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Geschrieben von mulle11 am 05.01.2011, 13:39 Uhr

Gesamtschule

Bei uns im Ort, wird nun eine dritte Gesamtschule aufgemacht.
Wir als Eltern würden unseren Sohn, wir haben viel gutes gehört, gerne auf diese Schulform geben.
Unser Sohn ist bis jetzt ein guter Schüler (3 Klasse), leider setzt er sich sehr unter Druck und ist ein nervöser Typ.
Hat hier jemand sein Kind auf einer Gesamtschule und kann mir erklären,
ob dort der Unterricht "lockerer" gestaltet wird, als z.b. auf einem
Gymnasium. Dort lernen doch die Kinder bis zu 8 Klasse gemeinsam.
Ich denke diese Schulform wäre besser für unseren Sohn.
Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten.

 
5 Antworten:

Re: Gesamtschule

Antwort von Charly80 am 05.01.2011, 15:16 Uhr

Hallo
Ich kenne beides, Gymnasium und Gesamt.
Auf dem Gym ist sich jeder selbst der nächste, da gibts viele Kinder "besserer" Eltern und das macht sich auch unter den Kindern bemerkbar.
Auf der Gesamt gibt es viel mehr Zusammenhalt und auch mal Blödeleien mit den Lehrern...wenn du verstehst was ich meine?

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Was für eine Gesamtschule?

Antwort von hgmeier am 05.01.2011, 18:00 Uhr

Was für eine Gesamtschule? Integriert, additiv oder kooperativ?

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Re: Gesamtschule

Antwort von paulita am 06.01.2011, 0:37 Uhr

hallo
ich kann dir nicht mit aktuellen infos helfen - dazu müsste man auch wissen, wie genau die gesamtschule vor ort ist und wie dazu im vergleich die gymnasien.
ich war auf einer gesamtschule (ewig her ;-) in nrw. in einer mittelgroßen stadt, eher atypisch, da insgesamt recht gutbürgerlich. es gab mehrere gymnasien mit bestem ruf und eine gesamtschule. als kind von akademikern waren alle ziemlich entsetzt, dass ich dorthin geschickt wurde. aber: die war super! ich hatte eine extrem tolle schulzeit. und aus mir ist was ordentliches geworden. ;-) im ernst: die schule war ausgesprochen engagiert, die lehrer/innen waren es auch (überwiegend 68'er-idealisten). wir hatten neben dem normalen unterricht - der bis zur 10 zunehmend in leistungsstufen differenziert wurde - so viele ag's, soziale projekte, extra aktivitäten. vor allem aber hatten wir mehr zeit. in der schule. allein das ganztageskonzept ermöglichte viel mehr lockerheit als auf den damaligen gymnasien. das hat sich aber ja inzwischen geändert, weil viele gymnasien auch ganztagesunterricht anbieten. und der ist in meinen augen unendlich viel besser als das stopfen von unmengen an inhalten auf den reinen vormittag. außerdem hat die schule sehr viel solidarität, rücksichtnahme und das interesse an anderen vermittelt. auch ich habe - obwohl immer super-schüler und klare abitur-kandidatin - alle möglichen berufsvorbereitenden dinge gemacht in der 9ten und 10ten, auch ich habe schulpraktika gemacht oder mich über lehrstellen informiert usw. das ist sehr viel wert - fürs leben!

wie gesagt, das ist alles lange her und war unter recht idealen bedingungen. wie es bei dir ist, dazu kann ich nichts sagen.

lg
paula

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Re: Gesamtschule

Antwort von mams am 06.01.2011, 7:31 Uhr

ich nehme an, es ist eine IGS? ich bin ein totaler fan davon. das tolle ist, dass die kinder ganz nicht "vorsortiert" werden. jeder schüler geht da erst einmal hin und dann entscheidet es sich im laufe der zeit, welchen abschluss er macht: hauptschule, realschule, abitur. das heißt, jeder hat genügend zeit, seinen weg zu finden.

damit die schwachen gefördert und die starken gefordert werden, gibt es verschiedene kurse in den hauptfächern.

der unterricht ist nicht lockerer als auf dem gymnsium, er ist komplett anders. am gym wird sehr traditionell unterrichtet, an einer IGS sehr projektbezogen, sehr schülerzentriert. der unterricht der IGS ist ein bisschen wie ein universitäts-studium, man kriegt angebote, muss sich die inhalte aber viel selbstständiger aneignen, als das an einem gym der fall ist. das schult die selbstständigkeit und eigenverantwortlichkeit. wichtige schlüsselqualifikationen für das berufsleben.

manche sagen, das niveau sei nicht so hoch wie an einem gym. das kann durchaus sein. aber der schwerpunkt liegt einfach ganz woanders. beispiel: es geht nicht darum, goethes faust in- und auswendig zu kennen (wie am gym), sondern goethes leben und schaffen in seiner breite kennenzulernen und sich in die damalige zeit hineinzuversetzen, auf sehr aktive art und weise (recherchen, theater, interviews mit experten usw. usw.). damit ist man vielleicht nicht der spezi beim interpretieren von faust (wie ein humanistischer gymnasiast), aber man kennt viel mehr das "drumherum" und die verschiedenen herangehensweisen an die literarische epoche, in der goethe gewirkt hat. die IGS ist für mich breiter und vielseitiger, das gymnsium mag dafür in vielen bereichen sehr tief gehen.

ich bin eine IGS-fan. mein sohn kriegt dort hoffentlich einen platz (auch mit gym-empfehlung).

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Re: Gesamtschule

Antwort von mulle11 am 06.01.2011, 8:08 Uhr

Genau das was Du beschreibst, habe ich auch gehört, nachdem ich mich damit befasst habe, als ich hörte das eine 3 Schule (hier in unserem Viertel)
nun genehmigt wird. Sie startet nun zum neuen Schuljahr und wir können es uns dann erst einmal aus der Entfernung ansehen.
Aber genau das, mit dem "Zeit lassen und Weg finden" denke ich wäre gerade für unseren Sohn, der durchaus ein guter Schüler ist, aber wie gesagt
etwas nervös und manchmal mit sich hadert, was eigentlich unnötig ist,
denke ich der richtige Weg. Wenn er merkt, der Druck ist nicht ganz so stark,
wie es auf einem reinem Gymnasium ist, das wäre wahrscheinlich gut für ihn.
Seit es in der Zeitung stand, das die Schule kommt, hört man auch von Leuten hier, die ihre Kinder schon auf die Gymnasien anmelden wollten,
das sie nun nachdem sie auf der Informationsveranstaltung waren,
es sich anders überlegt haben bzw. schwanken.
Ich selber war auch so ein Typ wie mein Sohn, zwar auf dem Gymnasium gewesen, aber nicht mit dem Druck klargekommen. Nach zwei Jahren musste ich auf die Realschule wechseln. Hätte es damals eine GS gegeben, denke ich, das wäre die ideale Schulform für mich gewesen, aber es gab keine.
Wäre auch toll, wenn er dort Kinder wiedertreffen kann, die aufgrund der Empfehlung nun dann komplett aus dem Umfeld weg wären. Seine Klassenkameradin, hat erzählt, sie wird auch dorthin gehen. Das wäre toll,
den auch das ist für ihn wichtig, daß er nicht komplett seine Beziehungspersonen, wie diese Schulkameradin, die nun seit dem Kiga
den Weg mit ihm teilt, und sie seitdem befreundet sind, weg wäre.
Er selbst kann gut mit dem Gedanken Gesamtschule leben, obwohl andere Stimmen nun auch sagen, Gymnasium ist besser. Das sehe ich nicht so, was nützt es sich vielleicht dort durch zu quälen und unglücklich zu sein.

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