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Geschrieben von fiammetta am 11.07.2006, 14:43 Uhr

Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Hi,

mein Sohnemann ist zwar erst 3,5 Jahre alt und marschiert passioniert in den Kindergarten. Zunehmend höre ich aber jetzt schon, daß bereits der Besuch der Grundschule mit einen extrem hohen Lernaufwand der Kinder sowie mit permanenter Lernunterstützung durch die Eltern verbunden sei. Seht Ihr das auch so?

Ferner scheinen sich in Bayern - so zumindest einige Eltern - die Übertrittsbedingungen ans Gymnasium stark verschärft zu haben. Wollen sich diese Eltern damit nur wichtig machen oder trifft das tatsächlich zu?

Vielen Dank für Euere Antworten.

Übrigens: Bitte keine Diskussion darüber, ob meine Fragen verfrüht gestellt werden. Mich interessiert`s im Augenblick nur grundsätzlich.

LG

Fiammetta

 
19 Antworten:

Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 11.07.2006, 15:04 Uhr

Meine Erfahrungen mit Bayern:
In den ersten 2 Klassen geht es noch richtig Heiditei, danach geht es krass in die Vollen. Symptomatisch, daß Fumis Legasthenie erst in der 3. Klasse diagnostiziert wurde. In der 1. und 2. Klasse hieß es immer noch: "Das wird schon noch!"

Aber die Übertrittsbedingungen sind tatsächlich härter geworden mit dem G8. Außerdem gibt es in Bayern - das ist wahr!!!! - eine "Quote", wie viele Schüler pro Jahrgang auf das Gym wechseln dürfen. Der Rest wird "rausgeprüft". Dieses Jahr wurde die Quote in München nicht eingehalten, was zu Klassenstärken von bis zu 38 (!!!!) Kindern in manchen Gymnasien führt. Du kannst Dir denken, daß die Lehrer den Ehrgeiz haben, die Klassenstärken in den nächsten 2 Jahren auf Normalmaß zu senken - was bedeutet, daß schwierige Kinder wieder hinten runterfallen. Und den Probeunterricht haben auch viel weniger bestanden als sonst, weil man die Klassen ja schon voll hatte.

Ich kann das bayerische Schulsystem nicht leiden. Und mit der Föderalismus-Reform wird es, fürchte ich, nicht besser.

Gruß,
Elisabeth.

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von fiammetta am 11.07.2006, 15:28 Uhr

Hi,

mich wundert nur, daß so viele Eltern sich jeden Nachmittag und am Wochenende hinzusetzen scheinen, um ihre Sprößlinge zu pushen - und das ab der ersten Klasse! Ich erinnere mich sehr wohl daran, daß wir nie beim Lernen begleitet oder kontrolliert wurden. Sind die Eltern heute ehrgeiziger oder ist die GS wirklich so schwer geworden? Wie sehen die Übertrittsbedingungen heute aus? Zu meiner Zeit mußte ein Notendurchschnitt von - ich glaube 2,5 - erreicht werden, nicht mehr.

LG

Fiammetta

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@Elisabeth

Antwort von fiammetta am 11.07.2006, 15:57 Uhr

Hi,

ich habe jetzt ein bißchen zurückgelesen - hat sich das Problem mit Fumis Lehrerin gelöst?

Wir sind während meiner zweiten Klasse umgezogen, d.h. ich kannte am neuen Wohnort keine anderen Kinder. Nachdem ich recht schüchtern war, hat mir das ziemlich zu schaffen gemacht. Den Übertritt ans Gym habe ich zwar geschafft. Während einer Sprechstunde meinte die Klassleiterin damals, ich sei für`s Gymn jedoch nicht geeignet, an der Hauptschule wäre ich aber Klassenbeste... Meine Eltern haben sich davon nicht beeindrucken lassen. Heute kann ich auf mehrere Studien zurückblicken und weiß inzwischen, daß ich offenbar hochbegabt bin. Die beiden Kinder der Klassleiterin haben das Gym NICHT geschafft... Mein Triumpf für einen fast versauten Lebensweg: Meine Mutter hat sie vor Jahren einmal getroffen und ein bißchen von mir erzählt - die Ärmste ist fast krepiert.:-)

Laß Dich also nicht kirre machen - GS-Lehrer sehen auch nur das, was sie sehen wollen.

Ach ja - ich hatte das Vergnügen, ein Hauptseminar an der EWF belegen zu dürfen - der Unterschied zur "normalen" Uni war enorm.

LG

Fiammetta

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von MamaMalZwei am 11.07.2006, 16:09 Uhr

Hallo fiammetta, die Eltern, die stöhnen, wollen sich nicht nur wichtig machen. Es ist wirklich so, dass man seine Kinder bereits in der Grundschule als Eltern gut fördern muss. Früher wurde einfach die Schule als nicht so wichtig angesehen, ich kann mich nur an zwei Situationen erinnern, bei denen ich von meinen Eltern gefördert werden mußte. Aber ich selbst habe es anders erlebt.
Vor allem berufstätige Eltern, solche, die sich selbständig machen oder Alleinerziehende schauen in die Röhre. Wenn sie das Problem nicht an professionelle Helfer abgeben konnten, sind ihre Kinder arm dran. Ich kenne Eltern, die ein Restaurant eröffnet haben (2-3 Sterne) und alle Kraft dort hinein legten. Der Sohn hatte Probleme, aber leider keine Hilfe. Ergebnis: Hauptschulempfehlung. LG

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von KaMeKai am 11.07.2006, 16:31 Uhr

ich hoffe, dass meine Kinder stressfrei durch die Schule rutschen - möglichst mit Abi am Ende - so wie ich.
Es ist erstaunlich, wie viele Eltern mittags mit ihren Kids die Lern CDs durchpeitschen und üben.
Käme mir nicht in den Sinn. Meine Tochter kommt in die 3. Klasse und ich schaue nicht mal die Hausaufgaben nach, die sie in der Betreuung macht.
LG
Kathrin

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von LeeAnn am 11.07.2006, 16:53 Uhr

Hallo,
nun geht mein Sohn ja erst in die 2. Klasse und ab der dritten soll es erst krass werden....
Aber er braucht 10-30 Min. für die Hausis in seinem Zimmer und zweimal dieses Jahr habe ich ihn ein Gedicht abgefragt. Das war alles, Zeitaufwand würde ich das beim besten willen nicht nennen.
Bis jetzt nicht....
LeeAnn

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von Graupapagei3 am 11.07.2006, 17:22 Uhr

Also ich denke nicht, dass sich die Anforderungen so extrem erhöht haben, aber der Ergeiz vieler Eltern hat sich vervielfacht. Gründe dafür gibt es viele, u.a. den einfachen Grund, dass man mit einem Hauptschulabschluß heute auf dem Lehrstellenmarkt nicht die besten Karten hat.

Außerdem fällt mir auf, dass viele Kinder zum Schuleintritt noch sehr unselbstständig sind, das fängt beim Schleifen binden an und hört damit auf, dass die Mütter ihre Kinder auf dem 10min Weg begleiten und ihnen die Ranzen tragen (es gibt nur eine Mini Straße verehrsberuhigt!!!).

Mark hat vom ersten Tag an seine Hausis selbstständig im Hort erledigt. Ich habe mit ihm bis heute nicht einmal zusätzlich geübt. Kontrolliert habe ich sporadisch. Was ich wirklich kontrolliert habe, waren die Gedichte und nach dem Sprung in die 2.Klasse dann die Lesehausaufgaben, da da dann auch schon die betonung bewertet wurde und er das laute Lesen vorlesennicht im Hort üben konnte.

In der 3. Klasse wird automatisch angezogen, das ergibt sich schon durch die 3 Wochenstunden Englisch, dafür muss mit Sicherheit etwas getan werden.

Wir haben übrigens auch Eltern in der Klasse, die sich gefreut haben, dass sie nun endlich Ferien haben!

Das Problem bei aller Lernunterstützung ist , dass die Kinder auch nicht lernen, die Verantwortung für sich zu tragen, waqs dann in der Pubertät, wenn sie die Lernunterstützung durch die Eltern ablehnen, oft zu einem dramatischen Leistungsabfall führt.

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von KatjaR am 11.07.2006, 19:52 Uhr

Hallo,

ich habe auch als meine Tochter in der 2. Klasse war gehört, dass es ab der 3. Klasse viel schwieriger wird bzw. dass man viel mehr lernen muss. Das kann ich nicht bestätigen, das war in der 3. Klasse noch genauso easy wie vorher.
Ich finde auch nicht, dass sie viel lernen muss, aber ich kenne viele Eltern, die ihr Kind sehr "fördern".

Grüße
Katja

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von Biggi+Jungs am 11.07.2006, 20:57 Uhr

Hallo,

ich kann nur von meinem Sohn berichten, der am Freitag mit der 2. Klasse fertig ist. Er hat noch NIE lernen müssen. Das 1. Schuljahr war ihm total langweilig (er konnte vorher schon etwas lesen und locker rechnen), jetzt im 2. wurde es etwas besser.

An den Hausaufgaben hat er selten länger als 20 Minuten gesessen (er mal nicht gern, länger wenn es was zu malen gab).
Die einzigen Male die ich ihm geholfen habe war, wenn für ein Diktat geübt werden sollte, dann habe ich ihm 2 - 3 mal den Text diktiert.

Wir wohnen in Hessen, man bekommt die Gymnasialempfehlung soviel ich weiß, wenn man in den Hauptfächern maximal eine 3 hat. Ich glaube der Durchschnitt darf nicht über 2,33 liegen. In Hessen können sich die Eltern allerdings darüber hinwegsetzen, hört sich aber wohl leichter an als es ist. Bei uns in der Stadt nehmen die Gymnasien nicht gerne Kinder ohne Empfehlung und es findet sich leicht ein Grund, das Kind dann doch zurückzustufen.

Viele Grüße
Biggi

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Kommt immer auf die Grundschule an

Antwort von Claudia36 am 12.07.2006, 8:05 Uhr

Es gibt Grundschulen die die Kinder sehr einfach durch die Grundschulzeit führen, die einfachsten Bücher haben, es Enser auch noch bei 2 Fehler gibt und alles leicht und easy ist.
Dann gibt es Grun´dschulen die sehr streng und schwer sind. Die in der 4 Klasse schon strenger zensieren als die Gymnasien in der 5.
( unsere Grundschule ist so eine)
Dann müssen die Kinder auch nachmittag lernen.
Ich habe bei meiner Tochter die Hausaufgaben sporatisch kontrolliert, aber teilweise vorallem vor Diktaten, Gramatikarbeiten ...mit ihr geübt.
Eine Gymiempfehlung gibt es hier wenn die Kinder im Durchschnitt immer Zweier schreiben.
Von den Kindern in der Klasse meiner ochter hat niemand alles Einser auf dem Zeiugniss, das gibt es hier nicht. Zum einen das die Grundschule sehr anspruchsvoll ist und die strenge Benotung.
Ab der 3. Klasse ist es schon notwendig das man sich etwas um die Schule der kids kümmert, wenn dies allerdíngs in Stress ausartet dann sollte man vom Gymi absehen.
Die Kinder müssen lernen das sie durch Anstrengung vieöl erreichen können und sie verstehen auch schon frühzeitig das ein guter Abschluss Gold wert ist, man muß ihnen aber immer wieder sagen warum sie lernen, das es nicht für die Lehrerin oder die Eltern ist sondern für ihr eigenes Leben.
Mit einen Hauptschulabschluß kann man heutzutage einpacken!

Claudia

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von fiammetta am 12.07.2006, 9:19 Uhr

Hi,

ich sehe, ähnlich wie Graupapagei, das Problem der anerzogenen Unselbständigkeit der Kinder. Ich habe es selbst am Gym erlebt, daß meine Klassenkameraden v.a. deswegen gute Noten hatten, weil sie ständig voneinander abgeschrieben haben. ALL diejenigen, bei denen das zutraf, brachen die Uni noch VOR dem Vordiplom / der Zwischenprüfung ab, da ihnen dort das langjährige Netzwerk eben zum Abkupfern fehlte, sie aber auch selbständig nicht dazu in der Lage waren, ihre Prüfungen mutterseelenalleine zu schaffen. Eigentlich ein Armutszeugnis.

Dasselbe befürchte ich bei Kindern, die permanent kontrolliert werden, vorausgesetzt, sie lassen sich das überhaupt gefallen. Eine weitere Gefahr sehe ich halt darin, daß die meisten Eltern irgendwann den Schulstoff selbst nicht (mehr) können und damit an ihre Grenzen stoßen. Ehrlich gesagt hätte ich auch herbe Schwierigkeiten damit, jemandem die Fotosynthese zu erklären, schlicht, weil sie mich in der Schulzeit schon nicht interessiert hat. Ab diesem Punkt sind die Kinder dann alleine auf sich gestellt, haben dies jedoch nie gelernt und versagen zwangsläufig. Hand auf`s Herz - wer von uns hat in seiner Schulzeit in allen Fächern passioniert und permanent gelernt?

LG

Fiammetta

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von MamaMalZwei am 12.07.2006, 10:06 Uhr

Hallo zusammen, natürlich sollte man den Kindern nicht dauernd helfen, oder danebensitzen, das habe ich auch nicht so gemeint, Elisabeth sicher auch nicht.
Aber leider sind viele Lehrer nicht in der Lage, den Kindern Unterrichtsstoff so zu vermitteln, dass sie es wirklich verstehen. Ein Beispiel: Bei uns macht der Rektor den Matheunterricht. Er gibt den Kindern Arbeitsblätter und dann verschwindet er aus der Klasse, weil er noch dringende Anrufe erledigen muss. Wenn man jetzt was nicht verstanden hat, ist aber Holland in Not, weil in der alleingelassenen Klasse keiner ist, der es erklären kann. Das darf ich dann zuhause machen. Im letzten Schuljahr wollten einige Eltern bereits ans Schulamt schreiben, haben es aber dann doch nicht gewagt.
Wir freuen uns jetzt immer, wenn der Rektor einen Tag nicht an der Schule ist, weil dann ein Vertretungslehrer kommt, den kann man wenigstens fragen, wenn man was nicht weiß.
Ansonsten betreibe ich Hilfe zur Selbsthilfe, sehe mir an, was sie machen sollen, frage, ob er weiß wie es geht und verschwinde dann. Bei meiner Tochter brauch ich das nicht mehr zu machen. Die ist übrigens in Mathe spitze, seitdem sie einen Lehrer hat, der wirklich Unterricht macht statt seine Schule zu leiten. LG

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Re: Lernaufwand an der GS + Übertrittbedingungen Gym.

Antwort von like am 12.07.2006, 11:19 Uhr

Im Prinzip sollten Eltern einfach so verfahren, wie es ihrer Überzeugung entspricht - jede Argumentation hat ihre Wahrheiten - bei dem einen Kind mehr, beim anderen weniger. Manchmal hab ich allerdings den Eindruck, dass das Argument: "Zur Selbständigkeit erziehen" bei Eltern genannt wird, die keine Zeit oder Lust haben, sich um schulische Belange der Kinder zu kümmern, sprich vor Klassenarbeiten abzufragen, helfen, den Stoff zu strukturieren (was die meisten Kinder so bis 13, 14 noch nicht richtig können), Einmaleins üben (was bei uns in der Schule fast nicht passiert), Diktate und "Fehlerwörter" üben (mit 6 Fehlern in 80 Wörtern ungeübter Text gibt´s bei uns in Klasse 3 eine 3-4), Referate erstellen helfen (z.B. Recherche im Internet - lernen die Kids nicht in der Schule). Bei uns wird von der Schule her vorausgesetzt, dass die Kinder von zu Hause Untersützung haben. Dementsprechend sehen dann die Übertrittsempfehlungen derer aus, deren Eltern keine Zeit oder kein Interesse dafür haben oder die davon ausgehen, die Schule sei für das Lernen ihres Kindes allein verantwortlich. Bei uns ist die Grundschule sehr streng, mein Sohn hatte in der 5. Gymi (und das auch noch G8 ) einen besseren Schnitt als in der 4. Klasse - oft sehr demotivierend für schlechtere Schüler - aber es soll halt gesiebt werden......Rechtlich gesehen dürfen die Kids aufs Gym, wenn sie in Mathe und Deutsch einen Schnitt von 2,5 haben, die Lehrer empfehlen aber einen Schnitt von mindestens 2,0 - da sind nicht viele Ausrutscher möglich und konstantes Lernen gefragt- ob Kinder in dem Alter wirklich schon von ganz allein die entsprechende Übersicht und Selbstdisziplin haben? Ich find´s dann halt immer schade, wenn begabte Kinder auf Realschule oder Hauptschule gehen, weil sie von sich aus nichts getan haben in der Grundschule und die Eltern hier auch nicht regulierend eingegriffen haben.

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Gutes Posting like

Antwort von Claudia36 am 12.07.2006, 11:32 Uhr

Ganz toll geschrieben.
Genau meine Meinung.

Erziehung zur Selbstständigkeit kann man verschieden sehen.
Zum einen aus Zeitmangel oder Faulheit der Eltern, das sich die Kinder immer alleine überlassen sind und nix kontrolliert wird.
Es halt einfach so läuft... diese Kinder haben nicht gelernt zu lernen und werden es auf weiterfürenden Schulen sehr schwer haben.

Und Kinder die eine anspruchsvolle Grundschule haben brauchen die Unterstützung der Eltern schon ab und zu.
Es wird teilweise vorausgesetzt das jeder einen PC hat und alleine verschiedene Sachen sucht. und anderes.

Das dein Sohn einen besseren Durchschnitt auf dem Gymi hat als in der 4. Klasse macht mir Mut.
Und´sere Grundschule ist sehr streng.
Bei Arbeiten gibt es in den seltensten Fällen Einser.
Auf dem Gymi wird nicht so streng zensiert.
Meine geht nach den ferien dort hin und wir sind schon gespannt wie sich sich macht.

Claudia

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Schau mal hier:

Antwort von Claudia36 am 12.07.2006, 12:17 Uhr

http://www.note1plus.de/4-UeZeugnis.htm

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Re: @Elisabeth

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 12.07.2006, 12:49 Uhr

Nun ja, gelöst.....

Fumi hatte im Endeffekt nur eine Hauptschulempfehlung, aber wir hatten schon vor dem Übetrittszeugnis einen Platz auf einer privaten Realschule (eine Spezialschule für Legastheniker) sicher, insofern war mir das dann egal.

Aber ich frage mich, was gewesen wäre, wenn Fumi nicht eine nervtötende Kämpfernatur mit guter Allgemeinbildung und immensem Interesse an allem, was ihre Kinder betrifft, als Mutter hätte ;-). Es ist halt so: Kinder, die nicht ins Raster passen, fallen schnell hintenrunter. Damit vertut Deutschland m.E. ein riesiges Potential. Es handelt sich nämlich dabei nicht nur um "minderbegabte Halbdeppen", sondern oft genug um normal bis hochbegabte Kinder, die bei einer Förderung, die sich auf die speziellen Bedürfnisse einzelner Kinder konzentriert, ein enormes Potential haben. Und das ist nur der volkswirtschaftliche Faktor, vom menschlichen Faktor will ich gar nicht reden......

Im übrigen wurde kürzlich eine Umfrage unter GS-Lehrern veröffentlicht. Im Gedächtnis geblieben ist mir vor allem eines. Die Lehrer wurden gefragt, was sie den Eltern gerne ins Stammbuch schreiben würden. Sinngemäß war das in etwa folgender Satz: "Es ist wunderbar, wie Sie immer die Hausaufgaben Ihrer Kinder machen. Es hilft uns nur leider nicht dabei, die Leistungen Ihrer Kinder zu beurteilen." Soviel zur Hilfe bei den Hausaufgaben.

Und wenn ich unten lesen muß, daß Eltern, die ihren Kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen, schlicht zu faul sind, dann geht mir die Hutschnur hoch.
1. Gibt es Eltern, die Geld verdienen müssen.
2. Gibt es Eltern, die ihren Kindern bei den Hausaufgaben nicht helfen können, weil siees selbt nicht wissen, aus sprachlichen oder anderen Gründen.
3. Bin ich trotz allem der Ansicht, daß die Schule zum Lernen da ist. Zu Hause habe ich anderes zu tun. Es ist tatsächlich wissenschaftlich erwiesen, daß Eltern - was Schulwissen angeht - die schlechtesten Lehrer sind, weil zu viel Emotionen (Erwartungsdruck, Enttäuschungen, eigene Träume und Traumata) da reinspielen.

Mein Paradebeispiel:
Fumi hat ADS und kann sich daher nur sehr schlecht selber organisieren. Obwohl sie inzwischen Methylphendiat bekommt, ist das ihre Große Schwäche. Ich bin aber auch ADSler, kann ihr das also nur schwer beibringen. Es wäre nett gewesen, wenn sie es in der Schule gelernt hätte. ICH habe es in der Schule gelernt - zumindest so weit, daß ich mein Leben bisher einigermaßen im Griff habe - leider nicht genug, um es an mein Kind weiterzugeben. Ich habe das ja schließlich auch nicht gelernt, ich bin nur Mutter, keine Lehrerin. Jetzt habe ich - für 40,- Euro die Stunde, die ich aus eigener Tasche bezahle - einen Einzelfallhelfer engagiert. Der Mann ist klasse, Fumi macht große Fortschritte. Aber, verdammt noch mal, warum lernt sie das nicht in der Schule?????

Meines Erachtens erfüllt die Schule in Bayern (in Deutschland????) ihre Aufgabe nicht. Da lernt man Dinge, die man nie wieder braucht. Aber die Basics - Recherchieren, Organisieren, Ableiten, Weiterdenken - die lernt man da nicht. Im Job ist das meinem Chef herzlich egal, ob ich weiß, wo das Münchner Trinkwasser herkommt. Wichtig ist, daß ich notfalls recherchieren kann, wo es herkommt, falls ich dieses Wissen mal brauche. In der Schule lernt man für alles mögliche, aber sicher nicht für das "echte" Leben (das doch meistens und wünschenswerterweise mit einem Job verbunden sein sollte).

Gruß,
Elisabeth.
(die sich mal wieder in Rage geschrieben hat)

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Auch @Elisabeth

Antwort von Trini am 12.07.2006, 13:18 Uhr

Zum Glück sind die Übertrittsbedingungen nicht überall so besch... wie bei Euch.
Mich fehlt dafür noch immer jegliches Verständnis.
In KI hat jedes Gymnasium Legastheniebeauftragte und ein Kind ohne Benotung der Rechtschreibung kann auf der Grundschule locker die Bedingungen für's Gymnasium schaffen.

Da hat es sich bei Euch jemand verdammt leicht gemacht!

Immernochverwundert!!

Trini

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Re: @Elisabeth

Antwort von MamaMalZwei am 12.07.2006, 15:20 Uhr

Hallo Elisabeth, du hast Recht, es ist genauso, wie du es schreibst. Ich war zum Glück in der Lage, meine Kinder selber zu fördern, bis auf die Bereiche, die man besser Fachleuten wie Ergotherapeuten oder Logopäden überlässt. Viele Lehrer wissen einfach nicht, was sie mit ADSlern machen sollen, weil es sie a) entweder nicht interessiert oder sie b) da jetzt keinen Bock drauf haben (Zitat einer Mutter, die ich kenne, die die Lhrerein um ein Gespräch bat: "Nein, das mache ich nicht, da habe ich im letzten Jahr einen mit durchgeschleift, das mach ich nicht noch mal mit.")
oder c) weil es nicht zu ihrer Ausbildung gehörte (vor 30 Jahren...).
Fortbildungen haben sie nicht besucht oder deligieren das an die Sonderpädagogen, die es mittlerweile auch an Grundschulen gibt... Die sollen es dann richten. LG

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Kommt wohl auf's Kind an ...

Antwort von Ulli am 12.07.2006, 21:32 Uhr

Hallo,
unsere Tochter hat gerade erst die 1. Klasse hinter sich. Aber mir war es von Anfang an wichtig, dass sie allein ihre Hausaufgaben macht und das klappt auch gut. Sie ist aber auch ein ehrgeiziger Typ und dabei brav - sozusagen der Traum aller Lehrer. ;-)
Übergang Gymnasium ... Also ganz ehrlich kann das ja nicht so schwer geworden sein, das Gymnasium an dem ich früher war, war damals 4-5 zügig, heute 8-zügig. Glaubt Ihr wirklich, dass die Kinder schlauer geworden sind?
Ich finde, es sollten noch viel mehr durchfallen, klingt hart, aber die momentane Alternative ist doch nur, dass das Abi immer leichter wird und das Niveau sinkt.
Viele Grüße
Ulli

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