Mitglied inaktiv
Hallo ihr zwei, ich weiß nicht recht wie ich beginnen soll. Ich stille meine kleine Tochter voll seit dem wir aus dem KH zu hause sind. Sie ist am 04.12. geboren und hat im KH erst Flasche mit Pre bekommen (wegen meiner SS Diabetes brauchte sie viel Flüssigkeit, die ich noch nicht hatte), dann hat sie abgepumpte Muttermilch bekommen aus der Flasche, weil niemand so richtig Zeit hatte, das mit dem Stillen zu zeigen. Seit wir zu hause sind klappt es ganz gut, allerdings bin ich gefühlstechnisch zwiegespalten, weil es mir oft zuviel wird, das die kleine immer bei mir an der Brust hängt.....gut bei Wachstumsschüben öfter, das ist klar, aber auch so... Bin ich deswegen vielleicht nicht ausgeglichen genug und merkt sie das??? Immer öfter trinkt sie nur kurz und macht ein theater und zieht die Brustwarze durch die Gegend. Ich weiß nicht, ob und wie lange ich so stillen will. Könnt ihr mir vielleicht nen Tipp geben, warum ich so zwiegespalten mit mit meinem Gefühl? Danke und viele Grüße Daniela
Liebe Daniela, es kann sein, dass dein Baby saugverwirrt ist und deshalb so unruhig trinkt. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Die Kollegin kann dir dann im persönlichen Kontakt gezielte Tipps und Hinweise geben, auch zum Thema Steigerung der Milchmenge und Wachstumsschübe. Sie kann dir auch helfen, wenn Du tatsächlich abstillen möchtest. Du bist keine schlechte Mutter, wenn du nicht stillst. Denn nicht jede stillende Mutter ist allein deshalb schon eine gute Mutter! Es gehört ja doch viel mehr dazu... Wenn eine Frau nicht stillen mag, wenn sie in sich ein Gefühl der Ablehnung dagegen spürt, könnte es aber vielleicht Ursachen dafür geben. Nicht für jede Frau etwa ist es leicht anzunehmen, dass das Kind sich von ihr ernährt. Das kann sehr bedrohlich wirken, und wer als Baby oder Kind selbst vielleicht nicht so "genährt" wurde, wie er/sie es benötigt hätte, der trägt da auch eine Last, die sich auf die Stillbeziehung auswirken kann. Ich denke, dass ganz generell die eigene Mutterschaft uns zurück zum Kind in uns führen kann, und uns dadurch Gelegenheit geben kann, schmerzhafte Erfahrungen bewusst zu machen und zu überwinden. Das ist eine Chance, aber kein Zwang. Und trifft sicher auch nicht für jede Frau zu. Du bist ganz sicher die bestmögliche Mutter für dein Kind, und niemand hat das Recht, deine "Qualität" zu beurteilen oder zu bewerten. Nicht heute, wenn es ums Stillen geht, und auch nicht später. Außer vielleicht in 20 Jahren dann mal deine eigenen Kinder : )) Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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