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Geschrieben von Ellie80 am 29.06.2019, 16:16 Uhr

Kann-Kind

Hallo!

Ich würde gerne eure Erfahrungen hören, bezüglich der frühen und späten Einschulung beim Kann-Kind.
Wer hat sein Kind wann eingeschult und wie sind eure Erfahrungen?
Meine Tochter hat am 20.08 Geburtstag und ist damit hier ein Kann-Kind (Stichtag 01.07).
Daher stehen wir bald vor der Entscheidung...
Danke und liebe Grüße

 
33 Antworten:

Re: Kann-Kind

Antwort von Toadie am 29.06.2019, 16:20 Uhr

Hallo,

meine Meinung ganz ehrlich,

lass dem Kind dass eine Jahr Kindergarten.

Auch wenn es schulreif/selbstbewusst ist.

VG

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Re: Kann-Kind

Antwort von Annika03 am 29.06.2019, 17:10 Uhr

Ich bin auch gegen vorzeitiges Einschulen.
Deni Kind wird immer das jüngste sein, wenn sie Teenie ist und mit den anderen ausgehen möchten darf sie nicht wegen des Alters. Sie wird immer die letzte sein die etwas darf

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Re: Kann-Kind

Antwort von stjerne am 29.06.2019, 18:45 Uhr

Wir haben unser Septemberkind mit 5 eingeschult. Ein weiteres Jahr Kindergarten wäre für sie eine Zumutung gewesen, sie wollte endlich loslegen und konnte mit jüngeren Kindern nichts anfangen.
Sie ist mittlerweile in der 10. Klasse und wir haben es bisher nicht bereut. Es gab nie Probleme, weder schulisch, noch sozial.
Jetzt hat sie Mitschüler zwischen 15-18, wäre sie jetzt also 16 statt 15, würde sie immer noch zu den Jüngeren gehören.

Für uns war es die richtige Entscheidung, aber wie immer gilt: Kinder sind unterschiedlich und was für das eine gilt, kann für das andere komplett verkehrt sein. Wirklich raten kann Dir daher keiner.

Habt Ihr im Kindergarten Vorschulprogramm oder Englisch für Vorschüler? Bei uns war das eine Entscheidungshilfe, dass sie an Tagen, an denen es im Kindergarten schulähnliche Situationen gab, viel motivierter hinging als an "normalen" Tagen.

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Re: Kann-Kind

Antwort von chrpan am 29.06.2019, 20:09 Uhr

Hier kennt niemand dein Kind und wie so oft ist es eine individuelle Entscheidung, aber du hast ja nach unseren Erfahrungen gefragt:
Ich selbst war ein Kann-Kind und wurde regulär eingeschult, genau so mein Bruder.
Meine Mutter war jahrzehntelang als Grundschullehrerin tätig und riet immer dazu, den Kindern noch das „zusätzliche“ Jahr Kindheit zu lassen.

Der Sohn von Bekannten hat gerade mit ausgezeichneten Erfolg maturiert, wurde als Kann-Kind früher eingeschult, wobei die Mutter phasenweise bereut hatte, nicht gewartet zu haben. Kognitiv mitzuhalten war nie das Problem, aber die Verspieltheit war schon sehr deutlich und lange merkbar.

Mein Fazit: Erzieherinnen raten nicht immer, aber öfter zur früheren Einschulung als Grundschullehrerinnen. Ich würde da eher auf den Rat der Lehrerinnen hören.

LG,
C.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Ellie80 am 29.06.2019, 20:56 Uhr

Danke schon mal für eure Antworten!
Natürlich kennt keiner mein Kind und letztendlich liegt die Entscheidung (nach Rücksprache mit KA, Erziehern und Lehrern) bei uns.
Ich wollte nur mal eure Erfahrungen zu dem Thema hören. Hier geht der Trend zum „später“ Einschulen, aber ich habe auch schon mit Eltern gesprochen, die das bereut haben und anders herum.
Ich tendiere auch eher zum „späten“ Termin, aber die Erfahrung von anderen kann ja nochmal Hinweise geben, auf was man alles achten kann/muss bei dem Thema.

LG

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Re: Kann-Kind

Antwort von lubasha am 29.06.2019, 21:08 Uhr

es kommt stark auf das Kind darauf an.
meine beiden sind mit Abstand jungste der Klasse, und bei den beiden war es eine richtige Entscheidung.

die große wurde als Juni-Lind rechtzeitig eingeschult, wae die zweitjungste, ist Gesprungen und ist jetzt die Jungste, gerade 10, gut bis sehr gut die 5te abgeschloßen, hat stabiles Freundekreis, es läuft rund

der Kleine als Dezemberkind wurde für ein Jahr extra Kindheit entgegen meinem Bauchgefühl in Kita gelassen.. in September haben wir mit der Schule über die Quereinschulung gesprochen, ab November hatte ich einen glücklichen Erstklässler zu Hause.
er hatte das Kitajahr blockiert, komplett auf Sturr geschaltet, laut Erzieherin hätte er 1000 Diagnosen, ein Autist ist dabei noch harmlos.
seine Lehrerin findet ihn als einen großartigen Schüler.

ja, er ist aktiver als Durchschnitt, sicher verspielter und nicht immer einfach.
aber keine Diagnose steht in Raum und das Kind geht sehr gerne zur Schule.

dieses Jahr Kindheit war für ihn Bestrafung.

keiner von Außeb kann euch Entscheidung abnehmen. Keiner kann sagen, was richtiger isr.
aber so oder so werden die Kleinen ihr Weg gehen.

ich kann nur sagen, höre auf deinen Bauchgefühl. es irrt sich selten.

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Re: Kann-Kind

Antwort von kuestenkind68 am 30.06.2019, 0:55 Uhr

Mein Sohn musste als August-Kind schon mit 5 eingeschult werden (der Stichtag ist in NRW am 30.9.). Unsere Erfahrungen sind gemischt:
Kognitiv und leistungsmäßig hat er überhaupt keine Probleme (im Gegenteil er ist jetzt auf dem Gymnasium gehört in seiner Klassenstufe zu den besten Schülern). Aber es ist wirklich anstrengend, immer der jüngste und kleinste zu sein. Viele Mitschüler sind ein dreiviertel Jahr älter und einen Kopf größer. Und vom Sozialverhalten sieht man noch einen riesen Unterschied zwischen den Dezmberkindern, die schon ein 3/4 Jahr älter sind und ihm. Er ist trotzdem super integriert und beliebt (wurde schon das 2. Jahr zum Klassensprecher gewählt).
Aber Dank dem doofen G8 wird er mit 17 schon sein Abi machen. Das finde ich blöd, er könnte sich nicht mal selbst an der Uni einschreiben... während seine Freunde dann alleine Autofahren dürfen, unbegrenzt ausgehen dürfen, Alkohol trinken dürfen usw. Das wird sicher eine Zeit mit vielen Diskussionen werden...

Schulisch ist mein Sohn wirklich sehr gut, und sicherlich eine Ausnahme, denn es war tatsächlich so, dass die meisten August/September Kinder in der Grundschule Probleme hatten. Viele haben irgendwann eine Klassenstufe widerholt, weil sie einfach noch nicht reif genug waren...
Dann wäre ein Jahr weiter im Kindergarten garantiert besser gewesen... Aber das geht hier leider nicht...

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Re: Kann-Kind

Antwort von aeonflux am 30.06.2019, 1:01 Uhr

Hallo,
Mein Sohn war nur 18 Tage nach dem Stichtag geboren und wir haben nicht vorzeitig eingeschult, sondern mit fast 7 Jahren. Ich habe es nicht bereut. Er hätte es kognitiv gepackt, aber emotional wäre schwierig gewesen und motorisch... Er bekam während des letzten Kitajahres Ergo, weil nicht klar war, mit welcher Hand er schreibt. Er hätte alles verstanden, aber nichts auf Papier bekommen. Zusätzlich ist er recht klein für sein Alter, was sich durch das eine Jahr, was er älter ist als viele seiner, etwas ausgleicht und nicht so auffällt.
Er ist jetzt 10 Jahre alt und wechselt in einigen Wochen zum Gymnasium.

Alles Gute
Aeonflux

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Re: Kann-Kind

Antwort von Astrid18 am 30.06.2019, 8:58 Uhr

Meine Tochter wurde als Kannkind eingeschult (Stichtag 31.7; Geburtstag Anfang August). Nach einem Umzug war die dann in einem Bundesland mit Stichtag 30.09.

Für sie war es der richtige Zeitpunkt zur Einschulung; und die jüngste war sie auch nicht.

Das ist ja das schöne an der Kannkind-Regelung, dass man einfach aufs Kind schaut. Ich kenne genauso gut Kinder, die zurück gestellt wurden, und für die das auch gut war.

Wenn ein Kind wirklich schulreif ist und in die Schule gehen will, würde ich es als Kannkind schicken.

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Re: Kann-Kind

Antwort von monstermaja am 30.06.2019, 9:33 Uhr

Ich rate eher zu später einschulen
Allerdings kommen hier Kinder bis 30.9. regulär zur Schule, kann Kinder sind dann Oktober, teilweise später geboren.
Das funktioniert schon.
Pauschal lässt sich das nicht sagen.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Loretta1 am 30.06.2019, 11:12 Uhr

Hallo,

bei einem Elternabend in der Vorschule sagte eine Grundschullehrerin: "Ich habe noch nie erlebt, dass ein Kind zu spät eingeschult wurde, sehr wohl aber, dass Kinder zu früh eingeschult wurden".

Grüße, Lore

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Re: Kann-Kind

Antwort von Susanne.75 am 30.06.2019, 11:28 Uhr

Uns wurde damals von einer Lehrerin und 3fachen Mutter deutlich von vorzeitiger Einschulung abgeraten. Sollte das Kind im Kindergarten unterfordert sein, solle sie lieber anders gefordert werden, ein Instrument lernen o.ä.

Und wir haben es nie bereut. Von der kognitiven Reife her hätte meine Tochter problemlos vorher zur Schule gekonnt. Aber sozial/emotional hat sie im letzten Kindergartenjahr einen unheimlichen Sprung gemacht. Ist selbstbewusster und offener geworden.

Eine Freundin von ihr war damals gerade eben Musskind. Die musste sich dann leider in der Schule unheimlich abstrampeln, war nachmittags komplett erledigt, konnte sich schwerer dauerhaft konzentrieren, weil ihre eigene Verspieltheit sie auch noch zu sehr ablenkte. Sie ist dann in der 2. eine Klasse zurück gegangen und viel entspannter. Ein zusätzliches Jahr Kindergarten wäre die deutlich angenehmere Lösung gewesen, durfte sie aber ja leider nicht.

Einige der Sommerkinder wiederholen nun 1. oder 2. Klasse. Knapp oder gerade eben 6 Jahre ist für viele Kinder offensichtlich und meiner Meinung nach einfach noch zu früh.

Ich denke mir auch manchmal, dass die Kinder später bestimmt locker bis sie 70 Jahre oder älter sind arbeiten müssen. Da kann man ihnen doch ein weiteres Jahr komplette Unbeschwertheit gönnen. Grundschule soll zwar auch Spaß machen, aber sie ist halt nicht so locker und spaßig wie Kindergarten. Das kommt einfach nie wieder.

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Re: Kann-Kind

Antwort von mauselchen am 30.06.2019, 13:41 Uhr

Hallo,

es kommt immer auf das Kind an.
Meine 2 simd beide als Kann-Kind eingeschult (Dezember und Sommerkind) und ich würde immer diesen Weg gehen. Kind 1 hat gerade Abi gemacht und ist trotzdem sie im Dezember erst 18 wird (G8) nicht die Jüngste und wir hatten nie Probleme mit dem Alter. Langeweile in der Schule ist so schwer zu ertragen, da finde ich jedes Mittel gut, um diese zu verkürzen Bei Kind 2 merkt man laut Lehrkraft absolut keinen Unterschied zu den Musskindern, eher im Gegenteil. Insofern passt das für uns, aber wie gesagt - hängt vom Kind ab. Ich bin damals gesprungen, das war viel schwieriger für mich, sich neu in eine Klasse einzufinden, als von Anfang an mit den anderen zu wachsen.

Grundsätzlich finde ich auch, dass das Leben mit Schulbeginn ja nicht aufhört, daher stellen sich mir jedes Mal die Haare hoch bei "gönn dem Kind doch noch das Jahr Kiga" - wozu? Ich denke, dass heute viele ihren Kindern viel zu wenig zutrauen und finde persönluch auch in der Schule dieses teilweise Gepampere nicht gut.

Euch wünsche ich eine für euch gut passende Entscheidung!

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Re: Kann-Kind

Antwort von Maca am 30.06.2019, 13:56 Uhr

Ich wurde damals als Novemberkind regulär eingeschult, gehörte immer zu den ältesten der Klasse und fand es furchtbar.
Als ziemlich großes, ernstes und akzeleriert entwickeltes Kind (aufgrund sehr viel älterer Geschwister) fühlte ich mich seinerzeit im Klassengeschehen deplaziert.
Da ich an vielen der (in meiner Wahrnehmung) dämlichen Motivations-und Gruppenspielchen mit demonstrativer Unlust teilnahm, war ich auch nicht gerade der Liebling meiner Klassenlehrerin, was meine Grundschulzeit zusätzlich belastete.

Mein Sohn (in diesem Monat 13 geworden), kommt nach den Ferien in die 10. Klasse und es klappt, von der wieder aufkeimenden unerträglichen Unterforderung mal abgesehen, gut.

Seine Schwester (15) ist als Dezemberkind regulär eingeschult worden, kommt nach den Ferien ebenfalls in Klasse 10, gehört eher zu den älteren der Klasse und fühlt sich damit pudelwohl.
Bei ihr waren wir seinerzeit heilfroh, dass wir nicht in Berlin gewohnt haben, da sie sonst ein Jahr früher hätte eingeschult werden müssen.
Eine so frühe Einschulung hätte ich bei meiner Tochter niemals zugelassen.
Sie war ein verspieltes Träumerle, was so spät wie möglich in in die Schule gehörte.

Bei ihrem Bruder war das Gegenteil der Fall, der hätte mit 4 Jahren in die Schule gehört, was in unserem starren Schulsystem leider nicht möglich war.


Es kann für solche Fragestellungen keine eindeutigen Empfehlungen geben und mich nervt es ungemein, wenn diese trotzdem getätigt werden.

“Kein Kind kann zu spät eingeschult werden.“
Das kann ich aus mehrfacher Erfahrung eindeutig negieren und Pädagogen, die solchen Aussagen einen allgemeingültigen Anspruch zusprechen, handeln fahrlässig.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Tai am 30.06.2019, 14:42 Uhr

Es lässt sich sicher keine allgemeingültige Aussage machen, wann der richtige Zeitpunkt für die Einschulung ist.

Generell werden inzwischen offenbar sehr viele Kinder noch mit 5 Jahren eingeschult.
In den Abi-Büchern meiner Großen, Abitur 2016 und 2018, sind viele Mitschüler, die erst Ende des Abiturjahres oder noch später 18 wurden.
Sie scheinen alle gut durch ihre Schullaufbahn gekommen zu sein. Zumindest haben sie das Abitur nach Plan gemacht.
Wie der Weg dahin war, wer weiß. Sicher individuell unterschiedlich.

Bei unserem Sohn, August-Kind, haben wir früh wieder von einer Einschulung als Kann-Kind abgesehen. Seine Schulzeit war absolut unproblematisch, sowohl was die Leistung als auch die soziale Komponente betrifft. Ich wüsste also nicht, was ihm eine frühere Einschulung gebracht hätte (und da wäre er sicher auch gut durchgekommen, aber vielleicht doch mit dem ein oder anderen Stolperstein).
Die Mehrheit der August- und Septemberkinder waren übrigens ein Jahr jünger....

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Eher nein, weil...

Antwort von Bela66 am 30.06.2019, 18:48 Uhr

Aus der Lehrerinnen-Perspektive: Die Statistik sagt, dass Kann-Kinder im Noten-Niveau oft hinter den anderen Kindern zurückbleiben, und zwar während der gesamten ersten vier Schuljahre. Das muss beim einzelnen Kind nicht so sein, aber es ist einfach sehr oft so.

Zweite Anmerkung: Es geht ja nicht nur um die Leistung. Sondern auch um die Reife und die körperliche Entwicklung. Kann-Kinder sind oft die kleinsten und zierlichsten in der Klasse, es gibt hier Kinder, die gut ein Jahr älter sind. Das ist sehr viel in diesem Alter. Die anderen Kinder sind aber nicht nur körperlich, sondern auch mental oft deutlich weiter und reifer. Das erschwert Freundschaften.

Aus der Mutter-Perspektive: Mein Sohn war ein Kind, das fast genau am Stichtag Geburtstag hat. Er musste also eingeschult werden, obwohl er sehr jung war und Mitschüler hatte, die fast ein Jahr älter waren. Ich muss sagen, dass es notenmäßig kein Problem gab, er ist immer schon ein sehr guter Schüler. Aber das mit der körperlichen Entwicklung ist immer ein Thema, auch jetzt noch auf der weiterführenden Schule. Seine Klassenkameraden sind fast alle schon in der Pubertät und locker 1,75 m groß, samt Stimmbruch. Er ist körperlich und mental noch ein Kind, und Freundschaften sind daher gerade sehr schwierig.

Ein Kind später einzuschulen, birgt fast kein Risiko. Ein Kind zu früh einzuschulen dagegen schon. Wenn ich selbst bei meinem Sohn die Wahl gehabt hätte, hätte ich gewartet.

Es hängt natürlich auch von Deiner Tochter ab: Ist sie zum Beispiel ein sehr kontaktfreudiges, selbstbewusstes Kind, und körperlich vielleicht eher groß für ihr Alter, dann wäre die Einschulung eine Überlegung wert.

LG

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Re: Eher nein, weil...

Antwort von Maca am 30.06.2019, 20:16 Uhr

Die Studienlage ist nicht eindeutig, warum behaupten Lehrer das immer?

https://www.spektrum.de/news/wann-ist-ein-kind-reif-fuer-die-schule/1413520

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Re: Eher nein, weil...

Antwort von Maca am 30.06.2019, 20:35 Uhr

Früheinschulung kann die Gehirnentwicklung positiv stimulieren:

https://www.mpg.de/11282444/einschulung-gehirnentwicklung


gerade sozial benachteiligte Jungen profitieren positiv von ihr:

https://m.tagesspiegel.de/wissen/fruehe-einschulung-hilft-jungen-aus-benachteiligten-familien-holen-auf/24023850.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

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Vielleicht weil....

Antwort von Tai am 30.06.2019, 22:24 Uhr

Vielleicht fallen die sehr jung eingeschulten Kinder eher durch mangelnde emotionale Reife auf, fordern die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Lehrer mehr ein als ältere. Vielleicht bekommt man das als Eltern gar nicht immer so mit, dass das Kind besonders umtüddelt oder gemäßigt werden muss.

Mit meinem Sohn wurde ein Mädchen eingeschult, das im Januar erst 6 wurde. Körperlich war sie groß, aber mir ist in Erinnerung, dass sie am 1. Schultag nur weinte und ihre Mutter mit ins Klassenzimmer musste. Mitte der 4. Klasse ging sie dann zurück in die 3. Klasse; laut ihrer Mutter damals "ist sie ja noch so jung" (Überraschung, war sie das bei Schulbeginn denn nicht?), wahrscheinlich waren die Noten für den Übertritt nicht wie gewünscht.
So eine Schulkarriere muss man ja nicht unnötig produzieren.

Natürlich gibt es auch früh Eingeschulte, die das in jeder Hinsicht gut schaffen, und regulär eingeschulte Heulsusen.

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Mein Eindruck:

Antwort von stjerne am 30.06.2019, 23:12 Uhr

Es ist vollkommen individuell. Mein früh eingeschultes Kind kam von Anfang an super zurecht, gerade was das Soziale betraf, mein regulär eingeschultes tut sich bis heute schwer.
Einige der regulär eingeschulten Mädchen weinten morgens und ließen sich aus der Schule mit Bauchschmerzen holen. Ein spät eingeschultes Kind musste wiederholen, ein früh eingeschultes auch. Es gab eigentlich alles in allen Altersgruppen.

Aber wenn ein 5jähriges Kind weint, wird das auf das Alter zurückgeführt, bei den großen Mädchen wurden die Tränen einfach nicht thematisiert. Und bei den spät eingeschulten Kindern, die auf dem Schulhof die normal eingeschulten tyrannisierten, wurden das auch nicht aufs Alter bezogen, obwohl ich da durchaus einen Zusammenhang sah (nota bene: mein früh eingeschultes Kind konnte da gut Paroli bieten, es war mein regulär eingeschultes, das da Probleme hatte).

Ich empfehle wirklich, aufs Kind selbst zu sehen.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Maria_Bu am 01.07.2019, 9:23 Uhr

Unser Sohn ist am 31.07. geboren und wurde mit 7 Jahren eingeschult, da er mit 6 gar nicht in die Schule wollte :)
Und in diesem Jahr hat er sich so was von weiter entwickelt, sodass es eine richtige Entscheidung von uns (bzw. von ihm) war, ihn noch ein Jahr im KiGa zu lassen.

Es ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. DIe Tochter meiner Freundin ist eine Woche jünger als unser Sohn. Sie wollte unbedingt in die Schule, mit 5 schon. Sie wurde dann mit 6 eingeschult und alles läuft super.

LG Maria

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Re: Mein Eindruck:

Antwort von Maca am 01.07.2019, 10:24 Uhr

“Ich empfehle wirklich, aufs Kind selbst zu sehen.“

Ja, genau darum geht es mir und zwar vollkommen unvoreingenommen.

Ich glaube, dass die Mehrheit der Eltern ihre Kinder besser einschätzen kann als Pädagogen, die Früheinschulungen per se eher ablehnen und das Kind nur kurz sehen.

Wer das Konzept “jung eingeschulter Kinder“ negativ besetzt, wird das Klassengeschehen dann auch anders interpretieren und bewerten als eine Lehrkraft, die dem durchaus offen und positiv gegenübersteht.

Die ablehnende Grundhaltung mit dem Verweis auf eine eindeutige Studienlage zu untermauern ist nicht so ganz legitim, da es diese nicht gibt und ich finde, das sollten Eltern auch wissen.

Bei sehr jungen Schulkindern greift vermutlich auch das Kindchenschema noch mehr.
Man will sie beschützen und trau ihnen weniger zu.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Sille74 am 01.07.2019, 11:06 Uhr

Ich würde es nicht nur vom Kind abhängig machen, sondern auch von der Einstellung der Schule/Lehrer zur Kann-Kind-Einschulung.

Wir haben bei meiner Tochter auch überlegt, sie als Kann-Kind einzuschulen und sind bei der Schule und den Lehrern so sehr auf GRUNDSÄTZLICHE Ablehnung gestoßen (also gar nicht auf unsere Tochter bezogen), dass wir uns gedacht haben, das kann nicht gut gehen. Da würde alles und jedes dann auf die frühe Einschulung zurückgeführt und meine Tochter würde zumindest unbewusst diese Ablehnung zu spüren bekommen.

Inzwischen hat die Schule eingeräumt, dass es problemlos möglich gewesen wäre ,zumindest vom Stoff her, sie früher einzuschulen, und wenn wir darauf bestanden hätten, wäre, wenn ich die Andeutungen richtig interpretiert habe, auch einem Wechsel nach oben nicht entgegengetreten worden. Aber das kam für uns dann doch nicht in Frage. Ich sehe Vor- und Nachteile der regulären Einschulung, für uns überwiegen aber tatsächlich die Vorteile ...

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Re: Kann-Kind

Antwort von mams am 01.07.2019, 19:57 Uhr

ohne kenntnis des kindes ist es nicht beantwortbar. mein sohn ist september-kind und damit hier ein kann-kind. wir haben ihn vor 9 jahren später eingeschult und was anderes wäre gar nicht denkbar gewesen. bis heute. genauso gibt es aber kinder, die das ohne weiteres können und für die das gut ist.

mädchen, so sagt man, sind ja tendenziell weiter entwickelt als die jungs. das spräche für eine frühe einschulung. ABER: es ist immer eine einzelfallbetrachtung, weshalb dir dieses forum nur bedingt helfen kann.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Brummelmama am 02.07.2019, 10:58 Uhr

Unser Kind war 5 und hat keinerlei Probleme gehabt. Er ist immer noch der jüngste und kommt nach den Ferien in die 9. Klasse. Eins ist klar, wenn eingeschult dann hinterher nicht immer der Spruch: Er/Sie war oder ist ein Kannkind. Das interessiert dann keinen mehr

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Re: Kann-Kind

Antwort von Brummelmama am 02.07.2019, 11:06 Uhr

Unser Sohn ist dann 13 J. In der 9. Klasse. Seine Freunde sind 14 und 15. Noch nicht einmal körperlich sehe ich einen großen Unterschied und die große Klappe hat er wie ein 15jähriger.....Wir haben es nicht bereut und Schulschwierigkeiten gab es bislang nicht. Einzig der Sexualkundeunterricht war in meinen Augen verfrüht.

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Re: Kann-Kind

Antwort von memory am 02.07.2019, 12:42 Uhr

Wir haben durch das Dagengenarbeiten des Kiga und der Schule uns schlussendlich breitschlagen lassen , und dagegen entschieden. Nur soviel....das letzt Kigajahr war absolut sinnlos. Ich hab dann Stunden reduziert und Kind ging von April bis Ende August gar nicht mehr in den Kiga, da er dort so unterfordert und genervt war , da die Gruppe mit 2 Jährigen aufgefüllt wurde, dass er immer lethargischer und reizbarer wurde. Also haben wir viel zuzammen unternommen , so hatte er allerdings wieder rum Gelegenheit, noch mehr " vorzulernen" . In einigen Fächern würde er dann klassenübergreifend unterrichtet . Aber alles im allen , ist mein Kind erst im Gym. aufgeblüht. Die GS war von Anfang an ein " absitzen" der Zeit . Ich würde schauen , wie der Kiga das letzte Jahr gestaltet und wie er die Großen fordert und fördert. Bei uns war da leider gar nix mehr, weil die Kleinen im Vordergrund standen . Hätte ich das gewusst , hätte ich es durchgesetzt. Hinterher ging nicht nur einmal ein.....wenn wir das doch geahnt hätten , durch ,s Lehrerzimmer.

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Re: Kann-Kind

Antwort von MamaMalZwei am 02.07.2019, 15:59 Uhr

Hallo, wie schon gesagt, das kann man so pauschal gar nicht sagen. Ich hatte zwei Kinder mit Entwicklungsverzögerung. Für die war es gut, ein Jahr länger im Kiga zu bleiben. Mein Sohn ist im August geboren, der profitierte damals noch von der alten Stichtagsregelung, die ihn erst mit knapp 7 in die Schule zwang.
Die Tochter meines Neffen, im September geboren, kam mit 5 in die Schule, bisher habe ich nichts Negatives gehört.
Wenn das Kind irgendwelche Baustellen hat würde ich immer dazu tendieren, es mit 7 einzuschulen. Ist es fit, auch im Sozialen, tja dann.. Wobei das Zurückstellen heute nicht mehr so einfach ist wie noch bei uns habe ich mir sagen lassen.
Bei meiner Tochter auf dem Gym waren mehrere Kinder, die mit 5 eingeschult wurden. Die hatten, ganz klassisch, Probleme, notenmäßig mitzuhalten. Eines hat gar nicht erst das Abitur geschafft. LG

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Re: Kann-Kind

Antwort von Spatz am 02.07.2019, 16:58 Uhr

Hallo,

ich mußte schon 2 x diese verdammt schwierige Entscheidung treffen.

Meine Tochter (September) wurde früh eingeschult. Sie kommt jetzt in die 9. Klasse Gymnasium. Sie ist eine der Besten, hat dort einen festen Freundeskreis. Da läuft alles.

Mein Sohn (Juli) wurde erst mit 7 eingeschult. Der Kindergarten hatte auch dazu geraten. Allerdings stelle ich fest, dass immer zur späten Einschulung geraten wird.
Er kommt jetzt in die 2. Klasse und hat sich das ganze 1. Schuljahr schrecklich gelangweilt. Er ist schon viel weiter wie die meisten seiner Klasse und es nervt ihn dann oft beim Spielen, da die anderen Kinder manche Sachen einfach noch nicht können.Die Lehrerin meinte zwar er könne auch zur 3. springen, aber irgendwie traue ich mich das nicht so richtig. Zumal die Klasse dann auch sehr groß ist. Er knüpft auch nur mühsam neue Freundschaften.

Mittlerweile bereue ich es zutiefst ihn nicht früh eingeschult zu haben.

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Re: Kann-Kind

Antwort von Spatz am 02.07.2019, 16:59 Uhr

Hallo,

ich mußte schon 2 x diese verdammt schwierige Entscheidung treffen.

Meine Tochter (September) wurde früh eingeschult. Sie kommt jetzt in die 9. Klasse Gymnasium. Sie ist eine der Besten, hat dort einen festen Freundeskreis. Da läuft alles.

Mein Sohn (Juli) wurde erst mit 7 eingeschult. Der Kindergarten hatte auch dazu geraten. Allerdings stelle ich fest, dass immer zur späten Einschulung geraten wird.
Er kommt jetzt in die 2. Klasse und hat sich das ganze 1. Schuljahr schrecklich gelangweilt. Er ist schon viel weiter wie die meisten seiner Klasse und es nervt ihn dann oft beim Spielen, da die anderen Kinder manche Sachen einfach noch nicht können.Die Lehrerin meinte zwar er könne auch zur 3. springen, aber irgendwie traue ich mich das nicht so richtig. Zumal die Klasse dann auch sehr groß ist. Er knüpft auch nur mühsam neue Freundschaften.

Mittlerweile bereue ich es zutiefst ihn nicht früh eingeschult zu haben.

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Re: Eher nein, weil...

Antwort von SunnyGirl!75 am 04.07.2019, 14:22 Uhr

Also ich hab mir jetzt alle links durchgelesen.
Überzeugt mich nicht grade das eine frühe Einschulung auf jeden Fall besser wäre.
In allen Texten schwelgt ja auch mit, das es trotzdem nicht alles eindeutig ist und man es individuell sehen müsse.

< < Die Wissenschaftler warnen jedoch vor einer Überinterpretation der Studienergebnisse: „Das bedeutet nicht, dass eine frühe Einschulung automatisch besser ist. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt des Schuleintritts können wir nicht beantworten – das muss eine individuelle Entscheidung bleiben. Denn jedes Kind ist anders.>>

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Du verwechselst da was

Antwort von stjerne am 04.07.2019, 20:03 Uhr

Es geht nicht darum, dass frühe Einschulung immer richtig wäre, sondern darum, dass im Gegenteil oft behauptet wird, späte Einschulung sei immer richtig.
Maca hat, so wie ich das verstanden habe, ein früh und ein spät eingeschultes Kind und für beide war das so richtig, weil Kinder eben unterschiedlich sind, selbst Geschwister.

Es wird aber trotzdem hartnäckig von vielen behauptet, frühe Einschulung sei auf jeden Fall immer ein Fehler überehrgeiziger Eltern, wobei individuelle Unterschiede einfach negiert werden.

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Re: Kann-Kind

Antwort von lilly0684 am 19.07.2019, 12:32 Uhr

Hallo Ellie80,
wir stehen gerade vor einer ähnlichen Entscheidung. Unsere Tochter ist vom 1.10. und hier ist der Stichtag der 30.9. Für uns ist mit entscheidend, wie es im Kindergarten läuft. Wenn sie glücklich ist, soll sie noch ein Jahr gehen dürfen und wenn nicht, soll sie in die Schule gehen dürfen. Im Moment ist sie nicht sehr glücklich im Kindergarten. Von 19 Kindern werden aktuell 9 Kinder in die Grundschule wechseln. Da brechen einige Freundschaften weg. Dann sind da noch 4 andere Kinder, die alle 3-11 Monate älter sind, als unsere Tochter, die definitiv kommendes Jahr eingeschult werden. Danach gibt es nur noch Kinder die mindestens 8 Monate jünger sind. Die Erzieher geben an, dass sie unsere Tochter nicht noch 2 Jahre in der Kita sehen. Sie gehen davon aus, dass sie stark unterfordert und unglücklich sein wird. Und zudem wünscht sie sich tatsächlich bereits selbst in die Schule gehen zu dürfen (wobei sie natürlich nicht weiß, was das überhaupt genau bedeutet). Wir werden sie dieses Jahr in einer Montessori-Schule anmelden und mal sehen, was das Lehrpersonal uns dort noch dazu sagen wird. Dort wird generell in altersgemischten Klassen gearbeitet, so dass im Zweifel auch das Wiederholen eines Schuljahres dem Kind selbst kaum auffallen würde.
Wie habt ihr euch denn entschieden?
Viele Grüße

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