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Geschrieben von TineS am 12.07.2007, 21:37 Uhr

Rechtschreibschwäche - wie unterstützen?

Hallo,

mein Sohn beendet nun sein 1. Schuljahr.

Nun hat mich schon vor ner Weile die Lehrerin drauf hingewiesen, das sie den Verdacht hat, das er LRS hat. Eigentlich sollte das noch getestet werden dieses Schuljahr. Naja aber das ist ja in 2 wochen rum, ob da noch was wird?

Aber momentan hat er echt probleme. Heute hat er sein schlechtestes Diktat heimgebracht (teils geübte wörter, teils ungeübte) mit 8 Fehlern. Bisher hatte er maximal 4 Fehler.
IN einem anderen Test (Text lesen und fRagen dazu beantworten) hat er 14,5 von 20 P.

Er versteht die Texte schon oft, aber er schreibt selbst geübte Wörter falsch. Verwechselt ständig k und g, sowie b und d und s und z. Er spricht sie richtig aus, aber schreibt sie falsch.

Nun überlege ich, wie ich ihm das beibringen kann, wann man was wie schreibt.

Hat jemand Tips für mich?

lg tine

 
5 Antworten:

Re: Rechtschreibschwäche - wie dagegen angehen?

Antwort von Benedikte am 13.07.2007, 0:09 Uhr

Hm,
also ich lasse meine Kinder soviel lesen, wie sie wollen. auch ohne ihnen gross reinzureden- sie lesen zwar so ziemlich viel, aber auch viele comics oder so, von denen ich nicht so begeistert bin. Und sie " muessen" um 20.00 Uhr ins Bett, duerfen aber im Bett noch bis 21.00 Uhr lesen- und diese Stunde nutzen sie weidlich aus.Und wir zelebrieren auch den Buecherkauf- da gehen wir zusammen in eine Buchhandlung, jeder schmoekert sich durch , dann darf jeder ein Buch kaufen ( auch Mama) und dann gehen wir in ein Cafe, bestellen uns was, und schauen in die Buecher.

Morgens lesen die Jungen aus der tageszeitung den Sportteil.

Dann versuche ich, sie ans schreiben zu kriegen.Wenn ich einkaufen will und es heisst " Kannst Du uns das oder das mitbringen", bitte ich immer drum, dass sie mir das aufschreiben.Wenn sie irgendwelche Wuensche an mich haben, waehrend ich arbeite im Buero, sollen sie mir eine mail schreiben statt anzurufen.

Kurzum- mein Tip waere, ihn soviel wie moeglich lesen und schreiben zu lassen- das aber normal in den Tagesablauf zu intergreiren, dahin, wo es passt und dem Kind keinen Widerwillen gegen das geschreibene Wort einzuimpfen nach dem Motto " Du hast zuviele Fehler im Diktat, das muss jetzt geuebt werden " sondern das ganze unaufgeregt und langfristig angehen.

Bei uns war es ja so, dass die Grossen aus einer deutschen Schule in eine englischsprachige kamen ind er 2. und 4. Klasse und ploetzlich alles auf englisch machen mussten ohne vorher englisch gelernt zu haben- und die englische rechtschreibung hat es in sich. Erstens ist sie als solche schweirig, weil vieles naders geschreiben als gesprochen wird und dann sind viele Worte fuer so kleine Knirpse echt schwer zu unterscheiden- thick und sick, rain und reign. aber wir haben da wirklich beste Erfahrungen mit dem lesen lassen gemacht. Kauf ihm ein Buch ueber seine Lieblingsfussballmannschaft und los geht es.

Benedikte

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er liest ja

Antwort von TineS am 13.07.2007, 7:58 Uhr

mittlerweile hat er sein 15 Buch seit Schulanfang in der Mangel. Nr. 6 aus der magischen Baumhausreihe.

Hat er sich selber ausgesucht und wünscht sich ja auch immer die Fortsetzung.

Geschimpft habe ich ihn auch nicht, eher getröstet weil er so niedergeschlagen, wegend er 8. Fehler war.

lg tine

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Re: Rechtschreibschwäche - wie unterstützen?

Antwort von sechsfachmama am 13.07.2007, 12:02 Uhr

Anfang der 2. Klasse gibt es in Sachsen Tests, wo die Kinder mit LRS "rausgefischt" werden. Und dann bekommen die Eltern (nach Prüfung usw.) die Einladung, dass die Kinder für 2 Jahre auf eine spezielle LRS-Klasse gehen.
Dort wird völlig anders gelernt als an der normalen Schule - weil die Kinder einen ganz anderen Zugang zu den Buchstaben usw. brauchen!
Mit Üben kommt man hier überhaupt nicht weiter, das frustriert nur alle Beteiligten.
Nach den zwei Jahren wechseln die Kinder wieder in ihre alte Klasse zurück.
Sprich die Lehrerin darauf an, wo es diese LRS-Klassen in eurer Region gibt. Wenn sie es nicht weiß, dann frage beim Regionalschulamt nach.
Außerdem gibt es für LRS-Kinder dann u. a. Zensurenbefreiung auf Antrag (muss man aller paar Monate neu machen) usw.

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Re: @TineS

Antwort von montpelle am 13.07.2007, 12:38 Uhr

"Nun überlege ich, wie ich ihm das beibringen kann, wann man was wie schreibt."

Wenn er wirklich eine Lese-Rechtschreibschwäche hat, dann ist es mit dem "Beibringen" eben nicht so einfach. Das sollte dann schon in die Hände von Fachkräften gegeben werden und es gibt spezielle Übungen und Methoden. Mit einfach mehr und immer wieder Üben ist es nicht getan.

Ich würde die Lehrerin nochmals ansprechen und den Test abwarten. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann wird die Lehrerin wohl das Gespräch mit dir suchen und geeignete Fördermaßnahmen einleiten.

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Re: Rechtschreibschwäche - wie unterstützen?

Antwort von ClaudiP68 am 13.07.2007, 23:52 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht wie gut und wie gern Dein SOhn malt. Also macht z.B. ein Bild vom K, Din A 4 Seite hochkant, fast über die ganze Seite. Er soll die Begriffe mit K daraufmalen z.B. die Katze die am K hochklettert, ein Kind steht auf dem K usw. Ich kenne eure Lernwörter jetzt nicht. Der Buchstabe wird also mit den Begriffen bestückt. Am besten ist es, wenn Dein Sohn sich das selber ausdenkt, er soll etwas kreativ werden.
Es wird dann ein tolles Bild herauskommen, das prägt sich besser ein. Linke und rechte Gehirnhälfte arbeiten so besser zusammen.
Ich hoffe, Du verstehst wie es gemeint ist. Falls noch Fragen sind, dann frag einfach!

Gruß und viel Spaß
Claudia

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