Frage im Expertenforum Frühgeburt an Fachärztin Louise-Caroline Büttner:

Tramadol 50mg 3x Täglich

Frage: Tramadol 50mg 3x Täglich

Vanny010592

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Guten Abend,    ich bin aktuell schwanger bei 35+5 und nehme 3x täglich Tramadol. Ich habe bereits seit der 29ten Woche immer wieder Wehen - und in den letzten Tagen werden diese auch mehr und stärker. Mein Gebärmutterhals ist von 4,3 auf 3,4cm runter (in 1 Woche)  nun würde mich interessieren wie sich das mit dem Tramadol verhält, bis vor kurzem Ging ich davon aus dies sei sicher - und mein Baby würde dann keinen Neugeborenen Entzug bekommen bei dieser Dosis. Ist das richtig? Also passiert das bei solch einer Dosierung weniger?  Und wenn ich die Tramadol Jetzt auf die letzten Wochen absetzen würde, wie lang dauert es - bis das Tramadol sowohl aus mir als auch aus dem Baby ist? Würde ich sie Jetzt absetzen und mein Baby würde dann z.B. bei 38+0 kommen, wäre die Gefahr für Entzugserscheinungen dann noch immer da, oder kann ich diese damit deutlich reduzieren, bzw. im besten Fall ausschließen da es dann bereits aus dem Körper wäre?  Ich würde das nun so sehen - wenn es bei mir raus ist, dann beim Baby auch - dann dürfte normal kein Entzug nach der Geburt mehr auftreten?    wie lange vor Geburt müsste ich es absetzen - damit es raus ist?    Würde mich über eine schnelle Antwort freuen.   liebe Grüße,   Vanessa 


Fachärztin Louise-Caroline Büttner

Fachärztin Louise-Caroline Büttner

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Sehr geehrte Vanessa,  Vielen Dank für Ihre Frage.  Es ist etwas schwierig, diese Frage aus der Ferne zu beantworten, da ich nicht weiss, wie lange und warum Sie das Tramadol einnehmen, außerdem bin ich kein Gynäkologe. Sie haben das Tramadol sicher nach Rücksprache und Verschreibung durch Ihren behandelnden Arzt erhalten, der in Kenntniss Ihrer Schwangerschaft war. Ich versuche es aus kinderärztlicher Sicht: Tramadol kann in der gesamten Schwangerschaft eingenommen werden, wenn die Indikation vorhanden ist. Die Therapie sollte aber einer strengen Indikationsstellung unterliegen. Bei Anwendung bis zur Geburt sollten Sie in einem perinatologischem Zentrum entbinden, um eine optimale neonatale Versorgung sicher zu stellen. Tramadol kann beim Neugeborenen zu Atemdepression und behandlungsbedürftigen Entzugserscheinungen führen. Ein akuter Entzug, also ein sofortiges Absetzen des Tramadols, sollte aber in der Schwangerschaft unbedingt vermieden werden. Ich empfehle Ihnen, das weitere Procedere mit Ihrem behandelnden Arzt/Gynäkologe zu besprechen. Ob das Tramadol abgesetzt werden sollte oder nicht, wird er mit Ihnen erarbeiten. Außerdem kann Ihr Arzt, wenn nötig, einen Plan erstellen, wie das Tramadol ggf. ausgeschlichen werden kann. Dieses Vorgehen kann ich nur dringlichst empfehlen,  da Sie von vorzeitigen Wehen und Gebärmutterhalsverkürzung schreiben. Alles Gute,  Louise-Caroline Büttner   


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