Dr. med. Ludger Nohr

Motorik

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Motorik

Hallo,
Sie haben ja die wichtigen Fragen schon angesprochen: Familiäre Erfahrung und Umgang mit Motorik, mobbing, Akzeptanz von Unterschiedlichkeit, fördern ohne zu überfordern.
Vor allem verstehe ich Ihre Sorgen, dass er wegen seiner geringeren Geschicklichkeit sozial ausgegrenzt werden könnte. Deshalb ist es sicher auch sinnvoll ihn zu ermutigen, dass er Neues versucht. Entscheidender ist die Haltung dahinter nämlich, du bist ganz OK wie du bist und lernen/versuchen kann man immer. Es soll also nicht ein Mangel behoben werden, sondern eine Ausweitung der Möglichkeiten erprobt werden können. Ganz entscheidend ist dabei der Vater, dem es als Sportler sicher nicht leicht fällt, den Sohn so anzunehmen. Aber gerade da ist die Anerkennung und positive Zuwendung wichtig, auch wenn der Sohn seine Fähigkeiten nicht hat. Denn das registriert der schlaue Sohn sicher und das wird ihn beschäftigen. Da passiert oft Demütigung in Nebensätzen, scheinbar unbedacht, nebenbei. Der Vater muß also bei sich schauen (und evtl. klären), wie er diesen anderen Jungen lieben kann. Das ist nicht so einfach, auch Väter sind Menschen.
Ich glaube Ihr Sohn wird alles für ihn Mögliche tun, um die Ansprüche (bewusste oder unbewusste) der Eltern zu erfüllen. Und wenn er dann noch erlebt, dass er auch so schon liebenswert ist, sind die Chancen für eine positive Entwicklung gut.
Viel Freude miteinander.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 01.12.2020

 
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