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Geschrieben von AndreaL am 22.07.2006, 13:38 Uhr

Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Hallo,

so - jetzt habe ich meine Frage gut in die Überschrift gequetscht.

Mir fällt es etwas schwer, die Lesefähigkeit meines Sohnes (1.Kl.) richtig einzuschätzen. Im Zeugnis stand jetzt, dass er bekannte Texte fließend liest (also nicht 'unbekannte'!). Und gelegentlich Flüchtigkeitsfehler macht. Diese Fehler kenne ich, da versucht er vom Inhalt auf das kommende Wort zu schließen. Also er verliest sich nicht im eigentlichen Sinne, hatte ich auch schon mit der Kl.lehrerin so besprochen.

Ich weiß von Klassenkameraden, die schon mehrere Bücher gelesen haben.

Bei uns ist es so, dass wir uns bei den Büchern, die ich gerade vorlesen (aktuell - das Sams) abwechseln, 2 Seiten ich, 1 Seite er. Da liest er auch flüssig. Erkennt er ein Wort nicht sofort, überlegt er erst, bevor er es sagt, er 'stottert' sich das Wort also nicht zusammen. Das kommt aber pro Seite vielleicht ein, zwei Male vor.

Seine Betonung ist auch gut, er beachtet die Satzzeichen.

Von daher finde ich sein Lesen eigentlich in Ordnung - die Zeugnisformulierung besagt aber eher, dass die Leistung im 3'er Bereich liegt.

Mich würden die Lesefähigkeiten Eurer Kinder interessieren - vielleicht auch wie jetzt bei uns nach der 1. Klasse oder auch nach der 2. Klasse... UND wann sie angefangen haben, Bücher zu lesen und welche?

LG

Andrea

 
25 Antworten:

Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von Graupapagei3 am 22.07.2006, 14:07 Uhr

Bei Mark steht im Zeugnis, dass er unbekannte Texte flüssig und sinnerfassend liest. Und so ist es auch. Er liest im Prinzip alles, Bücher, Zeitung, Lexika usw.

Das Zeugnis ist aus der 1.Klasse, er ist aber tatsächlich seit Mai in der 2. und besucht ab August die 3.Klasse. In der 2.Klasse werden definitiv Bücher gelesen, auch im Unterricht. Am Ende der 1.Klasse sind bei weitem nicht alle Kinder in der Lage, Bücher selbständig zu lesen und auch in der 2.Klasse gibt es noch etliche , die das nicht können. Meistens liegt das Problem allerdings nicht im Vorlesen können, sondern der Knackpunkt ist das Leseverständnis, d.h. sie verstehen teilweise nicht, was sie da so vor sich hinlesen.

Am Anfang hatte Mark so Erstlesebücher 2.Stufe, die sind für Kinder recht überschaubar.

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von jokasilemi am 22.07.2006, 14:38 Uhr

hallo, wir haben auch sehr viel die erstlesebücher genommen. meine mittlere tochter kam bereits mit 5 in die schule, konnte schon relativ gut lesen und schreiben. nun ist die 1. klasse rum. sie hat beim lesewettbewerb der schule mitgemacht, da den 2. platz belegt. nach aussagen der verschiedenen lehrer hat sie eine sehr hohe und überdurchschnittliche lesekompetenz, die dem eines 3.klässlers in nichts nachsteht. sie liest sehr viel, auch abends im bett und sie liest ihrer schwester auch bilderbücher vor. jetzt hat sie sich vom großen bruder "die wilden kerle" ausgeliehen und will es im urlaub lesen. (mein sohn,8, liest von diesen taschenbüchern in 2-3 tagen eines durch)

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Hmm....

Antwort von AndreaL am 22.07.2006, 15:11 Uhr

Danke schon mal.

Aber Eure Kinder scheinen da sicherlich nicht gerade dem Durchschnitt zu entsprechen...:-)

Und ja, mein Sohn hat auch gerade so ein Erstlesebuch der 2. Stufe und hat in 10 Minuten 20 Seiten gelesen. Ebenso hat er ausgezeichnetes Textverständnis - 'Fragen zum Inhalt beantwortet er sicher' steht da im Zeugnis. Ähnlich ist es für Mathe formuliert, dass er bei Rechengeschichten selbstständig ohne Hilfe die Lösung findet.

Am Inhalt hapert es also definitiv nicht, sondern am Lesefluss.

Mal gucken, ob noch mehr Antworten kommen!

LG

Andrea

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Re: Hmm....

Antwort von Mandy2 am 22.07.2006, 16:10 Uhr

Hallo,

meine Tochter kommt jetzt in die 4te Klasse, sie konnte vor der Schule nicht lesen, zu Weihnachten (in der ersten Klasse) haben wir zusammen ihr erstes Buch (noch m. Bildern) gelesen, im Zeugnis der ersten Kl. stand, sie liest neue Texte fast fließend. Ihr erstes richtiges Buch hat sie in den letzen Sommerferien gelesen. Es hat bei ihr alles etwas länger gedauert, aber jetzt mausert sie sich langsam zu einer richtigen Leseratte. Hab Geduld mit Deinem Kind, unserer Lehrerin war es immer wichtiger, dass das Kind versteht was es liest. Das flüssige Lesen kommt mit der Zeit von ganz allein, wenn das Kind regelmäßg liest.

Lg. Mandy

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von Kalogo am 22.07.2006, 16:55 Uhr

Hallo Andrea,

für mich hört es sich prima an, wie Dein Sohn liest ! Wer meinte denn, daß die Zeugnisbewertung als "3" einzuschätzen wäre ? Selbst wenn, ist das aber auch nicht entscheidend, sondern der Lernerfolg zählt.

Meine Tochter hat am Ende der 1. Klasse schlechter gelesen : Sie hat sich häufig Wörter zusammengestottert (passender Ausdruck :-) und auch nicht selten verlesen, also z.B. nicht "in" sondern "im" gelesen.

In der 1. Klasse hatte sie schon viele Bücher, aber hat nicht besonders gern gelesen. Das hat sich nun während der 2. Klasse vollkommen verändert : Sie liest jeden Tag mit großer Begeisterung.

Bücher bekommen meine Kinder zu jeder Zeit quer durch die Buchhandlung. Die Bücher für Leseanfänger mit kurzen Geschichten finde ich nicht besonders gelungen, aber für den Anfang akzeptabel. Da habe ich ganz nach Interesse meiner Kinder gekauft; also Fußballgeschichten, Pferdegeschichten etc. Inzwischen ist Töchterchen bei den Klassikern angelangt wie den Bullerbü-Geschichten, Pipi Langstrumpf, Madita und leiht sich jede Woche auch Bücher in der Bücherei aus. Da muß man einfach herumprobieren, was dem Kind zusagt.

Beim Ältesten habe ich die Lesebegeisterung übrigens auch mit Comics versucht hervorzurufen, weil ich denke, daß es immer noch besser ist einen Comic zu lesen als überhaupt nichts ;-) Bei ihm komme ich inzwischen mit dem Besorgen der Bücher kaum nach.

Dein Sohn ist bestimmt auf dem richtigen Weg. Das (gelegentliche) laute Vorlesen würde ich beibehalten; es trainiert das richtige Lesen und da kann eine Seite mehr "wert" sein als 10 Seiten stumm gelesen.

Übrigens bin ich überzeugt davon, daß die Kinder, die bereits in der ersten Klasse Harry Potter lesen, seltener sind als Mütter behaupten ;-)

Gruß Julia

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Re: Hmm....

Antwort von max am 22.07.2006, 17:28 Uhr

Lisa konnte vor der Schule gar nicht lesen. Sie liest seit längerem schon Erstlesebücher (Hexe Lilli) abends oder morgens leise oder tw. im Bad, je nachdem. sie versteht was sie liest, allerdings das laute Vorlesen klappt bei ihr nicht so gut. Da liest sie sehr leise und tw. undeutlich, verwechselt tw. a und e.
lg max

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Re: Hmm....

Antwort von Graupapagei3 am 22.07.2006, 18:09 Uhr

Ich würde mal sagen, dass Dein Sohn dem guten Durchschnitt entspricht. In der 1.Klasse bei Mark konnten kurz vor dem Schuljahresende nur einige wenige Kinder wirklich unbekannte Sachen richtig flüssig lesen, bei allen anderen ging das recht stockend. Also mach Dir da keine Gedanken.

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Lass dich nicht verunsichern...

Antwort von like am 22.07.2006, 20:45 Uhr

..wenn du Postings bekommst, die von hochbegabten Kindern handeln - das ist nicht der Durchschnitt und wird auch in der Schule nicht erwartet. Zum Stottern nur so viel: Mein Sohn war dieses im Januar in der 3. (!!) Klasse beim Vorlesewettbewerb wieder dabei - von den 32 Kindern wurden die 6 Besten vorausgewählt, die bekannte und unbekannte Texte lesen mussten. Nur 3 (!!! aus 32 !! - und wir sind eine gute Dorfschule ohne Kinder mit Migrationshintergrund) schafften es, ihnen unbekannte Texte ziemlich flüssig und fehlerfrei vorzulesen (mein Sohn war auch dabei - stolz bin!!). Und das waren alles Kinder, die schon vor der Schule gut und flüssig gelesen haben. Also ist das absolut ok, wenn dein Sohn das in der 1. Klasse noch nicht schafft.

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Noch was

Antwort von like am 22.07.2006, 20:54 Uhr

Mein ältester Sohn hat Ende der 3. Klasse angefangen, mit Freude Bücher zu lesen. Er ist jetzt in der 6. Gym und liest dicke Schmöker (im Moment Herr der Ringe) selbstverständlich mit gutem Textverständnis - sonst würd´s ja keinen Spaß machen). Als das noch nicht so war (1. - 3. Klasse) hab ich allerdings immer drauf gedrängt, dass gelesen wird - sozusagen als Teil der Hausaufgabe - denn Lesen lernt man eben nur durch Lesen. Mein Mittlerer liest schon länger gern - allerdings Ende der 1. Klasse auch noch nicht aus freien Stücken - da war es einfach noch zu anstrengend, um wirklich Spaß zu machen.

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von spacyni010102 am 23.07.2006, 8:22 Uhr

Hallo, also ich mach mich da nicht verrückt meine hat auch schon 1 Buch durchgelesen das ist aber extra für erste Klasse also mit großer schrift und sehr übersichtlich.. sie hatte auch drin stehen im zuegniss das sie zwar auch unbekannte texte liest abe rnoch nicht ganz so flüssig und zu leise, daran muss ich mit ihr üben. Ich seh das jetzt mal nicht als *Anklage* sondern als Tip was man üben kann..
lg andrea

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von Birgit 2 am 23.07.2006, 8:38 Uhr

Hallo,
also bei uns konnte lediglich ein Kind vor Einschulung lesen. Ansonsten sagte die Lehrerin immer, die einen können nach den Herbstferien schon recht gut lesen, die anderen nach den Weihnachtsferien und andere nach den Sommerferien. Das sei total unterschiedlich...

Meine Tochter liest mit großer Begeisterung Bücher seit ungefähr Mitte der 2. Klasse. Freiwillig tagsüber, abends...

Ich würde auch nicht anfangen, die Beurteilungszeugnisse nach NOten zu kategorieren, wer sagt denn, das es im 3er-Bereich liegt?

Wenn du der Meinung bist, es könnte besser sein, dann geh mit ihm in die Bücherei und versuche, ihn zum Lesen zu motivieren, aber nicht unter Druck zu trainieren.

Jedes Kind ist nun mal anders und ich würde ihn nicht an anderen messen...

Gruß
Birgit

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Danke!

Antwort von AndreaL am 23.07.2006, 10:36 Uhr

Hallo,

danke schon mal für zahlreiche eigene Erfahrungen und Tipps.

Selbstverständlich zwinge ich meinen Sohn nicht unter Druck zum Lesen. Mich hatte einfach interessiert, was 'üblich' ist bzw. 'normal'...

Hier erzählen sich die Mütter nicht soooo viel untereinander. Nur das, was toll ist, wird berichtet - der Rest wird verschwiegen :-(...

Es ist schön zu hören, dass auch aus anderen Kindern, die nicht gleich senkrecht durchstarten, noch gute Leser geworden sind.

Er ist ja auch nicht 'schlecht', denn immerhin steht da im Zeugnis auch 'erliest alles altersgemäßen Texte auch mit unbekannten Wörtern selbstständig'.

Dennoch werde ich schon versuchen, mit ihm in den Ferien jeden Tag ein bisschen laut lesen zu üben.

LG

Andrea

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Was ist üblich? Was ist normal?

Antwort von KH am 23.07.2006, 10:48 Uhr

Jedes Kind ist anders. Im Unterricht komen übrigens gar nicht so viele unbekannte Texte vor, so dass ich als Lehrkraft nur schwer eine zuverlässige Aussage darüber machen kann, wie ein Kind einen unbekannten Text tatsächlich vorliest. So einen Text lass ich mir grundsätzlich nur einzeln vorlesen, in der Klasse dagegen werden nur bekannte Texte laut vorgelesen oder neue Texte (=unbekannte) von freiwilligen Lesern. Und bis mir 29 Kinder alle einen unbekannten Text vorgelesen haben... Der Lesefluss ist zwar wichtig aber nicht alles. Ich könnte dir wohl auch einen finnischen Text (die sind wohl recht lautgetreu) vorlesen und vielleicht sogar gut, aber verstehen würde ich nichts. Wenn ICH einen Text vorlese achte ich auf den Vortrag, aber nicht auf den Inhalt. D.h. ich muss manchmal noch einmal still nachlesen worum es geht. Gesteht das doch auch den Kindern zu. Und fragt lieber bei den Lehrkräften nach, die eure Kinder kennen als im Forum.
Schöne Ferien

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von schnecke71 am 23.07.2006, 11:00 Uhr

Unsere Mittlere (kommt im Herbst in die 2.Klasse) liest seit Schulbeginn Bücher - allerdings konnte sie schon vor der Schule zusammenlauten.
Im Moment liest sie Bücher der Serie "Unser Geheimnis" von Thomas Brezina. Dazu muss ich aber sagen, dass ihr große Schwester (kommt in die 4.Klasse) ihr Vorbild ist und sie die Bücher "nachliest".
Auch unsere Große hat schon in der 1. Klasse Bücher gelesen - unter anderem auch Bibi Blocksberg (das Buch zum Film). Sie sind beide zum Glück begeisterte Leser mit Leseverständnis.
Man kann da als Eltern sicher viel fördern, aber nichts erzwingen. In dem Sinn würde ich mal abwarten und in Buchhandlungen (wir stöbern öfters) mal ein bisschen "nachhelfen".

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@KH

Antwort von AndreaL am 23.07.2006, 13:08 Uhr

Hallo 'KH',

ja, wir hatten 2 Wochen vor den Zeugnissen noch ein Gespräch mit der Klassenlehrerin, genaugenommen sind wir ständig im Gespräch.

Wir haben ein ausgesprochen gutes Verhältnis zur Kl.lehrerin und ich halte sie auch für kompetent.

Dennoch reicht mir die Aussage 'es ist alles in Ordnung' nicht immer. Und mir fehlt eben der Vergleich, da ich die anderen Kinder und ihre Lesefähigkeiten in dem Alter nicht kenne und nicht einschätzen kann.

Und da - wie gesagt - hier keiner was erzählt, finde ich die Frage im Forum durchaus anregend.

Mein Sohn ist prinzipiell eher von der langsamen Sorte. Wobei die Kl.lehrerin stets betont, dass er im Ggs. zu anderen langsamen Kindern, ALLES kann und kaum Fehler macht (Rechtschreibleistung ist 'fehlerfrei'!).

Dennoch habe ich gerade im Freundeskreis nun erlebt, dass beschwichtigende Äußerungen am Anfang sich später in der dritten Klasse nun DOCH zum Problemfall herauskristallisierten...

Und da hilft der Vergleich (ist er sehr weit weg von der 'Norm') doch in wie weit und ob man mehr unterstützend eingreifen sollte.

Also... so abwegig ist es für mich in diesem Fall daher nicht gewesen, nachzufragen :-)


LG

Andrea

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Abwegig ist die Frage nicht,

Antwort von KH am 23.07.2006, 17:00 Uhr

nur die Frage, ob du "normgerechte" Antworten bekommst.

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von LeeAnn am 23.07.2006, 17:19 Uhr

Hallo,
vielleicht tröstet Dich das...Mein Sohn ist auch im Mai in die zweite gesetzt worden. Ist somit auch nicht ganz dumm... Aber er liest keine ganzen Bücher !
er liest zwar unbekannte Texte ähnlich fehlerfrei wie Dein Kind aber auch nicht mehr. D.h. momantan bewegen wir uns auf der 4. Stufe (Lesekönig) bei den Stufenbüchern. Deshalb mag er lesen aber nicht besonders und ein Buch von sich aus alleine lesen würde er nicht.#
Wenn man das also mit deinem Soh Ende erste Klasse vergleicht, denke ich, dass er sehr gut lesen kann.

Viele grüße,
Leeann

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Re: lesen ist wichtig, aber im Sommer gibt es wichtigere Dinge

Antwort von mini99 am 24.07.2006, 13:02 Uhr

Hallo!
Ich habe mich da jetzt durchgelesen und mir stellt sich bei manchen Postings die Frage, wieso es für manche Eltern soooo wichtig ist, dass ihre Kinder schon vor der Schule lesen können. Und wieso man in der z.B. 1. Schulstufe, Büche für die 4 Schulstufe lesen sollte??? Mein Sohn liest mit mir zusammen Bücher und altersgemäße Bücher, aber das nur abends, denn bei dieser Hitze haben wir bessere Dinge zu tun als nur zu lesen. Mein Sohn hat in der Schule lesen gelernt und es klappt super. Wenn er lesen möchte dann kann er, aber im Sommer gibt es 1.000 andere Sachen die wir tagsüber machen.
Liebe Grüße
Traude

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@mini99

Antwort von schnecke71 am 24.07.2006, 13:32 Uhr

So sind die Kinder verschieden...
Unsere Große (9 Jahre) liest nun seit Ferienbeginn das 7. (!) Buch - alles Thomas Brezina "Unser Geheimnis". Sie liegt dabei im Garten in der Sonne (oder auch im Schatten - wie sie will), dazwischen geht sie ins Planschi...WIr sind auch oft im Schwimmbad (klar - mit Buch ;-) ) oder unternehmen sonst so manches. Aber im Moment ist lesen der Hit - auch im Sommer!!!
Unsere Mittlere (fast 8 J.) liest diese Bücher genauso. Weil sie von den Erzählungen der Großen angesteckt ist. Auch wenn die Bücher eigentlich nicht altergemäß sind. Es interessiert sie und daher darf/soll/kann sie sie natürlich lesen. Warum auch nicht? Achja - lesen konnte sie vor der Schule, weil es sie interessierte. Niemand hat es mit ihr geübt oder es ihr extra gezeigt. Auch das gibts - übrigens bei sicher normaler Intelligenz ;-)

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Lesefähigkeit

Antwort von mamaj am 24.07.2006, 14:44 Uhr

Hallo,
also ich denke auch das es kein "normal" gibt, wenn man über schulische Leistungen spricht.

Dein Sohn liest fremde Texte gut, das ist doch toll. In der Klasse unsere Tochter gibt es Kinder, die das noch nicht flüssig können, dennoch kommen sie auch in die 2.Klasse....

Ich finde es unwichtig ob laut oder leise, schnell oder langsam gelesen wird. Kinder müssen vorallem nach dem lesen wissen, um was es im Text geht.

Flüssiges lesen von fremden Texten...welchen Erwachsenen fällt das nicht auch mal schwer?

Zu Deiner Frage wie es bei uns ist:

Unsere Tochter liest flüssig, bekannte und unbekannte Texte, sie ist eine Leseratte....am liebsten liest sie z.Z.Hexe Lilli und Ronja Räubertochter.
Geholfen hat uns, dass sie seeehhr wissbegierig ist und nun ständig mit einem Lexikon rumläuft ;-) Schmetterlinge, Mineralien, Sterne.....eben alles was man wissen muß;-)
Ich frage mich noch, wie lange ich da mitkomme :-)?
Aber es hilft ihr fremde Texte zu erschließen, auch mal Bücher zu lesen, die schon schwieriger sind, denn hat sie Fragen zu Wörtern oder zum Text...dann kann sie uns je jederzeit fragen.

Ich finde Dein Sohn ist ein sehr giuter Leser, er fängt doch gerade erst mit der Schule an.

Ich würde ihn auch nicht mit hochbegabten Kindern vergleichen, das wäre ihm gegenüber nicht gerecht, denn das kann man nicht vergleichen.

LG
anni

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von MiniMama am 24.07.2006, 15:26 Uhr

Hi,

meine Tochter liest nicht gut und nicht gern. Zwar wird es besser, man merkt Fortschritte und dass sich "was tut".

Aber meist fängt sie gut an, liest dann so ein oder zwei Seiten erstaunlich gut (aaaaber teilweise trotzdem mit Buchstaben zusammen stückeln und so.....) aber dann kann's sein, dass sie plötzlich total absackt und die einfachsten Wörter wieder buchstabiert...
Und freiwillig was lesen?
Keine Chance bis jetzt! Nicht mal mit Bestechung......

Aber da ich weiss, dass sie clever ist, nur leider überhaupt nicht ehrgeizig und seeeeeehr bequem, mache ich mir da keinen Kopf, es ist ihr einfach nur zu anstrengend, solange Lesen noch Arbeit für sie ist will sie nix davon wissen. Der Spaß daran kommt dann schon irgenwann von alleine.

Kann gut verstehen, dass Du an ehrlichen Vergleichen interessiert bist. Was bei uns von den Eltern teilweise gelogen wird in dieser Richtung ist unglaublich. Ich muss dann immer nur grinsen, wenn die Eltern sich mal verplappern oder die Kinder aus Versehen verraten wie's wirklich ausschaut...... ;-)

Sei stolz auf Deinen Sohn!
:-)

ciao
MiniMama

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Ach ja hab ich vergessen: sie ist in der 1. Klasse ot

Antwort von MiniMama am 24.07.2006, 15:27 Uhr

ot

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Es ist doch egal wie schnell ein Kind unbekannte Texte flüssig liest.

Antwort von ninas59 am 24.07.2006, 15:28 Uhr

Wichtig ist nur, dass dein Kind NIE den Spass am Lesen verliert.

Am besten versuchst du es mit den Leselernbüchern. Bleib lieber noch bei den erstklass Büchern, damit ihm das anfängliche Lesen leicht fällt.

Die Geschichten müssen spannend sein ,und in seinem Interessenbereich liegen (Dinosauriergeschichten, oder Ritter....was immer er mag)

Laut unserer Schule, die die Lesekompetenz extrem fördert, ist auch das Vorlesen ein sehr wichtiger Bestandteil dese Lesenlernens. Dein Sohn wird neugierig auf die Geschichten.

Ein guter Tipp ist es auch, bis zu einer spannenden Stelle zu lesen, und dann das Buch wegzulegen. (hat bei meiner Tochter allerdings nciht geklappt, verwöhntes Gör ;-))

Auf jeden Fall bringt vorlesen mehr als Bücher hinterhertragen.

Sobald er die Lust am Lesen gefunden hat wird er es schnell lernen, dann ist es in der 3.Klasse auch vollkommen egal WANN er damit wirklich angefangen hat.

Übrigens finde ich "bekannte Texte flüssig lesen" schon eine gute Bewertung.

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nochmal danke!

Antwort von AndreaL am 24.07.2006, 18:18 Uhr

Hallo noch einmal,

heute waren wir noch einmal in einem Buchladen und er konnte sich ein Erstlesebuch Gespenstergeschichten aussuchen.

Vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps - da fand ich einiges wieder, was wir auch machen und worauf ich verstärkt achten werden.

Ich hoffe einfach mal, dass mein vieles Vorlesen irgendwann mal bei ihm den Wunsch auslöst, selbst auch viel zu lesen. Aktuell hat er dadurch immerhin wunderbare Sätze zu den Bildergeschichten im 1. Schuljahr bilden können mit Haupt- und Nebensätzen und fantasievoll ausgewählten Adjektiven.

LG

Andrea

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Re: Lesefähigkeiten bzw. WANN lesen sie Bücher?

Antwort von Astilbe 007 am 25.07.2006, 4:44 Uhr

Hallo Andrea,
ich habe jetzt nicht alle Beiträge zu deinem Thread gelesen, nur einige. Das waren aber leider diejenigen, die meinen, ihre Kinder setzten Maßstäbe für alle anderen. Dem ist aber nicht so. Sei versichert, es ist völlig normal, dass Kinder am Ende der ersten Klasse geübte!! Texte vorlesen können. Der Leselehrgang ist erst am Ende der zweiten!! Klasse abgeschlossen. Bis dahin haben die Kinder alle Möglichkeiten, sich zu entwickeln.
Ich spreche aus eigener Erfahrung. Meine große Tochter, jetzt 12, konnte bereits mit 4 lesen (selbst beigebracht) und hat es doch in der Grundschule nie geschafft, einmal den "Lesepreis" zu bekommen, weil sie einfach nicht vor(!)lesen konnte. Meine Kleine, 1. Klasse, konnte vor der Einschulung gar nicht lesen, er"liest" sich jetzt einigermaßen mühsam viele Wörter, kann aber schon sehr gut beim "Vor"lesen ausschmücken und erzählen. Das macht natürlich einen besseren Eindruck. Aber entscheidend ist doch, was am Ende dabei heraus kommt. Was letztendlich später im Leben zählt, ist doch, ob jemand Texte für seine beruflichen Zwecke "verarbeiten" kann.
Da kommt es dann meistens gar nicht mehr auf das Vorlesen an...
Die Kinder haben noch so viel Zeit!
Also wünsche ich dir in diesem Sinne einfach Geduld und alles Liebe
Astilbe

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