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Geschrieben von KaMeKai am 14.06.2006, 8:41 Uhr

ein Kind stört/verhindert den Unterricht

bei meiner Tochter in der 2. Klasse ist ein Junge, der permanent den Unterricht verhindert. Es ist der Sohn einer alleinerziehehnden Russin, die nicht mit ihm fertig wird.

Die Lehrerin ist eine gestandene Frau, aber selbst sie wird tätlich von dem Jungen angegriffen. Er brüllt und tobt rum und muss regelmäßig abgeholt werden von seiner Mutter. Die ist der Situation auch nicht mehr gewachsen und möchte, dass er von der Polizei abgeholt wird.

Wenn der Junge einen Anfall bekommt, müssen die beiden Lehrerinnen der Parallelklassen herbei gerufen werden, um ihm zu bändigen. Der Unterricht ist wieder für Stunden lahm gelegt.
Der Junge ist von einer anderen Schule geflogen und bei uns gelandet. Wir haben hier eine Schwerpunktschule, wo pro Klasse noch 2 behinderte Kinder sind.

Die Rektorin, die Schulpsychologin, die Lehrerinnen, alle arbeiten mit der Mutter und dem Jungen, ohne dass eine nennenswerte Besserung eintritt.

Gibt es eine Möglichkeit für uns Eltern, etwas zu unternehmen? Uns ist es eigentlich egal, ob der Junge aus der Klasse kommt oder einen Integrationshelfer bekommt oder was auch immer. Wir hätten gern wieder normalen Unterricht für unsere Kinder.

LG
Kathrin

 
3 Antworten:

Re: Bei uns werden solche Kinder...

Antwort von Hexhex am 14.06.2006, 9:20 Uhr

Hallo,

wir haben auch so einen Jungen im ersten Schuljahr, der sitzengeblieben ist und daher schon das zweite Jahr auf der Schul ist. Er droht der Lehrerin mit Schlägen und greift unmotiviert andere Kinder an. Unter anderem tritt er andere Jungen schwer in den Unterleib, so dass die Mütter (zu Recht) schon Amok laufen und immer wieder zur Lehrerin und Rektorin kommen, um sich zu beschweren.

Unsere Rektorin hat der Mutter nun gesagt, dass sie mit ihm eine Erziehungsberatungsstelle aufsuchen und sich das bescheinigen lassen muss. Andernfalls schaltet die Schule von sich aus den Schulpsychologischen Dienst ein. Der Junge hat jetzt noch drei Monate, in denen die Erziehungsberatung Früchte tragen sollte. Wenn danach keine Besserung eintritt, wird er von der Schule verwiesen und kommt auf eine Sonderschule. Dort kann man auf seine Problematik und seine Bedürfnisse besser eingehen.

Ich finde das einerseits traurig für den Jungen, falls es wirklich nötig wird. Andererseits geht es nicht an, dass ein schwer verhaltensauffälliges Kind alle anderen negativ beeinflusst oder gar verletzt. Man kann das vielleicht eine Zeitlang tolerieren und auf Besserung hoffen. Bei dem Jungen ist es jetzt aber schon das zweite Jahr, ohne dass sich was tut. Da finde ich es richtig, der Mutter die Pistole mal auf die Brust zu setzen.

Ich würde mich an Deiner Stelle hartnäckig über diesen Jungen beschweren, am besten mit anderen Eltern zusammen. Geht zu mehreren zur Rektorin und macht Druck. Es geht in erster Linie um EURE Kinder, und erst dann um diesen Jungen. Klar ist er ein armes Kerlchen, aber ich finde, man muss als Eltern vor allem die Interessen des eigenen Kindes vertreten. Es gibt für Kinder wie diesen Jungen geeignetere Schulen als Eure.

Grüßle,

Hexe

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Re: Ups, meine natürlich "Schule", nicht "Schul" ;-) o.T.

Antwort von Hexhex am 14.06.2006, 9:22 Uhr

ooo

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für solche Kinder gibt es doch spezielle Schulen

Antwort von sonnenwunder am 15.06.2006, 0:02 Uhr

Hallo!
Wir haben beim Lukas in der Klasse einen ähnlichen Jungen, der im Schulkindergarten war (NRW, da gab es den noch bis vor einem Jahr) und dann die erste Klasse jetzt das 2.Mal macht und nun also 9 Jahre alt ist.
Er ist in der Klasse gewalttätig gegen Kinder, Lehrer, Bücher, Hefte etc und Möbel und auf dem Pausenhof geht es weiter mit den Angriffen.Manchmal läuft er einfach weg(nach Hause), wenn ihm was nicht paßt.
Die Eltern haben schon 2 Kinder auf der Sonderschule und kümmern sich nicht.Er bekommt nicht mal Frühstück mit, es sind halt leider unschöne soziale Verhältnisse. Auf Elternabenden haben wir sie noch nie gesehen.

Gottseidank (auch für den Jungen wird es besser sein!!!)läuft nun endlich ein Aufnahmeverfahren für die Sonderschule für soziale und emotionale Entwicklung (früher hieß sie hier Schule für Erziehungshilfe) und er wird höchstwahrscheinlich nach den Ferien nicht in unsere Klasse zurückkehren.

In unserer Klasse kann wegen diesen Jungen kein normaler Unterricht stattfinden und es leiden alle Lehrer und genau 22 Mitschüler!In den Pausen leiden sogar auch andere Kinder aus anderen Klassen, weil er sie ohne Grund angreift.

Leider werden Eltern megadumm angeguckt, wenn sie sowas anregen und sich einmischen.Lehrer (besonders Direktoren)können sowas gar nicht gut leiden.
Gleich zu Anfang des Schuljahres nach den Herbstferien hatte ich als Klassenpflegschaftsvorsitzende ein Gespräch mit dem Direktor.Da kamen noch Vorwürfe an uns, daß WIR den Jungen ja ausschließen und die Eltern sich nicht zu den Elternabenden trauen würden etc Heftig....
Und ob ein Kind in eine Sonderschule käme oder nicht, das würden nicht die Eltern entscheiden sondern die Lehrer.

Seitdem habe ICH den Mund gehalten und sie haben dann gesehen, daß er sehr wohl ein großes Problem darstellt und nicht WIR Eltern.In dem Moment, in dem er täglich reihenweise unsere Kinder angreift haben wir ein Recht darauf, daß sie vor ihm geschützt werden, oder!???

Ich muß dazu sagen, daß wir zu diesem Schuljahr einen neuen Direktor bekommen hat, der ansonsten echt klasse ist.
Ich frage mich nur, was der alte Direktor mit dem Jungen immer gemacht hat, außer ihn immer wiederholen zu lassen....Das ist doch offensichtlich nicht die Lösung gewesen.

Viele Grüße
Sonja

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