Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Entwicklung Extremfrühchen

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Sehr geehrter Herr Jorch

ich wende mich erneut an Sie und bitte um eine Einschätzung. Meine Tochter wurde in der 26. SSW mit 640 Gr geboren, hatte eine Hirnblutung II und III. Grades, die doch nicht - wie ursprünglich befürchtet - shuntversorgt werden musste. Es gab keine Einblutung, aber die Ventrikel sind stark erweitert. Inzwischen hat sich allerdings gut Gehirngewebe um die Ventrikel gebildet. An den Augen hatte sie eine Retinopathie 2. Grades, die sich allerdings nicht verschlimmer hat.

Sie ist heute korrigiert 8 Wochen und ein neugieriges Kind. Allerdings schweift ihr Blick stark umher, sie fixiert - wenn überhaupt - Spielzeuge, aber nicht mein Gesicht oder sie schaut mir auch nicht länger in die Augen. Ist das noch "normal" oder deutet dies schon auf eine geistige Behinderung hin? Motorisch hat sie eine mittelschwere Koordinationsstörung, aber momentan keinen Hinweis auf eine Cerebralparese.

Was "darf" man wann von Extremfrühchen erwarten? Welche Meilensteine sollte sie bis zum Alter von drei Monaten erreicht haben? Wird bei Extremfrühchen irgendwie anders gerechnet?

Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung.
Mit freundlichen Grüßen
Monika

von momomo am 13.04.2011, 21:30 Uhr

 

Antwort auf:

Entwicklung Extremfrühchen

Es ist noch viel zu früh für eine Einschätzung. Erst im korrgierten Alter von etwa 4 Monaten entwickelt sich die Willkürmotorik, so dass mit zunehmender Verläßlichkeit zumindest die Grobmotorik eingeschätzt werden kann. Kontaktlächeln (Lachen beim Erkennen eines Gesichts) sollten Säuglinge spätestens im korrigierten Alter von 8 Wochen können, d.h. jetzt.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 14.04.2011

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