Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Wie schätzen Sie die spätere Entwicklung meiner Tochter ein?

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Hallo Herr Dr. Jorch,

ich habe eien Frage zu der späteren geistigen Entwicklung meiner Tochter soweit man das allgemein feststellen kann. Am 11.4.12 kam meine Tochter bei 36+5 mit nur 2060g zur Welt. Körperlänge und Kopfumfang schwankten je nach Messung innerhallb weniger Tage zwischen 44,5 cm und 47cm bzw. 31 und 32,5cm. (Laut U1+U2 KL 47cm, KU 31cm).

Bereits in der 21SSW wurde beim US festgestellt, dass sie mit der Körpergröße und dem Gewicht im unteren Normbereich liegt. Danach wurden regelmäßig Doppleruntersuchungen und CTGs durchgeführt, die soweit in Ordnung waren. Allerdings fiehl sie in der Kurve immer weiter ab. In der 34 SSW wurde eine Verschlechterung der Nabelschnurrdurchblutung festgestellt. Die CTGs waren aber noch unauffällig und gewachsen ist sie ttotzdem noch weiter. Da die Nabelschnurrdurchblutung sich zweitweise auch wider verbessert hat, wurde erstmal mit der Entbindung gewartet.In der 37 SSW wurde allerdings ein Wachstumsstopp festgestellt und der Dopplerwert der Nabelschnurrwar wurde wieder etwas schlechter. Die Werte schwankten je nach Messung zwischen 0,65 und 0,74. CTGs und Kopfdurchblutung waren noch i.O.

Bei 36+3 wurde die Geburt eingeleiet und zwei Tage später habe ich spontan entbunden. Ein KS war nicht erforderlich, da meine Tochter laut den CTGs fit war. Die APGAR-Werte nach der Geburt waren 10/10/10. Die anfänglichen Probleme wie Trinkschwäche, Gelbsucht und Anämie sind ohne medizinische Eingriffe nach wenigen Tagen verschwunden. Lediglich die Körpertemperatur musste 9 Tage lang mit einem Wärmebettchen unterstützt werden. Sie bekam sofort Muttermilch erst aus der Flasche und ab dem 11. Lebnstag komplett und nach Bedarf aus der Brust. Momentan still ich noch voll. Mit unkorr. 5 Monaten ist sie jezt ca. 63 cm groß und wiegt zarte 5700g.

Jetzt habe ich öfter gelese, dass SGA-Kinder später in der Schule geistige Entwicklungsprobleme/Intelligenzschwächen aufweisen, vorallem wenn eine Unterversorgung vorlag. Darüber mach ich mir große Sorgen und habe Angst, ob die Ärzte nicht zu spät gehandelt haben.

Wie schätzen Sie aus ihrer Erfahrung heraus die spätere Entwickung meiner Tochter ein. Mir ist klar, dass diese Frage sehr schwer zu beantwoten ist, deswegen würde ich mich über jede Antwort sehr freuen.

Laut U3 und U4 ist sie bis jetzt zeitgerecht entwickelt.

Vielen Dank im Voraus.

von Mami-in-spe am 19.09.2012, 10:47 Uhr

 

Antwort auf:

Wie schätzen Sie die spätere Entwicklung meiner Tochter ein?

Die Aussagen über die Prognose von SGA-Kindern sind ja statistische Aussagen, d.h. im Einzelfall wenig aussagekräftig. SGA-Kinder sind keine einheitliche Gruppe von der SGA-Ursachen her. Den geschilderten Verlauf halte ich für o.k. Man hat nicht übereilig entbunden, aber dann doch nicht unnötig abgewartet.

Mehr kann ich dazu leider nicht schreiben, Ihnen also auch nicht jegliche Sorge nehmen. Aber das kann ich eigentlich bei keiner meiner Antworten.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 19.09.2012

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