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Geschrieben von jannimama am 14.11.2007, 17:45 Uhr

posting unten - eltern immer schuld-

hallo,

ich kann gut verstehen, wenn mann sich angegriffen fühlt. da gibt es nunmal kinder mit denen man von einer zur anderen therapie rennt, mit denen man alles macht, was nur geht, die weder tv novh sonstwas kennen. die noch in der natur spielen und wahrscheinlich eine zu heile welt kennen. trotzdem hat dieses kind probleme, wie bei uns eine leichte behinderung, die absolut nicht für den laien sichtbar ist. aber dennoch kennen wir die blicke, das tuscheln hinter vorgehaltener hand. und das große fragezeichen in unserem kopf. was habe ich falsch gemacht, was könnte ich noch tun? und dann das?

klar macht die lehrerin sich ein bild und ich fidne es gut, das sie dies tut. oft stimmen die akten nicht, eltern machen falsche aussagen, weil sie selber nicht sehen das es überhaupt probleme gibt. daher sind derart gespräche mit dem kind hilfreich.

ich würde auch versuche zum wahrscheinlich xten mal zu erklären das man alles macht. wenn sie noch weiter einen tipp hat, bitte herdamit. aber meist kommt nur noch ein "oh. na dann" und das thema ist vergessen. denn dann ist da keine sentation mehr hinter. dann kann man keinen schuldigen mehr suchen.

lg

 
10 Antworten:

Re: posting unten - eltern immer schuld-

Antwort von MamaMalZwei am 14.11.2007, 19:36 Uhr

Hallo zusammen, darf ich mal was Ketzereisches sagen? Wenn die Lehrerin eine Fortbildung über ADHs oder Wahrnehmungsstörungen besucht hätte, würde sie Euch diese Frage nicht mehr stellen, denn dann würde sie aufgrund des Arbeitsverhaltens des Kindes in def Schule schon die richtige Einschätzung wagen. Kinder die den Stift nicht richtig halten können, die das Heft schräg vor sich auf den Tisch legen statt gerade, Kinder, die im Nachstellschritt die Treppe runtergehen, Kinder die den Ball nicht kommen sehen und daher nicht fangen können, Kinder, die das Seil in der Turnhalle nicht bis nach oben klettern oder die bis heute nicht radfahren mögen, die dauernd Buchstaben und Zahlen verdrehen oder gar Zeilen auslassen beim abschreiben haben oft was? Na klar, Wahrnehmungsstörungen.
Und was das Fernsehen betrifft: Das wird oft viel zu schnell als Ursache benannt. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis kaum Kinder, die so lange fernsehen, um solche Störungen zu entwickeln. LG

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@mamamalzwei....

Antwort von sasu am 14.11.2007, 19:46 Uhr

bin neugierig geworden. wer stellt denn solch eine wahrnehmungsstörung fest ? der KIA ?

lg,
sasu

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Re: @sasu

Antwort von dhana am 14.11.2007, 20:08 Uhr

Hallo,

nein, der KiA kann maximal einen Verdacht auf eine Wahrnehmungstörung feststellen.

Nachdem das ganze ja im Gehirn stattfindet kann man vieles einfach nicht apperativ feststellen.

Bei meinem Sohn wurden von der Kinder- und Jugendpsychiatrie mehrere Tests - von Intelligenz bis ADS, von Epilepsiediagnostik bis Autismus alles abgeklärt. Wir hatten dann das Glück das sie uns auch zu einem HNO-Arzt schickten, der einen Test (der sich noch im experimentellem Stadium befindet) macht, bei dem er die Weiterleitung der Reize über die Hörnerven unabhängig von einander testet.
Dabei kam dann raus, das bei meinem Sohn die Hörnerven die Reize unterschiedlich schnell weiterleiten und so für ihn sich alles wie im Echo anhört.

Dadurch haben wir inzwischen die Diagnose V. a. auditive Wahrnehmungstörung bekommen.
Ist aber auch einen Ausschlussdiagnostik - so nach dem Motto, wir wissen was es alles nicht ist.

Gruß Dhana

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@mamamalzwei

Antwort von vici1968 am 14.11.2007, 20:15 Uhr

Hallo,
mal eine Frage: hast Du da auch mit zu kämpfen, weil Du so präzise Angaben machst??
LG
Vici

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auditive Wahrnehmungsstörung

Antwort von TineS am 14.11.2007, 20:17 Uhr

ich wußte gar nicht das sich der Test erst in der Erprobungsphase befinden soll. Denn ich weiß von dem seit 3 Jahren.

Bei meinem großen (7) wurde jetzt auch die auditive Wahrnehmungsstörung diagnostiziert beim HNO. Gerade bei ihm dachten wir nicht wirklich daran. Bei unserm 2. hätten wir das eher vermutet, aber der hat das nicht.

Aber zum grundthema zurück: bei uns kommt auch immer zuerst die Frage: Fernsehen, computer usw..

Dabei frägt man sich dcoh als Eltern oft genug, warum es nicht alles so läuft wie bei "anderen". Man von einer Therapie zur nächsten muß usw.

lg tine

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@jannimammi

Antwort von vici1968 am 14.11.2007, 20:20 Uhr

Hallo,
danke für Deine aufmunternden Worte. Da Du ähnliches erlebst, verstehst Du, daß ich mich da etwas aufrege.
Vielleicht bin ich etwas empfindlich im Moment, aber es ist schon so, daß ich mich bei dem Termin "rechtfertigen" muß und klarstellen muß, daß alles nicht so ist wie es scheint. Ich werde hingehen und erstmal aufzählen, was wir so alles machen und daß wir unser Kind nicht vor die Glotze oder Gameboy setzen.
Und daß eben manche Kinder sich nicht nach Lehrbuch xy therapieren lassen bzw. die Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt. Leider werden da die Ursachen gleich immer wo anders gesucht.

LG
Vici

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@TineS

Antwort von dhana am 14.11.2007, 20:26 Uhr

Hallo TineS,

so wurde es uns zumindest von dem HNO-Arzt gesagt. Und das ist der einzige im Umkreis von etwa 80 km der diesen Test durchführt.
Obwohl sich hier viele HNO-Ärzte auch Pädaudiologen schimpfen - aber von denen hörten wir nur: "was haben sie denn ihr Kind hört doch gut".

Sogar unsere Sprachheilschule schickt die Kinder dorthin zur Diagniostik - da der Arzt wirklich gut ist (wir wurden ja von der Kinder- und Jugendspychiatrie dorthingeschickt)
Ein Sozialpädagogisches Entwicklungszentrum gibt es hier leider keines.

Dhana

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Re: @sasu

Antwort von sasu am 14.11.2007, 20:35 Uhr

AHA ! Danke für die ausführliche Antwort.
Bei unserem Sohnemann wurde auch schon das Eine o. Andere bemängelt ;-) Bin mal gespannt auf die Arzttermine und Lehrergespräche, die uns demnächst bevorstehen und was da so gesprochen wird.

LG,
sasu

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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Antwort von KatjaR am 15.11.2007, 12:05 Uhr

Hallo,
bei meinem Sohn wurde jetzt auch eine auditive Wahrnehmungsstörung festgestellt.
Deswegen würde mich jetzt interessieren, was ihr für Therapien macht.

Grüße
Katja

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Re: @mamamalzwei @sasu @Vici

Antwort von MamaMalzwei am 15.11.2007, 12:58 Uhr

Ja, ich habe einige Jahre eine Selbsthilfegruppe für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen geleitet. Das, was ich genannt habe war das, was den betreffenden Eltern aufgefallen ist, was aber von Ärzten und Erziehern immer vom Tisch gefegt wurde mit dem Argument, das Kind sei wohl schlecht erzogen. Dabei sind Wahrnehmungsstörungen sehr häufig, sei es durch eine erbliche Varante oder z.B. durch versäumte Bewegungserfahrungen. Wobei man die Eltern in Schutz nehmen muss. Das Kind würde ja altersgerecht spielen, wenn es bestimmte Wahrnehmungserfahrungen machen könnte. Eben weil es mit der Umsetzung von Wahrnehmung im Gehirn hapert, kann es den nächsten Entwicklungsschritt nicht machen. Meine Kinder haben beide Defizite in der Sprache gehabt, der eine stärker, der andere weniger. Auch hier werden einem oft Vorwürfe gemacht, das Kind würd ja überhaupt nicht hören. Ja wie denn, wenn es nur Laute hört, die aber nicht sinngerecht zusammensetzen kann. Unsere Tochter war motorisch auffällig, aber ich bin immer mit ihr zum Kinderturnen gegangen und zur Psychomotorik, das hat sich zum Glück sehr verbessert. Aber der Junge kämpft immer noch mit den durch das Sprachdefizit hervorgerufenen Schwierigkeiten im Sozialverhalten. LG

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