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Geschrieben von Schniesenase am 02.07.2021, 10:49 Uhr

Auditive Merkspanne - Kind 7.5 Jahre als

Hallo Alex,

das kann man so pauschal nicht beantworten. Zum Merken gehören Techniken, mit denen man zu Merkendes besser behält, es gehört Interesse an der Sache dazu, es gehört eine begrenzte Menge von Ablenkung dazu, dann ist ohnehin die auditive Wahrnehmung von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche gehen vor allem über das Hören, andere über das Sehen, wieder andere brauchen das Fühlen, um Gehörtes zu behalten. Ich hatte z.B. mal einen Schüler in der 2. Klasse, den ich immer fest an den Schultern packen musste, wenn er Anweisungen hörte, weil er sie sonst nicht merken konnte. Da gibt es wirklich ganz viel Varianz und keinen "Richtwert".

Wenn Du solche Gedächtnisübungen machen willst, gehen alle Memoryspiele, auch z.B. Memory mit in der Wohnung versteckten, möglichst größeren Karten (wo man dann immer hinlaufen und umdrehen muss). Das macht vielen Kindern, die sich gern bewegen, richtig Spaß und trainiert die (visuelle) Merkfähigkeit. Man kann auch Geräusche verstecken, indem man Klapperdosen macht, die verschieden klappern, z.B. Kastanien, Sand, Erbsen, kleine Tannenzapfen, Metallnägel, Kunststoffkugeln, Gras usw. Das macht auch richtig Spaß. Immer zwei gleiche machen, die als Memory gefunden werden müssen oder auch die Aufgabe mit meheren Kindern: Findet ... Sowas spielen sie bei mir immer gegen die Uhr miteinander. Das würde ich niemals als Wettbewerb der Kinder gegeneinander machen!

Es geht auch mit musikalischen Instrumenten (aus dem Alltag), z.B. zwei Stöcke zum Aneinanderschlagen, Löffel auf Topf, zwei Topflappen zusammenschlagen, auf dem Kamm blasen usw. Damit kann man erst kurze, dann immer längere Sequenzen machen, die die Kinder nachmachen müssen.

Noch eine schöne Übung: Weganweisungen. Auf dem Weg/Hof ein Gitter malen und Anweisungen geben: 1 Rechts, 2 nach oben, 2 links... Immer erst ganz klein anfangen und behutsam steigern. Wenn die Kinder sagen, sie wollen doch endlich mal eine schwierigere Aufgabe machen, dann ist es genau richtig, um mehr zu versuchen.

Noch eine Übung: Du hast einen Haufen klar definierbarer Sachen in der Kiste (Ball, Klingel, Stift, Handtuch, Uhr...). Jetzt kommt die Anweisung, was in die leere Kiste am anderen Ende des Gartens gebracht werden soll. Kind bekommt die Anweisung einmal, und dann noch einmal nach kurzer Merkpause. Dann läuft es los. Es ist völlig ok, wenn das Kind nachfragt, noch mal die ganze Anweisung zu wiederholen. Jede der genannten Übungen funktioniert umso besser, je sicherer das Kind glaubt, dass es das schaffen kann, ggf. halt noch mit Hilfe. Es lernt sich mit der Zeit.

Viel Spaß!

VG Sileick

 
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