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von dhana  am 07.09.2019, 21:28 Uhr

Kooperationsklasse

Hallo,

also aus Erfahrung würde ich eher sagen, das vorallem die Förderkinder zurückstecken müssen nicht die "normalen" Kinder.

Sie haben keine besonders ausgebildeten Lehrer, die ihre Probleme kennen und damit umgehen können - sie haben keine kleineren Klassen oder Klassenräume die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Alles was an einer Förderschule selbstverständlich wäre.

Ich hatte ein Kind mit Förderbedarf Hören/Sprechen, das an der Regelschule eingeschult werden musste, weil es nicht genugend Platz an der Förderschule gab.
Und die ersten 2 Jahre ist er da gnadenlos untergegangen - wie meinte sein Lehrer "es muss auch dümmere Kinder geben" und hat sich einfach gar nicht mehr groß mit ihm abgegeben. Das er einfach Probleme mit dem Hören hatte, Legastheniker ist ect... hat niemand intressiert. Das er mit der unruhigen Klasse und den vielen Geräuschen im Klassenzimmer überfordert war und das eine Legasthenie nicht einfach weggeht, wenn man mehr übt...tja - für den Lehrer war eine Legasthenie eine Modeerscheinung und er sollte halt mehr üben. Und das er einen besonderen Platz brauchte - vorne links, damit die Geräusche nicht mehr von allen Seiten kamen - Spinnerei der Eltern...
Und weil er ja so ruhig und schüchtern war, wurde er ständig neben extra unruhige (normale) Kinder gesetzt, weil er ja nicht mitquatschte.. das er dann gar nichts mehr gehört hat und ständig überfordert war... pech.

Nach 2 Jahren war mein Sohn in der Schulverweigerung und hielt sich selber für dumm.
Erst mit Hilfe des SPZ und der dortigen Psychologin schafften wir es genügend Druck auf die Schule zu machen, das z.B. der Nachteilsausgleich für die Legasthenie gegeben wurde, das er seinen Sitzplatz fest hatte und nicht ständig umgesetzt wurde. Und es kam dann regelmässig ein Hörpädagoge und hat vorallem dem Lehrer erklärt was wichtig ist.

Lustig war die Schulzeit für meinen Sohn nicht und wenn es einen Weg gegeben hätte, wäre ich sofort aus der Inklusion ausgestiegen.
Also aus meiner Erfahrung, sind es eher die Kinder mit Förderbedarf die darunter leiden. Die Grundschullehrer halten sich an das was sie kennen und das sie gelernt haben - wenn sie gerne Kinder mit Förderbedarf unterrichtet hätten, wären sie vermutlich Förderlehrer geworden.

Gruß Dhana

 
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