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Geschrieben von pauline04 am 26.10.2006, 21:14 Uhr

Die Schulkameraden...@Kiaranina - oder wer noch wa

Hi,
ich hoffe (Kiaranina) bei Euch ist ein wenig Besserung in Sicht. Bei uns waren Herbstferien und mein Junior hatte plötzlich täglich 2 bis 3 Freunde da. (Ich fand es zwar anstrengend das sich immer alles bei uns abspielte aber gut, ich wollt es fördern und da muss man wohl leiden :-)) Leider sind beide Jungs nicht bei ihm in der Klasse, sind eher Nachbarn und einen kennt er schon ewig, leider geht er auf eine ander Schule. Der ander Junge, M., ist älter, geht auf die weiterführende Schule.
Mit den beiden "passt" es einfach, haben gleiche Interessen und sind recht reif. Der älter etwas wilder und das tut meinem gut, er zieht ihn ein wenig mit.

Jedenfalls haben sie auch viel "außer Haus" unternommen, er ist also zum ersten Mal meh r als nur zwei Häuser rechts oder drei links gegangen !Hab ihnen auch mal ein Eis spendiert so dass sie den Weg zur Eisdiele eingeschlagen haben, also alles wesentlich besser als der Zustand vorher.

Leider klappts in der Schule noch immer nicht. Seine Klassenkameraden wohnen großteils in und um unsere Straße. Sie spielen oft in einer Horde zusammen und mein Sohn kommt (und wollte ja bisher auch nicht) da nicht mit rein. Sie spielen, wie wir ja schon gesagt haben Fussball - er nicht. Sie fahren wild (wirklich wild!) Rad und das kann er nicht. Und auch sonst sind sie nicht grad erfreut wenn er auf sie zugeht. In der Pause ist es wohl ähnlich.

Vor'm einschlafen eben hat er mir gesagt das es ganz schlimm für ihn ist, das er da keine Freunde findet, in der Klasse. Ich hab ihm gesagt er soll sich doch keinen Kopf machen, das braucht er doch auch nicht. Er hat doch Freunde. In der Schule soll er was lernen und sich mit den anderen verstehen, er muss doch nicht mit ihnen befreundet sein. Ein nettes miteinander-Umgehen reicht. Da war er erleichtert und meinte "dann muss ich mir keinen Freund dort suchen? Du hast doch gesagt ich soll versuchen micht mit einem anzufreunden?". Ups. Das hatte ich - weil er so verzweifelt war das er keinen zum spielen hätte in der Pause und nur alleine rumläuft. Das war wohl der falsche Rat - offenbar hat ihm das noch mehr Druck gemacht.

Ich hab ihm eben mal erklärt das es halt einfach sein kann, das es in dieser Klasse nun vielleicht nicht passt - das er ein toller Junge ist, und kein Außerirdischer mit dem keiner was zu tun haben will. Das ich die Jungs die er beschreibt (die ich auch kenne) selbst gar nicht so toll finde. Und das es in der fünften (neue Schule, neue Klassen) ganz anders aussehen kann. Jetzt schläft er und ist hoffentlich ein wenig beruhigt. Tut mir immer leid wenn er so arg frustriert ist.

Ist es denn so? Kann es wirklich sein das bei 30 Kindern nicht ein engerer Kontakt rauskommt? (Bis auf einen der auch Nachbar ist und der mittags öfter da war. Der ist aber auch in dieser Gruppe integriert und bootet meinen Sohn eher aus, wenn die anderen dabei sind). Ist nicht so das meiner besonders schüchtern ist! Der kann sich auch seinen Teil, ist sehr weit und sicher mal angeeckt bei den Jungs. Und mittlerweile ist er total unsicher wie er sich verhalten soll. Und so reagiert er wohl öfter mal falsch, fürchte ich. Genaues weiß ich nicht. Der Lehrerin ist nix aufgefallen. Kann sein das mein Sohn das auch dramatisiert - das wissen wir eben nicht...Er nimmt sich alles viel zu sehr zu Herzen.

Kennt das jemand? Ist es wirklich möglich das in der Grundschule wenig zusammenläuft und sich das dann mit dem älter werden bessert???

Ach ja, der oft empfohlene Tipp mit Sportverein usw. ist nicht einfach. Sein Lieblingssport ist Schwimmen und da ist noch wenig Teamfähigkeit gefordert, sie schwimmen halt so vor sich hin. Sind auch keine Kinder aus unserem Ort da.

Danke für Eure Antworten!
Pauline.

 
13 Antworten:

Re: Die Schulkameraden...@Kiaranina - oder wer noch wa

Antwort von Mandy2 am 26.10.2006, 23:08 Uhr

Hallo,

bei meiner Tochter (jetzt 4 Kl.) ist es so, dass sie zwar mit den Kindern in der Schule gut zurecht kommt und auch intergriert ist, aber dicke Freundschaften hat sie nicht geschlossen. Wir hatten am Anfang noch Kinder eingeladen, aber es kamen auch keine Gegeneinladungen und so blieb das.

Sie hat hier zu Hause ihre Freunde in der Nachbarschaft und noch ne "alte" Kiga-Freundin, die sie ab und zu mal einläd. Bei uns werden nächstes Schuljahr in der 5ten auch die Karten neu gemischt, ich hoffe sie hat dann mehr Glück. Aber so wie es momentan ist, ist auch ok.

Lg. Mandy

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Re: Die Schulkameraden...@Kiaranina - oder wer noch wa

Antwort von MamaMalZwei am 27.10.2006, 10:32 Uhr

Hallo pauline, also das mit den Schulkameraden kenne ich. Hier ist es auch so, dass sie eine verschworene Gemeinschaft sind, in die kein anderer aufgenommen wird. Mein Sohn war ja auch zunächst in einem anderen Kindergarten und dann noch auf einer anderen Schule, was es doppelt schwer macht. Was für ihn übrigbleibt sind Kinder, mit denen kein anderer spielen will, weil sie eben auch nicht integriert sind. Das sind teilweise recht nette Kinder, die ein problematisches Umfeld zuhause haben, aber das macht nichts, dann spielen sie eben bei uns. Jetzt in den Herbstferien war oft auch keiner da oder meine Kinder haben zu spät angerufen, einer von denen kurvt mit dem Rad durch den Stadtteil und ist dann nachmittags natürlich nicht zu erreichen. Aber dann haben wir entweder was zusammen unternommen oder die Geschwister waren zusammen draußen zum Spielen.
Leider fördert die Schule dieses Zusammenklucken, indem Klassen so aufgeteilt werden, dass, wer im Kindergarten schon zusammen war, auch in eine Klasse kommt. Demnach hätte mein Sohn in die Parallelklasse kommen müssen, aber das haben sie nicht gemacht. Meine Tochter, die in dieser Schule auch Schwierigkeiten hatte, Freunde zu finden, war schon ganz mutlos. Jetzt, in der weiterführenden Schule, hat sie mehrere Freundinnen zur Auswahl von denen auch zwei in den Herbstferien da waren und eine auch hier übernachtete. Sie war ganz stolz und ist jetzt viel zuversichtlicher. LG

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Re: Die Schulkameraden...@Kiaranina - oder wer noch wa

Antwort von salsa am 27.10.2006, 10:45 Uhr

meine tochter war auch die einzige aus ihrem kindergarten, die auf die grundschule kam (war nur ein kleiner kiga mit insgesamt 15 kindern) ... hatte vor schulbeginn eine mutter mit einer tochter, die auch alleinerziehend ist ... und aus einem andern kiga gab es dann drei kinder, die auf diese schule (sogar in diese klasse kamen) und mit einer mutter und deren tochter hatte ich vorher kontakt aufgenommen, sodass der start nicht so heftig war. die beiden klebten anfangs aneinander, nach ein paar wochen legte sich dieses und sie orientierten sich um ... aber wenn es sich ergibt, machen sie wieder was zusammen ... wir mütter verstehen uns auch gut ... und ergänzen uns wenn es jobmässig mal hakt und haben das jeweils andere kind dann mal bei uns ... aus dieser sicherheit heraus konnten sich die mädchen wieder andere mädchen suchen ... sodass es sich zum teil wieder auflöst ...
zudem ziehen die kinder jeweils montags morgens eine nr. diese nr. ist die platznummer für eine woche ... sodass die kinder jede woche woanders sitzen, einen anderen sitznachbarn haben ... das mischt die klasse gut.
salsa

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nachtrag....

Antwort von salsa am 27.10.2006, 10:47 Uhr

wir machen alle 2 monate ein übernachtungsfest... auf dem darf sich meine tochter 3 mädchen raussuchen, die dann bei uns übernachten ... meist machen wir erst was schönes wie plätzchen backen oder mit taschenlampe im dunklen spazierengehen usw.
zum einen kam/kommt meine tochter dadurch auch besser "rein" .. zum anderen wollte ich die gegenseitige übernachterei forcieren (damit ich auch mal einen abend frei habe ;-)
salsa

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Re: Die Schulkameraden...@Kiaranina - oder wer noch wa

Antwort von Tadewi am 27.10.2006, 22:49 Uhr

Also unser Sohn hat sich damit auch schwer getan.
Nun geht er in die dritte Klasse und Joey ist mindestens 2 mal in der Woche hier und mein Sohn bei ihm.Dabei sind die beiden schon seit der ersten Klasse zusammen.Und plötzlich geht das supergut.
Und er hat sich von einem auch distanziert, der nur Unsinn im Kopf hat.
Olivier ist auch eher einer der sich mit nem Buch hinsetzt und nicht dauernd vor der Glotze hocken muss.
Mit anderen hingegen versteht er sich so gar nicht.Aber das erzwinge ich auch nicht.

LG Tadewi

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Hallo

Antwort von kiaranina am 28.10.2006, 11:11 Uhr

Hallo,

bei uns hapert es auch eher daran, dass die "falschen Jungs" in seiner Klasse/Umgebung sind.
Hört sich jetzt vielleicht doof an, aber überall um ihn herum sind eher die Jungs vertreten, die nicht hören können, die raufen und so. Nicht, dass es schlechte Jungs wären - es fehlen eher zufällig die von der Sorte meines Jungen. Eben paar sensiblere, die auch mal einen Mittag aushalten ohne Powerranger zu sein oder Fußball zu spielen. Sie müssen ja gar nicht mit ihm Tiere spielen oder malen. Es gibt ja auch Streifzüge durch die Gegend mit Sachen sammeln. Tolle Steine finden. Höhlen bauen. Dinge und Sachen mit einem Zollstock (=Maßstab)vermessen, Fotos machen gehen, Videos über irgendwas drehen... - irgendwas aus Papprollen und Tesa bauen ... . Es gibt doch noch sooo viel ausser Fußball und Kampfspielen. Ganz so einsam ist er auch nicht - aber wenn er mit jemandem spielt, sind es immer Mädchen. Er kommt mit denen auch echt gut klar wenn es Zweierbeziehungen sind. Abends fragen sie, wann sie wiederkommen dürfen... . Aber sie halten nicht wirklich zu ihm, grenzen ihn oft aus und laden ihn nie mal ein - höchsten wenn sonst absolut kein anderes Mädchen Zeit hat. Er weiß das und sagt, dass es ihn verletzt aber so wenigsten überhaupt mal jemand anruft. Manchmal - besonders vor Ausflügen hat er Angst zur Schule zu gehen, weil er nicht sicher sein kann jemanden zu finden, der mit ihm an der Hand gehen möchte. Er landet dann bei Kindern, die er aus nachvollziebaren Gründen absolut nicht mag (Raufbolde...).

Wahrscheinlich wäre es für ihn gar nicht so schlimm mittags alleine zu spielen, wenn nicht ständig überhall um ihn herum Kinder mehr oder weniger friedlich in Zweiergruppen am spielen wären (Der kleine Bruder, die Nachbarn...).

Wenn er so was sieht ist er nicht mehr zu geniesen. Ich meine - er wird nicht agressiv oder so - aber man kann ihm nichts recht machen - er provuziert wo er kann - und ich kann das "Mama - mir ist sooo langweilig!!!" kaum noch hören.

Ich hab jetzt von Kindern in Nachbarorten mit ähnlicher Abneigung gegen Fußball gehört, der eine ist ein Jahr jünger, der andere ein Jahr älter - finde ich auch nicht wirklich schlimm - mal sehen, vielleicht kann man da was machen - ich kenne die Leute eben nur nicht richtig - aber so voll gut kann es den Jungs als absulute Nichtfußballer wohl kaum gehen - da wären die Eltern/Kinder wohl an an zusätzlichen Freunden interessiert.

Hat jemand einen Tipp, wie man so was angeht ? Gehen alle auf seine Schule - ob vielleicht die Lehrer auf meine Bitte hin Klassenübergreifend was einrichten könnten - tun Lehrer so was ?

LG Maria, die ihrem Sohni doch irgendwie mal Alternativen zeigen muss.

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Re: Hallo

Antwort von pauline04 am 28.10.2006, 22:17 Uhr

Hi !
Ob die Lehrer helfen könnten, hast du gefragt - ich bezweifle das. Zumindest an unserer Schule würden wir nur mild belächelt, vermutlich.

Ich hoffe echt darauf, das mein Sohn mal auf's Gymnasium wechseln kann - denn dann stehen uns viel Schulen in der nächsten Stadt offen... und er muss nicht hier am Ort in die weiterführende.... Ich hab mir echt in den Kopf gesetzt das hier einfach der falsche Ort die falschen Kinder sind. Am liebsten würd ich wegziehen, schon allein dieses Wohngebiet macht mich kirre... :-))

Mich nimmt das alles mehr mit als gut ist. Schließlich sollte ich als Mutter und Erwachsene das ganze mit dem nötigen Abstand betrachten, richtig? Schade das ihr nicht in unserer Nähe wohnt :-)) Schätze die beiden würden sich gut verstehen.

Schade auch das niemand die Frage nach dem "wird in der fünften alles besser?" beantwortet hat... Ich hätte auf einen kleinen Hoffnungsschimmer spekuliert ;-))

Ich wünsch mir nur für mein Kind das es unbeschwert und fröhlich ist. So viel würd ich dafür tun. Aber er ist nunmal eher er ernste Typ und macht sich so das Leben schwer.

Schade.

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Hier der Hoffnungsschimmer ;-)

Antwort von chrispi am 29.10.2006, 8:15 Uhr

Auf der weiterführenden Schule werden die Karten tatsächlich ganz neu gemischt. Selbst KInder, die aus einer Grundschule kommen, orientieren sich oft völlig neu. Durch KLassenmischung in bestimmtem Fachunterricht (Religionsunterricht, später 2. Fremdsprache) und AGs kommen dann noch einmal mehr neue Kinder und potentielle Freunde dazu.

Auch die Interessen verschieben sich. Klar gibt es auch da weiterhin Fußballer und Tober, aber die Kinder spielen auch viele andere Sachen und insgesamt ruhiger.

Zudem erweitert sich der Radius der Kinder, die gehen dann auch mal alleine in die Stadt, ins Kino oder wohin auch immer.

Also: durchhalten!!

Alles Gute
Chrispi

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Re: Hallo

Antwort von kiaranina am 30.10.2006, 15:41 Uhr

Hallo,

ich habe, obwohl ich mir echt Mühe gebe, auch nicht den notwendigen mentalen Abstand zu den Problemen meines Sohnes. Aber wer hat das schon, wenn das eigene Kind dauernd irgendwie frustriert ist.

Bis zur 5. Klasse ist ja echt noch ein Stück. Der Psychologe, bei dem er mal war, hat Mini auch immer Hoffnung gemacht, dass ab der 5. Klasse dann alles besser würde, aber eine entsprechende Portion Glück gehört auch dazu, in einer Klasse mit entsprechender Anzahl ruhigerer Kinder zu kommen. Es gibt auch genügend superschlaue wildere Fußballkids als dass ich da fest dran glaube. Ich habe selbst so was in klein hier zu Hause. Der würde keinem anderen Kind was tun, aber mit jemanden spielen, der nicht so lebendig und fußballbegeistert ist, würde er auch nicht.

Ich hab sogar schon die Leute angerufen, von denen ich gehört habe, dass deren Kind auch ein ruhigerer Vertreter ist und kein Fußballer - aber da scheints wohl besser zu laufen - auf gut Deutsch "kein Bedarf". War voll peinlich - wenigstens hab ichs versucht.

LG Maria

Er spielt ja immer mal wieder mit Mädels - aber die haben so eine verletzende Art mit ihm umzugehen - eben hat er wieder erzählt, dass er glaubt, dass seine bisher beste Freundin ihn nicht mehr mag - sie sei dauernd so abweisend zu ihm.

Tja - Zickenalarm eben...

LG Maria

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... Dazu...

Antwort von pauline04 am 30.10.2006, 16:06 Uhr

... kann nur folgendes sagen: 1. Anrufen bei anderen wollt ich nicht. Nicht nur weil es peinlich ist, sondern weil ich auch Angst hätte das die Eltern dann mit ihren Kindern sprechen und er dann erst recht seinen "Ruf" weg hat.

Mein Mann meint immer, man müsse auch sehr aufpassen wie sehr wir bewerten was unser Sohn sagt, eben weil er so sensibel auf das reagiert was andere tun. Die meinen das oft wirklich nicht so. Ja die Mädels sind zickig - und noch zickiger kommt ihr Verhalten an. Zickiger als es oft ist? DAS ist es was es mir oft schwer macht. Ist er wirklich unbeliebt ? Darf er wirklich nirgends mitspielen ? Wie sehr liegt es an ihm das er sich in bestehende Spiele nicht "einfädeln" kann ? Geht er es falsch an ? Wenn die Kinder Seil hüpfen spielen und er geht da hin, will nicht mithüpfen weil er meint das nicht zu können und fängt stattdessen an "zu zählen", was die anderen nunmal nicht mögen - ja dann iss ja klar das sie ihn wegschicken. Statt sich dann auch den Regeln dieser Kinder unterzuordnen versucht er einfach mal hopplahopp das so hinzubiegen das es für ihn passt. So gehts halt auch nicht.

Er wird kein Schläger werden und kein Ansteller. Das ist so. Und ich hoff trotzdem auf die fünfte weil er dann auch reifer (noch reifer) ist, auf reifere Kinder trifft und das ganze von vorne angehen kann, völlig unbelastet. Und dann eben nicht der ist, der "kein Fussball spielt" oder "nicht zur Clique gehört".

Das hoff ich zumindest. Ist nicht einfach, gell. Mir tut er auch schrecklich leid. Morgen ist Halloween und die Jungs aus dem Wohngebiet hier gehen sicher zusammen. Ich bin schon froh das sein Freund (der von der anderen Schule) mit ihm geht. Alleine wärs blöd, würd ich ihn auch ungern lassen. So ein Mist das ganze "andere" auch immer so vor der Nase zu haben.

Ich glaub manchmal die Kinder die ein bissel weiter wegwohnen oder eben im alten Ortskern wo nicht in jedem Nachbarhaus ein Kind wohnt, die haben den "Druck" gar nicht, immer jemanden zum spielen und weggehn haben zu müssen, oder ?

LG
Pauline

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Re: ... Dazu...

Antwort von MamaMalZwei am 02.11.2006, 9:58 Uhr

Hallo pauline, erst mal "in den Arm nehm und kräftig drück" wie es so schön heißt. Meine Kinder haben dasselbe Problem. Und für meine Tochter wurde es in Klasse 5 wirklich viel besser. Sie hat jetzt mindestens drei Freundinnen, von denen in den Herbstferien zwei da waren und eine auch hier übernachtete. Mein Sohn hat einen Jungen in der Klasse, mit dem er sich leidlich gut versteht und der ab und zu anruft. Mit ihm war er Halloween laufen, meine Tochter ist spontan mitgegangen und die drei hatten viel Spaß.
Auch wir wohnen in so einem Wohngebiet, wer nicht schon seit Uromas Zeiten da wohnt, wird ausgeschlossen, es sei denn er passt sich an bis zur Selbstaufgabe. Ich habe mit anderen Eltern gesprochen und fast alle Kinder, die hier Außenseiter waren, haben in Klasse 5 Anschluss gefunden. LG

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Auch noch mal...

Antwort von kiaranina am 02.11.2006, 16:39 Uhr

Logo - es liegt definitiv an ihm. Genau wie du es beschreibst - er macht was er will, versucht auch anderen seine Art von Spiel aufzudiktieren. Seine Ideen sind viel zu kompliziert, er denkt sich ständig neue Regeln aus (eigentlich schöne Ideen dabei) und erwartet, das die Welt stillsteht und alle so lange warten bis er mit seinen Erklärungen fertig ist.
Aber ob sie sich zu Recht oder zu Unrecht ausgeschlossen fühlen ist eigentlich gleichgültig. Gestern habe ich noch einen bekannten Lehrer im Dorf getroffen und so über dies und das geplaudert, er hat mir unter anderem von einer "überdrehten Mutter" erzählt, die ihn wohl dauern anruft und ihm erzählt ihn Sohn würde zu Hause nur rumheulen und fühle sich ausgeschlossen. Das ganze erzählte er mir mit einem solchen Ton, dass ich mich gar nicht mehr wage unsere Lehrerinnen auf die Situation von Mini anzusprechen. Die denken man sei bescheuert wenn man ein halbwegs braves Kind hat, bei dem man sich in Sachen Leistung keine Sorgen machen muss. Klar die erleben da so einiges mit dem Gegenteil... - aber letztlich ist den Lehrern egal was die Kids nachmittags so treiben oder wie sie sozial zurechtkommen. Hauptsache sie stören nicht und erreichen irgendwie das Klassenziel.

LG Maria

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Re: Auch noch mal...

Antwort von MamaMalZwei am 02.11.2006, 19:09 Uhr

Hallo kiaranina, das mag ja schon sein, dass es an ihm liegt. Aber ist das nicht eine viel zu harte Reaktion der Mitschüler, wenn sie ihn dauernd ausschließen? So wie Du es schreibst, klingt es so, als ob das OK wäre. Pauline schreibt ja auch, dass ihr Sohn inzwischen total verunsichert ist und nicht mehr weiß, was er machen soll. Daher reagiert er inzwischen falsch, wenn er gefragt wird, ob er mitmachen will. Wo sind denn die Lehrer, die Pausenaufsicht machen und so etwas eigentlich sehen müßten? Selbst Erzieher, die ja auch 25 und mehr Kinder in der Gruppe haben, machen sich Beziehungsdiagramme und wissen einfach, wer wessen Freund ist und wer wessen Feind, wenn ich das mal so sagen darf. Aber der Klassenlehrer hat von Tuten und Blasen keine Ahnung! D a s müsste sich ändern an der Schule, damit sich wirklich jeder dort wohlfühlen kann. Eine Lehrerin am Gym sagte zu mir: "Das können Kinder nicht allein regeln, dazu müssen wir sie erziehen!" Sie verteilt in ihrer Klasse soziale Aufgaben: Wenn einer krank ist, soll ein Klassenkamerad anrufen ihn fragen, wie es ihm geht und ihm die Hausaufgaben durchgeben. Sie ermuntert Kinder auch zu gucken, wer in den Pausen allein dasteht und überlegt zusammen mit ihnen, wie man dem helfen kann. Überflüssig zu sagen, dass sie zwar streng ist im Unterricht, sich die Kinder aber bei ihr geborgen fühlen - bei einer Mathelehrerin, die ihren Beruf sehr ernst nimmt. Was man nicht von allen Lehrern sagen kann, das weiß ich. Übrigens: Gerade hat dieses Gym beschlossen, Doppelstunden einzuführen, damit die Kinder nicht so viele Bücher tragen müssen und damit Fälle von Mobbing schneller bekannt werden, weil eben der Lehrer länger in der Klasse ist. Hat mir meine Tochter erzählt, die ihrer Grundschule keine Träne nachweint, seitdem sie weiß, dass es auch besser geht. LG

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