stand, da er ökumenisch ist (katholisch und evangelisch), das heisst, sie bekommt beide religionen mit und bekommt vielelicht eher ein gefühl, ob sie "weitermachen" möchte oder nicht.
die kinder, die nicht am religionsunterricht teilnehmen (in unserer klasse 2 von 28) müssen in "beniko" = betreuung nicht konfessioneller kinder, d.h. sie müssen aus dem klassenverband raus und werden zusammen mit anderen klassen in einer klasse betreut, sie dürfen nicht eher kommen, auch wenn der unterricht in der 1. bzw. der letzten stunde ist.
salsa

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nachtrag....

Antwort von salsa am 03.01.2006, 10:59 Uhr

da sie am reli-unterricht teilnimmt, kann sie zusammen mit den anderen kindern zum hort laufen.
bei "beniko" hätte sie ganz alleine laufen müssen.
salsa

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Re: religionsunterricht?

Antwort von max am 03.01.2006, 11:34 Uhr

Ich bin ausgetreten vor langer Zeit. Trotzdem geht Lisa in den RK unterricht. Zum einen hat sie sich immer schon für rel. Themen interessiert. Bei uns ist es so dass sie mich in die Kirche schleppt wenn die Reli Lehrerin was austeilt von Kindermesse. Überhaupt, die Reli Lehrerin wird vergöttert, sie ist wohl sehr lieb (und verteilt Pickerl für die Zeichnungen - sicher nicht unwesentlich *grins*)

Ich denke mir auch, jetzt soll sie es kennenlernen (und macht ihr riesig Spaß) und später kann sie selber entscheiden was sie machen will. Sie ist übrigens auch getauft. Austreten kann sie später immer noch.

lg max

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Re: religionsunterricht?

Antwort von Sylvia1 am 03.01.2006, 12:55 Uhr

Hallo,

grundsätzlich würde ich mein Kind immer teilnehmen lassen am Reli-Unterricht. Egal, ob es getauft ist oder nicht. Und auch egal, ob ich religiös bin oder nicht (ich bin es nicht, aber trotzdem Mitglied in der evang. Kirche und meine Tochter, fast 8 Jahre und im 2. Schuljahr, ist getauft).

Es ist völlig klar, dass die Kinder später selbst entscheiden können was oder ob sie glauben wollen oder nicht oder ob sie einer Kirche oder gar einer anderen Religion beitreten möchten oder nicht. Wer könnte das den Kindern ernsthaft verbieten? Irgendwann sind sie sowieso so alt, dass sie es sich nicht mehr verbieten lassen. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein. Aber wie sollen sich die Kinder eine eigene Meinung dazu bilden, wenn sie es nie kennengelernt haben?

Im Reli-Unterricht geht es im übrigen nicht so sehr um die Verbreitung des Glaubens (wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!!!) oder sehr kirchliche Themen. Das war schon zu meiner Schulzeit nicht (mehr?) so, und das ist 30 Jahre her. Es geht sehr oft um soziale und gesellschaftskritische Themen und um die Vermittlung von positiven Werten (Nächstenliebe, armen Leuten helfen usw.), die es übrigens auch in anderen Religionen gibt. Und es geht sehr oft auch genau darum, andere Religionen kennen zu lernen, das Gemeinsame (z. B. Feste) hervorzuheben und zu gucken, wo die Unterschiede sind. Außerdem ist es interessant zu erfahren, worin die Feste die im christlichen Kulturkreis (und auch in anderen Kulturkreisen) gefeiert werden, ihren Ursprung haben, warum die Leute das feiern (egal, ob oder wie man das nun selber feiert oder nicht). Die ganze Kultur hat unwahrscheinlich viel mit der Kultur der Menschen zu tun. Und das Schulfach Religion ist daher auch für "Ungläubige" ein sehr interessantes Fach und ich finde einfach, dass das zur Allgemeinbildung gehört. Heutzutage mehr denn je, da die Welt immer kleiner und immer multikultureller wird.

Das ist meine Meinung dazu.

Viele Grüße
Sylvia

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Re: Ich schwöre, dass ich beim schreben dieses postes....

Antwort von die Planlose am 03.01.2006, 13:57 Uhr

...weder betrunken noch bekifft war nur eben etwas planlos*g

selbstverständlich haben mein mann und ich konfektion, nur eben keine konfession*lach

und ich danke euch natürlich für eure antworten.
also der rel.unterricht findet an unserer grundschule ab der ersten klasse statt. whlmöglichkeiten gibt es nur zw. rk und ev. der unterricht findet auch niemals (wurde mir versichert als erste oder letzte stunde statt. die klassen werden schon so eingeteilt, dass eben die kinder, die den ev-rel.unt. besuchen zusammen in eine klasse kommen und die, welche den rk-re-unt. besuchen ebenso.

kids, die keine der beiden möglichkeiten nutzen, haben dann eine freistunde in einem gesonderten klassenraum die dann teilbetreut abläuft --> sprich, es ist jemand da, der ab und an nach den kids schaut aber eben nicht ständig da ist.

meine gedanken laufen auch dahin, wer dann alles diese freistunde haben wird.

haltet mich bitte nicht für rassistisch, das bin ich ganz sicher nicht, aber es gibt im kiga mehrere türkische jungen, die mit meinem sohn gemeinsam die schule anfangen, von denen 2 meinem sohn bereits vor uns (eltern und einer kita-erzieherin im kiga angedroht haben, ihn abstechen zu wollen, nur weil mein sohn beim abholen aus dem kiga sein fahrrad mit heimnehmen wollte. wenige tage danach wurde diese drohung mit gezücktem messer auf dem spielplatz wiederholt (der bengel kam mit gezücktem messer zu unserm sohn und meinte "ich stech dich jetzt ab" und holte aus) hab dem bengel im affekt eine geknallt, weil sein vater nur zusah...kam gottseidank nichts nach:-( der junge ist übrigens grad mal n halbes jahr älter als unser sohn
jedenfalls will ich unbedingt vermeiden, dass mein "kleiner" grosser eine teilweise unbeaufsichtigte zeit mit diesen burschen verbringen muss, denn dieser muslimsche junge wird sicher nicht den rel.unterricht besuchen.

grüsse
alexandra

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ich als reli-lehrerin

Antwort von jokasilemi am 03.01.2006, 15:21 Uhr

... kann es nur befürworten das Kind trotzdem in den Reli-Unterricht zu geben. Erst recht, wenn es bei euch an der schule keinen anderen Moral/Ethik-Unterricht gibt, was bei uns in Thüringen üblich ist. Ungetaufte Kinder bringen immer gute Sichtweisen mit in den Unterricht, fordern zum Nachdenken über das sonst Vorausgesetzte ... Allerdings sollte das Kind von Zuhause die Unterstützung für den Unterricht bekommen und Kirche und Bibl. Geschichten nicht als Quatsch abgetan werden. Denn dann weiß das Kind nicht mehr, woran es ist. Außerdem wären in deinem Fall ja auch die Großeltern evtl. ein Ansprechpartner in Fragen die den Reli-Unterricht betreffen, die du ja nicht beantworten kannst. Außerdem wird sicherlich vom Kind auch mal der Wunsch kommen zu Hause in eine Bibel zu schauen (ist auch bei Hausaufgaben manchmal nötig eine da zu haben) oder es will mal in die Kirche oder in einen Gottesdienst, damit es erlebt, was im Unterricht erzählt wird. Zum Schluß noch: gerade in der grundschule werden viele allgemeine Moralvorstellungen besprochen, auch Dinge wir Freundschaft und Familie. Aber biblische Geschichten und kirchliche Feste gehören eben auch dazu. Noch erwähnen mochte ich, dass für ein ungetauftes Kind die katholische Kirche spannender ist, wegen vieler Zeichen und Symbole, die es in der evangelischen Kirche nicht so gibt.

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Re: religionsunterricht?

Antwort von celmin am 03.01.2006, 20:35 Uhr

Hallo,
ich würde ihn schon dran teilnehmen lassen, eben aus dem Grund, dass er sich eine eigene Meinung darüber bilden kann. Wenn ihr konfessionslos seid, bekommt er ja von Euch nichts dergleichen mit.
Wir wohnen in Hessen und hier gibt es den Reliunterricht ab der 1. Klasse, jeweils zwei Stunden die Woche. Bei uns gibt es sogar einen Unterricht für muslimische Kinder, also insgesamt 3 Möglichkeiten.
Gruß
Iris

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Re: religionsunterricht?

Antwort von Makri am 03.01.2006, 21:38 Uhr

Hallo,

vielleicht gibt es bei euch auch die Möglichkeit, für ein paar Wochen "zur Probe" am Religionsunterricht teilzunehmen. Dies habe bei uns öfters baptistische Kinder gemacht und sich nach dem Reinschnuppern zu entscheiden.

Gruß
Makri

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@jokasileni

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 8:58 Uhr

Hallo Jokasileni,
einiges des von Dir genannten führt bei mir gerade dazu, dass ich unseren Sohn im 1. Schuljahr nicht am Religionsuntericht teilnehmen lassen würde. Bei uns zu Hause wird sicherlich keine positive Sicht des Christentums vermittelt und das möchte ich auch nicht. Insofern würde ich bei einem so kleinen Kind eben das Problem von inneren Konflikten sehen. Da es bei uns im 3. Schuljahr erst Reliunterricht gibt hat sich das Problem nicht gestellt. Nächstes Jahr lasse ich ihn selbst entscheiden, da er mit 8 Jahren in der Lage ist zu verstehen, dass nicht alles akzeptiert werden muss, was die Lehrerin vertritt, da ist er jetzt ömit 7 Jahren schon ohne weiteres zu in der Lage. Gestern habe ich ihn dann übrigens gefragt, ob er nach dem Sommerferien hingehen will. Er will sich das überlegen, aber eigentlich sagt, dass er das nicht will.
Viele Grüße, Renate

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@RenateK

Antwort von celmin am 04.01.2006, 12:27 Uhr

Hallo Renate,
warum wird bei Euch in der Schule erst in der 3. Klasse damit angefangen? Meine Kids und ich sind katholisch und Jasmin hat dieses Jahr Kommunion. Natürlich weiß sie durch uns schon einiges, aber ich fände es komisch, mein Kind genau zur gleichen Zeit mit Rei-Unterricht und Kommunionunterricht beginnen zu lassen. Warum wird das bei Euch so gehandhabt?
Gerade in der Grundschule wird (zumindest bei uns) hauptsächlich das alte Testment durchgenommen. Und diese "Geschichten" regen zum weiteren Nachdenken an. Ich finde das nicht schlimm und Jasmin liebt ihren Reliunterricht. Warum genau lehnst Du das so ab? Ich denke, jeder darf seine eigene Meinung haben. Aber Dein Sohn wird nur kennen, was Du ihm erklärst und somit gar keine Möglichkeit haben, sich sein eigenes Bild zu machen. Um sich entscheiden zu können, muß man zwei Seiten sehen...
Gruß
Iris

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Re: Kinder brauchen Religion, weil... (Achtung, länger)

Antwort von Mijou am 04.01.2006, 13:27 Uhr

...weil Religion ein Bestandteil der menschlichen Seele und auch der psychischen Entwicklung eines Kindes ist. Ein Erwachsener kann sich intellektuell (aber oft nicht gefühlsmäßig) gegen den Glauben entscheiden, das ist natürlich möglich und häufig. Ein Kind kann diese intellektuelle Leistung noch nicht erbringen und entwickelt auf jeden Fall eine Gottesvorstellung. Wenn es unreligiös erzogen wird, spricht es aber einfach nicht darüber, weil es bei seinen Eltern kein Befremden auslösen will. Trotzdem hat es diese Idee von Gott und betet sicher auch hier und da heimlich (und wenn es nur die Bitte um eine gute Note ist oder dass der Hamster nicht stirbt etc.). Wenn aber ein Kind mit seiner Vorstellung komplett allein gelassen wird, weil die Eltern nicht an Gott glauben, und wenn daher sein Gottesbild nicht sanft gesteuert wird, entwickelt sich oft ein sehr seltsames, abstruses und liebloses Gottesbild (strenger Gott, oder einer der straft, oder einer mit dem man verhandeln kann, oder einer, der Züge von Vater und Mutter trägt etc.).

Ich selbst bin auch konfessionslos, glaube aber trotzdem an Gott - aber nicht so, wie die Kirche es vorschreibt. Ich finde es wichtig, meinen Kindern dabei zu helfen, ein liebevolles, gütiges und weit gefasstes Gottesbild zu entwickeln. Mit vielen offenen Fragen und Rätseln und ohne Dogmen. Ob sie dieses Bild als Erwachsene bestätigen und beibehalten wollen, oder nicht, können sie dann selbst entscheiden.

Wenn Eltern aber sagen, ihre Kinder sollen JETZT selbst entscheiden, ob sie getauft werden wollen, ob sie Religionsunterricht wollen, oder was sie glauben wollen, machen sie sich selbst etwas vor: Ein Kind kann noch nicht ohne Unterstützung eine wirklich reife, kopfgesteuerte Entscheidung zu diesen Dingen leisten - es wird einfach nach außen machen, was seine Eltern unbewusst erwarten. Und insgeheim tun, was seine seelische Entwicklung ihm vorschreibt: nämlich irgendeine Gottesvorstellung entwickeln. Da ist es mir doch lieber, ich kann hier etwas einwirken.

Langer Rede kurzer Sinn: Ob Religionsunterricht ja oder nein finde ich nicht so wichtig. Sondern dass man seinem Kind ZU HAUSE hilft, mit dem Thema Gott und Religion seinen eigenen Weg zu finden. Man muss ja nicht sagen, dass man nicht an Gott glaubt, denn damit lässt man ein Kind (das tief in seiner Seele fast automatisch an einen Gott glaubt) allein. Ich würde in so einem Fall lieber sagen, dass niemand genau weiß, ob es Gott gibt. Dass es aber durchaus sein kann. Und das Kind fragen, was es meint, wie so ein Gott denn vom Wesen her sein könnte und welche Eigenschaften er haben müsste. So lässt man alle Türen offen und prägt dennoch ein sanftes, liebevolles Gottesbild mit, ohne dass dies auf ewig so festgelegt sein muss.

Grüßle,

Mimi

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Re: @celmin

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 13:38 Uhr

Hallo Iris,
das macht die Lehrerin bei uns einfach so, sie hat es auf dem Elternabend so erklärt und das wars, weil keiner was dagegen hatte. Ich persönlich bin klar der Meinung, dass Religionsunterricht in öffentlichen Schulen eigentlich gar nichts zu suchen hat - das ist reine Privatsache, insofern finde ich die Erstkommunion überhaupt kein Argument, da gibt es doch wohl Vorbereitungskurse in der Gemeinde, und da gehört es auch hin.
Was anderes wäre für mich ein Unterricht, der über verschiedene Kulturen und Weltanschauungen (auch nichtreligiöse) informiert, aber genau das ist der Religionsunterricht in NRW zumindest nicht, ich habe mir die Lehrpläne angesehen.
Unser Sohn erfährt einiges über Religion und ist auch daran interessiert, so ist z. B. mein Schwager Buddhist und ich interessiere mich für Naturreligionen (auch wenn ich sicher nicht gläubig bin). Aber konfessionsgebundenen Religionsunterricht in der Schule lehne ich ab. Wie gesagt, jetzt ist er 8, und das finde ich ein Alter, wo ich ihn fragen kann, ihm dabei auch sagen werde, dass das eben christlicher Unterricht ist, nicht dass er sich falsche Vorstellungen macht - wir werden sehen, wie er bis zum Sommer entscheidet.
Viele Grüße, Renate

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Re: Fehlerteufel

Antwort von Sylvia1 am 04.01.2006, 13:46 Uhr

Hallo,

gerade hab ich meinen gestrigen Text nochmal durchgelesen, und gemerkt, dass ich Unsinn geschrieben habe ... es sollte natürlich heißen: "Die ganze Kultur hat unwahrscheinlich viel mit der RELIGION der Menschen zu tun."

mfg
Sylvia

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@mijou (auch lang)

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 13:47 Uhr

Hallo Mijou,
in vielen Teilen bin ich mit Dir einer Meinung, man sollte zu Hause mit dem Kind über Religion sprechen, das tun wir auch - auch über das Christentum. Kinder interessieren sich dafür und haben sicher spirituelle (nicht unbedingt religilöse) Bedürfnisse, unser Sohn z. B. legt viel Wert darauf, sich die Natur belebt vorzustellen (Baumgeister, Pflanzengeister). Ich selber gehe darauf ein, sage zwar, dass das für mich Bilder für das Leben in der Pflanze sind und für die Beziehungs der Menschen zur Natur, dass er es aber halten kann wie er will - und das tut er auch, er bringt z. B. manchmal besonders schöne Steine zu im wichtigen Bäumen.
Nur, der Religionsunterricht ist hier in NRW vom Lehrplan her einseitig festgelegt auf christliche Werte und Religion, das möchte ich nicht, denn ich finde das Gottesbild monotheistischer Religionen (also nicht nur des Christentums) absolut menschenfeindlich, ich finde es eine schlimme Vorstellung, an einen Gott zu glauben, der alles sieht und alles weiß, ich finde das Christentum beinhaltet die von Dir genannten negativen Züge und da mache ich ihm schon klar, dass ich an derartiges nicht glaube und auch warum.
Unser Sohn ist durchaus inzwischen in der Lage, seine Vorstellungen zu äußern, auch im Kontrast zu mir. Daher lasse ich es ihm auch offen, ob er teilnehmen will oder nicht (was ich mit 6 Jahren nicht getan hätte, da wäre Religionsunterricht nie in Frage gekommen), wobei ich ihm aber deutlich sagen werde, dass dieser Unterricht christlich orientiert ist. Er lehnt es übrigens ab in den Schulgottesdienst zu gehen, ich habe ihm das auch freigestellt.
Gruß, Renate

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Re: @mijou - Egänzung

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 13:49 Uhr

NOch eine Ergänzung. Ich fände es völlig ok, wenn es an den Schulen eine Art Unterricht zu unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen gäbe, da dürfte aber nicht eine als richtig dargestellt werden - genau diese einseitige Orientierung sehen aber die Lehrpläne (habe mir die von NRW angesehen) vor.
Gruß, Renate

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@RenateK

Antwort von Jokasilemi am 04.01.2006, 15:02 Uhr

nur zur Info:
Religionsunterricht ist das einzige Schulfach, welches im Grundgesetz verankert ist und es mich schon stark wundert, dass es einfach so erst ab dem 3. schuljahr anfangen kann

wenn in der familie das christentum abgelehnt wird, kommt das kind, wenn es doch in den reli-unterricht geht, auch wenn es schon 9 jahre alt ist, in einen gewissenskonflikt - möchtest du das deinem kind antun, in dem alter kann und soll sich ein kind noch nicht allein für oder gegen religion entscheiden, und auch in ganz weltlichen dingen sind kinder diesen alters nicht voll geschäftsfähig

desweiteren kann ich nur dem zustimmen, was andere zum thema: kinder bruachen religion" geschrieben haben

allerdings bleibt trotzdem zu bedenken: ein kind kann sich nur für oder gegen etwas entscheiden, was es auch kennt. gesetzlich gesehen ist es beim reli so, dass kinder ab 14 entscheiden dürfen ob sie in den unterricht gehen oder nicht, vorher haben die eltern das wort

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Religion

Antwort von Reina am 04.01.2006, 15:08 Uhr

ich möchte nicht das meine Kinder in Religion gehen. Wie Renate K bin ich auch der Meinung das die Kirche nichts an Schulen zu suchen hat. Wer das will bitte schön dann in seiner privaten Freizeit.
Bei uns zu Hause ist die Kirche überhaupt kein Thema.
Bei uns gibt es das Fach Ethik ab der 1. Klasse. Das wird von einem Großteil der Schüler besucht.
Viele Grüße Reni

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Re: @Jokasileni

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 15:11 Uhr

Hallo,
ja bei uns in der Familie wird das Christentum klar abgelehnt. Vielleicht hast Du recht und ich sollte ihn auf keinen Fall teilnehmen lassen, im Moment sieht es aber eher so aus, als wolle er eh nicht. Ich werde noch mal drüber nachdenken. Ich werde das auf jeden Fall im Auge behalten, ob es dann im Unterricht zu Problemen kommt, wenn er teilnimmt, ich kann ihn dann ja immer noch ablehnen. Aber erst einmal werde ich es ihm überlassen, ich habe schon den Eindruck, dass er das entscheiden kann.
Was Reliunterricht aber der 3. Klasse betrifft, bei uns hat das die Lehrerin so vorgeschlagen und keiner hatte was dagegen. Normalerweise gibt es bei uns eh keine festgelegten Zeiten für bestimmte Fächer, außer für Sport. Der Religionsunterricht ist in der 5. Stunde, da haben die Kinder der 1. und 2. Klasse (wir haben jahrsgemischte Klassen) eh schon frei.
Viele Grüße, Renate

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kann mijou nur beipflichten...

Antwort von salsa am 04.01.2006, 16:45 Uhr

... als meine tochter bei einer freundin übernachtete, bekam sie mit, wie dort vor dem schlafengehen gebetet wurde... seitdem beten wir gemeinsam bevor sie schlafen geht ... nur wir machen es anders... wir erzählen den schutzengeln... was so los war, was wir uns wünschen, vor was wir angst haben usw.
salsa
die sehr froh darüber ist ...

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Re: religionsunterricht?

Antwort von karamell am 04.01.2006, 18:10 Uhr

frag doch einfach dein kind ob es sich für den reliunterricht intressiert. vielleicht kannst du auch an der schule erfrage, wie der unterricht gestaltet ist??? Bei uns ist es tatsächlich christlciher religionsunterrich aber mit einem starken einfluß von dem was kinder ohnehin bewegt, freundschaft, nett zu anderen (heißt bei uns christen nächstenliebe, gibt es aber auch bei anderen*grins*) das ist denke ich auch für konfessionslose kinder intressant und zumindest bei unerer lehrerin (so wie ich das sehe) indoktrinierend. es käme also auf einen versuch an. Ich denke wenn ihr dann nicht weiter wollt, kann das im zweiten schuljahr, eventuell auch mittendrin) abgewählt werden.
Meine Freundin ist Muslima, ihr Sohn hat in den ersten beiden Klassen am Reliunterrich teilgenommen, weil es eine bunte Mischung allermöglcihen Themen war. Jetzt gab es eine Lehrerwechsel und die Dame "Fährt voll die christliche SChiene" Also hat sie ihren sohn und ihre erstklässlerin gleich mit befreien lassen. war ganz unproblematisch.
Gruß
D.

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Re: religionsunterricht?

Antwort von karamell am 04.01.2006, 18:11 Uhr

korrigiere auf nicht! indoktinierend*uuups*

Daniela

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Re: Christliche Religion ist Bestandteil unserer Kultur...

Antwort von Hexhex am 05.01.2006, 11:53 Uhr

Hallo,

die christliche Religion ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Malerei, bildende Kunst, Literatur und auch unser Grundgesetz basieren letztlich in weiten Teilen darauf. Die Religion gehört daher meiner Meinung nach sehr wohl in die Schule - sie sollte aber natürlich nicht einseitig kirchlich geprägt sein. Ich finde, dass Ethikunterricht eher ein (durchaus nicht falsches) Zugeständnis an die vielen Moslems in Deutschland ist, als ein wirklich guter Ersatz für einen (nichtkonfessionellen) Religionsunterricht. Wir feiern fast alle Ostern und Weihnachten. Und doch weiß kaum noch ein Kind, WAS genau eigentlich an diesen Festen gefeiert wird. Das gilt sogar schon für viele Erwachsene. Das ist schade und ein großer kultureller Verlust. Die Esoterik-Welle und der Boom fernöstlicher Religionen bei uns ist Ausdruck dafür, dass eine große Lücke in unserer Gesellschaft entstanden ist dadurch, dass die Religion zunehmend keine Rolle mehr spielt. Man kann natürlich niemanden zum Glauben drängen. Ich finde aber, dass Religionsunterricht noch keinem Kind geschadet hat, WENN er gut gemacht ist (offen, frei, tolerant, informierend über andere Religionen etc.). Der totale Verlust der Wertevermittlung aber sehr wohl schon einen Riesenschaden angerichtet hat (zunehmende Gewalt unter Jugendlichen, Sinnverlust, Orientierungslosigkeit, reines Leistungsdenken, Verachtung gegenüber Schwächeren, Gier nach Konsum etc.).

Grüßle,

Hexe

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Re: Genau, Eltern machen sich Sorgen um den Reli-Unterricht, aber kaum einer...

Antwort von Astrid am 05.01.2006, 11:57 Uhr

...überlegt, ob er seinen Fernseher abschaffen soll, oder lieber nicht. Dabei richtet das meist übliche zu viele Fernsehen (mehr als eine halbe Stunde täglich) viel, viel mehr Schaden an, als jeder Religionsunterricht. Viele Kinder spielen kaum noch draußen, werden fett und krank, hinken in der Sprachentwicklung hinterher, haben kaum soziale Fähigkeiten, keine Frust-Toleranz, wenig Motivation, etwas aus eigener Leistung zu schaffen, lesen fast nix, weil der Fernseher ja alles so schön vorkaut, etc. Dagegen ist eine Diskussion über die Abschaffung des Religionsunterrichtes doch wirklich fast lächerlich... oder nicht?

Liebe Grüße,

Astrid

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Re: Christliche Religion ist Bestandteil unserer Kultur...

Antwort von RenateK am 05.01.2006, 12:08 Uhr

Hallo Hexhex,
ja eben, aber der Unterricht ist eben konfessionell und das ist in den Lehrplänen hier in NRW auch ausdrücklich so vorgeschrieben, ein nichtkonfessioneller müsste eben auch andere Weltanschauungen und Religionen als nur die christliche behandeln. Auch inwiefern im christlichen Religionsunterricht sinnvolle vermittelt werden, kann man ja hinterfragen und hängt sicherlich von der Lehrkraft ab.
Übrigens weiß unser Sohn auch ohne Religionsunterricht genau, warum z. B. Weihnachten und Ostern gefeiert werden, sowohl was die Christen da feiern, als auch was wir da feiern (nämlich Wintersonnenwende bzw. Tag- und Nachtgleiche - sind natürlich nicht genau die gleichen Tagen vom Datum her).
Natürlich ist ein solche Wissen wichtig, sollte aber nicht in einem einseitig geprägten Unterricht vermittelt werden.
Viele Grüße, Renate

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Re: Genau, Eltern machen sich Sorgen um den Reli-Unterricht, aber kaum einer...

Antwort von RenateK am 05.01.2006, 12:09 Uhr

Hallo Astrid,
was hat das denn jetzt miteinander zu tun? Viele Kinder essen auch falsch und bewegen sich zu wenig, willst Du das auch mit dieser Frage koppeln?
Viele Grüße, Renate
PS: Bei uns wird übrigens kein Fernsehen gesehen, mit Ausnahme der Sendung mit der Maus, einmal in der Woche

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Re: Christliche Religion ist Bestandteil unserer Kultur... genauso sehe ich das auch.

Antwort von Sylvia1 am 05.01.2006, 14:04 Uhr

Hallo nochmal,
genauso wie Hexhex sehe ich das auch. Daher finde ich den Religionsunterricht eben auch wichtig für die Kinder, egal ob ich selber in der Kirche oder gläubig bin oder nicht. Ich hoffe, das ist in meinen Postings auch so rübergekommen.

Viele Grüße
Sylvia

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