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Geschrieben von Mama Heike am 11.03.2006, 13:09 Uhr

Pflichten der Kinder in der Familie?

Hallo zusammen,

meine Große ist neun und bisher hat sie keine Pflichten zu Hause. Ich bin mit der Kleinen noch zu Hause und kümmere mich alleine um die Hausarbeit.

Die Große ist nach der Schule erst halb vier zu Hause, sie macht dann Hausaufgaben, wir essen und dann hat sie noch eine halbe Stunde für sich, ehe sie im Bad ihr "Pflichtprogramm durchziehen muss und dann ist schon Schlafenszeit. Viel Zeit bleibt da nicht.

Bisher fand ich es nicht sinnvoll, ihr noch Sonderaufgaben für die Familie aufzudrücken. Sie hilft gern, wenn ich sie um etwas bitte (natürlich nur, wenn sie nicht in ihrem Privatkram versunken ist - dann frage ich aber auch nicht).

Die Lehrerin findet, dass es Kindern gut tut, wenn sie etwas für die Familie tun können und das es auch gut für die Willensbildung ist, etwas zu tun, wozu man keine Lust hat, Pflichten also.

Mhhh... mir fällt nichts ein, was ich ihr regelmäßig auftragen könnte: Es soll sie nicht zum "Müllmann" degradiert und trotzdem auch eine Überwindung bedeutet. Kinderzimmer aufräumen ist klar, aber es soll ja eben etwas für die Familie sein.

Ich selber hatte zu Hause keine festen Pflichten. Ich habe meiner Mutter gern geholfen, wenn ich Zeit hatte. Sie hat sich dann gefreut und das war mir wichtig. Eine Last waren mir die Aufgaben nie, obwohl ich oft sehr fleißig war, dann gab es aber wieder Tage, wo ich nichts gemacht habe, weil ich durch Schule und Hobby eingespannt war.

Mitschüler haben immer genölt, wenn sie keine Zeit hatte, weil sie mal wieder dran waren, die ganze Wohnung zu saugen. Die haben dann immer ein Rummel drum gemacht.

Wie seht ihr das, machen feste Pflichten für die Familie Sinn oder vergrault man damit die Hilfsbereitschaft der Kinder? Mir reichen eigentlich die Pflicht-Hausaufgaben für das Kind als Pflicht völlig aus.

Ich sehe auch heute meine Aufgaben nicht als Last an. Ich könnte mir ja genauso eine Putze holen oder meinen Mann erziehen oder wie auch immer. Man hat ja schließlich immer die Wahl, etwas an seiner Situation zu ändern. Und wenn ich keine Lust auf Staubwischen habe, mache ich es morgen. Also warum sollte ich von meinem Kind verlangen, etwa zu tun, wozu es gerade keine Lust hat?

Oder ist es wichtig für Kinder, ein regelmäßiges Pflichtprogramm aufgetragen zu bekommen? Bin irgendwie hin- und hergerissen. Wie handhabt ihr das?

Liebe Grüße
Heike

 
8 Antworten:

Re: Pflichten der Kinder in der Familie?

Antwort von jokasilemi am 11.03.2006, 14:15 Uhr

ab dem schulalter sollten kinder schon kleine pflichten übernehmen. mein sohn, 8, muss den müll raus bringen. meine tochter, 6, deckt den mittagstisch. diese aufgaben sind fest und müssen sie immer tun, manches kommt spontan dazu. ich selbst bin mit unserer jüngsten auch noch zu hause. aber wenn kinder nicht lernen, im haushalt mitzuhelfen, machen sie es wenn sie noch älter werden gar nicht erst. außerdm tärkt es das selbstbewusstsein.

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Ich sehe das mit gemischten Gefühlen

Antwort von Claudia36 am 11.03.2006, 18:46 Uhr

Also ich finde es schon wichtig das Kinder in der Familie mit helfen.Meine Kleine hilft auch gern und ich nehme das gerne an. Sie kann auch schon kleine Gerichte zuberreiten und ist darauf ganz stolz.
Sandra kommt aber auch schon gleich nach der Schule nach Hause, erledigt ihre Hausaufgaben, ißt, und hat dann Zeit zum spielen. Außerdem hat sie noch außerschulig einige Sachen die sie gerne macht wie Ballétt, Schwimmtraining 2mal die Woche.
Feste Aufgaben gibt es nicht wirklich, ich drücke ihr schon mal den Müll in die Hand wenn sie morgens in die Schule geht oder andere kleine Sachen.
Bei ihr in der Klasse ist ein Mädchen, was ständig zu Hause Mittagessen kochen muß und Kuchen backen ( 4. Klasse) und wenn es mal nicht so klappt dann rastet die Mutter aus( wohnen im Nebenhaus und man hört das lautstark. Das finde ich schon übertrieben.
Bei meiner Großen habe ich leider verpasst ihr Hilfe im Haushalt beizubringen, sie sieht leider auch von alleine nicht was zu tun ist.
Wenn sie mal auszieht habe ich Angst das sie sogar Wasser anbrennen läßt ( lach)
Ihr wird es mal so gehen wie mir damals( ich mußte auch nix zu Hause tun) und bin dann voll ins kalte Wasser gesprungen, mir sind sogar die Schnitzel angebrannt am Anfang!!!
Na hat zumindest geholfen ( lach)
So hat alles seine Zwei Seiten.
Liebe Grüße
Claudia

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Re: Pflichten der Kinder in der Familie?

Antwort von AustroAmericanMom am 11.03.2006, 19:13 Uhr

Mein Großer (8) kommt auch erst um 3:20 nach Hause und wir schaffen noch ein recht großes Nachmittagsprogramm (Sport, Musik); aus diesem Grund möchte ich ihn nicht überbelasten.

Trotzdem ist mir wichtig, dass er ein Gefühl dafür entwickelt, dass wir eine Familie sind und alle ein bisschen zusammenarbeiten müssen, damit das gut läuft.
Wirklich regelmäßig muss er nur den Müll raustragen, oft (aber nicht streng) den Tisch decken und täglich am Abend das Tupperzeug, das sein Babybruder über den ganzen Küchenboden verstreut hat, wieder aufheben. All das macht er gerne (vor allem das Plastikzeug aufheben - es dauert auch wirklich nur so 1-2 min - außer sein Brüderchen "hilft" ihm, dann dauerts 3x so lang :-.)))), und er weiß, dass er mir unheimlich hilft, da ich schwanger bin und mich nur schwer bücke.

Er beschwert sich nie darüber, fühlt sich eher als meine "große Hilfe" und ich lass ihn auch wissen, dass ich mich darüber freue.
Nach und nach kommen kleine Sachen dazu, die er unregelmäßig "mal hilft", finde ich völlig in Ordnung, und er auch.

Liebe Grüße,
Ivonne

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Re: Pflichten der Kinder in der Familie?

Antwort von Edda3 am 11.03.2006, 20:23 Uhr

Hallo Heike,

meine drei müssen alle helfen. Der Kleine ist 6, die Mittlere 10 und die Große fast 13.
Sie müssen nach einem festgelegten Plan im WEchsel, Spülmaschine ausräumen, Treppe putzen und Flaschen und Toilettenpapier rauf holen.
Die beiden Großen müssen außerdem eine den grünen und eine den schwarzen Müll raus bringen, ihre dreckige Wäsche selber in den Keller birngen und sortieren, ihre Zimmer aufräumen.
Alle drei müssen saubere Wäsche selber in ihr Zimmer bringen.
Bin grad dabei einzuführen, dass die Großen ihre Wäsche auch selber falten müssen.
Am Wochenende müssen alle drei im festgelegten Wechsel Brötchen holen, Früstückstisch decken und wieder abdecken.

Ich denke je älter sie werden um so mehr Aufgaben werden dazu kommen oder auch nicht, je nach Schulumfang.
Aber auf jeden Fall werde ich das Fensterputzen in den Kizis noch verteilen und vielleicht Badezimemr putzen, mal sehen.

Ich arbeite Teilzeit und meine Kinder kommen alle nach der Schule direkt nach Hause (der Kleine geht noch in die Kita, aber ab Sommer ist das auch vorbei)

ICh glaube, dass es meinen Kinder nicht schadet zu helfen. Außerdem erkennen sie wie viel Anstrenung es kostet all diese Dinge zu tun. Ich verspreche mir davon, dass sie die Arbeit die ich in den Haushalt und so stecke mit anderen Augen sehen.
Außerdem werden sie, wenn sie mal ausziehen, selber zurecht kommen.
Kochen fangen sie jetzt auch an, aber das ist kein Pflichtprogramm sondern nur, wenn sie mögen.

Warum kommt deine Große denn erst so spät aus der Schule?.

Viele Grüße

Edda

PS.: Ich musste nicht regelmäßig helfen außer abtrocknen. Dafür hatte meine Mutter immer schlechte Laune, weil wir nie geholfen haben, aber sie hat auch nie was gesagt....

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Re: Pflichten der Kinder in der Familie?

Antwort von dhana am 11.03.2006, 21:10 Uhr

Hallo,

ich habe 3 Kinder (7J, 4J und 18 Monate)
und alle 3 helfen regelmäßig im Haushalt je nach dem was sie können.

Mein Großer hat auch feste Aufgaben: Spülmaschiene nach dem Mittagessen ausräumen und Socken sortieren und zusammenlegen (das ist aber nicht täglich). Die beiden Großen sortieren ihr Wäsche auch selber und räumen auch die zusammengelegte Wäsche selber auf, auch wenn der 4jährige dabei noch etwas Hilfe braucht.
Ansonsten halt vorallem am Wochenende - da helfen alle 3 beim Putzen und abstauben.

Mein Großer bügelt auch gerne die Geschirr- und Taschentücher.
Und kocht auch mal gerne.

Ich denke eine große Familie funktioniert nur, wenn alle zusammenhelfen. Und ich hab keine Lust die Wasch- und Putzfrau für alle zu sein.
Sicher soll es niemanden überlasten - aber dazuhelfen tun alle - meine Kinder sehen auch, das der Papa im Haushalt mithilft. Da ist es einfach selbstverständlich, das alle mithelfen.

Steffi

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Danke an all und @Edda3

Antwort von Mama Heike am 11.03.2006, 21:13 Uhr

Danke für eure Beiträge. Ich denke wir sind uns alle einig, dass Kinder im Haushalt mithelfen sollten. Und das macht ja meine Große auch, wenn ich sie darum bitte.

Irgendwie konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen, es wie Edda3 zu handhaben: also du machst das und das und das. Bei mehreren Kindern im Haushalt finde ich das ganz normal, weil auch einfach viel mehr Arbeit anfällt. Die Kinder kommen sicher auch gar nicht auf die Iddee zu maulen, weil ja nächste Woche die Schwester oder der Bruder die "blöde" Arbeit hat.

Nun ist meine Große aber eher Einzelkind im Sinne "Pflichten", denn die Kleine ist erst 15 Monate und weit davon entfernt, Aufgaben bewußt zu übernehmen.

Wenn ich jetzt mit ihr vereinbaren würde: "Du leerst ab sofort 1x am Sonnabend und 1x am Sontag den Geschirrspüler!" frage ich mich nach wie vor nach dem Sinn solcher festen Aufgaben. Klar sollen alle mit anpacken, aber diese festen Pflichten haben für mich einen "hässlichen" Beigeschmack, wenn nur ein Kind arbeitet. Aber ich werde trotzdem überlegen, was in Frage käme. Ihre Wäsche zu sortieren finde ich eine gute Idee, hat aber eben auch nciht direkt was mit der Allgemeinheit zu tun. Und der Müll kommt definitiv nicht in Frage.

An Edda3: Meine Große geht in den Hort, weil es die einzigste Möglichkeit ist, mit mehreren Kindern zwischen sechs und 11 Jahren zu spielen.

Früher haben wir uns einfach draußen getroffen und wir waren immer mehrere Kinder. Heute muss man sich mühsam mit den Eltern der Freundin verabreden (bei uns wohnt keiner um die Ecke), da ist Musik und Sport und alles mögliche zu beachten wie z. Bsp. wer holt wieder ab.

Das spontane Spielen mit mehreren Kindern ist ohne Kindergruppe wie Hort oder Kinderladen bei uns gar nicht mehr möglich. Ich finde das aber sehr wichtig und bin froh, dass der Hort beste Bedingungen dafür bietet. Hausaufgaben machen die Kinder nur, wenn sie mögen und auch das ist okay und abgesprochen. Das lustige Spiel und das Schwatzen haben Vorrang, denn zu Hause findet es kaum noch unter "Gleichgesinnten" statt. Da sind nur wir und die Kleine und vielleicht mal eine Freundin zu Besuch. Das finde ich zu wenig. Daher der Hort. Als sie jetzt viel Rechnen üben mußte, haben wir sie eher abgholt, damit es nicht zu spät wurde. Nun ist sie wieder froh über jede längere Minute im Hort und macht trotzdem immer ein langes Gesicht, wenn Abholzeit ist. Mehrer Kinder in der Familie in kurzen Abständen ist sicher immer günstiger, aber bei uns liegen acht Jahre dazwischen.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Danke an all und @Edda3

Antwort von Edda3 am 12.03.2006, 20:28 Uhr

Hallo Heike,

na gut dass ich nachgefragt habe :-). Hatte nämlich eigentlich schon einen, zgegebener Maßen, blöden Spruch auf den Lippen.
Aber so wie du es beschreibst, kann ich das gut nachvollziehen mit dem Hort.
Bei uns ist das ja anders, wir leben in einem kleineren Ort und die Kinder wohnen mehr oder weniger nah beieinander so dass sie mal fix mit dem Rad hin und her fahren können.

Der Sinn in der Hausarbeit ist, denke ich, dass sie einfach langsam an die Arbeit herangeführt werden und nicht nur Mama für alle Arbeiten da ist. DAs gibt dann nämlich ganz schnell ein falsches Frauenbild und das wollen wir doch heute eigentlich nicht mehr.
Und du wirst sehen, die Kleine kann bei Zeiten auch schon mithelfen. Die Zeit vergeht so schnell. (Und wenn es nur Besteck in die Schublade packen ist)
Wir haben z.b. mit dem Geschirrspüler bei der Großen angefangen. Dann hat die Mittlere die Flaschen bekommen und seit der Kleine 5 ist hilft er genauso mit wie die Großen. Seit dem wechseln sie eben zu dritt. Vorher zu zweit.
Genöle gibt es zwar trotzdem, aber wie du schon sagst, sie schauen auf den Plan und atmen immer auf, wenn die Geschirrspülerwoche um ist.
Früher haben sie bei solchen Anordnungen oft total verweigert oder ich musste mir den Mund fusselig reden. Das ist heute eben anders. Es wird gemurrt, aber trotzdem getan. Und so läuft der Haushalt ja auch eigentlich.

Liebe Grüße

Edda

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Re: Pflichten der Kinder in der Familie?

Antwort von RenateK am 13.03.2006, 9:03 Uhr

Hallo,
unser Sohn ist 7, im 2. Schuljahr, und hat selbstverständlich feste Plichten:
- Abendessentisch abräumen (schon seit er 4 Jahr alt ist)
seit einiger Zeit:
- Am Wochenende einmal spülen
- Vor dem wöchentlichen saugen sein Zimmer so aufräumen, dass der Boden frei ist.
Bei anderen Sachen hilft er nach Absprache freiwllig mit (kochen, macht er sehr gern, im Garten helfen, macht er auc hsehr gern).
Ich finde feste Aufgaben sehr wichtig, auch schon früh, damit sie es gar nicht anders kennen.
Gruß, Renate

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