Yue
Hallo liebe Stillberaterinnen, Meine Tochter ist genau einen Monat alt und hat seit der Geburt gut zugenommen. Seit ich mit ihr zu Hause bin, stille ich voll, allerdings mit Stillhütchen, da ich sehr flache Warzen habe. Meine Tochter hat bereits einen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus. Sie schläft ab 20 Uhr meistens bis 5 Uhr früh durch oder ich wecke sie noch einmal gehen 23 Uhr für einer Mahlzeit. Tagsüber dagegen möchte sie non stop an die Brust. Wir kommen gut auf 14 Still-Mahlzeiten, meistens mehr und jeweils 15 Minuten pro Seite, aber NUR tagsüber zwischen 5 und 20/21 Uhr. Nachts verlangte sie nur Anfang etwas, als es sehr warm war. Nun nicht mehr. Nun hat sie teilweise starke Koliken und einen sehr aufgeblähten Bauch. Ich gebe Sab, massiere, Fliegergriff, Baden, Kirschkernkissen... nach einer längeren Schreiphase will sie meistens wieder trinken und dann trinkt sie so viel, dass sie relativ schnell einschläft. Letztens ist mir mit großem Schock aufgefallen, dass sie Kreide bleich im Schlaf geworden ist, weshalb wir beim Kinderarzt waren. Ich hatte dafür Muttermilch abgepumpt (80 ml), ich wusste ja nicht, wie lange wir warten müssten (war unser erstes Mal). Zu Hause eine viertel Stunde vorher wurde sie aber bereits gestillt. Beim Arzt angekommen forderte sie sofort wieder Nahrung und trank die Milch innerhalb einer Minute (ungelogen) komplett aus und wurde wieder bleich. Die Kinderärztin war richtig schockiert von ihrem riesigen Bauch und der Blässe die sich sofort entwickelte. Die Ärztin überwies uns ins Schlaflabor, was noch aussteht und meinte, ich solle zwischen den Mahlzeiten mindestens 2 Stunden Pause machen,8 Minuten pro Seite und meine Tochter auch nachts wecken, da schläft sie aber sofort wieder ein. Das würde gegen die Blähungen helfen und eventuell ihren Kreislauf entlasten. Das haben wir so versucht und es mündete in einen furchtbaren Tag, der doch nur an der Brust ein Ende fand. Meine Tochter kam damit überhaupt nicht klar. Nun bin ich im Zwiespalt. Geb ich ihr die Brust, wenn sie danach verlangt? Lasse ich das Einschlafstillen zu? Und biete ich ihr die Brust an, wenn sie wieder eine Krampf im Bauch hat zum Nuckeln? (Nuckel nimmt sie nicht) ich bin verwirrt. Es ist mein erstes Kind und stillen nach Bedarf haut bei meiner Tochter offenbar nicht so hin. Ich weiß es nicht. Ihr Gewicht ging von bei Geburt 3340 zurück auf 3100 bei Entlassung auf 3910 nach vier Wochen. Habt ihr Tipps? Vielen Dank und beste Grüße, Yue
Kristina Wrede
Liebe Yue, ich finde es schwer, dich adäquat zu beraten, weil es vielleicht ein medizinisches Problem ist. Vom Stillen selbst sollte diese Auffälligkeit (Erblassen) nicht kommen. Im Prinzip führt häufiges Stillen auch nicht zu Blähungen, jedoch könnte das an den Stillhütchen liegen. Mit der richtigen Beratung ist Stillen auch bei flachen Warzen ohne Hütchen möglich - das Baby sollte so viel Brust im Mund haben, dass es gar nicht an der Brustwarze selbst saugt. Schau dazu mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=89G62Ycfhqc In deinem Fall würde ich raten, Kontakt zu einer IBCLC aufzunehmen. Das sind die Profis unter den Stillberaterinnen; sie dürfen auch medizinische Beratung machen, arbeiten allerdings gegen Honorar. Möglicherweise kann in deinem Fall der Arzt diese professionelle Stillberatung auch verschreiben. Du findest sie im Internet unter http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß und alles Gute für euch!! Kristina
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