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Geschrieben von Nelja-Nike am 18.10.2007, 11:02 Uhr

eh und ah/Rechtschreibregel

Hallo,
Sohn macht unverhältnismäßig viele Fehler bei Wörtern mit eh und ah.Er hört es irgendwie nicht. In der schule werden keine Rechtschreibregeln gelernt.
Jetzt würde ich ihm aber gerne im Bezug auf eh oder ah eine Regel mit an die Hand geben oder es irgendwie anders trainieren.

Ich habe aber keine Ahnung wie.

Kennt ihr eine Rechtschreibregel für das Problem ?

Oder haben eure Kinder vielleicht das gleiche Problem und ihr habt es bereits gelöst ?

Vielen Dank !
VG
Nelja

 
4 Antworten:

Mein Großer hat die langen Vokale...

Antwort von Trini am 18.10.2007, 12:07 Uhr

gerade wieder auf dem Gymnasium.
Die Regel ist wohl, dass es keine gibt.

Lange Vokale gibt es als Doppelvokal, als Dehnung mit h oder aber ganz ohne "Kennzeichnung".

Da hilft nur stures Lernen.

Trini

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Re: Mein Großer hat die langen Vokale...

Antwort von Stöppel am 18.10.2007, 12:59 Uhr

bei vielen Wörtern kann man das durch Verlängern rausfinden - z. B. Reh - Rehe, da kann ich das "h" dann hören. Aber es gibt auch viele viele Lernwörter.
LG
Stöppel

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Interessant ist dies:

Antwort von sumse am 18.10.2007, 21:03 Uhr

Das sog. Dehnungs-h zeigt keine Vokallänge an, denn es gibt kein Wort, dass mit Kurzvokal gesprochen würde, fiele das weg. Es ist ein leserorientiertes Element unserer Schrift, das eine schnellere Informationsentnahme beim Lesen ermöglicht (indem es Länge der Vokale antizipierend erkennbar mach). Andererseits fehlt es auch häufig (Ton - Hohn), was ein Zeichen dafür ist, dass es eigentlich keine Funktion hat.
Wörter, bei denen die Morphologie eine Rolle spielt, unterliegen wiederum anderen Regularitäten (gehen - gehst): Hier handelt es sich um ein Silbeninitials-h (dies ist vom Dehnungs-h zu unterscheiden!), welches Silbengrenzen markiert und verhindert, dass ein langer Silbenkern unmittelbar auf einen zweiten stößt (geen).

In 80% der Fälle ist die Regel "nach langem Vokal folgt stummes h" unzutreffend. Die Regel ist auch überhaupt nicht nutzbringend: wer nicht weiß, dass Strahl mit geschrieben wird, kann es mit Hilfe der Regel auch nicht erschließen. Eher hilfreich wäre die Regel: "Nach kurzem Vokal folgt nie ein h".
Die Entdeckung, dass das Dehnungs-h - wenn überhaupt - nur vor den Konsonanten "l, m, n, r" steht, könnte hilfreich sein. Sie schränkt die Regel "nach langem Vokal steht oft ein h" bereits erheblich ein. Es gibt jedoch keine Regel, auf die im Zweifelsfall Verlass wäre. Eine bessere Lösungshilfe besteht im Ermitteln verwandter Wörter

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Re: Interessant ist dies:

Antwort von A5 am 19.10.2007, 14:49 Uhr

Das hab ich dazu gefunden;

Das stumme h (...) hat auch mit der altdeutschen Sprache zu tun. Man sagte Gemahel statt Gemahl und allmächlich statt allmählich. Das h ist also auch ein Überbleibsel aus der altdeutschen Sprache. Aber es war auch als Längezeichen für die Selbstlaute gut geeignet. Denn es ist der einzige Laut, der beim Sprechen keine störenden Greäusche macht.
Das stumme h wurde immer beliebter und verdrängte zumehmend die doppelten Selbstlaute.
(...)
Man muss sich einfach damit abfinden, dass manche Wörter mit langem Selbstlaut einen "h-Tick" haben. Aber auf die Verwandtschaft kann man sich wenigstens verlassen. Denn:
Wenn einer in der Familie den h-Tick hat, dann hat ihn auch die ganze Verwandtschaft.
Bsp.: zahlen / zählen....bezahlen, Anzahl, zahlreich, verzählen,abzählen, du zählst....

lg Astrid

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